Fotografieren lernen ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Wenn du weißt, worauf es ankommt und welche Knöpfe du drücken musst, kannst du schon ganz gut aussehende Fotos machen.

Die ersten Schritte in der Fotografie sind die wichtigsten und darum geht es in diesem Artikel.

Im Beitrag „Fotografieren lernen“ werden uns mit den Grundlagen der Fotografie beschäftigen und ich werde dir einige Tricks verraten, die dir helfen werden, bessere Fotos zu machen. Also leg deine Kamera bereit und los geht’s!

Fotografieren lernen - Tipps für den Einstieg in die Fotografie + Grundlagen für Anfänger einfach erklärt 2In meinen Beitrag "Fotografieren lernen - Tipps für den Einstieg in die Fotografie" habe ich sehr viel Zeit und Herzblut investiert. Ich gebe dir hier meine Erfahrungen als Fotograf komplett kostenlos an dich weiter. 

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Fotografieren lernen: du brauchst eine Kamera

Fotografieren lernen: Das Foto zeigt eine einfache Systemkamera, die sich perfekt für das Erlernen der Fotografie eignet - Die Canon EOS R10.
Das Foto zeigt eine einfache Systemkamera, die sich perfekt für das Erlernen der Fotografie eignet – Die Canon EOS R10.

Logisch, wer das fotografieren lernen will, der braucht eine Kamera. Denn die Kamera ist dein wichtigstes Instrument, um Fotos aufzunehmen. Die Auswahl einer geeigneten Kamera hängt von vielen Faktoren ab und sollte gut überlegt sein:

  1. Welchen Anforderungen muss die Kamera genügen?
  2. Welche Motive möchtest du fotografieren?
  3. Soll sie klein und leicht zu transportieren sein oder eher robust und schwer?
  4. Wie viel Geld möchtest du ausgeben?

Bei der Suche nach einer geeigneten Kamera für den Einstieg in die Welt der Fotografie findest du sehr viele Tipps im Netz – und auch ich gebe dir viele Tipps bei der Kamerawahl.

Grundlegend ist die erste Entscheidung, welcher Kameratyp es sein soll, denn Grundlegend gibt es zwei unterschiedliche Typen:

  1. Kameras mit Wechselobjektiven
    1. Systemkamera
    2. Spiegelreflexkamera
  2. Kamera ohne Wechselobjektive
    1. Bridgekamera
    2. Kompaktkamera

Ich habe einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Kamerawahl verfasst, den du hier findet: Kamera für Anfänger – so findest du deine Einsteigerkamera

Ein kleiner Hinweis: Natürlich kannst du auch mit dem Smartphone oder einer einfachen Kompaktkamera das Fotografieren lernen. Allerdings sind die Ergebnisse mit einer „richtigen“ Kamera oft deutlich besser.

Mein Tipp für den Einstieg in die Fotografie
Canon EOS R10 Systemkamera*
4.5
1.099,00 €

Die Canon EOS R10 ist die perfekte Einsteigerkamera für alle, die Wert auf Leistung und Qualität legen. Die spiegellose Kamera schafft 15 Bilder in der Sekunde. Das Dual Pixel CMOS AF II Fokussystem sorgt für eine präzise Schärfe und bringt Funktionen wie Motivverfolgung und Augen- und Tierautofokus mit.

Vorteile:
  • Sehr gute Allround-Kamera für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Klein und leicht
  • Klappdisplay
  • sehr gute Bildqualität
  • sehr guter Autofokus
Nachteile:
  • Derzeit kaum RF-S Objektive verfügbar
Details:
  • 24 Megapixel APS-C Sensor
  • 15 Bilder pro Sekunde
  • 4K Video
10/27/2022 07:22 am GMT

Jede Kamera braucht ein Objektiv

Wenn du dir eine Kamera kaufst, ist in den meisten Fällen entweder ein Zoomobjektiv oder eine Festbrennweite als Objektiv enthalten.

Objektive sind ein wesentlicher Bestandteil einer Kamera und beeinflussen neben der Bildwirkung auch die Qualität der Fotos, die du machst. Es gibt verschiedene Arten von Objektiven und jedes hat seine eigenen Stärken und Schwächen.

Aber was ist der Unterschied und welches Objektiv solltest du wählen, um das Fotografieren zu lernen? In diesem Abschnitt erfährst du alles über Zoomobjektive und Festbrennweiten und welche für dich die richtige Wahl ist. Dabei werden wir uns ganz grob einige der verschiedenen Objektivtypen ansehen und ich erkläre dir, wann welches Objektiv am Besten verwendet wird.

Zoomobjektive

Zoomobjektive sind sehr vielseitig und eignen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene:

Zoomobjektive sind Objektive, die einen flexiblen Brennweitenbereich haben. Sie ermöglichen es dadurch, den Bildbereich zu verkleinern oder zu vergrößern. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind, eine große Bandbreite an Motivmöglichkeiten abzudecken, was dabei hilft, das Fotografieren zu erlernen.

Festbrennweiten

Festbrennweiten hingegen haben immer nur eine fixe Brennweite, also einen festen Bildausschnitt, der nicht verändert werden kann. Du kannst dir das so vorstellen, wie du tagtäglich mit deinen Augen deine Umwelt wahrnimmst. Denn mit deinen Augen kannst du nicht zoomen. Du hast immer den gleichen „Bildausschnitt ( in diesem Beispiel dein Sichtfeld).

Festbrennweiten sind etwas schwieriger zu handhaben als Zoomobjektive, aber dafür bieten sie meistens eine bessere Bildqualität.

Wer es ganz genau wissen möchte, der findet in meinem Beitrag Festbrennweite oder Zoomobjektiv: Was ist besser? Unterschiede, Vor- und Nachteile der Objektive erklärt viele weitere Informationen über diese beiden Objektivtypen.

Übersicht: Objektivarten

Du fragst dich nun, welches Objektiv du kaufen sollst? Die gute Nachricht ist: Es gibt kein richtiges oder falsches Objektiv! Die schlechte Nachricht ist: Es gibt eine ganze Menge verschiedener Objektive mit unzähligen Bezeichnungen auf dem Markt und es kann ganz schön verwirrend sein, sich zu entscheiden. Aber keine Sorge, ich werde dir hier erklären, was du über die einzelnen Objektivarten wissen musst.

Weitwinkelobjektive

Weitwinkelobjektive sind perfekt für Landschaftsaufnahmen oder Fotos von großen Gruppen. Sie ermöglichen es dir, viel mehr ins Bild zu bringen als ein Standardobjektiv. Die Nachteile von Weitwinkelobjektiven sind, dass sie oft Verzerrungen verursachen und das Bild flacher erscheinen lassen.

Weitwinkelobjektive nutzt man besonders für:

  1. Landschaftsfotografie
  2. Reportagefotografie
  3. Architekturfotografie
  4. Milchstraßenfotos

Beispielfotos, die mit Weitwinkelobjektiven fotografiert wurden.

Teleobjektive

Teleobjektive sind perfekt für die Fotografie von Sportveranstaltungen oder anderen schnellen Aktionen. Sie ermöglichen es dir, von weiter entfernt zu fotografieren und Objekte dennoch groß abzubilden. Teleobjektive haben auch die Fähigkeit, Objekte vom Hintergrund des Bildes zu isolieren und so die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken.

Die Nachteile von Teleobjektiven sind, dass sie sehr teuer sein können und durch Gewicht und Größe schwer zu transportieren sind.

Teleobjektive nutzt man besonders für:

  1. Sportfotografie
  2. Tierfotografie
  3. Mondfotografie

Beispielfotos, die mit Teleobjektiven fotografiert wurden.

Standardobjektive

Standardobjektive sind Objektive, die Motive ungefähr so abbilden, wie wir Menschen sehen. Oft sind damit Brennweiten im Bereich zwischen 40 und 50mm gemeint. Standardobjektive sind in der Regel günstig zu erhalten und oft besitzen oft eine sehr gute Bildqulität.

Standardobjektive nutzt man häufig für:

  1. Portraitfotografie
  2. Reportagefotografie

Beispielfotos, die mit Standardobjektiven fotografiert wurden.

Makroobjektive

Makroobjektive sind perfekt für die Fotografie von kleinen Objekten oder Insekten. Sie ermöglichen es dir, sehr nah an das Motiv heranzukommen und so kleinste Details zu erfassen. Die Nachteile von Makroobjektiven sind, dass sie in der Regel sehr teuer sind und du näher an das Motiv herankommen musst, um ein gutes Foto zu machen.

Makroobjektive nutzt man häufig für:

  1. Makrofotografie
  2. Portraitfotografie

Beispielfotos, die mit Makroobjektiven fotografiert wurden:

Die 5 besten Tipps für die Wahl des richtigen Objektivs

Du siehst, die Wahl des richtigen Objektivs ist mindestens genauso wichtig, wie die Auswahl der richtigen Kamera. Denn nur das passende Objektiv kann aus einem gewöhnlichen Schnappschuss ein großartiges Foto machen und umgekehrt. Welches Objektiv man wählt, hängt aber immer vom jeweiligen Motiv ab – aber natürlich auch von den persönlichen Präferenzen.

Ich habe einen ausführlichen Beitrag zum Thema Einsteigerobjektive erstellt, in dem ich dir für jede Kameramarke und die gängigsten Einsteiger-Kameras unterschiedliche Objektive, je nach Anwendungsfeld empfehle. Hier geht es zum Beitrag:

Welches Objektiv für Einsteiger und Anfänger – Objektiv Kaufberatung: Welches Objektiv für was?

Fotografieren lernen – die Grundlagen

Nun, da du weißt, WAS man zum Fotografieren benötigt, ist es an der Zeit herauszufinden, WIE man fotografiert. Dafür steigen wir etwas tiefer in die Materie ein.

In diesem Abschnitt werden wir uns mit den drei grundlegenden Fotografie-Parametern ISO, Blende und Verschlusszeit befassen. Sobald du verstanden hast, wie diese Parameter funktionieren und wie sie zusammenwirken, wirst du in der Lage sein, deine Fotos auf ein völlig neues Niveau zu heben. Also lass uns loslegen!

Was ist eigentlich die Belichtung?

Wenn du Anfänger bist und Fotografieren lernen möchtest, ist es wichtig die Grundlagen der Fotografie zu verstehen. Einer der wichtigsten Aspekte beim Fotografieren ist die Belichtung. Die Belichtung bezieht sich auf die Menge an Licht, die auf den Sensor oder Film trifft und bestimmt, ob ein Foto hell oder dunkel ist.

Die Belichtung bestimmt man immer über drei Komponenten in der Fotografie, die du in der Kamera einstellen kannst, sofern du nicht in der Vollautomatik fotografierst:

  1. ISO
  2. Verschlusszeit
  3. Blende

ISO

ISO ist die Abkürzung für International Organization for Standardization und der ISO Wert bezieht sich auf die Lichtempfindlichkeit Ihres Kamerasensors.

Je höher die eingestellte ISO-Zahl ist, desto lichtempfindlicher ist dein Kamerasensor und desto mehr Licht kann er aufnehmen. Erhöht man den ISO Wert, werden die eingefangenen Lichtsignale im Grunde verstärkt.

Dies ist nützlich, wenn du Fotos in schwachen Lichtverhältnissen machen möchtest, aber es gibt auch einige Nachteile:

Zum einen wird ein höherer ISO-Wert zu Rauschen in deinen Fotos führen. Zum anderen kann es schwierig sein, die richtige Balance zwischen Schärfe, Farbwiedergabe und Rauschen zu finden.

Hier siehst du zwei Fotos, die mit hoher ISO fotografiert wurden, da nur wenig Licht vorhanden war. Es ist deutliches Bildrauschen zu erkennen.

Mein Tipp an dich: Wenn du unsicher bist, welchen ISO-Wert du verwenden sollst, empfehle ich dir, immer mit einen niedrigen ISO-Wert zu starten und sich dann langsam nach oben zu arbeiten. Denn: Niedrige ISO Werte haben immer eine bessere Farb- und Bildqualität, als hohe ISO Werte.

Das Prinzip der ISO-Werte ist ganz einfach: ISO 200 ist doppelt so empfindlich wie ISO 100. Bei ISO 800 ist der Sensor 8 mal lichtempfindlicher, als bei ISO 100. ISO 12800 sammelt 128 mal soviel Licht, wie ISO 100.

Gängige, ganze ISO Werte sind:

  • 100
  • 200
  • 400
  • 800
  • 1600
  • 3200
  • 6400
  • 12800

Verschlusszeit

Die Zeit, die das Licht auf den Sensor oder den analogen Film trifft, wird als Verschlusszeit, Belichtungszeit oder im Englischen als Shutterspeed bezeichnet.

Die Belichtungszeit ist einer der wichtigsten Faktoren, die die Qualität in deinen Fotos beeinflusst. Die richtige Belichtungszeit hängt von einigen Faktoren ab:

  • Die gewünschte Helligkeit des Motivs
  • und ob sich das Motiv bewegt

Je länger die Belichtungszeit, desto mehr Licht kann auf den Sensor fallen und desto heller ist das Foto. Allerdings kann eine zu lange Belichtungszeit zu Unschärfen führen, insbesondere wenn das Motiv sich bewegt, oder durch die Eigenbewegung des Fotografen. Das Bild ist dann unscharf oder „verwackelt“.

Um die perfekte Belichtungszeit für dein Foto zu finden, lohnt es sich, etwas zu experimentieren. Dazu gleich mehr.

Das Prinzip der Verschlusszeit ist hierbei eigentlich ganz einfach zu verstehen:

  1. Die Verschlusszeiten werden der Einfachheit halber in Brüchen (Sekundenbruchteilen) dargestellt.
  2. Eine Belichtungszeit von 1/200 (also eine zweihundertstel Sekunde), bedeutet, dass 0,005 Sekunden lang Licht auf den Sensor fällt.
  3. Bei einer Belichtungszeit von 1/100, bekommt der Sensor doppelt so lange Licht ab, als bei 1/200. In diesem Fall 0,01 Sekunden.
  4. Bei einer Belichtungszeit von 1/400 sammeln wir nur die Hälfte an Licht, als bei 1/200 – also 0,0025 Sekunden.

Keine Angst: Du musst zum Fotografieren lernen nichts umrechnen oder einen Taschenrechner benutzen. Hat man das Prinzip verstanden, dann sind die richtigen Belichtungszeiten relativ einfach einzustellen.

Mit langen Belichtungszeiten kann man übrigens tolle Effekte erzielen und Bewegungen sichtbar machen:

Um die „richtige“ Belichtungszeit für dich zu finden, gibt es einen Trick, der dir hilft, „normale“ Fotos zu erstellen, die nicht verwackelt sind.

Denn es gibt immer „plausible Verschlusszeiten“, die man einhalten sollte, damit man keine verwackelten Fotos bekommt. Folgendes gilt für Fotos ohne Blitz:

Die maximale Verschlusszeit sollte ungefähr das doppelte deiner Brennweite sein. 

Fotografierst du mit 50mm, würde ich keine Fotos unter 1/100 Sekunde machen. Arbeitest du mit einem 200mm Teleobjektiv, würde ich keine Verschlusszeit unter 1/400 Sekunde nutzen. Das liegt daran, dass bei langen Brennweiten der Bildausschnitt ja stark vergrößert dargestellt wird und dadurch kleine Verwacklungen bereits schneller sichtbar werden.

Weiterhin ist es sinnvoll, die maximale Verschlusszeit dem Motiv anzupassen. Menschen fotografiere ich in der Portraitfotografie beispielsweise nie unter 1/200 Sekunde. Bei Sportveranstaltungen – Schach mal ausgenommen – oder bei der Tierfotografie – hat man oft sehr schnelle Bewegungen, die sehr kurze Verschlusszeiten erfordern. Hier sollte man mindestens 1/500 oder sogar noch schnellere Verschlusszeiten, wie 1/2000 nutzen.

Blende

Die Blende ist ein weiterer wichtiger Fotografie-Parameter. Die Blende bezieht sich auf die Öffnung deines Kameraobjektivs und bestimmt, wie viel Licht durch das Objektiv in Ihre Kamera gelangt. Je größer die Blende ist (d.h. je kleiner die Blendenzahl ist), desto mehr Licht gelangt in die Kamera und desto hellere Fotos erhalten Sie.

Die Blende beeinflusst jedoch nicht nur die Helligkeit Ihrer Fotos, sondern auch die erzielte Tiefenschärfe. Die Tiefenschärfe bezieht sich auf den Bereich des Bildes, der scharf abgebildet wird, während der Rest des Bildes verschwommen erscheint. Je größer die Blende ist (d.h. je kleiner die Blendenzahl ist), desto kleiner ist der scharfe Bereich und desto größer erscheint der verschwommene Bereich.

Wann du welche Blende am besten nutzt, erfährst du hier

Eine offene, große Blende ist besonders gut, wenn man Folgendes erreichen möchte:

  1. Den Blick im Bild auf das Hauptmotiv zu lenken
  2. Unwichtiges im Bild durch die Unschärfe wegzulassen
  3. Schöne Unschärfekreise in den Hintergrund bringen
  4. Wenig Licht vorhanden ist und sonst ein Foto verwackeln würde

Hier siehst du Fotos, die mit offener Blende fotografiert wurden, um den Fokus auf das Hauptmotiv zu lenken.

Eine geschlossene, kleine Blende ist besonders gut, wenn man folgendes erreichen möchte:

  1. Alles soll auf dem Foto scharf sein
  2. Die maximale Bildqualität erzielt werden soll

Hier siehst du Fotos, die mit geschlossener Blende fotografiert wurden, um alles scharf abzubilden.

Schärfentiefe

Wird auch oft (fälschlicherweise und umgangssprachlich) als Tiefenschärfe bezeichnet. Darunter versteht man, wie viel auf dem Bild scharf abgebildet wird.

Viele Einsteiger, die sich mit den Grundlagen der Fotografie befassen, wissen nicht, wie Brennweite und Schärfentiefe zusammenhängen. Dabei sind dies zwei der wichtigsten Aspekte bei der Fotografie.

Grundlegend kann man sagen:

  1. Je kleiner die Brennweite, desto mehr Schärfentiefe hat ein Foto
  2. Je größer die Brennweite, desto weniger Schärfentiefe hat ein Foto

Das heißt, mit größeren Brennweiten wirst du deutlich einfacher einen unscharfen Hintergrund bekommen, als beispielsweise mit Weitwinkelobjektiven, die eine kleine Brennweite haben.

Weiterhin ist der Abstand zum Motiv entscheidend

  1. Je näher ich am Motiv bin, desto unschärfer wird der Hintergrund
  2. Je weiter ich vom Motiv entfernt bin, desto schärfer wird der Hintergrund.

Ebenfalls wichtig ist, wie weit das Motiv vom Hintergrund entfernt ist:

  1. .Je näher das Motiv am Hintergrund ist, desto schärfer wird der Hintergrund abgebildet.
  2. Je weiter weg das Motiv vom Hintergrund ist, desto unschärfer wird der Hintergrund.

Weißabgleich

Der Weißabgleich ist ein wichtiges Tool, insbesondere für digitale Fotografie. Er sorgt dafür, dass die Farben in deinen Fotos naturgetreu und korrekt wiedergegeben werden. Viele Kameras haben einen automatischen Weißabgleich, doch es lohnt sich auch, diesen manuell einzustellen und so die perfekten Farben für deine Bilder zu finden. Wenn du den Weißabgleich verstellst, ändern sich die Farben in deinem Bild. Dies kann entweder absichtlich für künstlerische Fotos genutzt werden oder aber auch, um Fehler zu korrigieren.

Fotografierst du im RAW-Format – also dem digitalen Negativ, kannst du in der Nachbearbeitung den Weißabgleich nach belieben ändern.

Licht

Die wohl wichtigste Komponente, um fotografieren zu lernen und herrliche Fotos zu machen, ist das Licht. Denn ohne Licht wird es kein Foto geben. Es gibt gutes und schlechtes Licht – oder einfach gesagt: Ein guter Fotograf arbeitet immer mit gutem Licht und vermeidet schlechtes Licht.

Im Prinzip hast du in der Fotografie die Wahl zwischen Kunstlicht (Blitz, Dauerlicht oder andere künstliche Lichtquellen) oder dem natürlichen, verfügbaren Licht und natürlich auch eine Kombination aus Beidem.

Wenn du lernen willst in der Natur zu fotografieren, wo du das Licht nicht selbst setzen und formen kannst, ist es sinnvoll, „Licht zu sehen“ und zu verstehen. Und ich bin ehrlich – das ist der Schritt in der Fotografie der am schwersten zu meistern ist.

Drei Dinge sind hier besonders wichtig:

  1. Woher kommt das Licht?
  2. Ist dieses hart oder weich?
  3. Welche Stimmung erzeugt es?
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Woher kommt das Licht auf diesem Foto? Es kommt von links oben, es ist hartes Licht, da es sich um die Mittagssonne handelt. Das harte Licht hebt das Brautpaar vom Gewächshaus zusätzlich ab.

Ein Foto mittags um 12 Uhr wirkt völlig anders als eines, dass bei bewölktem Himmel oder in der Abendsonne aufgenommen wird. Als Fotograf solltest du die Wirkung des Lichts auf deine Bilder nicht ignorieren, sondern lernen sie für deine Absichten und Bildaussagen zu nutzen.

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Woher kommt das Licht auf diesem Foto? Von oben. Es ist weich, da es bewölkt war. Dadurch wirkt das Foto ruhiger.

Um großartige Fotos hervorbringen zu können, solltest du dich also mit dem Licht auseinandersetzen. Dazu brauchst du nicht mal eine Kamera, sondern alleine deine Augen und deine Neugierde.

Fazit – fotografieren lernen

Fotografieren ist eine tolle Möglichkeit, die Welt um uns herum auf eine ganz neue Art und Weise zu sehen. Wir alle haben unser eigenes Auge für die Schönheit der Dinge, die uns umgeben und mit der Fotografie können wir diese Schönheit festhalten und mit anderen teilen.

Wenn du dich dafür entscheidest, dich dem Fotografieren zu widmen, wirst du bald merken, dass es gar nicht so schwer ist wie du vielleicht denkst. Natürlich ist es wichtig, einige Grundlagen zu lernen, aber mit etwas Übung und Geduld wirst du schnell merken, wie viel Spaß die Fotografie macht. Und je mehr du übst, desto besser wirst du werden.

Also worauf wartest du noch? Mach dich auf die Suche nach dem perfekten Motiv und fang an zu fotografieren!