Hochzeit fotografieren: Anleitung und Tipps zur Hochzeitsfotografie

Du willst deine erste Hochzeit fotografieren und weißt nicht, was auf dich zukommt? Dann ist dieses Tutorial genau richtig für dich! Mit meinem Hochzeitsfotografie-Guide möchte ich dir dabei helfen, erfolgreich deine erste Hochzeit zu fotografieren.

Ich gebe in meiner Hochzeitsfotografie-Anleitung Tipps für Anfänger und erkläre dir, welche wichtigen Schlüsselmomente auf der Hochzeit fotografiert werden müssen.

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Wenn du deine erste Hochzeit fotografieren willst, ist es wichtig zu wissen, was dich als Fotograf überhaupt auf der Hochzeit erwarten wird. Mein Hochzeitsfotografie-Guide gibt dir Tipps, wie du deine erste Hochzeit ohne große Fehler fotografieren kannst.

Du hast doch eine gute Kamera, magst du nicht unsere Hochzeit fotografieren?

Diese Frage kommt dir doch sicher bekannt vor und war wohl bei den meisten Hobbyfotografen die Eintrittskarte in die Hochzeitsfotografie.

Und auch wenn du dich anfangs über die Anfrage des befreundeten Brautpaares freust, merkt du dann schnell, dass das Erstellen von Hochzeitsfotos schon eine echte Herausforderung sein wird und auf deinen Schultern echte Verantwortung liegt. Oft kommen dann schnell die ersten Zweifel, ob man überhaupt die Hochzeit fotografieren und im Eifer des Gefechts die richtigen Kameraeinstellungen schnell genug einstellen kann.

Aber: bleib cool! Du wirst das schon schaffen. Jeder Hochzeitsfotograf hat mal ganz aufgeregt seine erste Hochzeit fotografiert. Mir ging es genauso. Inzwischen sieht es ganz anders aus: Hochzeiten gehören seit 2015 zum Tagesgeschäft und tatsächlich wächst man schnell in diese Aufgabe hinein!

Ich will dir mit meinem Hochzeitsfotografie-Guide helfen und dir vor allem die Aufregung vor der Hochzeitsfotografie zu nehmen. Denn wenn du weißt, was dich als Hochzeitsfotograf so erwartet, wird es dir leichter fallen, deine erste Hochzeit zu fotografieren. Sei gewarnt, im Beitrag „Hochzeit fotografieren“ wird es wirklich sehr ausführlich! Nimm dir also etwas Zeit.

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Erste Hochzeit fotografieren

Hochzeit fotografieren
Hochzeit fotografieren: Auf einer Hochzeit musst du als Fotograf einiges beachten. Du musst in der Hochzeitsfotografie mit deinem Equipment und besonders mit Menschen gut umgehen können. Am wichtigsten ist aber, dass du nie aufdringlich oder hektisch bist und immer einen kühlen Kopf bewahrst!

Wissenswertes zur Hochzeitsfotografie

Damit du nicht ganz blauäugig in deine erste Hochzeit hineinstürzt, ist es wichtig zu wissen, was dich überhaupt erwartet. Erfahrungsgemäß kann ich dir sagen, dass in der Hochzeitsfotografie diese Punkte sehr wichtig sind:

  • Du musst deine Kamera immer absolut sicher bedienen können, um Kameraeinstellungen schnell zu ändern.
  • Du wirst auf Hochzeiten mit den unterschiedlichsten Lichtsituationen konfrontiert, auf die du blitzschnell reagieren musst.
  • Ein verpasster Moment auf einer Hochzeit – beispielsweise bei der Trauung – kann nicht einfach wiederholt werden.
  • Du bist für viele Stunden ununterbrochen hochkonzentriert und musst deine Augen und Ohren überall haben, um keine wichtigen Momente und Hochzeitsfotos zu verpassen.
  • Als Hochzeitsfotograf darfst du unter keinen Umständen aufdringlich oder störend agieren oder etwa in die Trauzeremonie eingreifen.
  • Du wirst einiges an Laufstrecke zurücklegen, wenn du eine Hochzeit fotografierst.
  • Eine Hochzeit ist ein freudiges Ereignis – sei also immer freundlich und lächle.
  • Kenne den Ablauf und die wichtigen Personen der Hochzeit wie Trauzeugen, Eltern etc.
  • Am Tag nach der Hochzeit wird dir wahrscheinlich alles wehtun – a.k.a. „Wedding-Hangover“.

Hochzeitsfotografie Tipps

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Hochzeitsfotografie Tipps: Wirst du deine erste Hochzeit fotografieren, dann werden dir die folgenden Hochzeitsfotografie-Tipps die Arbeit auf der Hochzeit erleichtern.

In folgender Liste findest du zwölf schnelle Tipps zur Hochzeitsfotografie:

  • Schalte den Ton an deiner Kamera ab (Fokusbestätigung) – er wird die Hochzeit sonst nur stören.
  • Als Hochzeitsfotograf arbeitest du am besten immer mit zwei Kameras – dann musst du weniger Objektive wechseln und hast immer ein Backup-Body dabei.
  • Fotografiere die Hochzeit unbedingt im RAW-Format.
  • Mache lieber zu viele Fotos vom gleichen Moment, als zu wenige.
  • Erstelle nicht nur Schnappschüsse, sondern versuche eine Geschichte zu erzählen und komponiere aktiv die Motive auf der Hochzeit.
  • Wechsle so oft es geht die Perspektive.
  • Fotografiere nicht nur das Brautpaar, sondern auch die Gäste.
  • Bereite dich auf das Shooting vor uns erstelle dir ggf. eine Liste mit Posen für die Hochzeitsfotos.
  • Kleide dich wie die Hochzeitsgesellschaft. Dann wirst du weniger auffallen.
  • Schaue nicht ständig aufs Display der Kamera – du wirst sonst Momente verpassen.
  • Nutze in wechselnden Lichtsituationen die Zeitautomatik und Auto ISO.
  • Ziehe bequeme Schuhe an, denn du wirst viel laufen.

Checkliste: Hochzeitsfotografie

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Meine Hochzeitsfotografie-Checkliste hilft dir dabei, dich auf die Hochzeit vorzubereiten.

Wirst du eine Hochzeit fotografieren, hilft dir folgende Checkliste bei der Vorbereitung:

  • Prüfe, ob der Kamera-Sensor sauber ist und führe ggf. eine Nassreinigung durch
  • Prüfe, ob die Akkus geladen sind und ob du genug Akkus eingepackt hast
  • Prüfe ob die Objektive sauber sind
  • Packe alle benötigten Objektive ein
  • Nimm genug leere Speicherkarten mit
  • Packe Blitze und Funkauslöser ein
  • Denk auch an geladene Batterien für die Blitze und packe Ersatzbatterien ein
  • Auch wichtig: nimm etwas Verpflegung mit
  • Vergiss nicht, den Tagesablauf bzw. Zeitplan auszudrucken und mitzunehmen
  • Synchronisiere die Uhrzeit deiner Kameras am Tag der Hochzeit
  • Ziehe saubere, gebügelte Kleidung an
  • Notiere dir wichtige Adressen und packe diesen Zettel ein
  • Kenne die Vornamen des Brautpaares
  • Fahre rechtzeitig zur Hochzeit – plane Pufferzeit für Stau ein

Grundausrüstung für die Hochzeitsfotografie

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Als Hochzeitsfotograf ist es wichtig, eine Grundausrüstung an Kameras, Objektiven und Zubehör zu besitzen.

Willst du eine Hochzeit fotografieren, ist es wichtig, dass du eine gewisse Grundausrüstung hast, um auf alle Situationen entsprechend zu reagieren.

Ich empfehle dir folgende Mindest-Ausrüstung wenn du eine Hochzeit fotografierst:

  • Eine Hauptkamera und eine zweite Backup Kamera – im Idealfall identische Modelle – gute Kameras für Hochzeiten habe ich dir hier aufgelistet: Welche Kamera für die Hochzeitsfotografie?
  • Entweder eine lichtstarke Festbrennweite im Bereich von 35mm bis 50mm oder ein Standardzoom (24-70mm 2.8).
  • Ein Weitwinkelobjektiv für Gruppenfotos mit vielen Personen.
  • Ggf. ein Teleobjektiv
  • Mehrere Ersatz-Akkus
  • Ausreichend Speicherkarten
  • Eine Kameratasche, in die alles reinpasst, und kein „Störfaktor“ auf der Hochzeit sein wird.
  • Zwei ETTL-Master-Slave Aufsteckblitze, die per Funk ausgelöst werden können.
  • Ggf. Blitzstative
  • Reinigungszeug wie Mikrofasertücher und Blasebalg

Mit diesem Grund-Equipment kannst du schon einmal jede Hochzeit ganz gut fotografieren.

Wenn du mehr über das Equipment eines Hochzeitsfotografen erfahren möchtest, dann ist mein Beitrag „Hochzeitsfotografie Equipment: Kameras und Objektive für Hochzeitsfotografen“ vielleicht genau richtig für dich.

Ich empfehle übrigens, keinen Kamerarucksack oder gar einen Koffer zur Hochzeit mitzunehmen, da das optisch einfach nicht zur Feier passt. Es gibt praktische Kamerataschen, die gut aussehen und perfekt für Hochzeiten sind. Beispielweise diese Tasche für gerade mal 44€*.

Weitere, nützliche Gegenstände für Hochzeiten

Diese zusätzlichen Dinge haben es im Laufe der Jahre, in meine Fototasche für die Hochzeitsfotografie geschafft. Alles davon musste ich auch schon mindestens einmal einsetzen:

  • Hitzestift gegen Mücken- und Wespenstiche
  • Eine Zeckenkarte
  • Diverse Pflaster für kleinere und größere Verletzungen
  • Ein Näh-Set, dass es in jedem Hotel gibt
  • Sicherheitsnadeln
  • Medikamente: ua. Schmerztabletten, was gegen Durchfall und Übelkeit
  • Taschentücher

Tatsächlich habe ich auf Hochzeiten schon Brautkleider mit Nadel und Faden reparieren müssen. Ich durfte sogar schon einen sterilen Wundverband für einen Gast nutzen, der mit Kreislaufproblemen kopfüber in einen Rosenbusch gefallen ist. Mücken und Wespenstiche sind ebenfalls recht häufig im Sommer. Zecken findet man auch oft und sollten schnell entfernt werden (Die FSME-Impfung ist als Fotograf übrigens immer empfehlenswert).

Denk dran: Als Hochzeitsfotograf ist nie verkehrt auf alles vorbereitet zu sein!

Hochzeit fotografieren: Infos und Ablauf

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Kennst du den Tagesablauf der Hochzeit, dann wirst du es wesentlich leichter haben, die Hochzeit zu fotografieren, weil du weißt, was dich erwartet.

Hast du deinem Brautpaar zugesagt, ihre Hochzeit zu fotografieren, dann solltest du dich auch mit dem Ablauf der Hochzeit beschäftigen. Die gute Nachricht hierbei ist, dass sich ein Hochzeitstag aus fotografischer Sicht außer der Dauer eigentlich nur selten unterscheidet.

Gehen wir einmal davon aus, dass das Brautpaar dich den kompletten Hochzeitstag als Fotograf dabei haben möchte. Dann wirst du wahrscheinlich circa zehn Stunden lang die Hochzeit fotografieren.

Tagesablauf einer Hochzeit

Am Hochzeitstag selbst wird einiges passieren und es wird einige, wichtige Schlüsselmomente geben, die du auf der Hochzeit fotografieren musst. Die folgende Liste zeigt dir den Tagesablauf und zusätzlich die Situationen, bei denen du als Hochzeitsfotograf ausschließlich Reportage fotografierst (grün) oder Szenen inszenieren und direkt eingreifen kannst (blau):

Das sind die wichtigsten Ereignisse einer Hochzeit, die du fotografieren musst. Und wie du siehst, besteht der Großteil der Hochzeitsfotografie tatsächlich aus reiner Reportage. Gehen wir alle Schlüsselmomente am Hochzeitstag im Detail und Schritt für Schritt durch:

Getting Ready

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Sollst du das Getting Ready auf einer Hochzeit fotografieren, hast du die Möglichkeit mit stimmungsvollen Bildern in die Reportage zu starten.

Das ist der Teil des Hochzeitstages, an dem sich Braut und Bräutigam (oft getrennt voneinander) fertig machen. Hier hast du die Möglichkeit einen Teil der Hochzeit zu fotografieren, der besonders stimmungsvoll ist. Erfahrungsgemäß langt es, die letzten Züge vom Fertigmachen zu fotografieren.

Beim Bräutigam braucht ihr dafür deutlich weniger Zeit. Oft sind die Fotos nach 10-15 Minuten im Kasten.

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Die Brautjungfern helfen der Braut ins Kleid. Bevor ich dieses Szene fotografiert habe, bin ich aus dem Zimmer gegangen, damit die Braut ungestört ihr Kleid überziehen konnte.

Das Getting Ready der Braut dauert länger. Hier würde ich aber auch nur maximal eine halbe Stunde Zeit zum fotografieren einplanen. Schöne Motive sind das Schminken und Frisieren oder wenn die Braut in ihr Kleid steigt (Wenn sie das möchte!). Wichtig ist, vorher mit Braut und Bräutigam abzuklären und zu fragen, was beim Getting Ready fotografiert werden darf, und was nicht – und halte dich daran. Nicht jeder fühlt sich halb nackt vor einer Kamera wohl.

Oft triffst du auch auf sehr aufgeregte Bräute. Hier hilft es, wenn du ein bisschen mit der Braut redest. Sag ihr, wie toll sie aussieht und dass es ein traumhafter Tag werden wird! Auch Smalltalk hilft ungemein, die Aufregung zu minimieren. Vergiss aber nicht, dabei ein paar Fotos zu machen!

First Look

Oft wollen sich die Paare nicht erst in der Kirche und mit der ganzen Verwandtschaft im Hintergrund das erste Mal am Hochzeitstag sehen, sondern wünschen sich diesen Moment nur für sich allein.

Ja, das kann schon ein wenig inszeniert rüberkommen – aber wenn die Beiden das so möchten, dann ist das der richtige Weg für die Beiden.

Hier empfehle ich, eine Telebrennweite ab 85mm zu nutzen, damit das Brautpaar diesen Moment für sich hat und nicht durch dich als Fotograf abgelenkt wird.

Zusätzliche Spannung und Emotionen kannst du aufbauen, wenn die Beiden sich nicht sofort zueinander drehen, sondern noch eine Weile stehenbleiben und den Moment ein paar Sekunden lang genießen.

Trauung

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Während der Trauung werden sich ganz von allein schöne Motive entwickeln.

Einer der Schlüsselmomente, wenn du eine Hochzeit fotografierst ist die Reportage während der Trauung. Egal ob Standesamt, kirchliche Trauungen oder freie Trauungen – Stelle dich immer dem Zeremonienleiter persönlich vor.

Sei höflich und sage dem Pfarrer oder der Standesbeamtin, dass du dich ruhig verhalten wirst. Respektiere seine Arbeit und er wird dich nicht als „Störenfried mit der Kamera“ wahrnehmen. Frage den Pfarrer in der Kirche, was du darfst. Frage aber nicht, was du nicht darfst, denn dann wird dir der Pfarrer mehr verbieten als anders herum.

Im Idealfall lässt du auch den Aufsteckblitz in der Tasche und nimmst eine lichtstarke Brennweite für die Trauung. Ich würde bei schlechten Lichtverhältnissen in der Kirche bei der Trauung lieber noch mit ISO 3200 und Blende 1.4 fotografieren, als durch meinen Blitz die ganze Zeremonie zu stören. Die modernen Kamerasensoren können so hohe ISO-Werte locker verkraften. Ausnahme: zu lange Belichtungszeiten. Versuche immer mindestens eine 1/250 Sekunde Belichtungszeit zu erreichen, um keine Bewegungsunschärfen zu bekommen.

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Achte während der Trauung auch unbedingt auf die Gäste. Oft gibt es da wunderbare Fotomotive. Kinder, Omas und Opas, die Eltern des Hochzeitspaares und die Trauzeugen sollten immer mal beobachtet und fotografiert werden.

Für alle Trauungen gilt: Fotografiere unbedingt das große Ganze. Das heißt, mache nicht nur 500 Fotos vom Brautpaar in der Kirche, sondern fotografiere auch die Reaktionen der Gäste und all das, was sich um das Brautpaar herum abspielt. Denn das Brautpaar wird davon recht wenig mitbekommen und freut sich im Nachhinein umso mehr, wenn sie sehen, was während der Trauung um sie herum so passiert ist.

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Fotografiere auch den Schmuck der Traulocation. Das Brautpaar wird sich bestimmt darüber freuen.

Achte aber auch auf Details und Schmuck an der Traulocation. Dem Brautpaar ist der Schmuck in der Kirche bzw. bei der freien Trauung wichtig gewesen. Daher gehören Fotos davon einfach dazu.

Bewege und verhalte dich während der Zeremonie immer ruhig und unauffällig bzw. nutze einen geeigneten Moment um deine Perspektive zu verändern. Hat deine Kamera einen Silent Modus – nutze ihn unbedingt. Bei spiegellosen Kameras solltest du jedoch darauf achten, dass du keine Streifen (Banding) erzeugst, denn diese Fotos sind nicht mehr zu retten.

Wechsle Objektive nur in Situationen, in denen du weißt, dass du genug Zeit dafür haben wirst. Nichts ist schlimmer, als wenn du einen Moment verpasst und du anfängst noch hektisch ein Objektiv auf die Kamera zu schrauben.

Die folgende Liste zeigt dir die wichtigsten Motive während der Trauung:

  • Einzug der Braut
  • Foto in der Totalen
  • Fotos vom Brautpaar während der Trauung
  • Fotos von den Reaktionen der Gäste während der Trauung
  • Ringübergabe und Ringtausch
  • Kuss
  • Auszug des Brautpaares
Standesamt fotografieren

Beim Standesamt kommen noch Motive wie das Unterschreiben der Ehedokumente, Unterschrift der Trauzeugen und das Überreichen des Stammbuches hinzu. Die Dauer einer Trauung im Standesamt beträgt ca. 20 bis 25 Minuten.
Achte darauf, dass du die Standesbeamtin nicht durch den Serienbildmodus störst und dass du nicht aufdringlich bist.

Kirchliche Trauung fotografieren

Egal ob es eine evangelische oder katholische Trauung ist – bitte sei stets respektvoll und leise. Bei einer kirchlichen Trauung solltest du immer zurückhaltender fotografieren – es handelt sich schließlich um einen Gottesdienst. Renne also nicht hektisch durch die Kirche und sei möglichst unauffällig. Wichtig: Einige Pfarrer/ Pastoren werden dir nicht erlauben bei Gebeten Fotos zu machen. Rede daher vor der Trauung unbedingt mit dem Pfarrer! Die Dauer einer kirchlichen Trauung reicht von 45 bis 60 Minuten – selten auch noch länger.
Zusätzliche Motive bei einer kirchlichen Trauung sind je nach Erlaubnis des Pfarrers die Segnung, Fürbitten, der Gesang, Segnung der Ringe.

Freie Trauung fotografieren

Bei einer freien Trauung wirst du es am einfachsten haben während der Zeremonie gute Fotos zu machen. Denn dich erwarten oft sehr entspannte Traurednerinnen, die sich darüber freuen, wenn das Paar schöne Fotos bekommt. Bei freien Trauungen wird generell viel gelacht und auch geweint – perfekte Bedingungen also für schöne Hochzeitsbilder! Die Dauer einer freien Trauung beträgt in der Regel in etwa 45 Minuten.

Oft kannst du dich bei einer freien Trauung komplett frei bewegen und kannst die unterschiedlichsten Perspektiven wählen. Zusätzliche Motive bei einer freien Trauung sind Rituale, Eheversprechen und ggf. Ansprachen von Trauzeugen / Onkel etc. Fotografiere auch die Rednerin, sie wird sich sicher auch über ein gutes Foto freuen!

Achtung: Findet die Trauung bei hohen Temperaturen und Draußen statt, dann habe ein Auge darauf, dass du nicht die ganze Zeit in der prallen Sonne stehst.

Gratulationen und Sektempfang

Direkt nach der Trauung und dem Auszug des Brautpaares geht es meist zu den Gratulationen über:

Hier kannst du eine wunderschöne Stimmung einfangen, indem du die Gratulationen der Gäste und die Interaktionen mit dem Brautpaar fotografierst.

Geh ruhig nah ran. Dann werden diese Fotos noch besser wirken. Versuche auch ab und zu die Perspektive zu wechseln, damit bei den ganzen Gratulationsfotos keine Langeweile aufkommt.

Oft laufen die Gratulationen mit dem Sektempfang Hand in Hand und es gibt Häppchen, Sekt und die Gäste stoßen an.

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Das ist Onkel Bob: Sei nicht wie Onkel Bob, der sich als erstes auf das Essen stürzt, obwohl er eigentlich fotografieren soll.

Bitte sei nicht der Fotograf, der als allererstes mit der Brezel und dem Sektglas in der Hand irgendwo in der Ecke herumsteht und in Ruhe isst, während die Gäste noch hochemotional das Brautpaar beglückwünschen.

Klar musst du mal was essen und trinken. Aber bitte dann, wenn ausreichend Zeit dafür ist.

Versuche einfach, dafür einen passenden Moment zu finden. Es wird ihn geben, ganz bestimmt.

Gruppenfotos

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Ein etwas anderes Gruppenbild – es muss nicht immer statisch sein.

Oft will das Brautpaar nach dem Sektempfang Gruppenfotos machen, da alle Gäste gerade in der Nähe sind.

Gruppenfotos sind kein Hexenwerk und schnell abgearbeitet, wenn du die folgenden Dinge beachtet:

  • Platziere die Gäste so, dass sie nicht in die Sonne blicken
  • Fotografiere leicht erhöht
  • Die Kleinen nach vorn, die Großen nach hinten stellen
  • Bei großer Gästeanzahl ist ein Weitwinkelobjektiv nützlich – aber platziere niemanden am direkten Rand
  • Nicht zu viele Konstellationen, da Brautpaar und Gäste auch Feiern wollen
  • Mach‘ die Blende zu, damit jeder scharf ist
  • Mache viele Fotos

Kaffee und Kuchen, Tortenanschnitt

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Kurz vor dem Tortenanschnitt

Auf den meisten Hochzeiten, die man fotografiert, wird es Nachmittags Kaffee und Kuchen geben. Meist wird das Brautpaar die Hochzeitstorte anschneiden. Hier gibt es ebenfalls noch die Möglichkeit, schöne Reportagefotos zu machen. Stehen die Gäste um das Brautpaar herum, während sie die Torte anschneiden, kannst du auch ein paar Fotos mit den Blicken der Gäste einfangen.

Oft gibt es auch ein paar Lacher, wenn Braut und Bräutigam darum kämpfen, wer die Hand auf dem Messer oben hat.

Tipp: Achte auf Kinder. Die Kombination aus leckerem Kuchen und den Blicken der Kinder ist immer ein dankbares Motiv.

Brautpaarshooting

Direkt nach dem Torten-Anschnitt bietet es sich oft an mit dem Paar zum Shooting zu fahren, da die Gäste durch Kaffee und Kuchen ausreichend beschäftigt sind. In 95% aller Fälle so ein Shooting Pflicht wenn du eine Hochzeit fotografierst. Nur die wenigsten Paare wollen kein Shooting.

Tipps für das Brautpaarshooting

Damit es dir einfacher Fallen wird, schöne Fotos vom Brautpaar zu machen, zu machen habe ich dir in folgender Liste ein paar Tipps für das Shooting zusammengestellt:

  • Trauzeugen, Schwiegermütter und Gäste haben beim Shooting nichts zu suchen, da sie das Paar nur ablenken.
  • Dein Brautpaar wird sehr wahrscheinlich keine Shooting-Erfahrung haben, also ist es dein Job die Beiden gut aussehen zu lassen.
  • Achte darauf, dein Paar nicht in die pralle Sonne zu stellen.
  • Achte auf Mischlicht und Lichtflecken im Gesicht.
  • Viele Paare brauchen 5 Minuten bis sie die Kamera vergessen und sich wohl fühlen – das ist ganz normal.
  • Übertreibe es nicht. Nimm dir maximal 45 Minuten für das Shooting.
  • Gebe kurze aber klare Anweisungen wie „Nehmt euch in den Arm.“, „Dreht euch zueinander“, etc. Vermeide detailreiche und minutenlange Posinganweisungen.
  • Lass‘ die Beiden laufen und fotografiere dabei aus unterschiedlichsten Perspektiven.
  • Fotografiere aus verschiedenen Distanzen.
  • Denk‘ auch daran die Details wie Schmuck, Brautstrauß und Ringe zu fotografieren.
  • Erstelle dir eine Liste mit Motiven, auf die du zürückgreifen kannst, wenn dir die Ideen ausgehen.

Abendessen

Hier wirst du Zeit haben etwas durchzuatmen. Fotografiere doch, wie sich die Gäste essen holen, die Köche das Essen vorbereiten. Fotografiere aber bitte keine Gäste die essen. Weder gibt es da schöne Fotos zu machen, noch fühlt man sich wohl dabei, wenn jemand mit der Kamera hinter einem steht wenn man isst.

Sei jedoch permanent bereit Fotos zu machen, falls jemand spontan eine Rede hält.

Spiele und Reden

Musst du eine Hochzeit fotografieren, wirst du sicherlich auch die eine oder andere Rede festhalten. Denn die gibt es auf fast jeder Hochzeit. Wahrscheinlich ist es in der Feierlocation schon sehr dunkel geworden und du wirst mit Blitzen arbeiten müssen. Versuche trotzdem noch die Lichtstimmung im Saal mit aufzunehmen – stell den Blitz also nicht zu stark ein.

Achte bei Reden nicht nur auf den Redner, sondern auch auf Braut und Bräutigam und die Gäste. Wechsle die Perspektiven, wenn du Zeit dafür findest.

Eröffnungstanz

Der Eröffnungstanz ist oft ein echtes Highlight und nicht so einfach zu fotografieren. Besonders, wenn dir der DJ das Licht ausknippst und du im Dunklen fokussieren musst.

Hier hilft dir der manuelle Fokus und eine kleine Blendenzahl. Stelle deine Blitze aber dementsprechend stark ein.

Wenn du magst, kannst du auch entfesselt blitzen und schaffst es dadurch noch schönere Fotos vom Tanz zu erstellen. Allerdings ist das eine Technik für fortgeschrittene Fotografen, die etwas Übung braucht.

Party

Oft der letzte Punkt auf einer Hochzeit. Direkt nach dem Eröffnungstanz steigt die Party. Hier empfehle ich euch, direkt mit auf die Tanzfläche zu gehen und mit einem weitwinkligen Objektiv Fotos von den tanzenden Gästen zu machen.

Hier kannst du auch entfesselt blitzen. Oder du erhöhst die Belichtungszeit auf 1/15 Sekunde um Wischer mit ins Foto zu bekommen, die dann die Action der Party zusätzlich untermalen. Tipp: Stelle deine Blitzsynchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, damit er erst kurz vor Ende der Belichtung das Foto einfriert.

Respekt! Du hast es tatsächlich bis ganz hier runter geschafft. Nun wünsche ich dir viele Spaß dabei deine erste Hochzeit zu fotografieren. Wenn du Fragen und Anregungen zum Beitrag „Hochzeit fotografieren“ hast, dann lass mir gerne einen Kommentar da. Ich antworte bestimmt!

Und falls du mehr über unsere Arbeit als Hochzeitsfotograf herausfinden willst, dann schau mal bei www.tinaundmaxim.de vorbei!

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