Portraitobjektiv: Welches Objektiv für Portraits? Top 10 (beste Festbrennweiten)

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Hier dreht sich alles um das Portraitobjektiv: Du willst wissen, welches Objektiv für Portraits gut ist? Dann ist dieser Beitrag genau richtig für Dich! Besonders der Fotografie-Einsteiger stellt sich oft die Frage, welches Objektiv man sich am besten für die Portraitfotografie kaufen sollte.

Auf diese Frage gibt es erst einmal keine wirklich richtige Antwort, jedoch kann man durchaus sagen, dass man seine Portraitobjektive danach aussuchen sollte, was man hauptsächlich fotografieren möchte.

Achtung: Der heutige Beitrag beschäftigt sich ausschließlich mit Festbrennweiten, die für die Portraitfotografie am besten geeignet sind, einfach weil diese lichtstarken Objektive im Preis-Leistungsverhältnis gegenüber Zooms einen deutlichen Vorteil haben und zudem auch das aktive Komponieren eines Fotos wesentlich besser fördern als Zoomobjektive.

#Transparenz

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Kann man nicht jedes Objektiv als Portraitobjektiv nutzen? Nun, es gibt hier kein richtig oder falsch – natürlich kann man auch ein 16mm Weitwinkel als Portrait Objektiv nutzen – allerdings spricht dieser Look dann wohl eher die wenigsten an.

Portrait Objektiv – warum fixe Brennweiten?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Objektive mit festen Brennweiten sind deutlich einfacher zu konstruieren und dadurch häufig günstiger und wesentlich lichtstärker als Zooms mit vergleichbaren Brennweiten. Doch warum ist das so? Nun, bei diesen Objektiven ist die Brennweite durch Ihre Konstruktion fest vorgegeben. Man hat also immer den gleichen Bildausschnitt und kann diesen, im Gegensatz zu Zoomobjektiven, nicht verändern. Dadurch kann die komplette Objektiv-Konstruktion auf die fixe Brennweite optimiert und eine optimale Bildqualität erreicht werden.

Hier hast du noch einmal die Vorteile einer fixen Brennweite als Portrait-Objektiv im Überblick:

  • Große Blendenöffnung – sie sind lichtstark und eignen sich dadurch hervorragend als Portraitobjektiv denn sie ermöglichen einfacheres Freistellen bei Portraits
  • Preislich attraktiv – Festbrennweiten sind oft günstiger als Zooms und sind dadurch ideale Portraitobjektive für den Einstieg
  • Gute Schärfe bis zum Rand – diese Objektive besitzen oft eine bessere Abbildungsleistung als ein vergleichbares Zoomobjektiv

Brennweite in der Portraitfotografie

Portraitobjektiv: Welches Objektiv für Portraits? Top 10 (beste Festbrennweiten) 1
Brennweite Portrait: Vergleich für die unterschiedliche Wirkung von Portraitobjektiven mit kurzen und langen Brennweiten. Kurze Brennweiten verzerren Gesichter und lassen Nasen größer werden. Sehr lange Brennweiten stauchen und machen Gesichter „fülliger“. Daher ist es wichtig ein Portraitobjektiv mit der richtigen Brennweite zu nutzen.

Egal ob du ein klassisches Portrait oder ein Ganzkörperportrait fotografieren willst: Sicher hast du schon einmal gehört, das man typischerweise für solch ein Portrait Brennweiten im Bereich von 50 bis 135mm nutzt. Bevor wir uns aber mit der Wirkung unterschiedlicher Brennweiten in der Portraitfotografie befassen, möchte ich zuerst ein paar Basics zum Thema Brennweite erklären:

Was ist die Brennweite? Die Brennweite steht für die Entfernung des Ebene des Bildsensors und der Objektivebene. Unterschiedliche Brennweiten bilden hierbei entsprechend einen unterschiedlichen Bildwinkel ab. Große Brennweiten haben kleine Bildwinkel, kleine Brennweiten einen großen Bildwinkel.

Wenn dir das zu kompliziert ist, dann kann man das auch noch etwas einfacher erklären, aber achtung – der folgende Abschnitt ist wirklich sehr stark vereinfacht:
Stellt euch die Brennweite einfach so vor: je größer die Brennweite, desto näher seid ihr am zu fotografierenden Objekt dran, da ihr mit einer langen Brennweite in einen kleineren Bereich „hereinzoomt“.

Je kleiner/kürzer der Wert der Brennweite, desto „weiter weg“ ist alles und ihr bekommt „mehr Umgebung“ auf das Foto. Also: eine große/lange Brennweite (Zum Beispiel 200mm) vergrößert euer Motiv, bzw. holt es näher an euch ran. Eine kleine Brennweite macht es kleiner und ermöglicht die Aufnahme von mehr Umgebung. Dieser Effekt ist wichtig für die Wahl eines passenden Portraitobjektivs.

Wie kann ich mir die Auswirkungen unterschiedlicher Brennweiten von Portraitobjektiven auf ein bestimmtes Portrait vorstellen?

Wenn ich hier von der Portraitfotografie spreche, dann meine ich damit vor allem zwei Dinge: Die zu portraitierende Person soll möglichst unverzerrt abgebildet und freigestellt – also vom Hintergrund separiert werden. Dieses Unterfangen lässt sich in der Portraitfotografie mit Festbrennweiten besonders einfach realisieren.

Welches Portrait Objektiv lohnt sich für Einsteiger?

50mm Portrait Objektiv

Portrait 50mm Objektiv
Ein 50mm Portrait: Es wurde mit einem lichtstarken 50mm Objektiv bei Blende 1.4 fotografiert. Hier wurde zudem nur mit dem verfügbaren Licht der Umgebung gearbeitet, um das Porträt zu erstellen.

Egal mit welcher Kamera-Marke ihr fotografiert – das wohl häufigste Einstiegs-Portrait Objektiv ist ein 50mm f/1.8.

Dieses Objektiv besitzt ein unglaublich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, da es für Objektiv-Hersteller relativ einfach zu konstruieren ist. Es hat auf kurzer Distanz ein gutes Freistellungspotential und da 50mm eine „Normalbrennweite“ ist, bildet es Objekte in Größe und Proportionen ähnlich ab, wie der Mensch sieht. Zumindest kann man es sich so vorstellen.

Die Offenblende von f/1.8  lässt fast viermal mehr Licht auf den Sensor fallen, im Vergleich zu den meisten Kitobjektiven. Durch die große Blendenöffnung kann die Schärfeebene besonders klein gehalten werden, was perfekt für Portraits ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses Portrait Objektiv leicht und relativ klein ist, somit eignet es sich auch u.A. für Streetfotografie oder für Reisen. 50mm Objektive gibt es auch noch in lichtstärkeren Profi-Versionen. Die meisten 50mm Objektive haben eine Lichtstärke von f/1.4. Canons 50mm Portrait Objektive aus der L Serie schaffen sogar f/1.2.

Mir persönlich langt aber ein 1.4er für die Portraitfotografie. In meinem Kamerarucksack befindet sich immer ein Sigma 50mm 1.4 Art* , dass auch bei Offenblende sehr scharf abbildet und ein sehenswertes Bokeh bietet.

Beliebte 50mm Portrait Objektive nach Kameramarke

50mm Portrait Objektiv für Canon
  • Canon EF 50mm 1.8 STM* – Wohl das Canon Portraitobjektiv für Einsteiger schlechthin. Es kostet gerade mal 100€. Dieses Portraitobjektiv ist zudem sehr leicht und klein.
  • YONGNUO YN50mm F1.8* – Eine Art Nachbau vom Canon 50mm 1.8 Portraitobjektiv – made in China – dennoch sehr beliebt, für knapp 60€ zu haben.
  • Sigma 50mm 1.4 Art* – Eines der schärfsten 50mm Objektive mit wunderschönem Bokeh – nutze ich selber sehr oft.
  • Canon EF 50mm 1.2* – Wahnsinns Offenblende von 1.2 – ein Traum für Portraits, leider nicht ganz so scharf – dafür relativ klein und leicht.
50mm Portrait Objektiv für Nikon
50mm Portrait Objektiv für Sony
  • Sony SEL-50F18F* – Sonys „Nifty-Fifty“ – leider nicht ganz so günstig, wie bei Canon.
  • Samyang 50/1,4 FE* – beliebtes 50mm mit Offenblende von 1.4 und exzellenter Schärfe.
  • Sigma 50mm 1.4* – Eines der schärfsten 50mm Objektive mit tollem Bokeh – nutze ich selber sehr oft.

Beispielportraits von 50mm Objektiven

85mm Portrait Objektive

Ein Portrait, dass mit einem 85mm Objektiv fotografiert wurde
Ein Portrait, dass mit einem 85mm Objektiv bei Blende 1.8 fotografiert wurde. Das 85mm Objektiv kann wohl als eines der meistgenutzten Portraitobjektive bezeichnet werden.

Die wohl meistgenutzte Festbrennweite für Portraits ist wohl das 85mm Objektiv. Mit dem 85mm Objektiv erhält man eine großartige Freistellung und durch den leichten Tele-Effekt schmeichelt diese Brennweite besonders dem Portraitierten.

85mm Objektive erzeugen ein unglaublich schönes Bokeh – zumindest die meisten. Günstigere 85mm Objektive haben oft eine Blende von f/1.8 und sind dadurch noch relativ leicht und klein.

Die Profiausführungen mit Lichtstärke f/1.4 oder gar f/1.2 legen ordentlich an Größe und Gewicht zu und kosten gegenüber den Einsteigermodellen oft das vier- bis achtfache, haben jedoch ein extremes Freistellungspotential, was den Look eines guten Portraits noch verstärkt.

Ich persönlich nutze 85mm Objektive eher selten. Es ist jedoch die Lieblingsbrennweite meiner Frau und sie fotografiert Portraits ausschließlich mit einem 85mm Objektiv.

Beliebte 85mm Portrait Objektive nach Kameramarke

85mm Portrait Objektive für Canon
  • Canon EF 85mm 1.8 USM* – beliebtes Portrait Objektiv Canon: relativ günstiges 85mm Portraitobjektiv. Wurde von meiner Frau sehr lange benutzt.
  • Tamron SP 85mm 1.8 VC* – unglaublich scharfes 85mm Portrait Objektiv mit sehr schönem Bokeh und einem exzellenten Bildstabilisator. Nutzen wir derzeit oft auf Hochzeiten.
  • Sigma 85mm 1.4 Art* – ebenfalls ein beliebtes Portraitobjektiv – schwer und groß – dafür extrem gute Bildqualität bei Offenblende.
  • Canon 85mm 1.2 II L USM* – Der Klassiker von Canon – erzeugt bei Blende 1.2 ein traumhaftes Bokeh – durch den langsamen Fokus jedoch nur im kontrollierten Umfeld gut nutzbar.
85mm Portrait Objektive für Nikon
85mm Portrait Objektive für Sony
  • Sony SEL-85F18F* – Einsteiger 85mm Sony Portrait Objektiv
  • Samyang 85/1,4 FE* – Koreanisches Portraitobjektiv. klein und leicht, Schwächen in der Schärfe bei Blende 1.4
  • Sigma 85mm 1.4 Art* – ebenfalls ein beliebtes Portraitobjektiv – schwer und groß – dafür extrem gute Bildqualität bei Offenblende.

Beispielportraits mit 85mm Objektiven

 

Portrait Objektive für Fortgeschrittene

35mm Portrait Objektive

Portrait 35mm Objektiv
35mm Portrait der Musicaldarstellerin Olivia Delaure, dass mit einem Sigma 35mm Objektiv fotografiert wurde, um etwas Umgebung in das Portrait einzubeziehen

35mm Objektive werden ebenfalls oft für Portraits genutzt. 35mm ist eine typische Brennweite, die vor allem in der Reportagefotografie und auf Hochzeiten eingesetzt wird.

Durch den leichten Weitwinkel-Look vom 35mm Objektiv ist es möglich, die portraitierte Person perfekt im Kontext zur Umgebung zu fotografieren. Nützlich ist das besonders, wenn die portraitierte Person einen Bezug zur Umgebung hat.

Man sollte jedoch aufpassen, dass nichts Richtung Kamera oder an den Rand gestreckt wird, da der Weitwinkel-Effekt des 35mm Objektivs sonst die Proportionen verzerrt.

Die Freistellung von Personen wird bei 35mm Objektiven am besten durch geringe Abstände zum Model erzeugt. Aber Achtung: Aus einigen Perspektiven kann das mit 35mm unter Umständen sehr unvorteilhaft aussehen. So sehen Köpfe beispielsweise viel größer aus, wenn man von schräg oben fotografiert (Siehe letztes Beispielfoto unten).

Günstige 35mm Objektive starten üblicherweise mit einer Lichtstärke von f/1.8.  Teurere 35mm Objektive lassen 2/3 mehr Licht auf den Sensor fallen, sprich es handelt sich hierbei um Objektive mit einer Blende von f/1.4.

Mein 35mm Objektiv (Canon 35mm 1.4 II L USM) ist ebenfalls ein treuer Begleiter auf allen Fotoaufträgen.

Beliebte 35mm Portrait Objektive nach Kameramarke

35mm Portrait Objektive für Canon
  • Canon EF 35mm 2.0 IS STM* – kleines und leichtes 35mm Objektiv von Canon mit Bildstabilisator.
  • Sigma 35mm 1.4 Art* – Dieses 35mm Objektiv der Art Serie von Sigma, hatte ich selber sehr lange im Einsatz.
  • Tamron SP 35mm 1.8 VC* – Stabilisiertes 35mm Objektiv das nicht so schwer ist.
  • Canon 35mm 1.4 II L USM* – Canons 35mm Objektiv für Profis – atemberaubende Schärfe bereits bei Blende 1.4 – nutze ich fast täglich. Leider sehr teuer – aber die Ausgabe lohnt sich.
35mm Portrait Objektive für Nikon
35mm Portrait Objektive für Sony

Beispielportraits mit 35mm Objektiven

40 & 45mm Portrait Objektive

Auch eine etwas exotischere Brennweite, die noch besser die Sichtweise des Menschen interpretiert, die etwa 42mm entspricht. Der Unterschied zu 50mm Objektiven ist jedoch wirklich sehr gering, daher ist meine persönlich Meinung, dass diese Festbrennweiten eher selten genutzt werden.

Beliebte 40 & 45 mm Portrait Objektive nach Kameramarke

40 & 45mm Portrait Objektive für Canon
40 & 45mm Portrait Objektive für Canon
40 & 45mm Portrait Objektive für Canon

90mm Objektive

Auch eine beliebte Brennweite – nicht nur unter Makrofotografen – jedoch eher sehr selten anzutreffen und durch die Anfangsöffnung von 2.8 bietet diese Festbrennweite für klassische Portraits weniger Freistellpotentail als ein 85mm Objektiv. Durch die Makrofunktionalität kann man sehr dicht an sein Model heran und somit beispielsweise nur die Augen fotografieren.

Beliebtes 90 mm Portrait Objektiv nach Kameramarke

90mm Portrait Objektiv für Canon
90mm Portrait Objektiv für Nikon
90mm Portrait Objektiv für Sony

100 & 105mm Portrait Objektive

Portrait 105mm Objektiv
Ein Portrait von Clemens, dass ich mit einem 105mm Objektiv bei Blende 1.4 gemacht habe

Mit 105mm hat man eine Festbrennweite, die sich genau in der Mitte der leichten Teleobjektive befindet. 105mm Objektive stellen etwas mehr frei, als ein 85mm Objektiv und sind unter vielen Fotografen ein kleiner Geheimtipp.

Man kann noch problemlos mit dem Model kommunizieren und hat einen unglaublichen Bildlook! Die 105mm Variante von Sigma hat eine Offenblende von 1.4 und trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Bokeh-Meister“!

105mm Objektiv Sigma Art mit Blende 1.4
Ledier sehr schwer und groß: Das 105mm Objektiv Sigma Art mit Blende 1.4 – Ein Traum was die Bildschärfe und das Bokeh angeht.

Leider sind 105mm Festbrennweiten sehr teuer, recht selten und daher eher als speziell einzustufen. Ich besitze eines von Sigma und liebe den plastischen Bildlook bei Blende f/1.4 und nutze dieses Objektiv besonders bei Portraits und auf Hochzeiten beim Paarshooting.

Leider gibt es einen ganz großen Nachteil: Dieses Objektiv ist sehr schwer und sehr groß im vergleich zu anderen Festbrennweiten.
Mein 105mm 1.4 Objektiv von Sigma wiegt beispielsweise über 1,5kg und hat einen Frontlinsendurchmesser von sagenhaften 10,5cm!

Als Alternative zum wuchtigen 105mm Objektiv gibt es von Canon noch ein 100mm Makroobjektiv mit Offenblende 2.8, dass sich ebenfalls perfekt für Portraits eignet und einen ähnlichen Bildlook hat. Das 100mm Objektiv ist auch bei vielen Hochzeitsfotografen extrem beleibt, die es dann auch vorrangig für Portraits nutzen.

Beispielportraits mit 105mm Objektiven

Beliebte 100 und 105 mm Portrait Objektive nach Kameramarke

100 & 105mm Portrait Objektive für Canon
  • Canon EF 100mm F2.8 L IS USM* – eines der schärfsten Portrait Objektive von Canon aus der L-Serie für den EF Mount.
  • Sigma 105mm 1.4 Art* – Der Bokeh-Meister mit herrausragender Schärfe. Bei Blende 1.4 kann man reingezoomt die Wimpern des Models zählen. Dieses Objektiv erzeugt einen unvergleichlichen Bildlook. Ich nutze es für Portraits und bei (Braut-)Paarshootings. Leider mit 1,5kg sehr schwer und mit 10,5cm Fronstlinsendurchmesser kann man sein Model schon ordentlich einschüchtern.
100 & 105mm Portrait Objektive für Nikon
  • Nikkor 105mm 1.4* – eines der schönsten Portrait Objektive von Nikon. Leichter und kleiner als das Sigma mit sehr guter Schärfe
  • Sigma 105mm 1.4 Art* – Der Bokeh-Meister mit herrausragender Schärfe. Bei Blende 1.4 kann man reingezoomt die Wimpern des Models zählen. Dieses Objektiv erzeugt einen unvergleichlichen Bildlook. Ich nutze es für Portraits und bei (Braut-)Paarshootings. Leider mit 1,5kg sehr schwer und mit 10,5cm Fronstlinsendurchmesser kann man sein Model schon ordentlich einschüchtern.
100 & 105mm Portrait Objektive für Sony
  • Sigma 105mm 1.4 Art* – Der Bokeh-Meister mit herrausragender Schärfe. Bei Blende 1.4 kann man reingezoomt die Wimpern des Models zählen. Dieses Objektiv erzeugt einen unvergleichlichen Bildlook. Ich nutze es für Portraits und bei (Braut-)Paarshootings. Leider mit 1,5kg sehr schwer und mit 10,5cm Fronstlinsendurchmesser kann man sein Model schon ordentlich einschüchtern.

135mm Portrait Objektive

135mm Portrait Objektiv
135mm Portrait: Dieses Foto wurde mit dem Canon 135mm Objektiv und Blende 2 fotografiert.

Das 135mm Portrait Objektiv ist eine oft unterschätzte, wenn nicht sogar unbekannte Brennweite, die einen magischen Bildlook kreieren kann. Durch den recht hohen Teleeffekt ist diese Brennweite jedoch nur bedingt in Räumen und Studios einzusetzen und das 135mm Objektiv erschwert durch die große Distanz die Kommunikation mit dem Model schon sehr.

Es ist jedoch eine meiner Lieblings-Telebrennweiten, besonders auf Hochzeiten. Die Vorteile sind eine sehr gute Freistellung, bei passenden Hintergründen große, schöne Unschärfekreise und das geringe Gewicht für so viel Tele (Zumindest in der Canon L Version).

Die Anschaffungskosten für ein 135mm Portrait Objektiv liegen im mittleren Preissegment. Da es sich bei der Brennweite jedoch eher um ein exotischeres Objektiv handelt, ist es nicht bei jedem Kamerahersteller zu erhalten.

Beispielportraits mit 135mm Objektiven

Beliebte 135 mm Portrait Objektive nach Kameramarke

135mm Portrait Objektive für Canon
  • Canon 135mm 2.0 L USM* – sehr leichtes und scharfes Tele, dass extrem schnell fokussiert und somit auch neben der Portraitfotografie für die Reportage genutzt werden kann.
  • Sigma 135mm 1.8 Art* – extrem scharfes Objektiv mit etwas Gewicht – dafür Offenblende von 1.8 und grandiosem Bokeh.
  • Samyang 135mm 2.0* – günstiges Tele für Portaitfotos mit super Schärfe – leider nur manueller Fokus
135mm Portrait Objektiv für Nikon
  • Sigma 135mm 1.8 Art* – extrem scharfes Objektiv mit etwas Gewicht – dafür Offenblende von 1.8 und grandiosem Bokeh.
135mm Portrait Objektiv für Sony
  • Sigma 135mm 1.8 Art* – extrem scharfes Objektiv mit etwas Gewicht – dafür Offenblende von 1.8 und grandiosem Bokeh.
  • Samyang 135mm 2.0* – günstiges Tele für Portaitfotos mit super Schärfe – leider nur manueller Fokus

200mm Portrait Objektive

Das lange Ende der Festbrennweiten bietet bei 200mm eine extreme Freistellung eures Motivs und auch große Unschärfekreise.

Problematisch ist jedoch der bereits deutlich sichtbare Komprimierungseffekt dieser langen Brennweite. Dadurch wirken Gesichter oft „dicker“ als sie tatsächlich sind, was schnell dazu führen kann, dass sich der Portraitierte auf dem Foto nicht gefällt – zumindest wenn man direkt und frontal fotografiert. Ab 200mm ist ein Bildstabilisator übrigens notwendig, falls man nicht vom Stativ aus fotografiert. Auch wenn es keine Festbrennweiten mehr sind – die Liste enthält in diesem Brennweitenbereich nur Zoomobjektive mit Stabilisierung. Warum? Weil die optische Qualität dieser Objektive kaum Unterschiede gegenüber einer Festbrennweite hat.

Beliebte 200 mm Portrait Objektive nach Kameramarke

200mm Portrait Objektiv für Canon
200mm Portrait Objektiv für Nikon

Fazit: Portrait Objektiv – Festbrennweiten

Mit den unterschiedlichen Festbrennweiten kann man immer für einen komplett anderen Bildlook sorgen. Wenn man weiß damit umzugehen, dann kann man seine Portraits durchaus interessanter gestalten. Ich hoffe meine Übersicht konnte dir helfen. Was ist dein Lieblings-Portrait Objektiv und warum? Lass´ mir doch gerne einen Kommentar da!

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8 Kommentare zu Portraitobjektiv: Welches Objektiv für Portraits? Top 10 (beste Festbrennweiten)

  1. Alex Mai 23, 2020 at 1:53 pm

    Schön verfasst 🙂
    Ideal für Leute die in die Portraitfotografie einsteigen wollen.
    Vor allem weil du hier schön mit Beispielen arbeitest.

    Ich selber habe auch das Sigma 105 1.4…ein echter hammer.
    In allen Belangen.
    Mit dem Sigma 35mm 1.4 Art arbeite ich aber auch sehr gern.
    Den Brennweitenunterschied habe ich durch eine 24-70 2.8er Linse abgedeckt.
    Perfekt für Hochzeiten.

    Viele Grüße

    1. Maxim (Stephan Forstmann) Mai 23, 2020 at 2:17 pm

      Hey Alex,

      danke für dein Lob! Ja das 105er 1.4 ist eines meiner Lieblingsobjektive. Wäre es nur nicht so groß. Dann wäre es auch auf Hochzeiten flexibler einsetzbar.

  2. Michael Mai 24, 2020 at 10:21 am

    Lieber Stephan,

    Du hast Dir sehr viel Mühe mit Deinem interessanten Beitrag gemacht und das meiste trifft uneingeschränkt zu. Leider hast Du aber einige echte Portraitspezialisten übersehen oder kennst sie vielleicht nicht, da sie unter jüngeren Fotografen nicht so bekannt sind.
    Objektive die m.E. in keiner Ausrüstung eines engagierten Portraitfotografen mit Nikon-Ausrüstung fehlen dürfen sind z.B. das 105 2.0 DC oder noch besser das 135 2.0 DC (Defocus Control), bei denen sich wahlweise Vorder- oder Hintergrund bei praktisch allen verwendeten Blenden vollständig auflösen lassen. Außerdem ein 20 1.4 (gibt es von Sigma), 24 1.4 oder 28 1.4, die eine gute Freistellung auch im Weitwinkelbereich ermöglichen, wodurch gerade bei Portrait oder Akt die (soweit passende) Umgebung perfekt einbezogen werden kann, was natürlich etwas (je mehr Winkel, desto mehr) Übung und Erfahrung erfordert.

    Herzliche Grüße

    1. Maxim (Stephan Forstmann) Mai 25, 2020 at 7:33 am

      Hallo Michael,

      danke für deinen Kommentar. Da ich mit Canon aufgewachsen bin, habe ich nur bedingt einen Einblick in die ganzen Nikon-Objektive und meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig 🙂

      Die wirklich kurzen Brennweiten habe ich hier jedoch ganz bewusst weggelassen, da hier ohne Erfahrung und entsprechendem Abstand jeder Portraitierte eine lange Nase bekommen wird.
      Das 20mm 1.4 besitze ich zum Beispiel selbst auch, nutze es aber eher für Reportagen, Landschaften oder auf der Tanzfläche auf Hochzeiten, da es doch schon recht stark verzerrt.

      Die Nikon Linsen, die du erwähnst, schaue ich mir aber auf jeden Fall einmal an!

  3. Marc September 29, 2020 at 4:16 am

    Hey. Vielen Dank für den tollen Beitrag. Gelten die Empfehlungen für Vollform oder APS-C Kameras?

    Ich nutze APS-C und bin unsicher, ob ich mit einem 50er oder 85er in die Portraitfotografie einsteigen soll.

    Was denkst Du?

    1. Maxim (Stephan Forstmann) September 29, 2020 at 2:49 pm

      Hallo Marc,

      ich habe die Liste für Vollformat-Kameras erstellt.

      Bei APS-C würde ich definitiv in der Nähe von 50mm starten, da du mit 85mm schon wirklich sehr nah dran bist und in gewissen Abständen dann die Kommunikation mit dem Model schwer wird.

      Wenn du eine spiegellose APS-C Kamera hast, ist das Sigma Contemporary 56mm 1.4 * eine Empfehlung wert!

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