Willkommen in meinem Tutorial “Sterne und Milchstraße fotografieren”.

Als Astronomie-Fan bin ich regelmäßig im Dunklen unterwegs und fotografiere den Sternenhimmel. Sterne zu fotografieren ist jedoch oft gar nicht so einfach und besonders für Fotografie-Einsteiger sind die besonderen Licht-Verhältnisse in der Nacht eine echte Herausforderung.

In meiner Anleitung verrate ich dir, wie du Sterne und Milchstraße fotografierst und gebe dir Tipps zur Planung von Milchstraßenfotos. Natürlich erfährst du auch die richtigen Einstellungen für Aufnahmen von der Milchstraße, damit du auch selbst ganz einfach spektakuläre Fotos vom Sternenhimmel machen kannst

Der Übersicht halber, habe ich den Beitrag aufgesplittet. Wenn du mehr über Kameras, bzw. Objektive für die Milchstraße erfahren möchtest, schaust du dir am besten folgende Beiträge an:

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 1 In den Beitrag "Sterne und Milchstraße fotografieren" habe ich sehr viel Zeit und Herzblut investiert und ich gebe dir hier meine langjährigen Erfahrungen als Fotograf komplett kostenlos an dich weiter. 

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Sterne fotografieren: Planung und Vorbereitung

Plane deinen nächtlichen Ausflug unter den Sternenhimmel und nimm ausreichend Zeit mit. Geh’ nicht einfach planlos raus und knipse drauflos – das kann schnell dazu führen, dass die Ergebnisse enttäuschen. Überlege dir vorher was du vom Sternenhimmel fotografieren willst und wo du die Fotos machen wirst – zumindest grob.

Milchstraße finden

Sterne und Milchstraße fotografieren - in meinem Tutorial zeige ich dir, wie du ganz einfach Sterne und Milchstraße fotografieren kannst
Ich zeige dir, wie du die Milchstraße finden und mit eigenen Augen sehen kannst.

Die Milchstraße finden: Bevor du die Milchstraße fotografieren kannst, musst du erst einmal wissen, wo du sie an unserem Sternenhimmel überhaupt findest.

Die Milchstraße findest du in unseren Breitengraden im Sommer immer grob in der Himmelsrichtung Süden bis Westen. Im Winter findest du die Milchstraße im Westen bis Norden.

Wichtig: Die Milchstraße wirst du mit deinen eigenen Augen nur finden, wenn du in einer dunklen Gegend bist und sich deine Augen bereits ein paar Minuten an die Dunkelheit angepasst haben. Je länger sich die Augen an die Dunkelheit anpassen können, desto besser. Nur dann wirst du das zarte Band der Milchstraße sehen! Diesen Vorgang nennt man übrigens Adaptation und es ist super interessant, was da im Auge passiert!

Aber ich schweife ab – Ich empfehle dir für die nächtliche Fototour unter den Sternenhimmel eine Sternkarte mitzunehmen, damit du dich zurecht findest. Die Sternkarte darf gerne in digitaler Form als App auf dem Smartphone sein. So findest du Sterne bzw. Milchstraße schneller und hast mehr Freude daran den Sternenhimmel zu fotografieren.

Sternenhimmel Apps

Gute Apps für den Sternenhimmel gibt es in den App-Stores für Android und iOS einige. Ich empfehle dir für die Astrofotografie besonders diese drei Apps:

  • Photopills: Mit dieser App kannst du an jedem Standort dein Foto von der Milchstraße auf die Sekunde genau planen. Du kannst vor Ort im VR-Modus sogar die Milchstraße einblenden, um zu schauen wo sie zu einer bestimmten Uhrzeit steht. Diese App nutze ich wirklich sehr oft und sie ist auch für Landschaftsfotografen eine der besten Planungs-Apps.
  • Stellarium Plus: Eine Echtzeit-Sternenkarte in der du einen riesigen Katalog an Sternen und Deep-Space-Objekten und auch die Milchstraße findest. Eignet sich dadurch auch super zur Planung für die Astrofotografie.
  • Starwalk 2: Starwalk ist eine Alternative zu Stellarium und du erhältst bei besonderen Astronomie-Ereignissen eine Benachrichtigung. Auch hier kannst du die Milchstraße sehr schnell ausfindig machen.

Auch wenn diese drei Sternenhimmel Apps ein paar Euro kosten, kann ich sie besonders empfehlen. Denn so findest du blitzschnell heraus, ob sich die Milchstraße im gewünschten Bildausschnitt befinden wird. Stellarium gibt es zudem als kostenlose Software für Windows, OS X, Linux und als Online App. Stellarium eignet sich perfekt für die Planung von Astrofotos oder einen Fotoausflug zur Milchstraße!

Es gibt auch einiges an kostenlosen Sternenhimmel Apps. Leider sind diese oft in der Funktionalität stark eingeschränkt und mit Werbung zugepflastert. Gebt daher lieber die paar Euro für eine vernünftige Sternenhimmel App aus.

Übrigens: Wenn du mit einer Sternenhimmel App in der Astrofotografie arbeitest, empfehle ich dir, den Nachtmodus am Smartphone zu aktivieren, um die Adaptation des Auges nicht durch das Smartphone-Display zu stören.

Kleidung & Verpflegung

Milchstraße und Sternenhimmel im Winter fotografiert
Hier habe ich die Milchstraße bzw. den Sternenhimmel im Winter fotografiert. Bei Temperaturen um die 0°C kühlt man schnell aus.

Zieh’ dich warm an – nicht nur im Winter, ganz nach dem Motto: “Lieber schwitzen als frieren!”. Sterne zu fotografieren macht nämlich null Spaß, wenn die Finger eingefroren sind oder die Zehen blau werden.

Ganz abgesehen davon, dass die Bedienung der Kamera dann ewig dauert. Erkälten willst du dich ja auch nicht! Warme und feste (Hand-) Schuhe, warme Sachen & eine Kanne Tee sind nie verkehrt!

Der Körper kühlt verdammt schnell aus wenn man sich nicht bewegt.

Checke auch nochmal deinen Kamera-Akku, schaue dass deine Objektive keinen Dreck auf der (Rück-) Linse haben (!) und ob eine Speicherkarte, mit ausreichend Platz drauf, in der Kamera ist.

Wetter & Mondphase

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 2
Wolken können zwar auf Fotos sehr schön aussehen, verstärken aber auch einen großen Teil der Lichtverschmutzung. Hier hilft nur die Nachbearbeitung und ein guter Dynamikumfang der Kamera.
Fotografiert mit der Canon EOS R6.

Um möglichst viele Sterne und feinste Strukturen der Milchstraße zu fotografieren, brauchst du im Idealfall erstmal einen klaren und unbewölkten Himmel. Wolken versperren nicht nur den Blick auf die Sterne, sondern sie reflektieren viel Umgebungslicht. Dadurch wird die Lichtverschmutzung zusätzlich verstärkt und die feinen Details der Milchstraße sind schnell überstrahlt.

Wichtig ist auch, dass der Mond nicht am Himmel zu sehen ist. Besonders der Vollmond überstrahlt den Sternenhimmel. Idealerweise fotografierst du bei Neumond oder wenn der Mond tief unter dem Horizont steht. Apps wie Stellarium oder diverse Mondkalender helfen dir hier weiter.

Lichtverschmutzung

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 3
Lichtverschmutzung auf Horizonthöhe sorgt dafür, dass Details der Milchstraße kaum mehr sichtbar sind. Fotografiert mit der Canon EOS R.

Wenn du den Sternenhimmel fotografieren willst, suche dir einen möglichst dunklen Ort fernab der Städte und fotografiere idealerweise nicht mitten in der Stadt – fahre raus aufs Land oder in den Wald.

Hier hast du weniger Lichtverschmutzung, die sonst viele Sterne überstrahlen wird.

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und den Bayerischen Alpen hat man übrigens die besten Bedingungen, um der Lichtverschmutzung in Deutschland aus dem Weg zu gehen.

Nutze zur schnellen Locationsuche diese interaktive & aktuelle Karte mit sehr dunklen Standorten
Natürlich gibt es auch eine Übersichtskarte für die Lichtverschmutzung als kostenlose App für Android

Empfehlenswerte Sternenparks und dunkle Locations

Die Milchstraße - Aufgenommen mit einem 50mm Objektiv (Sigma 50mm1.4 ART)
Details der Milchstraße – Aufgenommen im Sommer mit einem 50mm Objektiv (Sigma 50mm1.4 ART) an einer Canon EOS 6D

Und wo kann man die Milchstraße besonders gut sehen und fotografieren?

Bei einem Ausflug in einen Sternenpark! Das lohnt sich, da dort extrem wenig Lichtverschmutzung vorherrscht.
Natürlich gibt es in Deutschland auch Orte, an denen es kaum Lichtverschmutzung gibt und die Milchstraße besonders gut zu sehen ist. Diese Locations sind besonders empfehlenswert:

Noch ein Hinweis:

Einfach auf eigene Faust im Nationalpark in einem Zelt zu übernachten, ist eine Ordnungswidrigkeit – das sogenannte “Wildcampen” und kann teils mit bis zu 500€ Bußgeld geahndet werden. In einigen (Bundes-)Ländern und Gebieten darfst du aber eine Nacht in einem Iglu oder unter freiem Himmel notdürftig verbringen. Mehr zum Wildcampen in Europa findest du hier.

Sterne fotografieren: Welche Fotoausrüstung brauche ich?

Willst du Sterne fotografieren, ist die Kamera-Ausrüstung recht wichtig, um wirklich beeindruckende Ergebnisse zu erzielen.

Nun die gute Nachricht:

Für den Einstieg zum Sterne fotografieren brauchst du neben der Kamera eigentlich nur ein gutes, stabiles Stativ und ein Weitwinkelobjektiv.

Damit kannst du schon relativ einfach Sterne fotografieren. Mit stabil meine ich, dass das Stativ die Last problemlos tragen kann und auch einen Windstoß dämpfen kann.

Idealerweise sollte das Stativ auch von dir in absoluter Dunkelheit einfach aufzubauen und zu bedienen sein.

Leider wird auf dem Stativ-Markt wirklich viel Schrott angeboten und viele Einsteiger machen den Fehler ein extrem günstiges Stativ zu kaufen, dass nichts taugt.

Ich finde: Stative unter 75€ kann man für die Kombi DLSR + lichtstarkes Objektiv komplett vergessen.

Wenn du trotzdem nicht gleich mehrere hundert Euro für ein ordentliches Stativ für Fotos vom Sternenhimmel ausgeben möchtest, dann schaue dir doch einmal folgende Stative an.

Diese Stative eignen sich perfekt für die Sternenfotografie:

Neewer 168cm Carbonstativ
98,99€
einfaches, aber dennoch stabiles Stativ, Kugelkopf, bis 6 Kilo Last sehr gut nutzbar - günstiges Carbonstativ mit Kugelkopf mit hoher Traglast.
Vorteile:
  • einfaches, aber dennoch stabiles Stativ
  • Kugelkopf
  • günstiges Carbonstativ
07/08/2022 04:48 am GMT

Top Empfehlung!
Rollei C6i Carbonstativ
€144.99
  • Stabiles Carbon-Stativ (8 Lagen) mit hoher Tragkraft von bis zu 12 kg – für professionelle Video- und DSLR-Kameras
  • Stativkopf lässt sich leichtgängig um 360° drehen und perfekt einstellen
  • Stativ auch als Einbeinstativ mit einer Höhe von 179,5 cm verwendbar
  • Einfache und schnelle Bedienung aller Drehknöpfe
  • Gummierte Schnell-Wechselplatte mit 1/4“ Edelstahl- Schraube – Kopfmontage mit 3/8“ Gewinde

Robustes und leichtes Carbonstativ mit Kugelkopf, dass ich seit einem Jahr selber nutze, wenn ich die Sterne fotografiere.

Vorteile:
  • beliebtes stabiles Stativ
  • nutze ich selbst regelmäßig
  • Kugelkopf
  • günstiges Carbonstativ
  • vielseitig einstellbar
  • hohe Traglast möglich
07/08/2022 04:34 am GMT

Sterne fotografieren: Fotoausrüstung und Grundvorraussetzungen
Sterne fotografieren: Im folgenden Abschnitt klären wir die Fragen der Fotoausrüstung und Grundvoraussetzungen um die Milchstraße mit vielen sichtbaren Details zu fotografieren. Den Sternenhimmel habe ich in diesem Foto in der Eifel mit einer Canon EOS 6D und dem Canon 35mm 1.4 II L Objektiv fotografiert.

Ein Fernauslöser ist nützlich, aber nicht unbedingt notwendig (Ausnahme BULB-Belichtung mit der DSLR). Schließlich hat fast jede Kamera heutzutage einen zeitgesteuerten Selbstauslöser.

Trotzdem hat es einige Vorteile mit dem Fernauslöser zu arbeiten und die Anschaffung kostet nicht mal 10€. (Infrarot-Fernauslöser auf Amazon*). Denn dadurch, dass die Kamera beim Sterne fotografieren nicht mehr angefasst werden muss, gibt es beim Auslösen auch keine Erschütterungen, die sich bei einem billigen Stativ durchaus mehrere Sekunden bemerkbar machen.

Zusätzlich kann man bei den meisten Kameras nur mit einem Fernauslöser länger als 30 Sekunden belichten.

Tipp: Gib dein Fernauslöser einen festen Platz in der Kameratasche oder binde den Beutel ans Stativ, wenn du Sterne fotografieren gehst.

Ich habe schon auf mancher Tour unter dem Sternenhimmel den Fernauslöser im Fotoschrank vergessen und mich vor Ort darüber geärgert.

Zusatztipp: Oft gibt es eine App, mit dem du die Kamera auch fernsteuern kannst, was beim Sterne fotografieren wirklich hilft. Bei Canon ist das zum Beispiel Camera Connect. Und mit der Kamera-App kann man auch idealerweise die Schärfe der Fotos vor Ort kontrollieren (Stichwort: Sterne richtig fokussieren)!

Auch wichtig: Für deinen Ausflug zum Sterne fotografieren, solltest du eine kleine LED-Taschen- oder Stirnlampe mit einpacken (idealerweise leuchtet diese Rot oder ist mit roter Folie beklebt), um nicht in der Dunkelheit zu stolpern.


Übrigens: Welche Kameras für Fotos von Sternen und der Milchstraße besonders geeignet sind, erzähle ich dir in einem diesem Beitrag:

Und auch das Thema Objektive für die Milchstraße habe ich ausführlich behandelt:

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung

Milchstraße fotografieren - Anleitung und Einstellungen für Fotos von der Milchstraße.Dieses Foto von der Milchstraße habe ich nach meiner Anleitung mit der Canon EOS R und einem Sigma 20mm 1.4 Art Objektiv fotografiert. Das feine Band und die Details der Milchstraße waren auf dem Foto trotz hoher Lichtverschmutzung mit Photoshop und Lightroom sehr gut herauszuarbeiten.

Milchstraße fotografieren, so geht’s:

Willst du als Einsteiger Sterne und Milchstraße fotografieren, wirst du ohne die richtigen Einstellungen schnell daran scheitern, ein gutes Foto von der Milchstraße zu machen. Aber kein Angst, ich verrate dir hier mein einfaches “Grundrezept” für schöne Fotos von der Milchstraße.

Mit den folgenden Kameraeinstellungen kannst du ganz leicht Sterne und Milchstraße fotografieren:

  1. Kameramodus: die Milchstraße fotografierst du immer im manuellen Modus
  2. Stabilität: stabiles Stativ, Spiegelvorauslösung, zeitgesteuerter Auslöser bzw. Fernauslöser nutzen
  3. Objektiv: lichtstarkes Weitwinkelobjektiv (14mm – 35mm) nutzen
  4. Blende: Milchstraße so offenblendig fotografieren wie es geht, mindestens Blende 2.8, besser 2.0 oder 1.4
  5. ISO: Hohes ISO wählen: 1600 bis 6400
  6. Fokus: manuell auf unendlich fokussieren, dafür Live-View mit 10-facher Vergrößerung nutzen
  7. Belichtungszeit: Je nach Brennweite eine Belichtungszeit von 10 – 25 Sekunden einstellen

Das Ergebnis dieser Einstellungen sollte ein Foto von der Milchstraße sein, auf dem das zarte Band unserer Heimatgalaxie schon sehr schön zu erkennen ist. Besonders spannend wird dein Foto von den Sternen, wenn du nicht nur die Milchstraße fotografierst, sondern auch einen interessanten Vordergrund mit in das Foto nimmst.

Milchstraße fotografieren - Voraussetzungen
Milchstraße fotografieren: Ein Foto von der Milchstraße in Rheinhessen – fotografiert bei weniger perfekten Voraussetzungen nach meiner Anleitung mit einem 14mm 2.8 Objektiv an einer Canon 6D

Du wirst schnell merken: Den Sternenhimmel zu fotografieren macht Spaß und Fotos von der Milchstraße sind immer beeindruckend. Denn deine Kamera wird dir Details der Milchstraße zeigen, die mit dem bloßen, menschlichen Auge gar nicht sichtbar sind. Je hochwertiger die Ausrüstung dabei ist, desto einfacher wird es, die Milchstraße deatillierter und schöner zu fotografieren.

Der nächste Abschnitt zeigt dir, worauf du bei Fotos von der Milchstraße zusätzlich achten solltest.

Hast du vor, ein besonders schönes Foto von der Milchstraße zu machen, ist es wichtig etwas vorzuplanen. Denn wenn man die Milchstraße fotografieren will, solltest du folgende Punkte beachten:

Wo ist die Milchstraße am besten zu fotografieren?

Suche dir einen Ort mit wenig Lichtverschmutzung. In der Stadtmitte von Frankfurt/Main wird es richtig schwer bis unmöglich, ein Foto der Milchstraße zu machen. Fahre also raus in eine Gegend, in der es besonders dunkel ist, und keine Lichtverschmutzung gibt – beispielsweise Sternenparks.

Wann ist die Milchstraße am besten zu fotografieren?

Mach´ deine Fotos von der Milchstraße Ende Frühjahr, im Sommer oder Anfang Herbst. Die Milchstraße ist in unseren Breitengraden im Sommer besonders gut zu sehen. Im Winter dagegen seht ihr nur einen winzigen Teil. Hier hilft dir die App Stellarium Plus oder Starwalk 2 weiter, um zu sehen, wann die Milchstraße besonders sichtbar ist.

Milchstraße fotografieren: Anleitung und Einstellungen für Fotos vom Sternenhimmel - Sterne fotografieren Kameraeinstellungen
Dieses Foto von der Milchstraße habe ich nach meiner Anleitung mit der Canon EOS R und einem Sigma 20mm 1.4 Art Objektiv fotografiert. Das feine Band und die Details der Milchstraße waren auf dem Foto trotz hoher Lichtverschmutzung mit Photoshop und Lightroom sehr gut herauszuarbeiten.

Was ist, wenn der Mond scheint?

Fotografiere die Milchstraße wenn Neumond ist, oder der Mond (weit) unter dem Horizont steht, da sonst kaum etwas von der Milchstraße sichtbar sein wird. (nutze hierfür einfach eine App oder einen Mondkalender). Ein Neumond bietet aber immer die besten Vorraussetzungen!

Weitere Tipps zur Milchstraßenfotografie

  • Zusammen mit der App “Photopills” lässt sich ein Foto von der Milchstraße an einem bestimmten Standort bis auf die Sekunde genau planen.
  • Wer im Winter Urlaub auf der Südhalbkugel macht, kann spektakuläre Fotos von der Milchstraße und den Begleitgalaxien – der großen und kleinen Magellanschen Wolke machen.
  • Extratipp – Milchstraße fotografieren wie ein Profi: Wenn du noch bessere, detailliertere Milchstraßenfotos machen wollt, dann brauchst du eine Nachführung, die die Erdrotation ausgleicht. Empfehlenswert ist für weitwinklige Aufnahmen beispielsweise die Omegon LX Mini Track* mit der ich selbst arbeite.

Die folgenden Punkte erklären dir ganz genau, warum man die oben genannten Kamera-Einstellungen für Fotos von Milchstraße und Sternen nutzen sollte:

Kameramodus

Bei der Sternen- und Milchstraßenfotografie fotografieren wir prinzipiell im manuellen oder im BULB-Modus (Bei BULB brauchen wir jedoch zwingend einen Fernauslöser, bzw. steuern wir die Kamera via App). Warum manuell? Die Kamera befindet sich in einer schwierigen Lichtsituation und wir wollen die komplette Kontrolle über die Belichtung haben.

Blende

Fotografiere so offenblendig, wie es nur geht (kleine Blendenzahl). Ich empfehle eine Blende von mindestens 2.8. Ein lichtstarkes Objektiv mit Blende 2.0 oder gar 1.4, ist hier das Optimum. Die offene Blende sorgt dafür, dass du soviel Licht einfängst wie möglich.

Bildstabilisator

Ein eventueller Bildstabilisator (IS, VC, VR, etc.) am Objektiv oder in der Kamera muss deaktiviert werden. Auf einem Stativ kann ein Bildstabilisator kontraproduktiv wirken. Eigentlich gibt es auch keine Bewegung, die du ausgleichen musst.

Sterne / Milchstraße fokussieren

Sternenhimmel fotografieren: Komposition des Sternenhimmels aus zwei einzeln fotografierten Aufnahmen
Sternenhimmel fotografieren: Komposition des Sternenhimmels aus zwei einzeln fotografierten Aufnahmen, die nachträglich in Photoshop kombiniert wurden. Um die Sterne perfekt zu fokussieren habe ich mir Zeit gelassen und mit folgender Anleitung gearbeitet:

Um die Sterne perfekt zu scharf zu bekommen, musst du manuell fokussieren und den Autofokus ausschalten. Der Autofokus wird dir in der Dunkelheit nicht helfen und die Kamera wird Probleme dabei haben, etwas scharf zu stellen. Daher machen man das einfach selbst.

Der schwerste Part ist eigentlich die Fokussierung auf Unendlich. Manche Objektive haben am Fokussierring den Fokus für Unendlich ( ∞ ) eingezeichnet, was die Sache wesentlich einfacher macht – zumindest grob. Denn wenn du Sterne perfekt fokussieren willst, wirst du um eine Feinjustage nicht herumkommen.

Sterne und Milchstraße fokussieren: Tipps

  • Suche am Nachthimmel einen besonders hellen Stern (Vega im Sommer, Sirius im Winter) oder einen hellen Planeten wie Jupiter
  • Richte Kamera und Objektiv auf diesen hellen Stern aus
  • Der helle Stern sollte sich idealerweise genau in der Mitte im Sucher befinden, da hier die Schärfe besonders gut zu beurteilen ist
  • Aktiviere den LiveView auf dem Display
  • Zoome bis zur maximalen Vergrößerung in den LiveView herein
  • Stelle nun den Stern durch feine Justagen in kleinen Schritten nach und nach perfekt scharf
  • Die Sterne sind perfekt scharfgestellt, wenn sie punktförmig und am kleinsten abgebildet werden

Fast alle spiegellosen Kameras unterstützen das sogenannte Fokus-Peaking, was das manuelle scharfstellen wesentlich einfacher macht. Übrigens: Mit Magic Lantern funktioniert das Focus-Peaking auch mit der DSLR.

Eine weitere Hilfe: Alternativ kannst du tagsüber auf unendlich fokussieren und markierst gut sichtbar am Objektiv den Fokusstand. Das geht natürlich nur bei Objektiven, bei denen sich der Fokusring nicht unendlich weit drehen lässt. Aber Achtung – gibt es im Verlauf des Tages große Temperaturunterschiede, wird das nicht funktionieren.

Mache immer eine Probeaufnahme! Zoome komplett ins Bild rein und kontrolliere die Schärfe. Nichts ist ärgerlicher, als nach einer 3 Stunden-Session festzustellen, dass alle Bilder leicht unscharf sind! Beachte auch, dass du bei großen Temperaturveränderungen im Verlauf der Nacht gelegentlich nachfokussieren musst. Kontrolliere dazu am besten regelmäßig, ob die Sterne auch noch scharf abgebildet werden!

ISO

Der ISO-Wert sollte in der Stern- und Milchstraßenfotografie je nach Rauschverhalten der Kamera und dem gewünschten Motiv zwischen 1600 und 6400 liegen.
Hier geht Probieren über Studieren und das gewünschte Motiv und die vorhandene Lichtverschmutzung ist hierfür ausschlaggebend. Prinzipiell solltest du du den Sensor in der Empfindlichkeit so weit hinaufsetzen wie es geht, jedoch ohne das Bild komplett zu verrauschen.

Willst du in einer dunklen Nacht die Milchstraße fotografieren, sollte dein ISO recht hoch gewählt sein – also mindestens 1600.

Probiere einfach unterschiedliche Werte aus und entscheide selbst. Willst du viele Sterne abbilden bzw. die Milchstraße fotografieren, ist ISO 1600 eigentlich Pflicht. Bei modernen APS-C Kameras von Sony und Canon ist ISO 3200 auch noch locker nutzbar. Immerhin gibt es für etwas mehr Rauschen gleich die doppelte Menge an Licht.

Ich würde grundsätzlich immer lieber ein verrauschtes Bild mitnehmen, als gar keines.

Sterne fotografieren: Belichtungszeit

Beispiel Abhängigkeit Sternenwischer zur Belichtungszeit bei unterschiedlicher Brennweite
Ein Beispiel dafür, dass die Verschlusszeit abhängig von der Brennweite ist. Der Schwarz-Weiße Ausschnitt wurde bei 300mm 1,8 Sekunden lang belichtet. Man sieht bereits erste Sternenspuren, da die Sterne eiförmig werden. Die Horizontaufnahme wurde bei 17mm Brennweite 8 Sekunden lang belichtet. Hier sind die Sterne noch punktförmig.

Beim Sterne fotografieren hängt die Belichtungszeit vom gewünschten Motiv und der Brennweite ab.

Da sich die Erde dreht, bekommen wir ab bestimmten Belichtungszeiten Sternspuren. Wenn du Sterne und Milchstraße fotografierst und eine zu lange Belichtungszeit für dein Objektiv wählst, wird die Milchstraße auf den Fotos sehr schnell verwaschen und undeutlich dargestellt sein. Denn bei der Belichtungszeit gibt je nach der Brennweite Grenzwerte, bei denen die Erdrotation sichtbar wird.

Schon mit dem Kitobjektiv kannst du aber vergleichsweise lange Verschlusszeiten realisieren, ohne Wischer zu bekommen.

Grundsätzlich gilt für die Belichtungszeit in der Astrofotografie ohne Nachführung folgendes:

  • Je weitwinkliger dein Objektiv ist, desto länger kannst du den Sternenhimmel fotografieren.
  • Je näher der Bildausschnitt in Richtung Polarstern zeigt, desto länger kannst du belichten, ohne sichtbare Sternspuren zu bekommen.
  • Fotografierst du Sterne auf Horizont-Höhe, solltest du deine Verschlusszeit etwas kürzer halten.
Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 4
Mit einer Astronachführung kannst du deine Milchstraßenfotos auf ein neues Level heben!

Wenn die gewählte Kombination aus Belichtungszeit und Blende nicht ausreicht, schwache Strukturen wie die Milchstraße deutlich und scharf aufzunehmen, kannst du das erst einmal mit höheren ISO-Werten ausgleichen. Oder du nutzt ein noch lichtstärkeres Objektiv um die Milchstraße zu fotografieren.


Eine letzte Option, länger zu belichten, ist die angesprochene Astro-Nachführung, welche die Erdrotation ausgleicht.

Wenn du merkst, dass du richtig viel Freude daran hast, die Milchstraße zu fotografieren, dann ist solch eine Astro-Nachführung eine wirklich lohnenswerte Anschaffung.

Neben der vergleichsweise günstigen Nachführung, der Omegon LX Mini Track gibt es noch Profivarianten, die auch sehr schwere und große Kameras problemlos und extrem exakt nachführen:

Omegon Minitrack LX 3
€194.00
Günstige, aber extrem brauchbare Einsteiger-Astronachführung, klein und leicht, perfekt für Reisen, rein mechanisch, keine Batterien nötig, Ideal um die Milchstraße zu fotografieren - Eine der günstigsten Nachführungen für Einsteiger in die Sternenfotografie. Nutze ich selbst sehr oft.
Vorteile:
  • Günstige Einsteiger-Astronachführung
  • klein und leicht, perfekt für Reisen
  • rein mechanisch, keine Batterien nötig
  • Ideal um die Milchstraße zu fotografieren
Nachteile:
  • Mit schwereren Objektiven nicht mehr gut nutzbar und ungenau
07/08/2022 04:47 am GMT

iOptron Skyguider Pro
529,00€ 506,00€
Profi-Nachführung mit hoher Traglast ab ca. 550€, sehr lange Belichtungszeiten möglich, Einnorden durch beleuchteten Polsucher sehr einfach, Auto-Guiding-Anschluß vorhanden - Eine der besten Profi-Nachführungen für die Milchstraßenfotografie. Erweiterbar mit Gegengewichten und Autoguider.
Vorteile:
  • Profi-Nachführung mit hoher Traglast
  • sehr lange Belichtungszeiten möglich
  • Einnorden durch beleuchteten Polsucher sehr einfach
  • Auto-Guiding-Anschluß vorhanden
Nachteile:
  • teuer
07/08/2022 05:04 am GMT

Mein Tipp: Mit einer Astronachführung wirst du deine Milchstraßenfotos auf ein ganz neues Level bringen! Es ist eine lohnenswerte Investition.

Sterne und Milchstraße fotografieren: maximale Belichtungszeit berechnen

Die maximalen Belichtungszeit für Bilder ohne Sternspuren lässt sich mit dieser Formel ganz einfach ausrechnen:

300 / (Cropfaktor der Kamera * Brennweite) = max. Belichtungszeit

Rechenbeispiel 1: APS-C Kamera

An einer Canon M50 Mark II (Cropfaktor 1,6) zusammen mit dem Objektiv Sigma 16mm 1.4 Contemporary ergibt folgenden Wert:

300 / (1,6 * 16) = 11.71 Sekunden

Rechenbeispiel 2: Vollformatkamera

Würde ich eine Vollformatkamera – zum Beispiel die Sony Alpha 7III – (Cropfaktor 1) nehmen und dazu ein 16mm Objektiv nutzen, wäre das Ergebnis dieser Formel:

300 / (1 * 16) = 18,75 Sekunden

Rechenbeispiel 3: Micro Four-Thirds

Ich nehme eine Panasonic Lumix G-81 (Cropfaktor 2) und ein 12mm Objektiv:

300 / (2 * 12) = 12,5 Sekunden

Wer nicht ganz punktförmige Sterne haben möchte, kann für die Formel statt 300 den Wert 500 einsetzen. Die Ergebnisse sind trotz längerer Belichtungszeit durchaus noch brauchbar!

Rechner für maximale Belichtungszeiten der Milchstraße

Im folgenden Formular kannst du dir für jede Brennweite und jedes Kameramodell die maximal Mögliche Belichtungszeit für den Sternenhimmel berechnen lassen:




Deine maximale Belichtungszeit für den Sternenhimmel: Sekunden

Liste: maximale Belichtungszeit für Fotos von der Milchstraße nach Brennweite

Hier hast du noch zusätzlich eine Übersicht über die maximalen Belichtungszeiten für gängige Brennweiten in Tabellenform, um die Milchstraße ohne Sternspuren zu fotografieren.

BrennweiteKleinbildAPS-CMFT
10mm30s18,75s15s
12mm25s15,62s12,5s
14mm21,4s13,39s10,7s
16mm18,75s11,71s9,37s
20mm15s9,37s7,5s
24mm12,5s7,81s6,25s
28mm10,71s6,69s5,35s
30mm10s6,25s5s
35mm8,57s5,35s4,28s
40mm7,5s4,68s3,75s
50mm6s3,75s3s
70mm4,2s2,6s2,1s
85mm3,52s2,2s1,76s
105mm2,85s1,78s1,425s

Aufnahmeformat

Idealerweise fotografierst du die Milchstraße ausschließlich im RAW-Format.

Warum RAW und nicht JPG? Wenn wir Sterne und Milchstraße fotografieren, dann wollen wir so viele Details wie möglich aufnehmen und die Bilder höchstwahrscheinlich digital nachbearbeiten. Jedes Bild, das als JPG gespeichert wird, ist ein komprimiertes Bild. Und bei einer Komprimierung gehen immer Bilddetails verloren. Glaube mir, die Nachbearbeitung eines Milchstraßenfotos im RAW-Format wird dir einiges an zusätzlichen Details bescheren.

Weißabgleich

Der Weißabgleich ist erstmal egal, solange du die Milchstraße im RAW-Format fotografierst. In unserer Bildbearbeitung kannst du ja nachträglich den Weißabgleich verändern, daher brauchst du dir darum keinen Kopf zu machen. Aber als Richtwert kannst du, je nach Lichtverschmutzung, Werte von 3700 bis 4000 Kelvin im Hinterkopf behalten.

Individualfunktionen der Kamera

Willst du Sterne und Milchstraße mit einer Spiegelreflexkamera fotografieren, empfehle ich die Spiegelvorauslösung einzuschalten. Bei einer DSLR klappt beim Auslösen der Spiegel runter, damit Licht auf den Sensor fällt.

Diese kleine Bewegung erzeugt eine Vibration, die (besonders auf sehr billigen Stativen) für mehrere Sekunden Schwingungen verursacht. Dadurch können Bewegungsunschärfen in das Foto kommen. Spiegellose Kameras haben beim Milchstraße fotografieren einen kleinen Vorteil, da eine Einstellung weniger vorgenommen werden muss.

Wenn du dich fragst, welche Kamera für die Milchstraßenfotografie besonders geeignet ist, dann kannst du dir meinen ausführlichen Beitrag zum Thema “Beste Kameras für Fotos von der Milchstraße” anschauen.

Ebenso habe ich mich ausführlich mit dem Thema Objektive für die Milchstraßenfotografie befasst und findest die besten Objektive für die Milchstraße in diesem Artikel.

Sternspuren – Startrails fotografieren

Sterne fotografieren: Sternspuren erzeugen
Sterne fotografieren: Sternspuren erzeugt man mit langen Belichtungszeiten. Die Erdrotation sorgt für die kreisrunden Sternenwischer.

Sieht immer wieder beeindruckend aus: Ihr könnt eine sehr lange Belichtung des Sternenhimmels machen und dadurch kreisrunde Sternspuren erzeugen. Möchte man solch ein Bild mit Sternspuren haben, könnt ihr im BULB-Modus ein paar Minuten belichten (Achtung – ISO nicht zu hoch wählen!).

Für den Anfang zumindest, denn mit “Stacking” bekommen wir deutlich bessere Ergebnisse und unterdrücken vor allem das Rauschen der Kamera. Auf das Thema Stacking gehe ich in einem späteren Blogbeitrag ein.

Bei Sternspurenfotos empfehle ich kleinere ISO-Werte (100 – 400 – je nach Anfangsblende am Objektiv). Denn sonst werden zu viele Sternspuren auf dem Foto sein und das sieht nicht mehr schön aus.

Fotos von Sternen und Sternbildern

Zuerst sollte man sich an Fotos von besonders auffälligen Sternbildern versuchen. Orion sticht im Winter besonders ins Auge und ist immer ein schönes Fotomotiv.

Astrofografie: Orionnebel
Astrofotografie leicht gemacht:
Der Orionnebel kann vergleichsweise einfach ohne Nachführung fotografiert werden. Alles was du dafür brauchst, ist ein lichtstarkes Teleobjektiv und viele Aufnahmen.

Mit einem lichtstarken Teleobjektiv kann man im Sternbild Orion sogar die ersten Versuche in der Astrofotografie wagen und den Orionnebel mit relativ wenig Aufwand fotografieren.

Der große und der kleine Wagen sind auch bekannte Sternbilder, die auffallen und bekannt sind. Wer das Sternbild Cassiopeia findet, kann bei einer weitwinkligen Aufnahme sogar die Andromeda-Galaxie mit erwischen.

Diese ist als kleiner “milchiger Knubbel” mit Grundzügen einer Galaxie auf den Bildern erkennbar und kann ebenfalls vergleichsweise leicht mit einem Lichtstarken Telobjektiv eingefangen werden..

Planeten fotografieren

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 5
Ein Foto von Jupiter – allerdings durch ein Teleskop mit 1250mm Brennweite fotografiert.

Die Venus ist hell, leicht zu finden und ein perfektes Einstiegs-Objekt, sofern man ein Teleobjektiv besitzt! Dafür jedoch leider sehr sehr unspektakulär, wenn man ein paar mal die Sichel der Venus gesehen hat.

Wer ein Teleobjektiv besitzt, kann mit ein wenig Übung Jupiter und seine größten 4 Monde fotografieren. Ab 200mm sollte man die Begleiter des Gasriesen schon erkennen können. Jupiter ist zudem auch leicht am Himmel zu finden. Nutzt für die ersten Male am besten eine App um Jupiter zu finden.

Nach und nach werdet ihr aber die typische Farbe und Helligkeit vom König unseres Sonnensystems ganz von alleine erkennen. Saturn, der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem, ist ebenfalls mit einem 300mm Teleobjektiv einzufangen, wenn er der Erde besonders Nahe steht.

Die Ringe sind erkennbar. Jedoch ist so ein Foto vom Saturn schon wesentlich schwerer anzufertigen.

Kometen fotografieren

Sterne und Milchstraße fotografieren: Anleitung, Einstellungen, Tipps & Tricks für Fotos vom Sternenhimmel 6
Man kann nicht nur die Milchstraße oder Sterne fotografieren. Hier hat sich der Komet NEOWISE an den Abendhimmel geschlichen. Fotografiert mit einem Sigma Art 20mm 1.4 Objektiv in den Weinbergen Rheinhessens (23.07. 2020 gegen 0:30 Uhr)

Ab und an gibt es einen hellen Kometen am Sternenhimmel zu sehen. Wie du einen Komet fotografierst, erkläre ich dir in einem eigenen Tutorial.

Sterne fotografieren: Eure Bilder und Erfahrungen

Nun interessiert mich, ob Ihr schon mal den Nachthimmel und die Milchstraße fotografiert habt und was dabei herausgekommen ist.

Fiel es euch schwer, Bilder von Sternen und der Milchstraße zu machen? Nutzt hierfür einfach die Kommentarfunktion unter dem Post! Ich freue mich immer über Kommentare, Anregungen und Bilder von euch!

Und falls du wissen willst, wie du den Mond fotografierst, dann ist mein Beitrag Mond fotografieren: Einstellungen, Kameras, Objektive und Tipps genau richtig für dich!

Bilder zum Beitrag: Sterne fotografieren
Hier findet ihr noch einmal alle Bilder von Sternen und der Milchstraße aus dem Beitrag.

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