Vogelfotografie Tipps – so fotografierst du Vögel

Dich faszinieren Vögel und du willst lernen, wie man sie fotografiert? Dann solltest du weiter lesen. Im Beitrag bekommst du hilfreiche Hinweise, wie du Vögel erfolgreich in ihrem Lebensraum ablichtest, typische Fehler vermeidest und worauf du generell achten solltest.

Vogelfotografie Tipps - so fotografierst du Vögel 3

Vögel sind unglaublich spannende Tiere. Ich sitze bei uns regelmäßig im Garten und fotografiere oder beobachte die Vögel. Daher habe ich mich entschlossen, ein kleines Einsteigertutorial zur Vogelfotografie zu schreiben. Denn Vögel zu fotografieren ist nicht ganz leicht, da sie sich sehr schnell bewegen und Sekundenbruchteile darüber entscheiden, ob ein gutes Foto dabei herauskommt oder nicht.

Wichtig: Hier geht es nicht um die Profifotografie von Vögeln mit Teleobjektiven für mehrere tausend Euro sondern im Grundlagen für einen Einsteiger.

Starten wir mit der Ausrüstung:

Ausrüstung für die Vogelfotografie

Klar, um Vögel zu fotografieren ist eine Kamera unerlässlich. Wenn du noch keine hast, dann empfehle ich dir mit einer spiegellosen Systemkamera zu starten. Um gute Aufnahmen in der Vogelfotografie zu bekommen sollte die Kamera schnell sein und einen guten Autofokus haben. Von Canon gibt es beispielsweise die EOS R10 oder die EOS R7. Beides sind ausgezeichnete Kameras für Vögel. Wenn du lieber mit Vollformat-Kameras arbeiten möchtest, dann sei dir die Canon EOS R5 ans Herz gelegt, die jedoch sehr teuer ist. Unabhängig, welche dieser Kameras du nutzen möchtest – alle erkennen und fokussieren Tiere, bzw. Tieraugen zuverlässig und schnell.

Günstigste Einsteigerkamera für die Vogelfotografie
Canon EOS R10 Systemkamera* Canon EOS R10 Systemkamera*
3.8
949,00 €

Die Canon EOS R10 ist die perfekte Einsteigerkamera für alle, die Wert auf Leistung und Qualität legen. Die spiegellose Kamera schafft 15 Bilder in der Sekunde. Das Dual Pixel CMOS AF II Fokussystem sorgt für eine präzise Schärfe und bringt Funktionen wie Motivverfolgung und Augen- und Tierautofokus mit.

Vorteile:
  • Sehr gute Allround-Kamera für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Klein und leicht
  • Klappdisplay
  • sehr gute Bildqualität
  • sehr guter Autofokus
Nachteile:
  • Derzeit kaum RF-S Objektive verfügbar
Details:
  • 24 Megapixel APS-C Sensor
  • 15 Bilder pro Sekunde
  • 4K Video
Einzelbewertung:
  • Bildqualität: 7/10
  • Handling: 8/10
  • Geschwindigkeit: 7/10
  • Autofokus: 9/10
  • Ausstattung: 7/10
  • Videofunktionen: 7/10
05/12/2024 07:37 pm GMT
Sehr schnell und zuverlässig
Canon EOS R7* Canon EOS R7*
4.1
1.549,00 €

Die beste APS-C Systemkamera die es derzeit von Canon gibt. Für Profis und ambitionierte Hobbyfotografen gebaut, die zuverlässig arbeiten müssen und das Beste aus ihren Motiven herausholen wollen. Der Autofokus und die Geschwindigkeit sind eine Klasse für sich. Die EOS R7 ist perfekt für Sport- oder Tieraufnahmen eignet. Sehr zu empfehlen!

Vorteile:
  • Vergleichsweise günstig
  • Extrem schnelle Kamera
  • Ideal für Sport- und Tierfotografie
  • zwei Kartenslots
  • schwenkbares Klappdisplay
  • Hochauflösende Profi-Systemkamera mit extrem gutem Autofokus
  • sehr gutes Rauschverhalten
  • Arbeitet auch sehr gut mit adaptieren Canon EF-Objektiven
  • sehr gute Ergonomie
  • sehe gute Videoeigenschaften
  • integrierter Bildstabilisator
  • Durch die hohe Auflösung exzellente Crop-Möglichkeiten
Nachteile:
  • Derzeit kaum APS-C Objekitve verfügbar
Details:
  • 32,5 Megapixel
  • APS-C Sensor
  • Serienbildrate:15 / 30 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
  • DIGIC X Bildprozessor
  • 4K 60 fps intern
  • 1080p mit 120 fps
  • Natives ISO von 100 bis 32000
  • zwei UHS-II SD Speicherkartenplatz
  • Dual Pixel CMOS AF II
  • 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
  • 530 Gramm leicht
  • Klapp- und schwenkbares Display
  • Sensorbasierte Bildstabilisierung
Einzelbewertung:
  • Bildqualität: 9/10
  • Handling: 7/10
  • Geschwindigkeit: 8/10
  • Autofokus: 9/10
  • Ausstattung: 8/10
  • Videofunktionen: 8/10
Buttons:
05/12/2024 07:35 pm GMT

Um die Vögel mit ausreichend Abstand noch groß genug abzubilden benötigst du außerdem ein Teleobjektiv, vorzugsweise ab 300mm. Diese Objektive sind leider teuer, aber es gibt einige, günstigere Alternativen, ohne gleich vierstellige Beträge auszugeben.

Ich möchte sie dir für Canon kurz vorstellen:

Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary* Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary*
999,99 €
  • Funktionelles Tele-Zoom Objektiv der C (Contemporary)-Produktlinie
  • Leichte und kompakte Konstruktion für bequeme Transportfähigkeit
  • Intelligenter OS mit neuem Algorithmus
  • Wasser- und ölabweisende Beschichtung und staub- und spritzwassergeschützter Anschluss
Vorteile:
  • hoher Zoombereich
  • Bildstabilisator
Nachteile:
  • schwer
02/23/2024 12:56 pm GMT
Sehr gutes Einsteiger Superteleobjektiv
Canon RF 800mm F11 IS STM* Canon RF 800mm F11 IS STM*
1.149,00 € 999,00 €

Vergleichsweise klein und bezahlbar. Mit dem RF 800mm F11 IS STM hat Canon ein Objektiv auf den Markt gebracht, dass sich ideal für Safaris, für Reisen und für den Einstieg in die Tierfotografie eignet.

Vorteile:
  • Sehr lange Brennweite
  • Kompakt
  • Starker Stabilisator
  • Im Gegensatz zu anderen 800mm Objektiven günstig
Nachteile:
  • Fixe Blende 11
  • Hohe ISO Werte nötig
Details:
  • Superteleobjektiv
  • Ca. 1,3 kg
  • Leichtes und kleines Superteleobjektiv für Einsteiger
  • Sehr starker Bildstabilisator ermöglicht Bilder aus der freien Hand
  • Sehr gute Bildschärfe
03/04/2024 10:00 pm GMT
Gut und bezahlbar
Canon Objektiv RF 100-400mm F5.6-8 is USM Supertele-Objektiv Canon Objektiv RF 100-400mm F5.6-8 is USM Supertele-Objektiv

Einfaches und vergleichsweise günstiges Superteleobjektiv für Kameras aus dem Canon EOS R System.

Das Verhalten von Vögeln beobachten

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Eine Blaumeise – fotografiert aus 2 Meter Entfernung mit einem 250mm Objektiv

Vögel besitzen individuelle Verhaltensweisen und wenn du dich falsch verhältst, kann dir schnell das perfekte Motiv durch die Lappen gehen. Unterschiedliche Arten zeigen sich mal zugänglicher, mal scheuer. Die Umgebung beeinflusst ihre Reaktionen – lerne, dies zu deinem Vorteil zu nutzen.

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In städtischer Umgebung sind Vögel durch ihre Nähe zu Menschen zutraulicher und du kannst hier deine ersten Motive leichter wagen, als in der freien Natur. Stößt du jedoch in landwirtschaftlichen Gebieten auf sie, sind Fluchtreaktionen bei kleinsten Störungen wahrscheinlich. Einige Arten sind nur morgens und abends aktiv und während des Tages kaum anzutreffen

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Saatkrähen sind bei uns auf dem Land extrem scheu und fliegen bereits ab 15m Distanz davon.

Störche kann man beispielsweise hervorragend im Sommer zur Erntezeit auf Weizenfeldern bei der Suche nach Futter fotografieren, da sie direkt hinter dem fahrenden Mähdrescher nach aufgescheuchten Mäusen jagen.

Etwas Insiderwissen über Vogelarten kann also entscheidend sein, damit du diese überhaupt vor die Linse bekommst. Jahreszeitliche Veränderungen beeinflussen das Erscheinungsbild der Vögel, was sich besonders während der Brutzeit in farbenprächtigem Gefieder widerspiegeln kann.

Geduld ist der Schlüssel der Vogelfotografie

Die Versuchung ist groß: Du siehst einen Vogel, und entweder rattert deine Kamera im Serienbildmodus los oder du läufst auf den Vogel zu, um eine bessere Position zu bekommen. Und dann ist dein Motiv sofort wieder weg.

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Canon EOS R7

Doch wahre Vogelfotografie erzählt mehr als nur von der Anwesenheit des Tieres. Sie fängt Licht, Emotion und eine passende Szenerie ein, die die Schönheit des Vogels perfekt unterstreicht. Um solche Bilder einzufangen, brauchst du Ruhe und Geduld. Versuche, das gesamte Bild zu erfassen und überprüfe, ob eine andere Perspektive oder Lichtsituation deine Aufnahme verbessern könnte. Eine überhastete Serie von Schnappschüssen ist meist weniger wertvoll als ein einziger, durchdachter und gut komponiertes Foto.

Kameraeinstellungen

Die Vogelfotografie erlaubt es nicht, ein Set an Einstellungen vorzunehmen und den Rest des Tages unverändert weiterzufotografieren. Jedes Szenario ist einzigartig: ein helles Federkleid vor dunklem Hintergrund erfordert andere Einstellungen als ein dunkleres Tier vor hellem Hintergrund. Wichtig ist daher, immer die momentan gewählten Einstellungen im Kopf zu behalten und sich deren Auswirkungen auf das Ergebnis bewusst zu sein.

Aber eines hat die Vogelfotografie immer: schnelle Belichtungszeiten. Fotografiere Vögel im Idealfall immer mit 1/1000 Sekunde oder noch schneller, um scharfe Fotos zu bekommen und Bewegungen einzufrieren. Hilfreich ist im TV (oder auch T)- Modus zu arbeiten und dort die Belichtungszeit von mindestens 1/1000 Sekunde fix einzustellen.

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Die schnellen Bewegungen kleiner Vögel machen schnelle Belichtungszeiten nötig.

Fokus und Belichtungseinstellungen müssen oft von einem Motiv zum nächsten angepasst werden, da sich Situationen rasch ändern können. Starte daher unbedingt mit ruhigen, statischen Motiven. Vögel im Flug zu fotografieren ist sehr anspruchsvoll und braucht sehr viel Übung. Und auch die richtigen Fokuseinstellungen.

Hier helfen dir zum Glück die guten, spiegellosen Kameras mit sehr gutem Autofokus enorm weiter.

Übe an heimischen, häufigen Vogelarten

Bevor du dich auf den Weg machst, das perfekte Foto von einem Eisvogel zu machen, solltest du zuerst an den häufiger auftretenden Garten- und Singvögeln üben. Der Vorteil hier ist, dass du deutlich öfter Motive findest und dadurch viel praxisnahe Erfahrung sammelst.

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Eine Elster, fotografiert mit der EOS R7 durch ein paar Äste hindurch

Und nur weil es sich um alltägliche Vögel handelt, müssen die Fotos nicht gleich langweilig sein. Denn wenn die Gesamtkomposition – aus Lichtverhältnissen, Hintergrundgestaltung und Bewegungen – das Motiv eindrucksvoll in Szene setzt, kann auch ein Haussperling oder eine Amsel eindrucksvoll fotografiert werden.. Bedenke, dass das perfekte Bild nicht allein durch sein Hauptmotiv, sondern durch das feine Zusammenspiel aller Bildelemente entsteht. Versuche dich daher unbedingt an der Fotografie „gewöhnlicher“ Vögel.

So kannst du dich Vögeln annähern

Das größte Problem in der Vogelfotografie lautet: „Wie nähere ich mich einem Vogel, um ihn zu fotografieren?“ Es gibt ein paar mögliche Wege, die dir dabei helfen, dich erfolgreich näher an Vögel heranzuschleichen:

  • Merke dir Lieblingsplätze der Vögel. Findet man viel Vogelkot an einer Stelle, so ist das ein Anzeichen dafür, dass hier ein Vogel ein bevorzugtes Plätzchen gefunden hat.
  • Nähere dich einem Vogel nie im Stehen: Kriechen oder geduckt gehen wirkt weniger bedrohlich.
  • Lass dir Zeit: Zu schnelles, hastiges Heranschleichen führt dazu, dass der Vogel das Weite sucht. Nutze daher langsame und ruhige Bewegungen um dich zu nähern. Das erhöht deine Chancen für eine gelungene Aufnahme.
  • Erkenne die Anzeichen von Stress bei einem Vogel: Wenn Vögel Umherblicken und tief Einatmen, dann sind das Warnsignale für einen bevorstehenden Abflug. In solchen Momenten solltest still stehen bleiben und dich nicht bewegen, denn eventuell könnte sich der Vogel wieder beruhigen.

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Ein Turmfalke, der mich ganz genau im Auge behalten hat.

Nachträglich Beschneiden, um den Vogel noch näher heranzuholen

Wenn du mit einer Kamera arbeitest, die eine hohe Megapixelanzahl hat, dann kannst du durch nachträgliches Vergrößern deines Fotos den Vogel näher heranholen. Dadurch kannst du den Fokus auf das Motiv lenken. Aber du solltest den Beschnitt nicht zu groß wählen, da sonst die Bildqualität leidet.

  1. Vermeide übermäßigen Beschnitt, besonders bei Bildern mit niedriger Auflösung, da dies die Qualität wesentlich verringert.
  2. Lasse noch Raum im Foto um deinem Motiv einen Rahmen zu geben

Vögel in der Bewegung fotografieren

Ein statisches Foto kann beeindrucken, aber wirklich lebendig wird eine Aufnahme, wenn sie einen Vogel im Flug zeigt. Das ist nicht einfach und du musst dich in Geduld üben und vor allem auch Glück haben.

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  • Beobachte den Vogel – Kenntnisse über das Verhalten des Vogels helfen dir, ihre Handlungen vorherzusehen und im perfekten Moment auszulösen.
  • Auch wenn es schwer ist – lass dir Zeit und übe, übe übe – Vögel im Flug zu fotografieren ist anspruchsvoll und braucht Erfahrung.
  • Nutze unbedingt den kontinuierlichen Autofokus mit Motiverkennung. Experimentiere mit verschiedenen Fokuseinstellungen. Beispielsweise kannst du bei Canon einstellen, dass in Fokusfeld eintretende Objekte sofort fokussiert werden.

Das war es erstmal mit den Tipps zur Vogelfotografie. Lass´ mir doch gerne einen Kommentar da – ich antworte bestimmt!

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