Sensorreinigung von Spiegelreflex- und spiegellosen Kameras: Fast jeder Fotograf kennt es – man hat ein Foto gemacht und dann sind schwarze Punkte auf deinen Bildern zu sehen.

Spätestens wenn diese Punkte so groß sind, dass sie auch bei großen Blenden stören, oder bei deinen Bildern generell sichtbar sind, solltest du dir Gedanken darüber machen, deinen Sensor zu reinigen.

Im heutigen Beitrag zeige ich dir wie du deinen Sensor ganz einfach reinigen kannst und gebe dir ich ein paar handfeste Tipps mit auf den Weg, wie zukünftig weniger Dreck auf dem Sensor landet.

#Transparenz
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Ich möchte dir auch dabei die Angst nehmen, bei einer Sensorreinigung deinen Sensor zu beschädigen oder irgendetwas bei der Reinigung falsch zu machen. Denn im Prinzip ist eine richtige Sensorreinigung gar nicht so schwer. Jedenfalls wenn du ein paar Punkte beachtest.

Zuvor will ich jedoch klarstellen, dass ich keine Gewähr für eventuell beschädigte Sensoren übernehme. Und bitte benutze für die Sensorreinigung auch keine selbstgebastelten Gegenstände, sondern nur Reinigungsmaterialien (Swabs) die speziell für eine Sensorreinigung gedacht sind.

Viele Fotografen scheuen es tatsächlich, eine Sensorreinigung selber durchzuführen – aus Angst etwas zu beschädigen. Auch mir ging das so und ich habe meine Kameras deswegen regelmäßig eingeschickt, was mich einiges an Geld gekostet hat.

Sensorreinigung: Anleitung Kamerasensor selbst reinigen - Tipps zur Sensorreinigung deiner DSLR oder DSLM 2
Die Sensorreinigung ist kein Hexenwerk und schnell durchgeführt.

Zuallererst solltest du wissen dass ein Kamerasensor zwar ein extrem empfindliches Bauteil ist. Dieser liegt jedoch gut geschützt hinter einer Glasplatte und ist gar nicht so schnell zu zerstören.

Das ist jetzt natürlich kein Freifahrtschein den Sensor grob und mit Gewalt zu reinigen sondern man sollte immer behutsam und vorsichtig vorgehen.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass es zwei unterschiedliche Reinigungsmethoden für die Sensorreinigung gibt:

Die Trockenreinigung und die Nassreinigung.

  1. Bei der Trockenreinigung wird einfach mit dem Blasebalg Staub aus dem Gehäuse gepustet und anschließend mit einem Sensorswab der Staub vom Sensor aufgenommen.
  2. Bei der Nassreinigung kommt eine Flüssigkeit auf den Sensorswab dazu (meist Isopropanol), die hartnäckige Verschmutzungen wirksam entfernt.

Beide Reinigungsmethoden führen letztendlich zum selben Ergebnis: einem sauberen Kamerasensor.

Die Nassreinigung ist für hartnäckige Verschmutzungen besser geeignet und meine Empfehlung, da man oft sogar weniger Swabs benötigt, als bei einer Trockenreinigung.

Wichtig ist, dass solche Reinigungsarbeiten am Kamerasensor ausschließlich mit diesen speziellen Sensor-Swabs durchgeführt werden. Du kannst sie einfach online kaufen.

Wichtig: Achte darauf, dass der Swab zu deiner Sensorgröße passt. Es gibt Swabs für Vollformat, APS-C und MFT.

APS-C Sensorswabs zur Sensorreinigung
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14 Sensorreinigungs-Swabs für gängige APS-C Kamerasensoren, inklusive Reinigungsflüssigkeit - Einfache Reinigungsstäbchen für die Kamera mit APS-C Sensor
07/08/2022 04:42 am GMT

Vollformat Sensorswabs zur Sensorreinigung
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14 Sensorreinigungs-Swabs für gängige Vollformat Kamerasensoren, inklusive Reinigungsflüssigkeit - Einfache Reinigungsstäbchen für die Vollformat-Kamera
07/08/2022 04:44 am GMT

MFT Sensorswabs zur Sensorreinigung
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14 Sensorreinigungs-Swabs für gängige MFT Kamerasensoren, inklusive Reinigungsflüssigkeit - Einfache Reinigungsstäbchen für die Kamera mit Micro four thirds Sensor
07/08/2022 04:26 am GMT

Mein Tipp zur besseren Sensorreinigung: Eine hohe Luftfeuchtigkeit bindet Staub in der Umgebungsluft. Reinige den Sensor daher am besten in einem Raum mit höherer Luftfeuchtigkeit – dem Bad zum Beispiel.

Sensorreinigung einer Spiegelreflexkamera: Anleitung

  • Entferne das Objektiv von der Kamera
  • Schalte deine Kamera ein und stelle sicher dass der Akku voll geladen ist
  • Öffne das Menü und suche nach dem Menüpunkt Sensorreinigung
  • Wähle Sensor manuell reinigen
  • Der Spiegel klappt herunter der Sensor liegt frei
  • Drehe die Kamera so, dass der Sensor Richtung Boden zeigt
  • Puste einmal mit dem Blasebalg den groben Staub vom Sensor
  • Drehe die Kamera wieder so, dass du den Sensor siehst
  • Führe die manuelle Sensorreinigung durch: Benutze den Sensorswab, den du vorher mit der Reinigungslösung leicht benetzt hast, indem du vorsichtig von rechts nach links streichst
  • Wechsle danach die die Seite des Swabs
  • Dann streicht du von links nach rechts zurück
  • Sollte noch Flüssigkeit auf den Sensor sein, nimmst du einen neuen Sensorswab und führst eine zweite Reinigung ohne Flüssigkeit durch
  • Schalte die Kamera aus und wieder ein und prüfe ob du noch Sensorflecken siehst

Sind noch Flecken zu sehen, führst du noch eine Reinigung durch.

Sensorreinigung spiegellose Kamera: Anleitung

Bei einer spiegellosen Kamera kann natürlich kein Spiegel heruntergeklappt werden, aber das Prinzip ist das selbe, wie bei einer DSLR.

  • Auch bei spiegellosen Kameras findest du ein Menü für die Sensorreinigung – ich empfehle immer die manuelle Sensorreinigung zu aktivieren und erst dann mit der Reinigung zu beginnen.
  • Am aktiven Sensor würde ich nicht reinigen.

Und noch ein Tipps zum Schluss, wie man seinen Sensor nicht reinigen sollte:

  • Puste nie mit den Mund auf den Sensor. Dadurch kommt Spucke, wirklich einiges an Bakterien und Pilzen auf den Sensor, die sich dann schon darauf vermehren.
  • Auch die Reinigung in der freien Natur alleine mit dem Blasebalg verschlimmert häufig nur die Situation, da in unserer Atemluft sehr viel Staub, Pollen und kleinste Verunreinigungen herumfliegen. (die Natur hat uns nicht ohne Grund mit Nasenhaaren ausgestattet ?)

Reinige den Sensor also lieber in geschlossenen Räumen und auch gleich richtig.

Sensorflecken sichtbar machen

  • Um festzustellen, wo Sensorflecken zu finden sind, hilft es, ein Foto mit einer möglichst geschlossenen Blende zu machen
  • Am besten fotografierst du dafür ein helles, weißes Blatt Papier
  • Das Foto kannst du beispielsweise in Lightroom bearbeiten, um kleinere Flecken noch sichtbarer zu machen
  • Dazu musst du lediglich den Kontrast und die Klarheit des Fotos erhöhen

Sensorflecken vermeiden

Am besten ist es natürlich, Sensorflecken direkt von Anfang an zu vermeiden. Beachte die folgenden Punkte und du wirst deinen Sensor seltener reinigen müssen:

  • Wechsle deine Objektive eher selten im Freien
  • Halte beim Objektivwechsel die Kamera so, dass der Sensor nach unten zeigt
  • Wechsle keine Objektive bei starkem Wind
  • Wechsle keine Objektive in Gegenden mit hohem Pollenflug, wie etwa im Rapsfeld.
  • Aktiviere bei Canon (R-System) und bei den ganz neuen Sony Kameras (A7 IV) die Funktion, dass der Verschluss herunterfährt, wenn die Kamera ausgeschaltet wird.

Nun interessiert mich, ob ihr schon Mal den Sensor selbst gereinigt habt und wie aufregend das war. Schreib’s doch in die Kommentare – ich antworte bestimmt!