Sterne fotografieren (ohne Stacking): Tipps und Tricks für Einsteiger

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Als Astronomie-Fan bin ich regelmäßig im Dunklen unterwegs und fotografiere gerne den Nachthimmel. Sterne zu fotografieren ist jedoch oft gar nicht so einfach und besonders für Fotografie-Einsteiger sind die besonderen Lichtverhältnisse ein Problem.

In meinem Blogbeitrag möchte ich ein paar Tipps geben, um den Einstieg in dieses Feld zu erleichtern.

Planung und Vorbereitung

Plant euren nächtlichen Ausflug und nehmt ausreichend Zeit mit. Geht nicht einfach planlos raus und knipst drauflos – das kann schnell dazu führen, dass die Ergebnisse enttäuschen. Überlegt vorher was ihr fotografieren wollt – zumindest grob.


Kenne den Nachthimmel

Die wenigsten wissen, wo welche Sterne, Sternbilder oder die Milchstraße zu finden ist. Nehmt euch daher eine Sternkarte mit. Die darf gerne in digitaler Form als App auf dem Smartphone sein. So findet ihr das gewünschte Motiv schneller.

Astronomie-Apps gibt es für Android, iOS und WindowsPhone wie Sand am Meer.

Stellarium und Starwalk kann ich besonders empfehlen. Stellarium gibt es zudem als kostenlose Software für Windows, OS X, Linux und eignet sich perfekt für die Planung des nächtlichen Fotoausflugs!

Auch wichtig: Eine kleine LED-Taschenlampe sollte ebenfalls mit eingepackt werden (idealerweise leuchtet diese Rot oder ist mit roter Folie beklebt), um nicht in der Dunkelheit zu stolpern.


Kleidung & Verpflegung

Zieht euch warm an – nicht nur im Winter, ganz nach dem Motto: “Lieber schwitzen als frieren!”. Den Nachthimmel zu fotografieren macht nämlich null Spaß, wenn die Finger eingeforen sind oder die Zehen blau werden.

Ganz abgesehen davon, dass die Bedienung der Kamera dann ewig dauert. Erkälten wollen wir uns ja auch nicht! Warme und feste (Hand-) Schuhe, warme Sachen & eine Kanne Tee sind nie verkehrt!

Der Körper kühlt verdammt schnell aus wenn man sich nicht bewegt. Checkt auch nochmal euren Kamera-Akku, schaut dass eure Objektive keinen Dreck auf der Linse haben (!) und ob eine Speicherkarte, mit ausreichend Platz drauf, in der Kamera ist.


Wetter & Umgebung

Um möglichst viele Sterne abzubilden, brauchen wir im Idealfall erstmal einen klaren und unbewölkten Himmel.

Wichtig ist auch, dass nicht gerade Vollmond ist, denn dieser überstrahlt sehr viele Sterne. Im Winter merkt man übrigens am besten, wie hell der Vollmond eigentlich ist. Da braucht man nachts sogar fast kein Fernlicht mehr zum Autofahren.

Aber ich schweife ab 🙂 Idealerweise habt ihr also Neumond oder der Mond ist unter dem Horizont. Apps oder diverse Mondkalender helfen hier weiter.


Lichtverschmutzung

Sucht euch auch möglichst eine dunkle Ecke, fotografiert nicht mitten in der Stadt – fahrt raus aufs Land oder in den Wald. Hier habt ihr weniger Lichtverschmutzung. In Brandenburg und Meck-Pom hat man übrigens die besten Bedingungen um der Lichtverschmutzung aus dem Weg zu gehen.

Für alle anderen gibt es eine interaktive & aktuelle Karte mit sehr dunklen Standorten: http://www.avex-asso.org/dossiers/wordpress/?page_id=3273&lang=de_DE

Milchstraße Details - Aufgenommen mit den Sigma 50mm 1.4 ART

Welche Fotoausrüstung brauche ich?

Die schlechte Nachricht zuerst: Leider ist in der Nachtfotografie ist die Ausrüstung recht wichtig, um gute und beeindruckende Ergebnisse zu erzielen.

Mit einer teuren Vollformatkamera erzielt man sicherlich wesentlich leichter schöne Bilder – Dennoch kann man mit einer Kamera, die mit mit APS-C oder Micro-Four-Thirds-Sensor ausgestattet ist, schon gute Ergebnisse erzielen.

Der große Vorteil einer Vollformatkamera ist nun mal das geringe Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Aber wie schon erwähnt – eine kleine Kamera tut es auch 🙂

Nun die gute Nachricht: Für den Einstieg braucht ihr neben der Kamera eigentlich nur ein stabiles Stativ (Stativ mit Kugelkopf auf Amazon).

Schraubt auch lieber die Wechselplatte für die Stativbefestigung vor dem Ausflug an die Kamera. Im Dunklen kann das sonst schnell zum Geduldspiel werden.


Objektive

Für den Einstieg (aber auch wirklich nur für den Einstieg!) langt auch das Kitobjektiv, das bei den meisten DSLR mitgeliefert wird. Bei den Canon APS-C Kameras ist das das 18-55mm EF-S Objektiv. Bei 18mm hat das Objektiv eine Blende von 3.5. Da wir weitwinklige Bilder machen wollen, ist das für den Einstieg schon perfekt!

Lichtstarke Weitwinkelobjektive mit Autofokus sind leider sehr teuer. Wer richtig gute Bilder machen will, kommt jedoch um so eine Anschaffung leider nicht herum.

Schon etwas günstiger wird es mit Objektiven, die keinen Autofokus haben – und mal ehrlich – einen Autofokus brauchen Landschaftsfotografen oder Astrofotografen ja sowieso nicht 😉

Besonders die Marke Samyang (je nach Verkaufsland auch als Walimex und Rokinon bekannt) hat da einige Juwelen – Beispielsweise ein 16mm Objektiv mit einer Wahnsinns-Offenblende von 2.0 für knapp 400€ – allerdings nur für Kameras mit APS-C Sensor! (Samyang 16mm F2.0 Objektiv auf Amazon)


Das wohl derzeit in der Astrofotografie meistgenutzte Objektiv für Vollformatkameras ist das Samyang 14mm 2.8 (Samyang 14mm F2.8 Objektiv auf Amazon).

Eine sehr schöne Linse, die ich selber in meiner Kameratasche immer dabei habe. Einer der Preis-Leitungssieger in der Landschafts- und Astrofotografie und für den Einstieg absolut zu empfehlen!


Besser macht´s nur das Sigma 20mm 1.4. Das ist auch vollformattauglich – kratzt derzeit aber mit rund 900€ ordentlich am Geldbeutel! (Sigma 20mm Art F1,4 auf Amazon)

Doch es bietet die gewohnte saustarke optische Qualität der Sigma Art – Serie.


Diese Objektive sind auch schon für wenig Geld recht lichtstark und brauchbar:

  •  Sigma / Tamron 17-50mm – 2.8 ca. 350€ – Damit sind die hier abgebildeten Milchstraßenfotos entstanden (Tamron SP AF 17-50mm 2,8 auf Amazon)
  • Canon / Nikon 50mm 1.8 Festbrennweite – ca. 100€ – ideal um Teilausschnitte der Milchstraße zu fotografieren und auch für Portraits zu gebrauchen (Canon EF 50mm 1.8 auf Amazon)
  • Canon 24mm 2.8 STM Festbrennweite – ca. 150 €

Fernauslöser

Ein Fernauslöser ist nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Schließlich hat fast jede Kamera heutzutage einen zeitgesteuerten Selbstauslöser.

Trotzdem hat es einige Vorteile mit dem Fernauslöser zu arbeiten und die Anschaffung kostet nicht mal 10€. (Infrarot-Fernauslöser auf Amazon).  Denn dadurch, dass die Kamera nicht angefasst werden muss, gibt es beim Auslösen auch keine Erschütterungen, die sich bei einem billigen Stativ durchaus mehrere Sekunden bemerkbar machen.

Zusätzlich kann man bei den meisten Kameras nur mit einem Fernauslöser länger als 30 Sekunden belichten.

Kleiner Tipp: Gebt dem Fernauslöser einen festen Platz in der Kameratasche oder bindet den Beutel ans Stativ. Ich habe schon auf mancher Tour den Fernauslöser im Fotoschrank vergessen.


Kamera-Einstellungen

Nun wird´s knackig, aber die wichtigsten Punkte sind schnell zusammengefasst:


Modus

Wir fotografieren im manuellen oder im BULB-Modus (Bei BULB brauchen wir jedoch einen Fernauslöser). Warum manuell? Die Kamera befindet sich in einer schwierigen Lichtsituation und wir wollen die komplette Kontrolle über die Belichtung haben.


Blende

Wir fotografieren so offenblendig, wie es nur geht. Offene Blende (also kleine Blendenzahl) = mehr Licht das wir einfangen. Und wir wollen ja ganz viel davon – jeden einzelnen, kleinen hellen Punkt. Einzige Ausnahme sind Sternspuren, bei denen nur die hellsten Sterne Striche erzeugen sollen.


Bildstabilisator

Ein eventueller Bildstabilisator (IS, VC, VR, etc.) muss deaktiviert werden. Auf einem Stativ kann ein Bildstabilisator kontraproduktiv wirken. Eigentlich gibt es auch keine Bewegung, die wir ausgleichen müssen.


Fokus

Wir fokussieren manuell – also Autofokus ausstellen. Der Autofokus bringt uns nicht weiter, die Kamera wird also Probleme haben etwas scharf zu stellen. Daher machen wir das einfach.

Der schwerste Part ist eigentlich die Fokussierung auf Unendlich. Manche Objektive haben am Fokussierring den Fokus für Unendlich ( ∞ ) eingezeichnet, was die Sache wesentlich einfacher macht.

Aber es geht auch ohne: Zuerst versuchen wir einfach, ein weit entferntes Objekt scharfzustellen – Einen Kirchturm, ein Windrad oder irgendwas, was eben sichtbar scharf gestellt werden kann, langt uns, natürlich kann man auch einen hellen Stern nehmen. Hier braucht man jedoch viel Geduld und gute Augen.

Damit wir kontrollieren können ob wir auch wirklich unser Objekt scharfgestellt haben, prüfen wir das einfach in der Live-View bei aktivierter 10-Facher Vergrößerung und justieren gegebenenfalls in kleinen Schritten die Schärfe nach.

Viele spiegellose Kameras unterstützen das sogenannte Fokus-Peaking, was das manuelle scharfstellen wesentlich einfacher macht. Übrigens: Mit Magic Lantern funktioniert das Focus-Peaking auch mit der DSLR 🙂

Steht ihr mitten in der Pampa (Brandenburg und so 🙂 ) und alles um euch herum ist dunkel, dann versucht folgendes: Nehmt eine Taschenlampe, schaltet sie an und legt sie 50-70 Meter von euch entfernt auf den Boden. Idealerweise so, dass etwas angestrahlt wird. Nun könnt ihr leichter fokussieren.

Alternativ könnt Ihr tagsüber auf unendlich fokussieren und markiert euch gut sichtbar am Objektiv den Fokusstand. Das geht natürlich nur bei Objektiven, bei denen sich der Fokusring unendlich weit drehen lässt 🙂

Macht zudem immer eine Probeaufnahme! Zoomt komplett ins Bild rein und kontrolliert die Schärfe. Nichts ist ärgerlicher, als nach einer 3 Stunden-Session festzustellen, dass alle Bilder leicht unscharf sind!


ISO

Der ISO-Wert sollte je nach Rauschverhalten der Kamera und dem gewünschten Motiv zwischen 100 (Sternspuren) und 3200 (Milchstraße) liegen.

Sternwischer / Sternspuren
Diese Sternspuren-Aufnahme wurde 13 Minuten lang belichtet und besteht aus 3 Einzelbildern, die übereinandergelegt (gestackt) wurden.
ISO 100, Blende 2.8 bei 17mm, 13 Min

Hier geht Probieren über Studieren und das gewünschte Motiv ist hierfür ausschlaggebend. Prinzipiell wollen wir unseren Sensor in der Empfindlichkeit so weit hinaufsetzen wie es geht. Jedoch ohne das Bild komplett zu verrauschen.

Wollt ihr in einer dunklen Nacht beispielsweise die Milchstraße fotografieren, sollte ISO recht hoch gewählt sein -also ab 1600.

Bei Sternspuren langen kleine ISO-Werte (100 – 200 – je nach Anfangsblende am Objektiv)- schließlich belichten wir in diesem Szenario viele Minuten und können durch den geringen ISO-Wert die extrem hellen Sterne als Strichspuren einfangen.

Probiert einfach unterschiedliche Werte aus und entscheidet selbst . Will ich viele Sterne fotografieren, ohne Wischer zu bekommen, fahre ich mit ISO 1600 noch recht gut an einer Canon 70D. 3200 tut es aber auch. Immerhin gibt es für etwas mehr Rauschen gleich die doppelte Menge an Licht 🙂

Also: grundsätzlich lieber ein verrauschtes Bild mitnehmen, als gar keins.


Belichtungszeit

Sternspuren vermeiden

Die Belichtungszeit hängt vom gewünschten Motiv und der Brennweite ab.

Da sich die Erde dreht, bekommen wir ab bestimmten Belichtungszeiten Sternspuren.

Grundsätzlich gilt: Je weitwinkliger ein Objektiv ist und umso näher der Bildausschnitt in Richtung Polarstern zeigt, umso länger können wir belichten, ohne sichtbare Sternspuren zu bekommen. Fotografiert ihr auf Horizonthöhe, solltet Ihre eure Verschlusszeiten kürzer halten.

Schon mit dem Kitobjektiv könnt ihr aber vergleichsweise lange Verschlusszeiten realisieren, ohne Wischer zu bekommen.

Wenn die gewählte Kombination aus Belichtungszeit und Blende nicht ausreicht, schwache Strukturen wie die Milchstraße deutlich und scharf aufzunehmen, könnt ihr das zuerst leicht mit höheren ISO-Werten ausgleichen. Eine zu lange Belichtungszeit bei Milchstraßenbildern liefert euch dagegen nur eine verschwommene Suppe.

Oder ihr nutzt ein noch lichtstärkeres Objektiv. Eine Nachführung geht auch – aber die haben die wenigsten im Kamerarucksack 🙂

Die maximalen Belichtungszeit für Bilder ohne Sternspuren lässt sich ganz einfach ausrechnen:

500 / (Cropfaktor der Kamera * Brennweite) = max. Belichtungsdauer

Rechenbeispiel 1:

An meiner EOS 70D (Cropfaktor 1,6) zusammen mit dem Tamron 17-50mm – mit eingestellten 17mm ergibt sich bei mir folgender Wert:

500 / (1,6 * 17) = 18.38 Sekunden

Rechenbeispiel 3:

Würde ich meine 6D (Cropfaktor 1) nehmen und ein 16mm Objektiv wäre das Ergebnis schon anders:

500 / (1*16) = 31,25 Sekunden

Ein letztes Rechenbeispiel:

Ich nehme eine Olympus OMD 5 (Cropfaktor 2) und ein 12mm Objektiv:

500 / (2 *12) = 20,83 Sekunden


Sternspuren erzeugen

Möchte man jedoch ein Bild mit Sternspuren haben, können wir im BULB-Modus bedenkenlos 30 Minuten belichten – Für den Anfang zumindest, Mit “Stacking” bekommen wir bessere Ergebnisse. Auf das Thema Stacking gehe ich in einem späteren Blogbeitrag ein (evtl im Sommer, wenn etwas mehr Milchstraße sichtbar ist 🙂

 


Aufnahmeformat

Beispiel Abhängigkeit Sternenwischer zur Belcihtungszeit bei unterschiedlicher Brennweite
Ein Beispiel dafür, dass die Verschlusszeit abhängig von der Brennweite ist. Der Schwarz-Weiße Ausschnitt wurde bei 300mm 1,8 Sekunden lang belichtet. Man sieht bereits erste Sternenspuren, da die Sterne eiförmig werden. Die Horizontaufnahme wurde bei 17mm Brennweite 8 Sekunden lang belichtet. Hier sind die Sterne noch punktförmig .

Idealerweise fotografieren wir im RAW-Format.

Warum RAW und nicht JPG? Weil wir so viele Details wie möglich wollen und die Bilder höchstwahrscheinlich digital nachbearbeiten. Jedes Bild, das als JPG gespeichert wird, ist ein komprimiertes Bild. Und bei einer Komprimierung gehen immer Bilddetails verloren.


Weißabgleich

Der Weißabgleich ist erstmal egal, solange wir uns im RAW-Format bewegen. In unserer Bildbearbeitung können wir nachträglich den Weißabgleich verändern, daher brauchen wir uns darum keinen Kopf zu machen.


Individualfunktionen der Kamera

Bei einer Spiegelreflexkamera schalten wir die Spiegelvorauslösung ein. Bei einer DSLR klappt beim Auslösen der Spiegel runter, damit Licht auf den Sensor fällt. Diese kleine Bewegung erzeugt eine Vibration, die eine Bewegungsunschärfe verursachen kann. Falls euer Kammeramodell diese Funktion nicht hat, kann man auch ein schwarzes Tuch über das Obejktiv legen, auslösen, und das Tuch dann ganz ganz vorsichtig entfernen – möglichst ohne Wackler zu verursachen.


Was fotografiert man zum Einstieg?

Sterne und Sternbilder

Jupiter in einer vergrößerten Ansicht
Jupiter in einer vergrößerten Ansicht – Aufgenommen mit 280mm an APS-C. f6.3, 1,6sek bei ISO 1600.

Zuerst sollte man sich an besonders auffälligen Sternbildern versuchen. Orion sticht im Winter besonders ins Auge und ist immer ein schönes Fotomotiv.

Der große und der kleine Wagen sind auch bekannte Sternbilder, die auffallen und bekannt sind. Wer das Sternbild Cassiopeia findet, kann bei einer weitwinkligen Aufnahme sogar die Andromeda-Galaxie mit erwischen.

Diese ist als kleiner “milchiger Knubbel” mit Grundzügen einer Galaxie auf den Bildern erkennbar.


Planeten

Die Venus ist hell, leicht zu finden und ein perfektes Einstiegsobjekt, sofern man ein Teleobjektiv besitzt! Dafür jedoch leider sehr sehr unspektakulär, wenn man ein paar mal die Sichel der Venus gesehen hat . Wer ein Teleobjektiv besitzt, kann mit ein wenig Übung Jupiter und seine größten 4 Monde fotografieren. Ab 200mm sollte man die Begleiter des Gasriesen schon erkennen können. Jupiter ist zudem auch leicht am Himmel zu finden. Nutzt für die ersten Male am besten eine App um Jupiter zu finden.

Nach und nach werdet ihr aber die typische Farbe und Helligkeit vom König unseres Sonnensystems ganz von alleine erkennen. Saturn, der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem, ist ebenfalls mit einem 300mm Teleobjektiv einzufangen. Die Ringe sind erkennbar. Jedoch ist das schon wesentlich schwerer.


Der Mond

Der Mond
Ein Bild vom zunehmenden Mond. Aufgenommen mit dem 95€ günstigen Teleobjektiv von Canon. 300mm an einer 550D, mit Stativ.

Achtung: Der Mond ist mit Abstand das auffälligste Objekt am Nachthimmel. Jedoch müssen wir hier ganz andere Einstellungen wählen, als bisher beschrieben. Denn der Mond ist im Grunde nichts anderes als ein Stein, der von der Sonne angestrahlt wird.

Einstellungen Mond fotografieren

Mit folgenden Einstellungen gelingt euch die Aufnahme eines Vollmondes:

  • Bei langen Brennweiten ein Stativ nutzen
  • Blende 11
  • 1/125 – 1/250 Sek. Belichtungszeit
  • ISO 100
  • Ist kein Vollmond, macht ihr die Blende etwas auf
  • Bei manchen Kameras kann man sogar über den Autofokus den Mond scharfstellen

Die Milchstraße fotografieren

Die Milchstraße ist immer ein spektakulärer Anblick. Besonders da die Kamera euch das zeigt, was mit dem bloßen menschlichen Auge gar nicht sichtbar ist. Jedoch verzweifelt man ohne dem nötigen Wissen recht schnell daran ein gutes Bild von der Milchstraße zu machen. Daher ist es wichtig vorzuplanen.

Erkundigt euch zuerst, wann die Milchstraße gut sichtbar ist. Idealerweise ist das dann, wenn Neumond ist oder der Mond noch unter dem Horizont steht (App, Mondkalender). Der Neumond ist jedoch immer die bessere Wahl! In den Sommermonaten ist in unseren Breitengraden die Milchstraße besonders gut zu sehen. Im Winter dagegen nur ein kleiner Teil. Auch hier hilft wieder das Programm Stellarium weiter. Zusammen mit dem Onlinetool “The Photographers Ephemeris” lässt sich ein Bild bis auf die Sekunde genau planen.

milchstraße-fotografieren (1 von 1)

Sucht euch einen Ort mit wenig Lichtverschmutzung. In der Stadtmitte von Frankfurt/Main wird es richtig schwer, ein gutes Bild der Milchstraße zu machen. Also raus in eine Gegend, in der man die Hand vor Augen nicht sieht 😉

Wer im Winter Urlaub auf der Südhalbkugel macht, kann spektakuläre Bilder von der Milchstraße und der großen und kleinen Magellanschen Wolke machen.

Anleitung & Einstellungen um die Milchstraße zu fotografieren:

  • M-Modus, Stativ, Spiegelvorauslösung, zeitgesteuerte Auslösung oder Fernauslöser nutzen.
  • Weitwinkelobjektiv nutzen
  • So offenblendig wie möglich fotografieren, mindestens Blende 2.8
  • Hohes ISO wählen: 1600 oder 3200
  • Belichtungszeit: 20 – 25 Sekunden

Das Ergebnis. Links unbearbeitet und rechts bearbeitet:

Eure Bilder und Erfahrungen

Nun interessiert mich, ob Ihr euch schon mal am Nachthimmel versucht habt und was dabei herausgekommen ist. Nutzt hierfür einfach die Kommentarfunktion unter dem Post! Ich freue mich immer über Kommentare, Anregungen und Bilder von euch!

Und wie immer gilt: Falls euch der Beitrag gefallen und geholfen hat, dann unterstützt mich, indem ihr ihn mit eurem Netzwerk teilt 🙂


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92 Kommentare

  • Pierre Bullerkotte
    Juni 13, 2015 at 5:13 pm — Reply

    Hallo , ich möchte in naher Zukunft auch Nachtaufnahmen machen (Sternenhimmel ) . Ich besitze eine EOS 70D und werde mir als Objektiv Canon EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM kaufen um erste Aufnahmen zu realisieren . Reicht die Lichtstärke des Objektiv aus um Strnenfotografie mit halbwegs gutem Ergebnis zu realisieren. Objektive mit 2.8 sind sicher besser geeignet aber kosten eben dementsprechend mehr .
    Wäre Ihnen für Feedback sehr dankbar .

    LG
    pierre

    PS. sehr guter Beitrag von ihnen ! 🙂

    • Juni 13, 2015 at 6:03 pm — Reply

      Hallo Pierre, hast du denn das Kitobjektiv? Dann könntest du testen, ob dir f3.5 noch langt. Ich selber nutze ein Tamron 17-50mm mit f2.8 – und es gibt auch noch ein UWW von Tokina für ähnliches Geld wie das EF-S 10-22mm von Canon mit f2.8 Die Blende unterschied kann es dann schon ausmachen – besonders wenn die Milchstraße mit drauf soll. Probiere es aber einfach mit dem Kitobjektiv aus – das hat im Freundeskreis meist einer ungenutzt rumliegen.

  • Pierre Bullerkotte
    Juni 13, 2015 at 6:32 pm — Reply

    nein , das Kitobjektiv habe ich leider nicht. Kann es daher nicht selbst testen. Würden sie selbst sagen das f/3,5 nicht ausreichend ist ? Nach Rückfragen wurde mir auch immer von mindestens f/ 2,8 geraten wegen der besseren Lichtstärke. Ich habe mich bei meiner Suche halt auch auf die Brennweite konzentriert und bekomme ja bei 10mm ja wesentlich mehr aufs Bild. Bei meiner Suche nach einem UWW schaue ich eben auch, ob es auch für Landschaftsaufnahmen geeignet ist ( Sonnen Auf und Untergänge) . Könnte man die fehlende Lichtstärke bei f/3,5 am Sternenhimmel durch Einstellungen an der Kamera kompensieren ?

    LG
    pierre

    • Juni 13, 2015 at 6:48 pm — Reply

      Ca. 500€ in ein Objektiv mit 3.5 Anfangsblende würde ich persönlich nicht investieren, wenn ich damit Sterne fotografieren möchte. Da ist wie oben erwähnt das Tokina eine Spur besser (Tokina UWW). Kompensieren kann man das mit höherer ISO aber Bildrauschen ist nicht jedermanns Sache und es kommt auch immer aufs Fotomotiv an, ob etwas mehr Rauschen stört.

  • Pierre Bullerkotte
    Juni 13, 2015 at 7:28 pm — Reply

    Das Tokina hatte ich ja auch in meiner Auswahl da es mir auch schon empfohlen wurde für die Sternenfotografie. Für mich wahr halt auch ausschlaggebend wie stark die Flares sind beim Tokina wenn ich Aufnahmen mache bei Gegenlicht ( Sonnen Auf und Untergänge ) . Das würde eben mit ihn meine Entscheidung fallen.
    Vielen Dank für ihre Infos 🙂
    LG
    pierre

  • Lea
    Juni 22, 2015 at 7:21 pm — Reply

    Hallo STephan,
    vielen Dank für deinen Beitrag, ich freue mich, dass Du mitmachst!! 🙂
    Das sind wirklich super Tipps. Ich selbst habe zwar schon viel fotografiert, aber Sterne noch nicht.. Bin jetzt aber richtig motiviert, das mal auszuprobieren… 🙂
    Liebe Grüße
    Lea

    • Juni 22, 2015 at 7:51 pm — Reply

      Hallo Lea, Sterne zu fotografieren ist toll – alleine wenn man irgendwann ein Gefühl dafür bekommt, wie verdammt weit weg das ist, was man da eigentlich fotografiert.

  • Pierre Bullerkotte
    September 1, 2015 at 4:31 pm — Reply

    Hallo Stephan , nun ist es endlich soweit 🙂 habe heute mein UWW Tokina 11 – 16 mm bekommen 🙂 leider kamen auch Wolken und Regen , die erstmal einen Sternentest nicht zulassen 🙁 werde wenn ich meine ersten Aufnahmen machen kann, mein Ergebnis hier posten . Bis denn, CS pierre

    • September 2, 2015 at 7:18 am — Reply

      Hallo Pierre, herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen UWW. Ich wünsche dir viel Spaß und vorallem tolles Wetter, damit du auch schöne bilder von der Milchstraße machen kannst. Ich bin auf die Bilder gespannt!

      • Pierre Bullerkotte
        September 4, 2015 at 11:07 pm — Reply

        Hallo Stephan, habe meinen ersten Versuch gemacht die Milchstraße zu fotografieren 🙂 Wie kann man ein Bild hier posten oder hochladen ?

        LG
        pierre

        • September 5, 2015 at 7:53 am — Reply

          Hi Pierre, leider kann nur ich selbst hier im System Bilder einstellen. Du kannst aber gerne einen Link zu deinem Bild einstellen, dass du in einem Bilduploaddienst vorher eingestellt hast.

  • Pierre Bullerkotte
    September 5, 2015 at 8:54 am — Reply

    Hallo Stephan, hier der Link zum Bild : https://www.dropbox.com/home?preview=mikyway.1.jpg Würde mich über Kritik sowie Tips was ich hätte besser machen können freuen 🙂 Canon eos 70D and Tokina 11 – 16 mm / iso 1600 / 11mm / f/2,8 /30sec. nice weekend 🙂

    • September 9, 2015 at 7:40 pm — Reply

      Hey Pierre, leider funktioniert der dropbox Link nicht. Du musst das Bild zeilen, bzw. einen freigabelink erstellen.

  • Pierre Bullerkotte
    September 9, 2015 at 7:47 pm — Reply

    Hallo Stephan hier nun der richtige Link, https://www.dropbox.com/s/3bamoakjhg7hahj/mikyway.1unbearbeitet.jpg?dl=0
    LG
    pierre

    • September 9, 2015 at 8:15 pm — Reply

      Schaut sehr gut aus! In komplett dunkler Umgebung wirst du da sogar noch viel mehr Details rausholen

  • Pierre Bullerkotte
    September 10, 2015 at 8:58 am — Reply

    Hallo Stephan , meine Einstellungen zu dem Bild waren ( Canon eos 70D and Tokina 11 – 16 mm / iso 1600 / 11mm / f/2,8 / 30sec ) was hätte ich noch besser machen können ?

    • September 14, 2015 at 12:48 pm — Reply

      Hallo Pierre, entschuldige meine späte Antwort – ich war ein wenig unterwegs 🙂
      Die Einstellungen passen schon mal.
      Prinzipiell wird das Bild aber besser werden, wenn du es nicht mitten in der Stadt machst. Die ganzen Lichquellen überstrahlen sonst die ganz dunklen Sterne am Nachthimmel. Also raus in den Wald. Oder irgendwohin wo es stockfinster ist.

  • callipix
    Januar 11, 2016 at 2:30 pm — Reply

    Hallo Stephan, hab mich grad mit Deinen Tipps auseinandergesetzt (“Kleidung und Verpflegung” liessen mich schmunzeln – wird aber wichtiger Faktor für mich sein). Bin grad im Aufbruch nach Teneriffa und wollte die Gelegenheit nutzen, dass es da nachts am Teide stockfinster ist – wenn nicht grad der Mond strahlt.
    Bin gespannt auf die Egebnisse und werde berichten.
    Gruss aus der Pfalz

  • Michael
    April 29, 2016 at 12:07 pm — Reply

    Hallo Stephan, Danke für die tollen Tipps! Eine Frage stellt sich mir, für die ich bisher keine Antwort gefunden habe. Vielleicht kannst Du hier helfen?
    Ist ein noch nicht aufgegangener oder bereits untergegangener Halbmond schlechter für die Astrofotografie als der Neumond? Oder sind die Ergebnisse vergleichbar, insbesondere, wenn der Mond schon lange untergegangen ist?

    • April 29, 2016 at 12:15 pm — Reply

      Der Unterschied sollte so gering sein, dass man es fast vernachlässigen kann. Bei Vollmond sieht es anders aus. Da hat man am Horizont gerne mal etwas Streulicht, dass etwas aufhellt.

  • Thea
    Juni 14, 2016 at 1:03 pm — Reply

    Hallo Stephan,
    ich wollt dich nur mal fragen, wo das letzte Bild (das mit dem Regler) entstanden ist 🙂
    Ein sehr hilfreiches Tutorial, ich werd die Tipps so gut ich kann jetzt im Sommer umsetzen, wenn ich mich an das Nachtfotografieren wage 😉
    Liebe Grüße aus Berlin!

    • Juni 20, 2016 at 4:44 pm — Reply

      Hallo Thea,

      das Bild habe ich auf einem Feldweg in der Nähe von Alzey-Heimersheim gemacht.
      Ich wünsche dir viel Spaß beim fotografieren.

  • Holger
    Juni 26, 2016 at 5:23 pm — Reply

    Hallo, habe ich gar keine Chance mit einer 3,5 Blende sprich Kit Objektiv die Milchstraße zu erwischen? Danke für deine Antwort.

    • Juni 27, 2016 at 7:57 am — Reply

      Hallo Holger,
      natrlich hast du da eine Chance. Du bekommst zwar 2/3 weniger Licht ins Objektiv, aber da kannst du einfach ISO um 2/3 anheben. Es wird zwar etwas mehr rauschen, aber lieber ein verrauschtes Bild als gar keines 🙂

      Wenn das Wetter in den nächsten Tagen mal besser ist, kann ich mein altes Kitobjektiv raussuchen und mal ein paar Bilder machen.

      • Holger
        Juni 27, 2016 at 9:16 pm — Reply

        Vielen Dank für deine Antwort. Ich wollte mit einem Kumpel am 4. Juli an einen der dunkelsten Spots im Ruhrpott, ein paar Testaufnahmen machen. Im September bin ich dann in der Eifel (schön mit Burgruine im Hintergrund 🙂 ). Ich werde mir dann aber wohl auch ein Tokina oder Canon 2,8 Objektiv leihen. Ich bin echt sehr gespannt gespannt.

  • Bowie
    Juli 20, 2016 at 1:25 pm — Reply

    Hallo Stephan
    Super Tipps und Tricks für die Sternenfotografie. Habe im Netz gesucht, aber keinen Artikel gefunden, der angenehm zu lesen und einfach zu verstehen ist. Ausserdem finde ich es sympathisch, dass du die omd em-5 erwähnt hast. Bin nämlich ein m4/3 shooter 🙂
    Du hast geschrieben, dass es nicht immer weitwinklig zu und her gehen muss, sondern ein 50mm Objektiv auch funktionieren würde. Ich habe eine 25mm f0.95 Linse und wäre froh, wenn ich sie für die Milchstrassenfotografie benutzen könnte. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
    Um welche Uhrzeit sollte man in unseren Breitengraden am besten Milchstrassen fotografieren?
    Sonnige Grüsse aus der Schweiz.

    • Juli 21, 2016 at 6:18 am — Reply

      Hi Bowie,

      für die “richtige” Uhrzeit gibt es leider keine Pauschalantwort, denn die perfekte Zeit ist immer abhängig vom Mond und vom Teil der Milchstraße, den du fotografieren willst, aber auch vom Motiv.
      Das ganze kann man aber ganz gut planen. Beispielsweise sieht man in der App von The Photographers Ephemeris alle Monduntergangs-Zeiten für seinen jeweiligen Standort auf die Minute genau. Die üblichen Astronomie-Apps fürs Handy erledigen dann den Rest für den Stand der Milchstraße. Das einzige was die Zufallskomponente bleibt, ist das Wetter.

      • Bowie
        Juli 31, 2016 at 1:59 pm — Reply

        Vielen Dank für deine Antwort.

  • Carsten
    August 17, 2016 at 10:40 pm — Reply

    Hallo Stephan,

    Ich bin Neu in der Fotografie, aber Fleißig am Lernen ?, ich habe mir eine Eos 80D mit dem Kit 18-135 USM geholt, dazu ein 50mm 1,8 STM, nun soll die Milchstrasse dran glauben, jedoch komme ich mit der Berechnung nicht ganz klar, zwecks Belichtungszeit.

    Wenn ich mit dem 50mm 1,8 komplett Offenblendig bei einer ISO von 1600 bzw. 3200 arbeite, wie lange darf die Zeit der Belichtung dann sein?

    Danke Dir für deine Antwort und dem Super Tutorial?

    • August 18, 2016 at 4:12 pm — Reply

      500: (1,6 x 50) = 6,25. Als Richtwert kannst du also ca. 5-6 Sekunden nehmen, wobei das aber nicht in Stein gemeißelt ist. Probiere aber einfach ein paar unterschiedliche Belichtungzeiten aus. Es hängt auch viel davon ab, wie weit dein Motiv vom Polarstern entfernt ist.

  • Jan
    August 18, 2016 at 3:09 pm — Reply

    Hey und Hallo,
    vornweg einmal das hier schon häufig gefallene Lob. Du hast hier in der Tat einen Top Artikel geliefert der sofort in Sachen Sternenfotografie auf die Pole Position ging… 🙂 Ich würde mich freuen, wenn es noch mehr davon / in diesem Stil geben würde. Eventuell im Sternbilder bearbeiten Artikel? Weist du schon wann du dazu kommen wirst?

    Nach zig Jahren mit der Pentax K110D als Einstieg bin ich kürzlich auf die EOS 70D umgestiegen und bin hellauf begeistert. Als Objektiv habe ich das EF-S 18-135 IS STM dabei. Mit der Hilfe deines Artikels konnte ich die Tage auch schon mal die ersten Versuche machen: https://goo.gl/photos/LTXWCTfHAc7wQb666 Wie würdest du nun bei der Bearbeitung vorgehen?

    Grüße aus dem Allgäu,
    Jan

    • August 18, 2016 at 4:45 pm — Reply

      Hallo und vielen Dank für das Lob!
      Den Beitrag zur Bearbeitung wird es geben, sobald ich neues “Rohmaterial” habe. Ich wollte da auch erst wieder einen neuen Beitrag schreiben, wenn ich eine neues Weitwinkelojektiv habe (Irix Firefly 15mm 2.4). Ich peile aber derzeit den September an, da ich da wesentlich mehr Zeit habe wieder zu bloggen. Derzeit ist ja Hochzeitssaison und ich bin gerade in Holland.

      Zum Bearbeiten:
      Ich arbeite da mit Lightroom. Meine ersten Schritte sind meist eine Belichtungskorrektur je nach Situation, das Anheben des Kontrasts und der Klarheit, und das Verändern der Einstellungen der Schwarz und Weiß-Werte und der Lichter und Tiefen. Versuch mal bei deinen Bildern die Belichtung um eine Blende zu erhöhen. Den Kontrast und die Klarheit erhöhen, Tiefen und Lichter runterziehen, Weiß etwas hoch, Schwarz runter. Versuchs mal. Probier auch mal ein paar extremere Werte.
      Und falls dus noch nicht hast: unbedingt die Nik Collection installieren (gibt´s ja inzwsichen kostenlos). Die Rauschreduktion der Nik Collection ist sehr gut.

      Habe ich die Milchstraße fotografiert, dann arbeite ich da selektiv, dh. ich helle einzelne Bereiche der Milchstraße (vorsichtig und wenig) auf, damit diese sich vom Rest besser abhebt.

      Nachtrag: Habe gerade auf deiner Webseite gesehen, dass du was übers RasPi schreibst 🙂 Ich habe mir als Winterprojekt Sternspuren-Timelapsefotografie mit dem Pi vorgenommen.

      • Jan
        August 20, 2016 at 9:19 pm — Reply

        Hey,

        Danke für deine Tipps. Ich werde mal Lightroom wieder rauskramen, da ich eigentlich auf die Linuxschiene umgeschwenkt bin und mit Darktable noch nicht so fit bin. 🙂

        Ja, die Pi’s momentan fristen sie bei mir eher ein Dasein als Server und Formicariumsüberwachung… 🙂

        LG
        Jan

  • Yannick Simmen
    September 2, 2016 at 9:09 pm — Reply

    Du meintest oben, dass du ein Bild 15 Minuten belichtet hast; wie ist das möglich, ohne dass die Sterne verzogen werden?

    • September 5, 2016 at 11:07 am — Reply

      Dafür gibt es 2 Möglichkeiten: Einmal mit einer Nachführung arbeiten, die die Erdrotation “aufhebt” oder mehrere Bilder “stacken”, so dass sich die Belichtungszeit addiert.

  • Yannick Simmen
    September 3, 2016 at 8:53 am — Reply

    Ich hab da noch eine Frage: kannst du uns 1-2 Apps nennen, mit welchen ich am besten die Sternbilder am Himmel identifizieren und lokalisieren kann?

    • September 5, 2016 at 11:04 am — Reply

      Die wohl bekannteste ist Star walk. Stellarium Mobile und SkyView fallen mir noch ein.

  • Sebastian
    September 3, 2016 at 8:56 am — Reply

    Hallo Stephan vorab erstmal vielen dank für diesen Klasse Beitrag endlich mal eine Beschreibung zur sternenfotografie die man als Anfänger versteht.
    Ich habe eine canon EOS 500d mit dem kit objektiv 18-55mm mit der Belichtungszeit habe ich schon einiges ausprobiert von 8 – 30 Sekunden und ISO 1600 es entstehen eigentlich auch ganz ordentliche aufnahmen allerdings sind sie zu 90% unscharf ich denke es liegt am Fokus habe versucht Manuel so gut wie möglich einzustellen aber irgendwie haut es nicht hin. Hast du da noch ein paar tips für mich?

    LG Sebastian

    • September 5, 2016 at 10:59 am — Reply

      Hallo Sebastian,

      hast du denn schon probiert, den Fokus per Liveview einzustellen?

      Du kannst den Fokus auch einfach mal tagsüber auf unendlich stellen und die entsprechende Stelle am Objektiv markieren. Damit du nicht auf dem Objektiv rummalst, kannst du auch einfach ein Stück Papier mit Klebeband befestigen und dir dort die entsprechende Hilfslinie einzeichnen. Das geht natürlich nur bei Objektiven, die keinen STM- Motor haben.

  • Sebastian
    September 10, 2016 at 8:28 am — Reply

    Hallo Stephan,

    habe deinen Rat befolgt und mir die Position der besten Fokuseinstellung gemerkt.
    Die Bilder sind auf jeden Fall besser geworden, aber ich denke das man mit dem Kitobjektiv da an die Grenzen kommt.
    habe die Bilder hier mal hochgeladen da kannst du sie dir ja gerne mal anschauen.
    https://www.flickr.com/gp/145156453@N06/43641L

    Ich weiß nicht was man noch anders machen kann.

    Vielen Dank erstmal

    • September 10, 2016 at 9:42 am — Reply

      Hallo Sebastian,
      Auf dem ersten Blick ist das Bild unter https://m.flickr.com/#/photos/145156453@N06/29469067652/ doch schon sehr gut gelungen. Für eine Aufnahme mit dem Kitobjektiv ist sie sehr gelungen. Die Schärfe kann ich leider nicht beurteilen, da och derzeit unterwegs bin und die Bildschärfe am Smartphone nich wirklich aussagekräftig ist. Wenn du hier eine Bewegungsunschärfe hast, kann es sein, dass dein Stativ nicht stabil genug ist und der Wind für Erschütterungen verantwortlich ist. Oder du hast zu lange belichtet und schon kleine Sternspuren. Ansonsten wirklich ein schönes Bild von Cassiopeia. Rechts im Bild ist sogar die Andromeda-Galaxie zu erkennen.

  • Daniel Kretten
    Oktober 12, 2016 at 8:40 am — Reply

    Tag !
    An erste stelle möchte ich mich bedanken für deine ausführliche Beitrag . Ehrlich gesagt bin ich jetzt richtig neugierig geworden und würde es auch mal gerne ausprobieren . Meine frage ist wie geeignet ist eine Canon EF-S 24mm f/2.8 STM ? Ich fotografiere mit ein EOS M kein DSLR und ich besitze keine stärkere Objektiv als f/2.8 . Benutze ein Objektivadapter weil bei EOS-M kein richtige Auswahl da ist . Immer abends nach eine stressige tag fahre ich in NIEMANDSLAND wo ich meine ruhe habe und fotografiere alles was mir vor der linse kommt und gefehlt Meistens mach ich Langzeit Belichtung . Wie ich schon sagte es geht nur um zu probieren und experimentieren um raus zu finden wie viel spaß ich dabei habe . Danach kann ich mir Gedanken mache über ein andere Objektiv .
    MfG Daniel

    • November 6, 2016 at 2:11 pm — Reply

      Hallo Daniel, mit dem 24mm 2,8er kannst du auf jeden Fall mal reinschnuppern. Lichtstärke genug ist es

  • Oktober 23, 2016 at 6:39 pm — Reply

    Wow……
    …..ich selber fotografiere nun schon seid einiger Zeit den Sternenhimmel und hatte nich so manch ein Problem dabei.
    Jetzt sind die meisten Probleme dank deines Beitrags gelöst und ich freu mich schon diese neue Erkenntnis mit raus in den Nachthimmel zu nehmen.
    Danke dir für deine Mühen dein Wissen mit uns zu Teilen…….
    lg….die Jasmin

    • November 6, 2016 at 2:13 pm — Reply

      Hallo Jasmin,
      danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir mein Beitrag geholfen hat!

  • Fabio
    November 6, 2016 at 5:01 pm — Reply

    Hallo Stephan,

    Am 14. Nov erscheint ein Supermond, ich bin Anfänger..will aber unbedingt Fotos machen. Was kannst du mich empfehlen..da ich angst habe um nicht genug zeit zuerst auszuprobieren… ich habe ein 5dsr, Stativ, .. auch objektiv sind vorhanden..nun weiss ich nicht welche soll ich am besten dafür benützen.. 16-35mm L 4.0 , 50 mm L 1.2, 100mm L 2.8 oder 10-400 mm L …ich denke mir das 100-400 wäre besser geeinigt..ich habe auch ein Extender den ich mal gekauft habe aber nie richtig Nachts benützen konnte..Canon 2x III… Vor allem ist die Einstellung gefragt mit welchem Objektiv…danke für dein Tipp.

    lg… Fabio

  • Kosse
    November 6, 2016 at 5:34 pm — Reply

    Hallo
    ich lese immer wieder das mehrere Bildet übereinander gelegt werden.
    Wenn ich nun aber 3 Bilder mache und diese dann übereinander lege kann doch nichts bei rauskommen wegen der Erdrotation ?

    • November 6, 2016 at 10:12 pm — Reply

      Hallo,
      die Stacking-Software erledigt das und nimmt nur einen teilausschnitt. Das heißst es werden nur identische sterne überlagert und der bildausschbitt entsprechebd neu ausgerichtet. Meist fotografiert man zudem nur ein Bild für den Vordergrund und fügt in diesen das andere bild ein.

  • Daniel Kretten
    November 7, 2016 at 3:09 pm — Reply

    Danke für deine Hilfe hab mir ein EF-M 22mm f/2 gegönnt . Alls nächstens will ich mir noch ein Samyang 12mm auch mit f/2 gibt jetzt auch für Eos M nicht nur für Sony und andere System Kameras . Ich bin schon auf 14.11.2016 gespant . Da soll der Mond so nah an die Erde wie noch nie wenn ich das richtig gelesen habe vor 70 Jahre war das Ereignis gleich gewesen . Hoffentlich haben wir klare Himmel .

    MfG Daniel
    PS : Noch mal vielen Dank für deine Hilfe .

  • Daniel Kretten
    November 7, 2016 at 3:23 pm — Reply

    Danke für deine Hilfe . Im zwischen habe ich mir ein EF-M 22mm f/2 gegönnt und nächste Objektiv werde ich mir ein Samyang 12mm auch f/2 kaufen , endlich gibt’s die auch für EOS M . Ich bin jetzt richtig angesteckt , hab mir auch StarStax runtergeladen für Star Trails . Und bin gespannt auf 14.11.2016 mal sehen ob wir hier bei uns klare Himmel haben werden .
    MfG Daniel

  • Sabine
    Dezember 2, 2016 at 11:29 am — Reply

    Hall Stephan,

    vielen Dank für Deinen tollen Beitrag. Ich werde von Mitte Januar 2017 für 3 Wochen durch Namibia fahren und möchte mich das erste Mal an Sternen versuchen. Da ich normalerweise eher Tiere fotografiere, habe ich zwar sehr gute Teleobjektive, aber ansonsten nur das “normale” Canon Kitobjektiv 18-55mm. Ich hoffe, dass das ausreicht. Oder würdest Du mir ein anderes Objektiv empfehlen? Weihnachten steht ja vor der Tür :-).
    Viele Grüße
    Sabine

    • Dezember 2, 2016 at 11:44 am — Reply

      Hallo Sabine,

      ich beneide dich um die Möglichkeit, in Afrika Sterne zu fotografieren. Dort gibt es fast keine Lichtverschmutzung. Das Kitobjektiv eignet sich nur bedingt. Richtig gut wirds erst ab Blende 2.8. Das Samyang 14mm 2.8 kann ich empfehlen. Das kostet auch nicht die Welt. Dann hast du tagsüber auch genugt Weitwinkel, um tolle Landschaftsfotos in Namibia zu machen. Das Sigma 20mm 1.4 ist auch nicht verkehrt, hat eine top Abbildungsleistung, geht aber aber gut ins Geld. Im Beitrag oben findest du die Objektive nochmal erwähnt und verlinkt. Mit deinen Teleobjektiven kannst du aber auch schöne Aufnahmen von ein paar Objekten am Sternenhimmel machen. Die große und kleine Magellansche Wolke zum Beispiel ?

  • Norbert
    Dezember 9, 2016 at 1:18 pm — Reply

    Hallo Stephan,

    bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen, super geschrieben!
    ich habe mich vor kurzem in der Sternenfotografie versucht und ich muss sagen das ich doch enttäuscht bin, die Bilder sind irgendwie nicht scharf. Ich habe einen Ort gewählt der nicht unbedingt dunkel ist, es war in unmittelbarer Nähe eines Flughafen und im Umkreis von ca. 2-4 km ein paar Ortschaften. Ich habe mit einer Sony Alpha 99 und dem Tamron 15-30mm 2,8 fotografiert. Ich denke das die Hardware in Ordnung ist und das Problem am Auslöser stand. Bietest Du hier Workshops an? ich suche generell für die Landschaftsfotografie einen Workshop.

    Schöne Grüße
    Norbert

    • Dezember 11, 2016 at 11:10 am — Reply

      Hallo Norbert,

      danke für deinen Kommentar. Workshops biete ich leider nicht an, aber vielleicht kann ich dir helfen, das Schärfeproblem zu lösen.

      Vielleicht verursacht dein Stativ kleine Mikrowackler durch Wind oder es ist nicht stabil genug, Erschütterungen abzuhalten. Schon kleinere Wackler können zu Unschärfe führen.

      Oder aber der Fokus sitzt nicht 100%ig auf unendlich. Hier hilft es, tagsüber auf unendlich zu fokussieren und soweit fein einzustellen, bis es zu 100% passt. Das machst du am besten im Liveview bei 10-facher Vergrößerung. Dann kannst du dir die entsprechende Stelle mit einem Bleistift an der Entfernungsskala vorsichtig markieren.

      Den Fokus richtig einzustellen, ist eigentlich schon das schwerste beim Sterne fotografieren ?

  • Chiara
    Dezember 17, 2016 at 9:25 am — Reply

    Hallo!
    Ich habe eine Canon EOS 70D und bekomme zu Weihnachten das Tamron 10-24mm f/3,5
    Hat mir der verkäufer empfohlen. ich habe dann noch gefragt ob es nicht eines mit einer kleinen blende gibt meinte jedoch blendezahl 😉 darauf hin er nein wir wollen ja die blende so groß wie möglich hat mich dann etwas verwirrt (: auf jedenfall würde ich mich sehr auf deine Antwort freuen was du zu dem Objektiv sagst
    Vielen Dank
    chiara
    Ps. Es ist ein weitwinkelobjektiv und habe noch einen filter dazu genommen damit die landschaft nicht überbeläuchtet ist.

    • Dezember 17, 2016 at 9:53 pm — Reply

      Hallo Chiara,
      tendenziell wärst du mit einem 2.8er Objektiv besser dran, da du hier schon die doppelte Menge Licht sammelst. Vei 10mm Brennweite kannst du jedoch auch schon recht lange belichten, ohne Sternspuren zu bekommen. Mit der 70D ist ISO1600 auch gut nutzbar. Probiere es einfach mal zwischen den Jahren aus. Auch wenn nicht mehr viel von der Milchstraße zu sehen ist, ist der Winterhimmel mit Orion, den Pleijaden oder dem hellen Stern Sirius immer ein tolles Fotomotiv! Ich wünsche dir voelr Erfolg und tolle Bilder!

  • Januar 23, 2017 at 2:06 pm — Reply

    hi ! I suggest this new link for light pollution map : http://www.avex-asso.org/dossiers/wordpress/?page_id=3273&lang=de_DE

  • Lüthi Martin
    Februar 19, 2017 at 7:27 pm — Reply

    Ich habe eine Canon 600D mit einem 18mm objektiv.
    Ist es möglich sterne sowie Milchstrasse zu fotografieren? Wie müsste ich vorgehen, welche Einstellungen? Ein Stative und fernauslöser habe ich.

  • Theresa
    März 13, 2017 at 6:46 pm — Reply

    Hallo Stephan,

    nach langem Suchen habe ich endlich mal einen für Einsteiger verständlichen und gut erklärenden Text mit Tipps zur Sternenfotografie gefunden. Vielen Dank dafür 🙂
    Nun habe ich noch eine Frage die wahrscheinlich immer etwas schwierig zu beantworten ist.
    Ich suche nach einer guten Kamera für Sternenfotografie die ich mir auch leisten kann (bis max. 600 € ) ich habe leider auch nicht das Geld um mir dann noch diverse Objektive dazukaufen zu können. Das ich mit 600€ nicht bei der Profi Sternenfotografie mithalten kann ist mir auch klar aber es wäre halt schön wenn die Bilder nicht so verrauscht wären und man auch Sterne sieht. Vieles kommt wahrscheinlich auch erst durch die gekonnte Bearbeitung?
    Bisher habe ich eine Lumix FZ45. Mit der habe ich mich auch schon am Sternenhimmel ausprobiert aber leider rauschen die Bilder immer sehr und viele Sterne kann man damit auch nicht einfangen. Die Tipps mit weit weg von der Stadt und Dunkelheit, Blendeneinstellung und ISO habe ich bereits beachtet ( in den nördlichen Bergen von Island wird es wohl dunkel genug gewesen sein)
    Ich hoffe ich erhalte eine Antwort von dir.
    Liebe Grüße Theresa

    • Maxim (Author)
      März 13, 2017 at 7:36 pm — Reply

      Hallo Theresa,

      Mit 600€ kannst du schon eine gebrauchte Kamera bekommen, die ein gutes Rauschverhalten hat. In der Regel können modernere Kameras besser mit hoher ISO umgehen als ältere. Die Sony Alpha 5100 könnte da preislich passen.

      Im Prinzip tuts aber jede Kamera, die bei ISO 1600 noch gute Ergebnisse zeigt.

      • Theresa
        März 15, 2017 at 8:52 am — Reply

        Hallo Maxim,
        Danke für die schnelle Antwort. Leider lese ich bei den Kundenbewertungen von der Sony Alpha gerade das diese wohl auch ein Rauschproblem hat bei Dämmerung/Nacht. Dies will ich ja gerade nicht. Leider kenn ich mich auch nicht gut genug aus um Vergleiche anzustellen. Nur möchte ich vermeiden das ich mir am Ende eine Kamera kaufe die vom Bildergebnis auch nicht besser ist als meine jetzige. Das würde mich sehr ärgern. Ich versuche mal weiter schlau zu werden bei den vielen Möglichkeiten. ?

  • Chiara
    März 13, 2017 at 7:55 pm — Reply

    Heyy alle zusammen
    Ich habe eine canon EOS 70 D und ein Tamron 10-24mm 1:3.5-4.5 (weitwinkel) und wollte euch fragen was ihr davon so haltet bzw disbezügl sternenfotogtafie. Hab schon probiert ein par fotos zu machen aber nicht so wirklich gut glaube es lag am Ort 🙂 danke schonmal

    • Maxim (Author)
      März 13, 2017 at 9:24 pm — Reply

      Hi, mit dieser Kombi kannst du durchaus ein paar gute Bilder machen. Für den Anfang auf jeden Fall.
      Achte drauf an dunklen Orten zu fotografieren und nutze die Tipps aus dem Beitrag.

  • Juni 4, 2017 at 4:21 pm — Reply

    Hi,
    tolle und ausführliche Beschreibung….danach sollte es nun doch wirklich mal klappen 🙂

  • Dan
    Oktober 14, 2017 at 12:34 pm — Reply

    Vielen Dank für die hilfreichen Informationen! Ich habe mit einer günstigen Nikon D3100 und dem Standard-Objektiv folgendes Bild gemacht:
    https://picload.org/view/dgipwwlw/img_5193.jpg.html

    Liebe Grüße

    • Maxim (Author)
      Oktober 15, 2017 at 11:08 am — Reply

      Hi Dan,

      Danke für deinen Kommentar und dein Bild.
      Ein super Beispiel, was man mit dem Kitobjektiv alles schon erreichen kann!

      LG Stephan

  • Thomas
    Oktober 20, 2017 at 11:51 pm — Reply

    Hallo Stephan!

    Vielen Dank für Deinen Bericht. Habe wieder einiges gelernt. Ich bin dabei mir eine (eine? mehrere!:-)) DSLR zuzulegen. Dabei hatte ich noch nie eine in der Hand… Gestatte mir dennoch, daß ich eine Deiner Aussagen, nämlich zur Spiegelvorauslösung, etwas kritisch betrachte. Hierzu zunächst mal ein Artikel aus dem Netz: http://www.fotografische.de/kameras/spiegelvorausloesung/ . Nun hab’ ich immerhin eine ganz einfache Bridge-Kamera, eine Knips-Knaps Kamera wie ich sie nenne, für 126,– € und bearbeite meine Knipserei mit RawTherapee oder auch mal Gimp. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, daß ich ab den 1970er Jahren über zwei Jahrzehnte als Berufsfotograf mit KB, Mittel- und Großformat tätig war. Also: Spiegelvorauslösung: Auch wenn ich manche Aussagen in dem verlinkten Artikel skeptisch gegenüber stehe (Spiegelschlag 1/500 sec (???) bei einer Mittelformat-Kamera), so ist es sicherlich richtig, daß kein Mensch und keine Kamera ab 2 sec die SVA mehr benötigt, die Unruhe durch den Spiegelschlag ist viel zu kurz im Verhältnis zur Gesamtbelichtungszeit. Hat die Kamera einen Selbstauslöser, etwa mit 2 sec, bei der sofort nach Betätigung des Auslösers der Spiegel hochklappt: anwenden, falsch kann das nicht sein, aber nicht an der Kamera herumfummeln in tiefer Dunkelheit, schon gar nicht mit schwarzen Tüchern o.ä. Ich habe viele Details an Gebäuden, bes. Kirchen und deren Fenster fotografiert, zunächst mit der Canon F-1N, v.a. mit dem FD 500/4.5L. Zwischen 1/30 und 1 sec völlig unbefriedigend, selbst mit zwei Stativen. Dabei darf aber auch der lange Hebel nicht vergessen werden, der den Spiegelschlag bei so einer Kombination verstärkt. Ich habe dann wieder die F-1 (alt) eingesetzt, die hatte nämlich eine SVA! Außerdem habe ich festgestellt, daß nicht jedes Stativ mit jeder Kamera harmonisiert, wahrscheinlich gab es Interferenzschwingen zwischen Stativ und Spiegelschlag der Kamera, bes. bei der Mamiya RZ67 und einem schweren Stativ ohne SVA war das auffällig, mit einem leichteren Stativ blieb sie viel ruhiger. Mit den kurzen Brennweiten, die hier erwähnt wurden (Kamera auf der Stativachse) und vor allem auch dem bei den DSLRs heute viel weniger starkem Spiegelschlag, sollte das alles keine Rolle spielen. Nichts immer alles komplizierter machen, schon gar nicht für Anfänger, als notwendig. Sich von überholten Vorstellungen befreien, sie hinterfragen, keinen Werbeaussagen trauen, etwa “ohne SVA bist du kein richtiger Fotograf”.

    Für die Praxis fallen mir noch drei wichtige Dinge ein: Nicht nur zu Beginn, sondern auch während des nächtlichen Fotografierens immer wieder das Objektiv, bes. die Frontlinse, auf Feuchtigkeitsniederschlag überprüfen; nicht umsonst heißen die “Gegenlichtblenden” bei Teleskopen Taukappen.

    Zur Adaption an die Dunkelheit benötigt das menschliche Auge ca. 20 min. Ich hatte, weil rotes Licht mit Filtern erzeugt eh dunkler ist und die Adaption der Augen kaum beeinträchtigt, immer eine schwache Stirnlampe mit vorgesetzten roten Gelatinefiltern oder Riolith, einer Folie aus dem analogen Repro-Bereich. Gibt’s aber beides nicht mehr. Alternativen werden sich finden lassen.

    Noch ein paar Worte zur hier viel diskutierten Lichtstärke: Nun betrachte ich den ganzen Krempel an Linsen und Gehäusen als Werkzeuge. Werkzeuge um zumindest brauchbare Fotos zu machen für mich, sonstige Betrachter, früher auch Kunden und Agenturen – naja, das mit den Agenturen könnte nochmal was werden, auch wenn ich eigentlich Rentner bin. Das Zeugs ist und war für mich aber nie Spielzeug, Fetisch, Statussymbol oder so etwas. Einfach Handwerkszeug. Wenn ich Schlosser wäre und alle Welt, Propaganda gesteuert, über den neusten Superhammer mit 6kg Gewicht reden würde, so würde der mir gar nichts nützen, wenn ich einen Nagel in die Wand schlagen müßte, da ist ein 600g Hammer schon fast überdimensioniert. Und wer behauptet, man könne ein Foto mit den heutigen Kameras nicht machen weil eine Blendenstufe fehlt, der hat – pardon – etwas nicht kapiert. Mein WW wird das Canon 16-35/4.0L werden. Ich kann mir keine Situation vorstellen, wo ich ein Foto mit dem 2.8er Pendant machen könnte, das mit dem 4.0er gemacht unverkäuflich wäre. Viele Faktoren spielen beim Kauf eines Objektivs für mich eine Rolle: Größe, Gewicht, Preis, daß alle Bedienelemente, also für Fokus und Distanz, die gleiche Drehrichtung haben, bes. bei Zweitanbietern (ja, ich weiß, heißt Drittanbieter, kapier’ ich aber nicht), aber auch die Filtergröße (-> Zusatzkosten, Zusatzgewicht bei großen Exotengewinden wie den 82mm beim 2,8er). V.a. aber, gerade in der Astrofotografie: das 2.8er mag stärker abgeblendet ein winziges bißchen schärfer sein, aber bei Offenblende und 16mm verfügt es über eine völlig abstruse Vignettierung von 4,6LW. Ich kenne derzeit kein anderes Objektiv mit so einem jämmerlichen Wert. Da säuft in den Ecken alles ab, läßt sich auch mit der besten Software nicht retten, wenn nichts mehr da ist. Kleine Sterne z.B. Das 4.0er hat dabei -2,1LW, noch moderat für ein WW. Früher hatte ich nur ein einziges Zoom, das FD 20-35/2,8L, weil es viel besser war als das FD 20/2,8 und erst recht das jämmerliche Leica-M 21/2,8 Elmarit, noch nicht mal eine Retrofokus-Konstruktion – sich nie vom Preis und dem Renommee eines Herstellers blenden lassen, nur die Fotos zählen. Früher hatte ich sonst für die Canon SLR nur die jeweils lichtstärksten Fest-Brennweiten, weil ich ein helles Sucherbild zur ausschließlich manuellen Scharfeinstellung benötigte, kurze Verschlußzeiten um Verwacklungen zu vermeiden ohne IS und viel mit 15DIN, pardon, 25ASA/ISO-Filmen, Agfapan 25 und Kodachrome 25 fotografiert habe. Aber gut waren Objektive wie das FD 24/1,4L, FD 50/1,2L und FD 85/1,2L bei Offenblende nun wirklich nicht – und sie sind es auch heute, fast 40 Jahre später, noch immer nicht. Brauchbar ab Blende 4,0-5,6 – und das können heute viel lichtschwächere und preisgünstigere Zoom-Objektive eben so gut, die Lichtriesen waren und sind für die qualitätsvolle Offenblenden-Fotografie untauglich. Sage ich mal. Und das Sigma 20/1,4 Art? Kein Filtergewinde und Koma bis zum Ende. Nach dem was ich gesehen habe. Man darf nie vergessen: Bedingt durch die Tücken des Lichts und des Glases sind Objektive immer eine ungeheure Menge von Kompromissen, in einer realen Welt gibt es kein ideales Objektiv, wird es nie geben. (Nur bei den Preisen machen die Hersteller keine Kompromisse – aber das ist ein anderes Thema.) Und wenn alles so läuft wie ich erhoffe, gesundheitlich und finanziell, dann fahre ich Mitte Juli in die Alpen, mache ein paar (gute) Aufnahmen von der Tour de France, nur mit zwei Gehäusen und besagtem WW und dem 70-200/4,0L (schön leicht!) und am 22. ist Neumond…

    Grüße, Thomas

    • Maxim (Author)
      Oktober 22, 2017 at 2:25 pm — Reply

      Hallo Thomas, danke für deinen ausführlichen Beitrag. Selbstverständlich geht es auch ohne SVA, aber wenn die Kamera die Funktion hat, kann man sie auch ruhig nutzen. Schaden sollte es aber auf gar keinen Fall.

      Ich persõnlich mag gar keine Zoomobjektive. An das Gewicht und die Abbildungsleistung eines 135er 2.0 kommt auch ein 70-200er 4.0 nicht ran 😉. Aber das ist auch eh immer ein persönliches empfinden.

      In den Alpen wirst du auf jeden Fall viel Freude an einem klaren Nachthimmel haben. Ich drücke dir die Daumen, dass das Wetter passt und du tolle Motive einfängt!

  • syk watcher
    Oktober 21, 2017 at 6:24 pm — Reply

    hi
    habe lange gesucht und recherchiert und bin an diesem objektiv hängen geblieben. Was können sie mir zu diesem objektiv sagen ?
    Kaufempfehlung oder eher nicht ?
    -canon 6D

    https://www.amazon.de/gp/product/B00763D8JO/ref=ox_sc_act_title_2?smid=A3JWKAKR8XB7XF&psc=1

    • Maxim (Author)
      Oktober 22, 2017 at 2:28 pm — Reply

      Hi,

      Die ganzen Samyang(Walimex) Objektive sind super, wenn es ums Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Ich habe 2 Objektive von diesem Hersteller und bin sehr zufrieden.

      Beachte jedoch, dass das Objektiv KEINEN Autofokus hat.

  • Lars
    Januar 5, 2018 at 4:07 pm — Reply

    Hi
    Ich habe eine Sony alpha SLT55 mit einem 3.5-5.6/18-55 Objektiv und einem Sigma DG 1:4-5.6/70-300 Objektiv. Habe schon viele Foto`s damit gemacht.Und bin sehr zufrieden.Jetzt möchte ich gern den Sternenhimmel fotographieren.Ich besitze auch ein Teleskop mit Nachführung wo ich die Kamera oben drauf befestigen kann. Jetzt meine Fragen. Kann ich das trotzden bei mir im Garten machen auch wenn Straßenlampen in der Nähe sind? Bringt das etwas wenn ich einen CPL-,UV- oder FLD-Filter auf das Objektiv mache?
    Gruß Lars

    • Maxim (Author)
      Januar 8, 2018 at 6:23 pm — Reply

      Hallo Lars, wenn du die Möglichkeit für ein “Piggyback” auf dem Teleskop hast, bietet dir das einige Vorteile und du kannst sogar das nicht so starke Kitobjektiv für eindrucksvolle Bilder nutzen.
      Ich würde jedoch ein ganzes Stück von den Laternen weg gehen, da man nie weiß, wie sich das Streulicht letztendlich auf das Bild auswirkt. Versuchen kannst du es aber. Von Filtern halte ich persönlich gar nix (ND-Filter ausgenommen – aber die haben für Sterne und Milchstraße eher keine Verwendung):)

  • Lars
    Januar 9, 2018 at 5:34 pm — Reply

    Danke für deine schnelle Antwort.
    Konnte gestern Abend super Bilder vom Orionnebel (durch das Teleskop) machen. Und heute Morgen vom Mond. Sind natürlich fantastisch geworden. Das mit dem Kitobjektiv muss ich nocmal ausprobieren. Funktionierte nicht so einwandfrei wie ich es mir vorgestellt habe.
    Bin aber auch schon an der Überlegung mir ein Nachführset (90/500 Leitfernrohr mit Nachführkamea) für mein Teleskop zukaufen. Und werde trotzdem mir zusätzlich ein Samyang 14mm F2.8 Objektiv zulegen. Vielleicht klappt es dann mit dem neuen Objektiv besser.

    Gruß Lars

  • Murat
    Januar 9, 2018 at 6:32 pm — Reply

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Eine Frage, gilt die Belichtungszeit Formel auch für micro 4/3 Obkektive? Rechne ich bei meinem 17mmf1.8 Objektiv mit der Brennweite 17 oder 34? Vielen Dank

    • Maxim (Author)
      Januar 9, 2018 at 5:52 pm — Reply

      500 / (2 *17) = 14,70 Sekunden

  • Murat
    Januar 10, 2018 at 7:54 am — Reply

    Mit 17, vielen Dank

  • Markus Schelhammer
    Januar 14, 2018 at 11:12 pm — Reply

    Hi
    Super Beitrag, Respekt 👍

    Ich hab ne Canon 750D, das 18-55 Kit-Objektiv, ein Tamron 70-300 Tele und (stolzkuck) ein Canon 50mm 1.4.
    Stativ und Fernauslöser vorhanden 💪

    Lässt sich damit was anfangen?
    Ich wohne in einem Kaff bei Sinsheim (sollte dir ein Behriff sein). Quasi direkt in der Walachei.
    Da isses zappeduster.
    LG
    Markus

    • Maxim (Author)
      Januar 20, 2018 at 11:43 am — Reply

      Hi Markus,

      mit dem Kitobjektiv kannst du im Sommer schon ein paar schöne Bilder machen.
      Mit dem 50er 1.4 kannst du sogar richtig krasse Details aus der Milchstraße rausholen.

  • Helmut Ziller
    Februar 7, 2018 at 5:30 pm — Reply

    Hallo Stephan, habe mich mit meiner nagelneuen Nikon D850 und einem Tamron 2,8 15-30 mm am Nachthimmel versucht. Mir ist aufgefallen, dass ich bei Belichtungszeiten grösser 7 Sekunden schon Schlieren bekomme. Nach deiner Formel 500/(1,6 * 15) = 20,8 könnte ich aber 20 Sekunden belichten. Verstehe ich da was nicht?
    lg Helmut

    • Maxim (Author)
      Februar 7, 2018 at 7:20 pm — Reply

      Hallo Helmut,
      danke für deinen Kommentar.

      Ich kann leider nicht sagen, ob das was du als Schlieren siehst evtl. Coma ist, da ich das 15-30er selbst nicht besitze und nichts zur Performance beurteilen kann.

      Zur Formel: Mit dieser Formel hat man einen guten Richtwert. Wirklich komplett punktförmig wird es jedoch wirklich erst mit einer motorisierten und korrekt ausgerichteten Nachführung, die die Erdrotation ausgleicht.

      Einige nutzen auch die 600 statt 500.

      War es evtl. windig oder war das Stativ für die Kombi stark genug? Ich habe bei 14mm und 30Sekunden keine großen Sternbewegungen.

  • Gerhard
    Februar 14, 2018 at 11:46 am — Reply

    Hallo Stephan, ich fotografiere mit einer Canon 80D und einem Tele-Zoom bis 200 mm Brennweite. Das ergibt rund 1,5 – 1,8 Sekunden Belichtungszeit (500 oder 600). Ich benutze auch die Spiegelvorauslösung. 1,8 Sekunden Belichtungszeit kann ich an der Kamera nicht direkt einstellen. Wie hast du die “krummen” Belichtungszeiten und SVA bei deinen Fotos gemacht? Ein normaler Funkauslöser kann das wohl nicht.
    VG, Gerhard

    • Maxim (Author)
      Februar 16, 2018 at 6:50 pm — Reply

      Hi Gerhard, der Bulb-Modus (B), Funkauslöser und eine Stoppuhr (Smartphone geht auch) ist hierfür perfekt.

  • Lars Ludwig
    Februar 15, 2018 at 10:51 am — Reply

    Hallo
    Habe am Dienstag abend einen schönen Sternenhimmel fotografiert. Würde auch gern dir Bilder zeigen. Wo kann ich sie hochladen? Damit du mir einen Rat geben kannst , zwecks ausdrucken auf Leinwand. Und wie groß ich es maximal ausdrucken lassen kann, ohne das es unscharf wird.
    Gruß Lars

    • Maxim (Author)
      Februar 16, 2018 at 6:48 pm — Reply

      Hi Lars, auf Flickr kann man Bilder in voller Auflösung hochladen.

  • Helmut Ziller
    Februar 16, 2018 at 6:10 pm — Reply

    Vielen Dank für die Antwort. Habe vorgestern nochmals probiert, und hatte keine Schlieren mehr. Muss wohl wirklich das Stativ gewesen sein. Mit 15 Sekunden alles scharf. Das einzige was mich geärgert hat, war die Scharfstellung des Objektivs. Bei Dunkelheit wirklich eine Herausforderung. Ich verstehe nicht, wieso man weiter als Unendlich drehen kann. LG Helmut

    • Maxim (Author)
      Februar 16, 2018 at 7:03 pm — Reply

      Hallo Helmut, super, dass es dann doch geklappt hat und der Fehler behoben ist 😉. Dass man den Fokusring weiter als unendlich drehen kann, liegt daran, dass sich je nach Temperatur des Objektivs der Punkt für den Fokus auf Unendlich verschiebt. Das liegt daran, dass der Objektivtubus je nach Temperatur kürzer oder länger wird und sich somit auf die Schärfe auswirkt. Je länger das Objektiv und je mehr Aluminium der Tubus hat, umso extremer ist der Effekt 😊

  • Linus Kling
    Februar 18, 2018 at 1:48 pm — Reply

    Hallo Stephan. Dein Beitrag hier hat mich wirklich begeistert. Ich bin Hobbyfotograf und lerne meine Canon Eos 750D gerade erst kennen. Ich bin schon immer Astronomie begeistert. Nachdem ich gestern auf deinen Artikel gestoßen bin, musste ich sofort raus und alles ausprobieren. Eine sternenklare Nacht, bei – 2°C um kurz vor 03:00 Uhr. Meine Spannung nach Auslösen des Fernauslöser steigt ins uunermäßliche immer hab ich keine Ahnung ob es klappt. Mit 18mm Brennweite kann man schon wunderbare Fotos machen, ich bin begeistert!
    Ich danke dir für deinen tollen und einsteigerfreundlichen Artikel.
    Im Anhang mein erstes Foto: https://drive.google.com/file/d/1trpqJjPmr7BkXwbojL0mQiqp6fHYs2F6/view?usp=drivesdk

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