Canon EOS R6 Test: In meinem Test zur Canon EOS R6, erzähle ich dir von meinen Erfahrungen mit der neuen spiegellosen R6 – der kleinen Schwester der R5.

#Transparenz
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Canon EOS R6 Test – Review, Testbericht, Erfahrungen & Testbilder 1
Canon EOS R6 Test: Ich nutze die Canon EOS R6 seit 2021 und durfte sie auf Hochzeiten, Paar- & Familienshootings testen.

Lange haben wir auf einen würdigen Nachfolger unserer Canon EOS R gewartet und als Canon 2020 die EOS R6 und die R5 angekündigt hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich konnte es kaum erwarten, die neuen Modelle zu testen und auf Shootings auszuprobieren.

Wir haben uns dann Anfang 2021 die Canon EOS R6 für die Hochzeitsfotografie gekauft und ich konnte so die EOS R6 in zahlreichen Shootings ausgiebig testen.

Bevor ich nun direkt in den Test der Canon EOS R6 einsteige und Testfotos zeige, möchte ich dich darauf hinweisen, dass es im Test zur Canon EOS R6 wieder sehr ausführlich wird.

Vielleicht reicht dir ja auch schon der erste Überblick auf die Canon EOS R6 und die Features um eine Entscheidung für, oder gegen die Kamera zu treffen, die ich im Test weiter unten im Detail bespreche.

Hier der Blick auf die Canon EOS R6 und die Features:

Canon EOS R6: Technische Daten und Ersteindruck

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  • Auflösung: 20,1 Megapixel
  • extrem zuverlässiger, schneller Augen- und Gesichtsautofokus
  • sehr gute ergonomische Eigenschaften
  • Dreh- und schwenkbares Display
  • Gewicht mit Akku: 680g
  • Hochauflösender, flackerfreier Sucher
  • Autofokus: Fokussierung via Touch and Drag, Tieraugenautorofus
  • Reihenaufnahme: maximal 20 Fotos pro Sekunde
  • EF Objektive mit Adapter nutzbar
  • Bildstabilisator
  • 4K Video

Die Canon EOS R6 ist ein Kraftpaket und eine extrem zuverlässige Kamera, die mit zwei Speicherkartenslots und einem überragendem Bildstabilisator überzeugt. Tracking und der Augenautofokus sind spitzenklasse und erleichtern die Arbeit mit sich schnell bewegenden Objekten ungemein!

Canon EOS R6: Test

Canon EOS R6 Test
Canon EOS R6 Test in der Praxis: Ich durfte nun schon ein paar Monate mit der Canon EOS R6 fotografieren – In den nachfolgenden Abschnitte erzähle ich euch von meinen Erfahrungen mit der “kleinen” spiegelosen von Canon

Wenn du im ersten Praxiseinsatz so viel Freude mit einer neuen Kamera hast, dass du gar nicht aufhören willst, zu fotografieren, dann hast du eine perfekte Kamera gefunden. Canon hat mit der EOS R6 verdammt viel richtig gemacht.

Die Canon EOS R6 ist eine Systemkamera, die ein extrem gutes Handling und Geschwindigkeit bietet und mit einem gnadenlos gutem Autofokus daher kommt.

Neben den neuen Features wie IBIS und der Tieraugenautofokus hat mich aber der leise Verschluss besonders überrascht.

Schauen wir uns doch gemeinsam die Stärken und Schwächen der EOS R6 an:

Testergebnis: sehr gut

  • Die Canon EOS R6 liegt wie jede Canon-Kamera exzellent in der Hand, die Bedienung macht Freude und ist intuitiv.
  • Herausragend ist der Autofokus der EOS R6, der an jede Situation angepasst werden kann.
  • Wie bei der EOS R ist der Servo-Modus für kontinuierliches Fokus-Nachführen extrem gut und wurde sogar noch verbessert – sowohl im Foto- als auch im Videobetrieb.
  • Offenblendig zu fotografieren war noch nie so einfach, was besonders bei Portraits von Vorteil ist.
  • Rauscharmer Sensor – ISO 25600 ist absolut nutzbar.
  • Sensor liefert klare, scharfe Bilder
  • In Body Stabilisierung, die sehr gut funktioniert
  • 16 bzw. 20 Fotos pro Sekunde
  • Einfache, für Canon typische, intuitive Bedienung
  • Extrem leise Kamera
  • Präzises Face-Tracking & extrem verlässlicher Augenautofokus!
  • Objektive von Drittanbietern fokussieren auch an der Canon EOS R6 exakt und sicher. Besonders die Sigma Art und Tamron SP Objektiv-Serien profitieren davon.
  • Wählen des Fokuspunktes via Touch and Drag gibt einen Geschwindigkeitsbonus. Fokuswahl via Joystick ist aber auch sehr schnell erledigt.
  • Geringes Gewicht
  • EF-RF-Adapter funktioniert perfekt
  • Sucher ist flimmerfrei und so scharf, dass ich sogar bei meinem 105mm 1.4 die Schärfeebene auf kurzer Distanz sehe
  • Hohe Konfigurierbarkeit der Tasten
  • Video mit 60fps im 4k-Modus und Autofokus läuft extrem gut
  • Zwei SD Kartenslots

Testergebnis: neutral

  • Filmen in 4K 60 zeitlimitiert
  • Kein Schulterdisplay
  • Sensor hat nur 20 Megapixel

Ausführlicher Review der Canon EOS R6

Die EOS R6 hat genau ein einziges Shooting gebraucht, um meine Hauptkamera zu werden. Die ausführlichen Gründe dafür möchte ich Punkt für Punkt ganz genau erläutern:

Ergonomie

Canon EOS R6 Test & Review
Auch mit schwereren Objektiven liegt die Canon EOS R6 exzellent in der Hand. Es macht auch nach vielen Stunden immer noch Spaß, mit ihr zu fotografieren.

Wie bereits bei der EOS R (hier findet ihr meinen Test der EOS R) liegt auch die EOS R6 unglaublich gut in der Hand und ich hatte auch nach 6 Stunden Shooting immer noch Freude daran, die Kamera in der Hand zu halten – und das mit teilweise sehr schweren, frontlastigen Objektiven. Die Knöpfe sind für mich genau an der richtigen Stelle.

Neu ist auch, dass Canon drei Wahlräder an der EOS R6 verbaut hat. So kann jedes Rad beispielsweise für schnelles Einstellen der Verschlusszeit, Blende und ISO-Einstellungen genutzt werden.

Die sehr gute Ergonomie wird dann noch gepaart mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten für die einzelne Knöpfe der EOS R6. Da wo bei der EOS R die doch eher unnütze Touchbar war, liegt nun ein Joystick und die AF- On-Taste, die ich so konfiguriert habe, dass bei Knopfdruck der Augenautofokus aktiv ist, solange ich diese Taste gedrückt halte.

Der Sucher der EOS R6

Canon EOS R6 Test – Review, Testbericht, Erfahrungen & Testbilder 2
Der Sucher der EOS R6 ist glasklar und flackert nicht. Er ist auch bei heller Mittagssonne sehr gut nutzbar. Die neue Gummierung sorgt auch dafür, dass der Kopf angenehm am Sucher anliegt und keine Druckstellen verursacht.

Der Sucher ist wie bei der EOS R glasklar, kontrastreich, scharf und macht einfach Spaß! Bei meinen Shootings habe ich im Serienbildmodus in im normalen Modus weder störende Blackouts gehabt, noch irgendwelche “langsam durchrutschenden Bilder”. Der Sucher ist bei mir übrigens auf energiesparende 60 FPS gestellt.

Was Canon noch gegenüber der EOS R verbessert hat, ist die Polsterung ganz oben am Sucher. Denn bei der EOS R war sie zu dünn. Nun kann man stundenlang das Auge am Sucher lassen und bekommt keine Druckstellen mehr.

Autofokus der Canon EOS R6 mit dem EF auf RF Adapter

Canon EOS R6 Test – Review, Testbericht, Erfahrungen & Testbilder 3
Canon EOS R6 Test – Autofokus: Der Augenautofokus trifft sicher sein Ziel und sorgt für korrekt fokussierte Fotos – auch bei großer Blende. Sich bewegende Motive sind für das Fokussystem der Canon EOS R6 auch ein leichtes. Servo-Autofokus und Serienmodus harmonieren perfekt miteinander. Sigma Art 105mm 1.4 an einer Canon EOS R6

Canon hat wie bei der “alten” EOS R mit der EOS R6 nicht zuviel versprochen. Auch an der R6 funktionieren meine EF Objektive perfekt am Adapter. Und das in jedem Fokusmodus.

Was zu erwarten war, war dass die EF-Objektive an der spiegellosen R6 besser und genauer fokussieren, als an einer Spiegelreflexkamera, was am DualPixel Autofokus liegt.

Das Face und Eye-Tracking der EOS R6 funktioniert unglaublich gut und präzise. Der Augen AF mit dem Sigma Art 50mm 1.4 macht einfach nur Spaß. Jedes Foto ist bei Blende 1.4 knackscharf – vorher war das ja immer ein bisschen wie Lotto spielen.

Vorbei sind die Zeiten, in der man mühsam für jedes Objektiv die Fokusjustage vornehmen musste. Probleme wie Front- und Backfokus gehören der Vergangenheit an.

Und das trifft ebenso für Tieraugen zu!

EOS R6 Autofokus
EOS R6 Autofokus: Hier habe ich den Tieraugenautofokus getestet. 105mm Blende 1.4

Wie gut ein Fremdhersteller-Objektiv am EF-RF-Adapter funktioniert, zeigen die Fotos, die ich mit mit dem Sigma Art 50mm 1.4  und Sigma Art 105mm 1.4 an der EOS R6 gemacht habe.

Testfotos EOS R6

Alle Fotos der folgenden Serie wurden mit Offenblende 1.4 an der Canon EOS R6 fotografiert. Ein Klick öffnet die Testbilder, die ich mit der EOS R6 gemacht habe, vergrößert.

Da ich bereits von dem doch wirklich gutem Autofokus der Canon der EOS R verwöhnt war, war ich umso mehr begeistert davon, dass die Canon EOS R6 bei der Autofokus-Geschwindigkeit nochmal deutlich zugelegt hat und die Treffsicherheit durchweg bei all meinen Motiven auf einem überragend hohem Niveau liegt.

Servomodus + Gesichts- & Augen-AF an der Canon EOS R6

Der Servomodus – also das kontinuierliche Nachfokussieren des Motivs – an der EOS R6 funktioniert so gut, dass ich eigentlich kaum noch in einem anderen Modus fotografiere – die einzige Ausnahme sind nier Makroaufnahmen, bzw. wenn die Kamera auf einem Stativ steht.

Ich nutze den Augen AF der R6 bei fast allen Portrait-, Paar- und Familienshootings. Die Treffsicherheit bei statischen aber auch bei sich schnell bewegenden Motiven ist einfach überragend. Und das auch bei etwas langsameren Objektiven.

Bildqualität und Sensor

Bereits nach den ersten Fotos die ich testweise mit der EOS R6 gemacht habe, war klar, dass die Bildqualität der Canon EOS R6 ohne Zweifel extrem gut ist. Ich sehe trotz der “nur” 20 Megapixel keine Unterschied zu den 30 Megapixel der EOS R. Ganz im Gegenteil sogar: Die Bilder wirken teils noch schärfer. Die Farben sind klar und wunderschön anzusehen, wirken jedoch in keiner Weise übertrieben.

Ein Nachteil haben dann die 20 Megapixel doch – eingeschränkte Cropmöglichkeiten. Dessen muss man sich bewusst sein und bereits beim fotografieren versuchen, die richtige Komposition zu bekommen. Aber Fakt ist: der Unterschied von 20 zu 24 Megapixel ist wirklich gering und fällt eigentlich nicht auf.

Der Dynamikumfang ist wie bei allen Kameras heutzutage absolut top. Schließlich bekommt man bei der R6 auch den Sensor, der beim DSLR Flagschiff von Canon der 1D X Mark III verbaut ist. Wenn man also mal eine Belichtung versaut, was durch den elektronischen Sucher eigentlich nicht vorkommen sollte, dann kann man die dunklen Bereiche problemlos um bis zu 2 Blenden oder mehr aufhellen. Auch helle Bereiche können oft noch super abgemildert werden. Das sieht man auch auf den folgenden Bildern, die bei einem Babybauchshooting im Sonnenuntergang mit der EOS R6 gemacht wurden.

Die “üblichen” Tests, bei denen bewusst unterbelichtet wird und man die Belichtung dann um 5 Blenden hochzieht, kann ich nur belächeln. Ja, klar gibt es Lichtsituationen, in denen man mal nachträglich selektiv Bereiche stark aufhellen muss. Wirklich mehr als eine bis zweieinhalb Blenden musste ich da noch nie aufhellen. Das geht auch mit Kameras von 2013 absolut problemlos.

Kein Landschaftsfotograf wird bei extremen Dynamikunterschieden nur ein Foto machen. Belichtungsreihen werden durch einen leicht höheren Dynamikumfang des Sensors immer noch das Mittel der Wahl sein.

High ISO

Canon EOS R6 Test – Review, Testbericht, Erfahrungen & Testbilder 23
High ISO Beispiel im Canon EOS R6 Test: Dieses Foto wurde mit ISO 25600 aufgenommen und ist noch absolut brauchbar.

Verglichen mit allen Kameras, die ich von Canon bisher in der Hand hatte, muss ich ganz klar sagen, dass die EOS R6 der Sieger beim High ISO ist.

EOS R6 ISO Rauschen
Milchstraßenaufnahme bei ISO 2000. Hier kann die EOS R6 durchaus überzeugen!

Als Hochzeitsfotograf finde ich mich jedes Wochenende in Situationen wieder, bei denen das vorhandene Licht meine Kameras an die Grenzen bringt. Zwar nutze ich selten ISO-Werte über 6400 nutze und den Blitz dann am Abend auspacke, so gibt es hier in Deutschland die eine oder andere dunkle Kirche, in der man nicht blitzen darf. Da ist man über jede mögliche Reserve beim High ISO glücklich.

Das Rauschverhalten der R6 ist also auf einem absoluten Top-Niveau und selbst bis ISO 25600 sehr gut nutzbar.

Akkuleistung

Ja, die Akkuleistung der Canon EOS R6 ist durch den IBIS und den doch sehr stromhungrigen Sensor und Prozessor etwas, auf das man achten muss. Ganz besonders, wenn man Objektive mit optischem Bildstabilisator nutzt, kann die EOS R6 sehr schnell den Akku leer ziehen. Wir hatten jetzt jedoch schon einige lange Shootings und ein Akku reicht bei mir problemlos 4 Stunden und ich fotografiere damit je nach Leerlaufzeiten zwischendrin an die 1000 bis 1500 Fotos.

Der neue LP-E6 NH Akku hat etwas mehr Leistung (knapp 15%) als die bisher verwendeten LP-E6N Akkus, ist aber deutlich teurer. Ich habe mir einen zweiten, originalen Akku angeschafft und bin sehr zufrieden damit, werde wohl aber dann auch die alten Akkus in der EOS R6 nutzen, bis die durch sind und dann auf die neuen wechseln.

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Lautstärke der R6

Canon, ihr seid der Wahnsinn, der Verschluss der in der Canon EOS R6 und auch in der R5 verbaut ist, ist der leiseste, den ich je am Ohr hatte. Er ist so leise, dass man den elektronischen Verschluss eigentlich gar nicht braucht. Dadurch ist die EOS R6 (und auch die R5) das perfekte Werkzeug für Reportagefotografen – besonders bei Hochzeiten, kirchlichen, standesamtlichen aber auch freien Trauungen. Auf Hochzeiten bekomme ich oft von Gästen die Frage gestellt, ob ich denn überhaupt fotografiere, da man kein Klicken hört.

IBIS

Was habe ich mich gefreut, das Canon mit der EOS R6 nun endlich mal einen IBIS verbaut hat. Und das warten hat sich gelohnt, denn der IBIS arbeitet wirklich ausgezeichnet. Ich bekomme mit meinem 105mm noch scharfe Aufnahmen bei 1/15 Sekunde hin. Das ist top.

Auch beim Filmen ist der interne Stabilisator sehr wertvoll und es zeigt sich auch hier, dass der IBIS einen verdammt guten Job macht.
Sobald ich Filmmaterial habe, dass ich euch zeigen darf, dann zeige ich euch das Material hier.

Zwei Kartenslots

Danke für dieses Feature – es gehört bei einer Kamera in diesem Preissegment schlichtweg dazu. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

4K 60

Nach den ersten Gehversuchen mit dem Videomodi der EOS R6, kann ich nur sagen, dass die 4K mit 60fps extrem gut sind und auch 120fps bei 1080p mit Autofokus hat mir viel Freude bereitet. Aber da mein Hauptaugenmerk auf der Fotografie liegt, ist Video jetzt nicht so ein großes Thema.

Trotzdem möchte ich erwähnen, dass Canon die R6 scheinbar softwareseitig und völlig unnötig limitiert hat. In den Custom Modi kann man beispielsweise KEINE Videoeinstellungen speichern, was extrem schade ist. Drückt man im Fotomodus den Aufnahmeknopf und filmt eine Sequenz, was einige Kollegen auf Hochzeiten durchaus machen, so filmt die R6 ausschließlich im Automatikmodus und man hat keine Kontrolle über Verschlusszeit, ISO und Blende. Dafür muss man nämlich immer in den Video-Modus via Programm-Wahlrad wechseln. Das finde ich die sinnloseste Limitierung an der R6 – denn selbst die EOS R erlaubt die volle Kontrolle der Blende, wenn man “schnell mal nur filmen möchte”. Hoffen wir, dass Canon diese Limitierung in einem zukünftigen Firmware-Update entfernt.

Staubschutz beim Objektivwechsel

Wie bereits bei der EOS R, wird beim Ausschalten der Sensor durch herunterfahren des Verschlusses geschützt, so dass nicht sofort sämtlicher Staub auf den Sensor fliegt, wenn man ein Objektiv wechselt. Im Menü kann man nun zusätzlich einstellen, ob man das überhaupt möchte, oder nicht.

Touch and Drag Fokuswahl

Wie allen anderen, neuen spiegellosen Kameras von Canon kann man mittels Touch and Drag auf dem Display den Fokuspunkt in Sekundenbruchteilen verschieben, während man durch den Sucher schaut.
Das verschieben des Fokuspunktes geht nun nochmal deutlich schneller von der Hand als bei der EOS R.

Fazit zum Canon EOS R6 Test

Im Canon EOS R6 Test zeigt sich eines: Die Canon EOS R6 ist eine perfekte Kamera für die Fotoreportage, besonders für Hochzeitsfotografen, Reporter und auch für Sportfotografen. Sie ist extrem leistungsstark und hat einen blitzschnellen Autofokus, gepaart mit einem wahnsinnig leisem Verschluss. Die EOS R6 ist seit Anfang 2021 meine Hauptkamera bei Hochzeits-Reportagen und ich kann sie jedem, der in diesem Feld arbeitet absolut empfehlen.

Nun interessiert mich eure Meinung! Habt ihr gute Erfahrungen mit der Canon EOS R6 gemacht? Was findet ihr an der EOS R6 gelungen? Was nicht? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Hier habe ich die ganzen Daten der Canon EOS R für euch nochmal aufgelistet:

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  • Auflösung: 20,1 Megapixel
  • extrem zuverlässiger, schneller Augen- und Gesichtsautofokus
  • sehr gute ergonomische Eigenschaften
  • Dreh- und schwenkbares Display
  • Gewicht mit Akku: 680g
  • Hochauflösender, flackerfreier Sucher
  • Autofokus: Fokussierung via Touch and Drag, Tieraugenautorofus
  • Reihenaufnahme: maximal 20 Fotos pro Sekunde
  • EF Objektive mit Adapter nutzbar
  • Bildstabilisator
  • 4K Video

Die Canon EOS R6 ist ein Kraftpaket und eine extrem zuverlässige Kamera, die mit zwei Speicherkartenslots und einem überragendem Bildstabilisator überzeugt. Tracking und der Augenautofokus sind spitzenklasse und erleichtern die Arbeit in der Reportagefotografie ungemein!

Weitere Posts zum Thema Canon EOS R6 Test:

Letzte Aktualisierung am 25.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentare zu Canon EOS R6 Test – Review, Testbericht, Erfahrungen & Testbilder

Hier kannst du mir und anderen Lesern Fragen zum Beitrag stellen und diskutieren. Alle Kommentare werden moderiert.

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15 Kommentare

  1. Ronny Wendel 29. August 2021 at 13:59

    Hallo !!
    Ein sehr schöner und informativer Beitrag. Ich bin Hobbyfotograf und mit Canon 80d auf dem Weg. Mich juckt es echt in den Fingern mir die R6 zu kaufen. Obwohl sie nur 20 MP hat… ;)
    Ich glaube Du hast mich mit Deinem Beitrag überzeugt.. Danke !!!!
    Insta: wendel.ronny

  2. Günter Herbst 26. August 2021 at 20:09

    Hallo Stephan, durch Zufall bin ich auf Deine Seite gekommen.
    Vielen Dank für die Beschreibung.
    Hilft mir sehr beim Kauf der R6.
    Ich trage mich auch mit dem Gedanken, mir eine neue Kamera zuzulegen.
    Im Austausch mit anderen Tierfotografen, sind wir auf die R6 gekommen. Seit Ende 2013 fotografiere ich mit der EOS 70D und konnte bis jetzt nicht meckern, bis auf die Lautstärke des Verschlusses.
    Auch aus den anderen Kommentaren kann man etwas mitnehmen.
    Meine Objektive passen mit dem Adapter auch an die R6.
    Ich kann mich ja nochmal melden, wenn ich die R6 eine Weile habe und mich eingefuchst habe.
    Gruß von Günter

  3. Franz Rauth 22. August 2021 at 18:15

    Guten Abend Stephan,
    Hab herzlichen Dank für Deinen ausführlichen wunderbaren Test der Canon R6;
    Ich war sofort begeistert, hab meine Panasonic G9 mit Objektiven verkauft , da es immer wieder ein Lotteriespiel war, knackscharfe Fotos im Gesicht bei Mensch und Tier ( Augenautofocus ) zu bekommen, jetzt hab ich die Canon R6 mit dem RF 35mm1,8 sowie dem RF Tele 70-200mm 4.0 bestellt.
    Ich hoffe, es ist für den Anfang an die richtige Entscheidung der Objektive.
    Beste Grüße aus dem Allgäu
    Franz

    1. Maxim (Stephan Forstmann) 23. August 2021 at 11:01

      Hallo Franz,

      beide Objektive lassen sich super für Portraits nutzen. Das 35mm wird aber etwas langsamer fokussieren. Ich gebe meine R6 nicht mehr her. Sie macht auf jeder Hochzeit einen sehr guten Job und ist absolut zuverlässig.

      Ich wünsche dir viel Freude mit deinem neuen System!

  4. Melina Baumgartner 9. August 2021 at 10:33

    Hallo Stephan!
    Ich habe mir vor kurzem die R6 gekauft und bin absolut verliebt!! Ich habe deine tollen Testbilder gesehen und hätte eine Frage zum AF. Mit welchen Einstellungen Fotografierst du, wenn du mehrere Personen sprich Pärchen oder Familien fotografierst ? Auf deinen Testbildern sind die Personen ja alle wunderbar scharf und der Hintergrund unscharf. Hast du dann den Augen bzw. Gesichts AF eingeschalten ? 🤔

    1. Maxim (Stephan Forstmann) 9. August 2021 at 11:39

      Hi Melina,

      ich arbeite zu 90% mit dem Augen- & Gesichts-AF. Natürlich muss man bei mehreren Personen auch darauf achten, entsprechend die Blende etwas zu schließen oder korrekt zu stehen, damit der Schärfebereich auch passt.

  5. Peter aus Berlin 20. Juli 2021 at 8:33

    Vielen Dank für das tolle Review. Bin Hobbyfotograf und habe die Kamera seit letzten Oktober. Ich bin sehr begeistert. Und da ich meine vorherige Kamera eine Canon APS-C DSLR mit 18 Megapixeln war, habe ich auch keine Probleme mit der Auflösung. Im Gegenteil, ich finde für die Arbeitsabläufe die Dateigrößen der Fotos sehr angenehm. Mit der aktuellen 1,4er Firmware hat nun auch noch – für Videographen interessant – CLOG3 und die simultane Aufnahme auf beide Karten auch bei Videos Einzug gehalten. Wenn man nun noch die Custom-Einstellungen für Video benutzen könnte, einfach Klasse. Für mich auch vom Preis-Leistungsverhältnis annehmbar. Habe jetzt ca. 12.000 Auslösungen und bin sehr glücklich. Freue mich schon wieder aufs Reisen nach Ende der Pandemie.

    1. Maxim (Stephan Forstmann) 9. August 2021 at 11:57

      Hi Peter,

      ich kann deine Anmerkung ebenfalls bestätigen. Die “nur” 20 Megapixel sind super im Arbeitsablauf und alles geht deutlich schneller – alleine der Bilderimport in Lightroom ist um einiges schneller, als bei der 30 Megapixel starken EOS R.

      Die limitierten Videoeinstellungen stören mich inzwischen auch – dank den individualisierbaren Schnellmenüs ist das aber trotzdem einigermaßen nutzbar. Seltsamerweise, kann die “alte” EOS R deutlich mehr Konfigurationseinstellungen für Video speichern, als die neuere R6.

  6. Rainer Görne 9. Juli 2021 at 18:59

    Hallo Stephan,

    kurz ein paar Worte zu mir: Ich bin 1952 in Dresden geboren und habe als Oberschüler eine kombinierte Ausbildung Abitur und Facharbeiter für Feinwerktechnik / Optik in den Ihagee Kamerawerken gemacht. Dort habe ich mir auch aus “Abfallteilen” meine erste Spiegelreflex-Kamera, ein Exakta VX 1000, gebaut. Seit dieser Zeit bin ich absoluter Fan von Spiegelreflexkameras. Zur Zeit fotografiere ich mit der Canon EOS 500 D und der Nikon D5300. Letztere habe ich mir zugelegt, da sie einen GPS-Sensor besitzt. Und hier greift auch meine Kritik an Canon, dass die es nicht fertig bekommen GPS einzubauen worüber auch das billigste Mobiltelefon verfügt.

    Herzliche Grüße

    Rainer

    1. Maxim (Stephan Forstmann) 12. Juli 2021 at 11:20

      Ja, da gebe ich dir Recht. Die R6 könnte durchaus ein GPS Modul haben – das stimmt. Die alte 6D hatte immerhin auch eines verbaut.

      Ich habe übrigens auch eine funktionsfähige Exa500, die ich von meinem Opa bekommen habe :)

  7. Daniel Lagerpusch 21. Juni 2021 at 9:26

    Hey Stephan,
    danke für diesen Beitrag.
    Ich schwanke gerade zwischen der R und der R6.
    Zu meinem Hintergrund:
    ich fotografiere überwiegend Portraits und mache Street-Fotografie. Bisher habe ich die EOS 80D genutzt, würde aber gerne auf eine spiegelfreie umsteigen, auch weil ich den Eye-Fokus sehr interessant finde für die Portrait-Fotografie.

    Hast Du einen Tipp für mich? Lohnt sich die R für mich oder soll ich direkt in die R6 investieren? Ich bin da echt überfragt :-D

    1. Maxim (Stephan Forstmann) 21. Juni 2021 at 9:51

      Hi Daniel,

      auch wenn ich meine R6 absolut liebe – die R6 ist letztendlich nur wegen des Dual-Slots, des Stabilisators und des leisen Verschlusses in meine Fototasche gewandert. Aber unsere “alte” R ist auch bei jedem Paarshooting mit dabei und meine Frau erstellt damit unglaublich schöne (Paar-)Portraits.

      Wenn du keinen doppelten Kartenslot brauchst und ein etwas lauterer Verschluss kein Problem ist, kannst du bedenkenlos zur EOS R greifen, einfach weil sie doch einen Tacken günstiger ist und für Portraits dann mit 10 Megapixeln mehr einiges an Crop-Reserven bietet. Der Autofokus funktioniert auch an der R tadellos – auch wenn er bei der R6 etwas schneller ist.

    2. Daniel Lagerpusch 22. Juni 2021 at 11:24

      Hi Stephan,
      danke für die Infos ;-)
      Ja, der Stabilisator war halt für mich irgendwie auch immer so ein Ding.
      Dual-Slot ist für mich nicht so wirklich wichtig, aber ich hab halt bisher gehadert wegen des Stabilisators – oder ist der bei den Fotos eher zu vernachlässigen?
      Bin unsicher, ob ich da beim Prime-Angebot (1.499) zuschlagen soll oder lieber mehr Geld (vielleicht sogar viel mehr Geld für eine R5) investieren soll… Schwierige Entscheidungen :-D

    3. Maxim (Stephan Forstmann) 22. Juni 2021 at 12:18

      Hi Daniel,

      den Stabi kannst du vernachlässigen. Gerade bei Portraits bekommst du ja eigentlich recht easy Verschlusszeiten unterhalb 1/500s hin. Beim Filmen widerum merkt man den Stabi schon. Kommt aber auch darauf an, wie sehr man zum wackeln neigt.

      Die 45 Megapixel der R5 finde ich persönlich von der Datenmenge zu heftig – mich nerven schon die 30 Megapixel der R.

    4. Daniel Lagerpusch 22. Juni 2021 at 14:20

      Ok, verstehe…
      Ich merke schon: dann wäre ja die R6 wohl eigentlich ideal mit den 20 MP und dem Stabi, was? ;-) Vielleicht greife ich dann doch am Ende zur R6 :-D :-D
      Danke für all Deine Infos!

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