Die richtige Speicherkarte für deine Kamera: Darauf solltest du als Fotograf achten

In der digitalen Fotografie sind Speicherkarten ein wichtiger Bestandteil deiner Kamera-Ausrüstung, da ohne sie keine Fotos und Videos gespeichert werden können. In diesem Beitrag geht es um die Wahl der richtigen Karte für deine Kamera. Ich stelle dir die unterschiedlichen Arten vor, gebe dir Tipps worauf du bei der Auswahl generell achten solltest und empfehle dir ein paar bewährte Modelle.

Ich möchte dir direkt am Anfang die SD Speicherkarten für Kameras vorstellen, die ich seit vielen Jahren als Fotograf benutze und mit denen ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe. Das heißt konkret, dass ich noch keinen Datenverlust hatte und auch den rauen Alltag eines Hochzeitsfotografen gut überstanden haben. Diese Karten kann ich also besonders empfehlen:

Beste Speicherkarten für Kameras: meine top Empfehlungen

Beste SD UHS-I Speicherkarte für Kameras
SanDisk Extreme Pro UHS-I Speicherkarte 128 GB* SanDisk Extreme Pro UHS-I Speicherkarte 128 GB* Extreme Pro UHS-I 128 GB>
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Super Speicherkarte für Kameras mit SD-Slot: Diese einfache UHS-I SD Karte, ist für die meisten Kameras mit SD Kartenplatz absolut ausreichend. Ich nutze diese Karten sehr oft und hatte bisher noch nie ein Problem.
Vorteile:
  • Gute Speicherkarte mit ausreichend Platz
  • Vergleichsweise günstig
Nachteile:
  • Es gibt deutlich schnellere Karten
Robuste Speicherkarte für Kameras mit SD Slot
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Eine sehr robuste SD Karte für Kameras, die UHS-II unterstützen: Diese Sony Tough Karten nutze ich meist auf Hochzeiten oder anderen Shootings, bei denen es hohen Verschleiß an der Ausrüstung geben könnte (Beispielsweise wenn ein Gast sein Bier über meine Fototasche kippt). Die Karten sind teurer, halten dafür aber deutlich höheren Belastungen stand, als herkömmliche Karten.
Vorteile:
  • robuste Speicherkarte
  • kein Schreibschutz-Schalter
Nachteile:
  • teuer
Schnellste SD-Speicherkarte für die Kamera
SanDisk Extreme PRO UHS-II SanDisk Extreme PRO UHS-II

Schnelle SD Karte. Besonders nützlich für Fotografen, die Sport & Tiere fotografieren, generell eine hohe Serienbildrate nutzen oder in 4K filmen.

Vorteile:
  • schnell
Nachteile:
  • deutlich teurer als UHS-I
Teuer aber verlässlich
Sony Cf-Express Tough Speicherkarte, 128 GB* Sony Cf-Express Tough Speicherkarte, 128 GB*
218,23 €

128 GB CF-Express-Karte

Kompatibel mit der Canon EOS R5

Günstige CFexpress Karte
Lexar Professional CFexpress Karte 256GB Lexar Professional CFexpress Karte 256GB

Robuste CF Express Karte. Passend für die meisten Profikameras.

Worauf muss ich als Fotograf bei einer Speicherkarte achten?

Es gibt viele verschiedene Speicherkarten für Kameras mit unterschiedlichen Eigenschaften, wie dem Format, Schreib- und Lese-Geschwindigkeit, Speicherkapazität und der Widerstandsfähigkeit.

Lass uns also zuerst einen Überblick über die technischen Eigenschaften bekommen, die dich als Fotograf interessieren sollten:

Speicherkartenformat

SD UHS-II
SD-UHS I
UHS-II Karte ohne Schreibschutz

Logisch, es gibt nicht nur ein Format für Speicherkarten – In der Fotografie erwarten dich Formate wie zum Beispiel SD (Secure Digital), microSD und CF (CompactFlash), die von unterschiedlichen Kameras unterstützt werden. Logisch, du brauchst unbedingt das richtige Format für deine Kamera, um sicherzustellen, dass die Karte überhaupt funktioniert.

Übersicht über die wichtigsten Speicherkartenformate

Speicherkarte Lesegeschwindigkeit (MB/s) Schreibgeschwindigkeit (MB/s) Speicherkapazität (GB) Preis (€) Kameramodelle
SD UHS I 80-90 40-60 bis zu 512 ca. 10-30 alle Kameras mit SD Steckplatz
SD UHS II 150-300 90-260 bis zu 512 ca. 40-120 alle Kameras mit SD Steckplatz
XQD 440-440 400-440 bis zu 512 ca. 60-150 Nikon Z-Serie
CF Express 1700-1700 1400-1700 bis zu 512 ca. 200-500 Nikon Z 9, Z8, Canon EOS R5, EOS R3, Sony Alpha 1, Alpha 9 III

Mein Tipp: Wenn du dir unsicher bist, welche Speicherkarte für deine Kamera die Richtige ist, hilft ein Blick ins Handbuch oder eine Onlinesuche nach deinem Kameramodell.

SD Karten

Die wohl am häufigsten genutzten Speicherkarten in Kameras sind SD Karten. Es gibt hier im wesentlichen für uns Fotografen zwei Typen an SD Karten, die man in Kameras nutzt: UHS-I und UHS-II.

Ohne dich mit viel Techniktalk zu langweilen: UHS-II Karten haben deutlich höhere Lese- und Schreibraten als die vom Typ UHS-I. Du erkennst UHS-II Karten an den 17 Kontakten auf der Rückseite. UHS-I Karten haben dagegen nur 9 Kontakte. SD-Karten sind nicht ohne Grund bei Kameras beliebt, denn sie sind vergleichsweise klein und günstig.

Dieser Vorteil ist aber gleichzeitig auch das große Problem bei herkömmlichen SD Speicherkarten. Sie sind dünn und aus relativ weichem Kunststoff. Folglich brechen sie leicht durch Biegen oder Knicken und auch die Kontakte sind empfindlich und können abbrechen. Für uns Fotografen bedeutet das, dass wir besonders vorsichtig mit SD Karten umgehen müssen, gerade wenn sich wichtige Fotos darauf befinden.

Für mich hat es sich daher bewährt, meine SD Karten im Urlaub oder auf Hochzeiten in einem Hardcase sicher aufzubewahren.

SD Speicherkarten sicher aufbewahren
Speicherkarten Etui für SD Karten* Speicherkarten Etui für SD Karten*

Einfaches Etui (Hardcase) um deine SD Speicherkarten für die Kamera sicher und geschützt aufzubewahren. In vielen Farben verfügbar.

XQD Speicherkarten

XQD-Karten sind die Nachfolger der nun inzwischen nicht mehr genutzten Compact Flash Karten. Diese Karten haben in der Regel eine Übertragungsgeschwindigkeit von ca. 440 MB pro Sekunde. Das ist mehr als doppelt so schnell wie die normalen SD-Speicherkarten, was besonders nützlich für Fotografen und Videofilmer ist. Sie sind mit Abmessungen von 38,5 x 29,8 x 3,8 Millimeter noch relativ klein. Die Karten sind auch robust und zuverlässig. Sie können Stöße, Erschütterungen und extreme Temperaturen standhalten, sind aber teurer als SD-Speicherkarten.

XQD-Karten, sind in Größe und Belegung der Kontakte mit CFexpress Typ B sehr ähnlich. Viele Kameras können daher auch statt XQD auch CFexpress-Karten nutzen. Am besten schaust du dafür ins Handbuch deiner Kamera.

CFexpress Speicherkarten (Typ B)

Hier siehst du eine CFexpress Karte vom Typ B, die bis zu 1600 MB in der Sekunde schreiben kann.

CFexpress-Karten sind die Weiterentwicklung von XQD und derzeit die schnellsten Karten am Markt . Durch die Lesegeschwindigkeit von bis zu 1.700 MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von maximal 2000 MB/s kommt es kaum zu Verzögerungen bei Serienaufnahmen.

CFexpress Karten vom Typ B haben die gleichen Abmessungen wie XQD: 38,5 x 29,8 x 3,8 mm.

Die aktuellen Profikameras von Nikon (Z 7 II, Z 8, Z 9) , sowie von Canon (EOS R5, R5C, EOS R3, EOS 1D X Mark III) und Sony (Alpha 1, Alpha 9 III, Sony Alpha 7R V) unterstützen CFexpress-Karten. Diese Kameras erzeugen so hohe Datenmengen, dass die hohe Schreibgeschwindigkeit tatsächlich benötigt wird. Eine empfehlenswerte CFexpress Speicherkarte ist das Modell aus der Sony Tough Reihe:

Teure aber sehr schnelle & verlässliche Speicherkarte
Sony Cf-Express Tough Speicherkarte, 128 GB* Sony Cf-Express Tough Speicherkarte, 128 GB*
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128 GB CF-Express-Karte

Kompatibel mit der Canon EOS R5

Lexar Professional CFexpress Karte 256GB Lexar Professional CFexpress Karte 256GB

Robuste CF Express Karte. Passend für die meisten Profikameras.

Kapazität

Die Kapazität einer Speicherkarte wird in der Regel in Gigabyte (GB) angegeben und dieser Wert gibt an, wie viel Speicherplatz eine Karte überhaupt hat. Je größer die Kapazität, desto mehr Fotos und Videos kannst du auf der Karte speichern. Moderne Karten haben meist 32Gb bis 512Gb Speicherplatz und je mehr Speicherplatz eine Karte hat, desto teurer ist sie.

Sinnvoll sind für die Fotografie Karten im Bereich von 64 bis 128 GB. Wer viel filmt, sollte größere Karten nutzen.

Schreibgeschwindigkeit

Die Schreibgeschwindigkeit gibt an, wie schnell Fotos und Videos von der Kamera auf die Karte gespeichert werden können. Der angegebene Wert kann jedoch oft von der Realität abweichen und die Kamera muss die angegebene Geschwindigkeit letztendlich auch unterstützen.

Schnelle Schreibgeschwindigkeiten sind besonders wichtig bei schnellen Serienaufnahmen oder beim Aufnehmen von Videos in hoher Auflösung (4K oder gar 8K), da sonst der Zwischenspeicher der Kamera nach voll läuft, weil die Kamera nicht hinterherkommt, die Daten auf die Karte zu schreiben.

Die maximal möglichen Geschwindigkeiten stehen in der Regel auf jeder Karte. Zudem gibt es noch verschiedene Geschwindigkeitsklassen, wie zum Beispiel Class 10. Aber wenn du dich einfach an die Angaben auf der Karte hältst, muss du dich damit gar nicht erst befassen.

Kompatibilität

Logisch, die Speicherkarte die du nutzen möchtest sollte auch mit der eigenen Kamera kompatibel ist und auch in den Kartenplatz passt. Alte Kameras unterstützen beispielsweise nur bestimmte Geschwindigkeitsklassen wie UHS-1 oder Speicherkapazitäten bis 128GB. Du kannst natürlich auch eine UHS-II Karte in einer alten Kamera nutzen. Allerdings erreichst du damit nur Geschwindigkeiten die einer UHS-I Karte entsprechen (Abwärtskompatibilität).

Zuverlässigkeit

Die wohl wertvollste Eigenschaft einer guten Speicherkarte ist die Zuverlässigkeit. Dir ist sicher wichtig, dass die Karte auch lange funktioniert und deine Fotos und Videos sicher speichert. Achte beim Kauf daher unbedingt auf Bewertungen und Rezensionen über eine Dauernutzung, die dir etwas über die Zuverlässigkeit sagen.

Robustheit

Hochwertige Karten sind besser gegen Stöße, Schmutz und Wasser geschützt als billige Karten. Sie haben deswegen oft eine längere Lebensdauer. Wenn du in rauen Umgebungen oder bezahlte Aufträge fotografierst, empfehle ich immer, eine robuste und zuverlässige Karte zu nutzen.

Die hier gezeigte Sony TOUGH SD-Karte ist besonders robust, da sie deutlich stärker konstruiert ist, als eine herkömmliche SD Karte. Zusätzlich wurde der Schreibschutzhebel entfernt, da dieser eine mechanische Schwachstelle darstellt.
Besonders robuste SD-Karte
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UHS-II SD Speicherkarte für die Fotografie: Diese Sony Tough Karten nutze ich meist auf Hochzeiten oder anderen Shootings, bei denen es hohen Verschleiß an der Ausrüstung geben könnt. Die Karten sind teurer, halten dafür aber deutlich höheren Belastungen stand, als herkömmliche Karten.
Vorteile:
  • robuste Speicherkarte
  • kein Schreibschutz-Schalter
Nachteile:
  • teuer

Kann eine Speicherkarte kaputt gehen?

Das Shooting ist vorbei und Zuhause stellt man fest, dass keine Fotos auf der Karte sind – gibt es das? Leider ja und das ist der Albtraum eines jeden Fotografen. Es ist prinzipiell immer möglich, dass eine Speicherkarte kaputt geht oder beschädigt wird und ich hoffe, dass dir das nie passiert! Es gibt verschiedene Gründe, warum das eintreten kann, wie zum Beispiel:

Physische Beschädigungen

Speicherkarten sind zwar nicht sehr empfindlich aber sie können trotzdem beschädigt werden. Wenn dir Mal eine Karte herunterfällt, kann das bereits reichen und die Karte ist beschädigt. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen und extrem Luftfeuchtigkeit sind nicht unbedingt förderlich, die Lebensdauer einer Karte zu erhöhen.

Achte darauf, deine Karten nicht zu biegen und vermeide es mit den Fingern auf die Kontakte zu fassen. Ich empfehle dir auch, deine Karten immer in passenden Hüllen aufzubewahren, damit sie nicht lose herumliegen.

Übrigens: Wenn du mit deinen Karten in den Urlaub fliegst und durch den Sicherheitscheck gehst, dann brauchst du keine Angst haben, dass das Röntgen dir die Karten zerstört. Dafür langt die Energie der Röntgenstrahlung nicht aus.

Versuche, wenn möglich, die Kontakte der Karte sorgsam zu behandeln. Vermeide am besten auch, die Kontakte zu berühren und heben Karten in einer passenden Schutzhülle auf.

Elektronische Fehler

Karten können auch logische Fehler aufweisen, die durch zu häufiges Schreiben oder Löschen von Daten entstehen können. Mein Tipp: Lösche während eines Shootings keine Bilder und nutze am besten auch eine Kamera mit zwei Speicherkartenplätzen. Ich tausche übrigens meine Karten spätestens nach zwei Jahren aus

Es gibt auch Fälle, in denen die Speicherkarte einfach „verschwindet“ und nicht mehr von der Kamera erkannt wird oder angezeigt wird, dass die Karte formatiert werden muss. In solchen Fällen hast du vielleicht Glück und kannst die Daten mithilfe einer Recovery-Software wiederherstellen. Das ist aber ein sehr langwieriger Prozess und geht auch nur, wenn man nichts auf die Karte schreibt, wenn ein Fehler kommt.

Finger weg von billigen noname Karten

Es gibt einige Gründe, warum du keine extrem billigen Karten kaufen und in deiner Kamera verwenden solltest:

  1. Billige Karten können schneller beschädigt werden oder von Werk aus Fehler aufweisen.
  2. Sie sind auch weniger zuverlässig und haben ein gewisses Risiko Daten zu verlieren.
  3. Billige Karten sind meist langsamer als teurere Karten und erreichen die angegebenen Geschwindigkeiten fast nie.

Speicherkarte für die Kamera – häufige Fragen

Wie finde ich heraus, welche Speicherkarte für die Kamera geeignet ist?
Die einfachste Möglichkeit ist ein Blick ins Handbuch oder indem du dir im Internet das Datenblatt deines Kameramodells anschaust.
Lohnt es sich Speicherkarten zu kaufen, die Kapazitäten über 256GB haben?
Das kann man nicht so pauschal beantworten. Wenn du mit deiner Kamera viel filmst, oder beispielsweise mit 50 Megapixel fotografierst, ist es aber sicher eine gute Idee eine etwas größere Karte zu kaufen.

Speicherkarte für die Kamera: Fazit

Fotografierst du, dann sind dir Bilder wichtig. Ich empfehle deshalb immer, eine hochwertige Speicherkarte für die Kamera zu nutzen und ein paar Euro mehr zu investieren.

Denn eine hochwertige Karte wird länger halten und eine deutlich bessere Leistung bieten las eine billige. Das schont zwar nicht deinen Geldbeutel aber mit Sicherheit deine Nerven.

Achte zusätzlich bei der Karte darauf:

  • Die Bedienungsanleitung deiner Kamera gibt Auskunft darüber, welche Karten mit deiner Kamera kompatibel sind.
  • Gegenwärtig verwenden die meisten Kameras entweder SD- oder CFexpress-Karten.
  • Fortgeschrittene und professionelle Kameras nutzen zunehmend zwei Kartenslots.
  • SD-Karten sind schnell, weit verbreitet, bieten große Speicherkapazitäten und sind kostengünstig.
  • CFexpress ist der aktuelle Standard für extrem schnelle Karten und wird in professionellen Kameras eingesetzt. Dies ist besonders interessant für die Aufnahme von RAW- und 8K-Videos oder für Aufnahmen mit sehr hoher Bildrate. Zudem ergeben sich auch Vorteile bei langen, schnellen Bildserien.

Nun interessiert mich, welche Erfahrungen du mit Karten für Kameras gemacht hast. Hattest du schon einen Datenverlust? Welche Karten nutzt du? Lass´ mir doch einen Kommentar da, ich antworte bestimmt :)

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