So teste ich Kameras:

Digitalkameras werden von mir ausschließlich im Praxiseinsatz getestet. Das heißt ich fotografiere keine Testcharts ab oder führe umständliche Messungen durch, die letztendlich nur wenig Aussagekraft besitzen.

Dabei bewerte ich alle Kameras nach einem festgelegten Muster und auch unabhängig von Herstellangaben oder anderen Meinungen im Internet.

Um eine aussagekräftige Bewertung der Kamera zu gewährleisten, bewerte ich jede Kamera mit einer Punktzahl von 1 bis zehn in verschiedenen Kategorien:

Bildqualität
Handling
Geschwindigkeit
Ausstattung
Autofokus
Videofunktionen

Die erzielten Punkte in den einzelnen Kategorien fließen zu gleichen Teilen (16,6%) in in die Gesamtwertung der Kamera ein. Damit möchte ich dir transparente und vergleichbare Daten geben, anhand derer du die Modelle miteinander vergleichen kannst.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht

Canon EOS R7 Test: Meine Erfahrungen nach einem Monat Nutzung der Kamera als Berufsfotograf. Vor- und Nachteile + Tipps

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 3

Im Test zeige ich dir die beeindruckenden Funktionen der EOS R7, spreche das Thema Ergonomie und Handling an und natürlich gibt es einen Blick auf das Autofokussystem der EOS R7. Du findest in diesem Test auch viele Beispielfotos von Tieren, die mit der EOS R7 entstanden sind.

Canon EOS R7 Test: kurze Zusammenfassung

Ich kann verstehen, wenn du keine ewig langen Reviews zu Kameras lesen magst, daher möchte ich dir gleich zu Beginn ein klares Statement über meine Eindrücke nach dem Test der Kamera teilen:

Die Canon EOS R7 bietet für einen sehr guten Preis von rund 1400€ sehr starke Fotografie-Eigenschaften. Die Kamera richtet sich an Fotografen, die in der Sport- und Tierfotografie arbeiten. Vor allem der schnelle, treffsichere Autofokus, der Augen von Menschen, Tieren, Fahrzeugen, Gesichtern, Tieren und Vögel erkennt ist ein herausragendes Merkmal. Die schnelle Serienbildrate von 30 bzw. 15 Fotos pro Sekunde ist ebenfalls einer der gelungenen Kernfeatures.

Die hohe Auflösung von 32,5 Megapixel, die viel Spielraum im nachträglichen Beschneiden der Fotos bietet und das geringe Bildrauschen bei höherem ISO macht die Kamera zu einem sehr guten Werkzeug für Profis, aber auch für Hobbyfotografen.

Die hohe Auflösung der EOS R7 benötigt jedoch zwingend ein gutes Objektiv, um eine entsprechend hohe Bildqualität zu erzielen. Durch die Fotoauflösung von 6960×4640 Pixeln und dadurch entsprechend hohe Pixeldichte auf dem APS-C Sensor, treten physikalisch bedingte Beugungsunschärfen schneller auf als bei geringer auflösenden Sensoren. Ich empfehle für maximale Schärfe die Blende nicht größer als f/8 einzustellen.

Nicht gefallen hat mir an der EOS R7 das „seltsame“ Daumenrad und das nur zwei Wahlräder verbaut sind.

Die Entscheidung für zwei statt drei Wahlräder kann ich absolut nicht nachvollziehen und ist einer meiner großen Kritikpunkte an der R7. Das liegt aber auch daran, dass ich extrem oft im manuellen Modus arbeite und dadurch die Einstellrädchen der R6, R5 und R6 Mark II gewohnt bin.

Bevor ich in den Test der Canon EOS R7 einsteige, möchte ich dir die wichtigsten Features der Kamera kurz vorstellen. Denn die Canon EOS R7 hat überaus erstaunliche Funktionen für solch eine kleine Kamera:

Canon EOS R7: Technische Daten und Features

Sehr schnell und zuverlässig
Canon EOS R7* Canon EOS R7*
4.1
1.549,00 €

Die beste APS-C Systemkamera die es derzeit von Canon gibt. Für Profis und ambitionierte Hobbyfotografen gebaut, die zuverlässig arbeiten müssen und das Beste aus ihren Motiven herausholen wollen. Der Autofokus und die Geschwindigkeit sind eine Klasse für sich. Die EOS R7 ist perfekt für Sport- oder Tieraufnahmen eignet. Sehr zu empfehlen!

Vorteile:
  • Vergleichsweise günstig
  • Extrem schnelle Kamera
  • Ideal für Sport- und Tierfotografie
  • zwei Kartenslots
  • schwenkbares Klappdisplay
  • Hochauflösende Profi-Systemkamera mit extrem gutem Autofokus
  • sehr gutes Rauschverhalten
  • Arbeitet auch sehr gut mit adaptieren Canon EF-Objektiven
  • sehr gute Ergonomie
  • sehe gute Videoeigenschaften
  • integrierter Bildstabilisator
  • Durch die hohe Auflösung exzellente Crop-Möglichkeiten
Nachteile:
  • Derzeit kaum APS-C Objekitve verfügbar
Details:
  • 32,5 Megapixel
  • APS-C Sensor
  • Serienbildrate:15 / 30 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
  • DIGIC X Bildprozessor
  • 4K 60 fps intern
  • 1080p mit 120 fps
  • Natives ISO von 100 bis 32000
  • zwei UHS-II SD Speicherkartenplatz
  • Dual Pixel CMOS AF II
  • 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
  • 530 Gramm leicht
  • Klapp- und schwenkbares Display
  • Sensorbasierte Bildstabilisierung
Einzelbewertung:
  • Bildqualität: 9/10
  • Handling: 7/10
  • Geschwindigkeit: 8/10
  • Autofokus: 9/10
  • Ausstattung: 8/10
  • Videofunktionen: 8/10
Buttons:
05/12/2024 07:35 pm GMT

Canon EOS R7: Stärken und Schwächen

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 6
Canon EOS R7 Test in der Praxis: Ich durfte die Canon EOS R7 einen Monat lang ausprobieren – In den nachfolgenden Abschnitte erzähle ich euch von meinen Erfahrungen mit der EOS R7 von Canon

Die R7 ist eine der besten spiegellosen APS-C Kameras, die Canon derzeit anbietet.

Die Canon EOS R7 ist eine Systemkamera, die mit 32,5 Megapixeln, sehr guter Ergonomie, hoher Geschwindigkeit, einem erstklassigem Autofokus und starken Videofeatures viel Freude macht.

Die Bedienung der EOS R7 geht sehr leicht von der Hand und neben den Features wie die sensorbasierte Bildstabilisierung, Augen-, Tier- und Fahrzeugautofokus, finde ich die schnelle Serienbildrate besonders spannend.

Schauen wir uns doch gemeinsam die Stärken und Schwächen der Canon EOS R7 an:

Canon EOS R7: das ist sehr gut

  1. Die Canon EOS R7 liegt wie die anderen Modelle der EOS R Reihe exzellent in der Hand, die Bedienung macht Freude und ist intuitiv.
  2. 32,5 Megapixel sorgen für eine extrem gute Bildqualität und sehr gute Cropmöglichkeiten
  3. Sensor liefert sehr klare, scharfe Bilder
  4. rauscharmer Sensor – ISO 6400 ist noch gut nutzbar.
  5. Der Autofokus der EOS R7 ist absolut überragend, kein Wunder, denn schließlich stammt er von der R3. Er kann an jede Situation angepasst werden und führt Motive präzise nach.
  6. In Body Stabilisierung, die sehr gut funktioniert
  7. 15 bzw. 30 Fotos pro Sekunde (mechanischer & elektronischer Verschluss)
  8. leise Kamera – auch bei mechanischem Verschluss
  9. Extrem verlässlicher Augenautofokus, sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren!
  10. geringes Gewicht
  11. Sucher ist flimmerfrei, scharf und groß
  12. Hohe Konfigurierbarkeit der Tasten
  13. Zwei SD UHS II Kartenslots

Canon EOS R7t: das ist nicht gut

  1. nur zwei Wahlräder für Einstellungen
  2. Daumenwahlrad an ungünstiger Position
Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 8

Canon EOS R7 Test: ausführlicher Review

Bereits beim Auspacken der EOS R7 habe ich gemerkt, dass es sich um eine solide Kamera handelt und die gleiche bauliche Qualität wie die EOS R5 und EOS R6 hat.

Der erste Blick ging durch das Menü und ich habe mir die Tasten und Einstellungen der Canon EOS R7 so konfiguriert, wie meine R6, damit ich die Kamera in meiner täglichen Arbeit ganz einfach in meinen Workflow einbinden und beispielsweise auch meine Einstellungen 1:1 übernehmen kann.

Ergonomie

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 10
Auch mit schwereren Objektiven liegt die Canon EOS R7, dank der breiten Griffmulde und der guten Haptik exzellent in der Hand. Es macht Spaß mit ihr zu fotografieren.

Die EOS R7 liegt, wie die anderen Kameras der R-Serie unglaublich gut in der Hand und hat in etwa die gleiche Haptik, wie die „großen“ Modelle – R6 und R5. Ich nutze oft schwere, teils frontlastige Objektive, die eine gute Ergonomie wichtig machen. Die EOS R7 bringt genau das mit.

Canon EOS R7 Test: Die Canon EOS R7 (links) in der Draufsicht und Größenvergleich mit der EOS R6 (rechts).
Canon EOS R7 Test: Die Canon EOS R7 (links) in der Draufsicht und Größenvergleich mit der EOS R6 (rechts).

Die Knöpfe der R7 sind an der richtigen Stelle verteilt. Vorne am Body gibt es einen Schalter um zwischen manuellem und Autofokus zu wechseln und auch eine Blendenprüftaste. Neu gegenüber der R6, R5 und R ist, dass der An-Aus-Schalter nun auf der rechten Seite verbaut ist, was für mich erstmal gewöhnungsbedürftig war. Der große Vorteil daran ist, dass man die Kamera so mit einer Hand einschalten kann.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 13
Blendenprüftaste
Verschluss schützt Sensor vor Dreck

Die Canon EOS R7 hat leider nur zwei Wahlräder verbaut. Hier hätte ich mir ein drittes Wahlrad wie bei der R6 oder R5 gewünscht, da man dadurch wirklich sehr schnell im manuellen Modus Einstellungen vornehmen kann. Bei Objektiven mit Steuerring (oder dem entsprechendem EF-RF-Adapter) bekommt man dann ein drittes Wahlrad – beispielsweise belegbar mit Weißabgleich oder anderen nützlichen Einstellungen.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 15
Daumenrad
Programmierbare Knöpfe
Sucher mit Sensor
Klapp- und Schwenkbares Display

Für mich persönlich hat das Daumenwahlrad der Canon EOS R7 leider die falsche Stelle bekommen – ich hätte es lieber am Steuerkreuz gehabt, so wie bei allen anderen Kameras der EOS R Serie, die für den professionellen Gebrauch gedacht sind. Dadurch muss man leider das so mühsam antrainierte Muskelgedächtnis wieder umtrainieren.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 17
Viele Anschlussmöglichkeiten

Der Sucher der Canon EOS R7

Der Sucher ist wie bei der EOS R5 oder R6 glasklar, kontrastreich, scharf und macht einfach Spaß! Bei meinen Shootings habe ich im Serienbildmodus in im normalen Modus weder störende Blackouts gehabt, noch irgendwelche „langsam durchrutschenden Bilder“. Der Sucher ist bei mir übrigens auf energiesparende 60 FPS gestellt. Auch für schnellere Motive war das absolut ausreichend (Ich fotografiere aber auch keine Formel 1-Autorennen) – den Sucher kann man aber dennoch mit einer noch schnelleren Bildwiederholrate einstellen.

Der Sucher liegt sehr gut am Auge und man bekommt keine fiesen Druckstellen. (Ich trage keine Brille und mein dominantes Auge ist das rechte Auge).

Canon EOS R7 Autofokus Test

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 19
Canon EOS R7 Test – Autofokus: Der Tieraugenautofokus trifft sicher sein Ziel und sorgt für korrekt fokussierte Fotos – auch bei schwierigen Situationen, vielen Ästen im Vordergrund und sich bewegenden Motiven. RF 600mm F11 an einer Canon EOS R7

Natürlich kann man den Autofokus an zahlreichen Testcharts und Motiven auf den Prüfstand stellen. Mir ist jedoch wichtig, wie sich der Autofokus unter realen Bedingungen schlägt. Daher ging es mit der Kamera auf die Vogeljagd. Kurz zusammengefasst kann ich nur eines sagen: Die Canon EOS R7 besitzt mit den besten Autofokus, den ich bisher erlebt habe.

An der EOS R7 fokussieren übrigens auch meine EF Objektive perfekt (via EF-RF Adapter) Und das in jedem Fokusmodus.

Servomodus + Tieraugen-AF an der Canon EOS R7

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 21
Autofokus Test der EOS R7: Auch mit Ästen im Vordergrund und nicht sehr Kontrastreichen Motiven macht der Autofokus der EOS R7 extrem gute Arbeit und fokussiert zielsicher das gewünschte Motiv.

Der Servomodus – also das kontinuierliche Nachfokussieren des Motivs – funktioniert bei der an der EOS R7 so gut, dass ich eigentlich kaum noch in einem anderen Modus fotografiere – die einzige Ausnahme sind Fotos vom Mond – da fokussiere ich immer noch manuell.

Ich habe den Tieraugen Autofokus der Canon EOS R7 genutzt, um die Vögel bei mir in der Umgebung zu fotografieren. Mich hat es durchaus erstaunt, dass die EOS R7 auch bei kleinen Blaumeisen oder bei Saatkrähen die Augen sicher erkennt.

Ich möchte dir hier ein paar Fotos von Vögeln zeigen, die ich im Test-Zeitraum mit der EOS R7 in Serie fotografiert habe. Die Fotos vom Rotkehlchen und dem Buntspecht musste ich in der Not durch mein Fenster fotografieren, da ich die Vögel beim Öffnen des Fensters sonst aus unserem Garten verjagt hätte.

Die Stare saßen bei uns an einem stürmischen Tag im Walnussbaum und auch hier konnte die EOS R7 problemlos auf die Augen der Tiere scharfstellen. Die Stare habe ich im Highspeed Serienbildmodus mit elektronischem Verschluss fotografiert, da der Wind ordentlich die Äste bewegt hat und ich somit gleich testen konnte, wie es mit Rolling-Shutter-Artefakten bei der EOS R7 bestellt ist.

Ich habe in diesen Testbildern keine Rolling-Shutter-Artefakte entdeckt und war erstaunt, wie schnell man bei 30 Fotos pro Sekunde den Puffer voll bekommt. Diese Funktion sollte man an der EOS R7 also nicht als Dauerfeuerlösung nutzen :)

Canon EOS R7 Testfotos

Bei etlichen Ausflügen und beim Beobachten von Vögeln, hatte ich die EOS R7 dabei. So sind auch viele Testbilder mit der EOS R7 entstanden, die ich dir gerne zeigen möchte. Auch wenn es bis auf einen Turmfalken nur „Alltagsvögel“ sind, sollten die Fotos genug Aussagekraft über die Qualität der EOS R7 haben. Mäusebussarde habe ich nämlich drei Wochen lang täglich vergeblich gesucht.

Bildqualität und Sensor

Bereits nach den ersten Fotos, die im Canon EOS R7 Test entstanden sind, war klar, dass die Bildqualität der Canon EOS R7 wirklich extrem gut ist. Die 32,5 Megapixel großen Fotos sind klar und wunderschön anzusehen, wirken jedoch in keiner Weise übertrieben und bieten sehr viel Möglichkeiten, das Bild nachträglich zu beschneiden.

Ich habe die Canon EOS R7 in Kombination mit dem RF 600mm F11 auch auf den Mond gerichtet und ein gestacktes HDR Bild aus 15 Aufnahmen erstellt:

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 85

Ein paar Nachteile haben die 32,5 Megapixel der Canon EOS R7 aber:

  1. Erstens braucht man sehr gut auflösende Objektive um eine gute Bildqualität mit der EOS R7 zu erzielen.
  2. Zweitens benötigt man kürzere Verschlusszeiten als sonst, da man Bewegungsunschärfe bei den 32,5 Megapixeln der EOS R7 deutlich schneller sieht, als beispielsweise bei 24 Megapixeln.
  3. Drittens benötigt man auch mehr Speicherplatz für eine RAW Datei.
  4. Und man braucht zur Bearbeitung der doch sehr hochauflösenden Bildern einen leistungsstärkeren Computer oder Laptop.

Dynamik

Der Dynamikumfang der Canon EOS R7 ist wie bei allen modernen Kameras heutzutage absolut top.

Wenn man also mal eine Belichtung „versaut“, was durch den elektronischen Sucher eigentlich nicht vorkommen sollte, dann kann man die dunklen Bereiche problemlos um bis zu 2 Blenden oder mehr aufhellen. Auch helle Bereiche können oft noch super abgemildert werden, so dass man im Sonnenuntergang auch noch Zeichnung in den Haaren hat.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 87
Eine absichtlich um 2 Blendenstufen unterbelichtete Aufnahme, die in Lightroom um +2 Blenden korrigiert wurde.

Die folgenden Bilder sollen dir auch noch einmal den Dynamikumfang der Canon EOS R7 zeigen. Und hier hatte ich endlich mal das Glück, einen Raubvogel zu fotografieren (ein Turmfalke – danke Martin für den Hinweis)

Rauschverhalten

Für 32,5 Megapixel ist der Sensor der EOS R7 wirklich sehr rauscharm. Er kommt nicht ganz an die ISO Eigenschaften der EOS R3 heran, aber Canon hat hier einen wirklich guten Job gemacht.

Ich bin mit der EOS R7 jetzt in ISO Bereiche von 6400 gegangen und finde die Qualität sehr überzeugend. Am besten machst du dir selbst ein Bild und schaust dir die Fotos an, die ich bei wenig Licht von Hühnern gemacht habe und hohe ISO Werte nutzen musste.

Die EXIF Daten werden dir bei jedem Foto angezeigt:

Fazit: Das Rauschverhalten der EOS R7 ist auf einem absoluten Top-Niveau und ISO 6400 ist gut nutzbar.

Akkuleistung der EOS R7

Ja, die Akkuleistung der Canon EOS R7 ist durch den IBIS und den doch sehr stromhungrigen Sensor und Prozessor etwas, auf das man achten muss. Ganz besonders, wenn man Objektive mit optischem Bildstabilisator nutzt, kann die EOS R7 sehr schnell den Akku leer ziehen.

Bei meine Fotoausflügen hat sich gezeigt, dass ein LP-E6NH Akku bei mir problemlos für 800 bis 1000 Fotos langt. Je nach dem, ob das Objektiv stabilisiert ist oder nicht.

Mein Tipp aus dem Test der Canon EOS R7 : Decke dich mit Akkus ein und nimm lieber einen oder zwei Ersatzakkus zu viel mit. Ich nutze die Patona-Protect Akkus und bin sehr zufrieden mit der Leistung und Haltbarkeit. Ich habe keinen Unterschied zum original Canon-Akku feststellen können.

Meine Empfehlung
Ersatzakkus für die Canon EOS R7 Ersatzakkus für die Canon EOS R7
4.5
66,90 €
Ersatzakku Canon LP-E6NH, nutze ich in all meinen Canon Kameras seit ca. einem Jahr. Funktioniert tadellos in der Canon EOS R7 und liefert zuverlässig Strom für viele Stunden.
Vorteile:
  • Gleiche Leistung wie der originale LP-E6NH
  • 2er Pack
03/04/2024 09:57 pm GMT

Lautstärke der EOS R7

Das Verschlussgeräusch der Canon EOS R7 ist lauter, als beispielsweise bei der R5 oder R6. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, denn im Vergleich zu den Spiegelreflexkameras ist die Kamera deutlich leiser. Ohne Geräusche kann man mit dem elektronischem Verschluss arbeiten, auch wenn das ein paar Nachteile wie Rolling-Shutter-Artefakte oder 12-Bit statt 14-Bit RAW-Files mit sich bringt.

Dadurch ist die EOS R7 das perfekte Werkzeug für Tierfotografen, oder auch bei Sportveranstaltungen, bei denen man eher leise sein sollte (Tennis zum Beispiel).

Bildstabilisator

Bei 32,5 Megapixeln auf dem Sensor, freut man sich über jede Hilfe, Verwackelungen zu reduzieren. Der IBIS arbeitet wirklich ausgezeichnet. Ich bekam beim Testen der Canon EOS R7 mit dem RF 600mm F11 mm noch scharfe Aufnahmen bei 1/50 Sekunde hin. Das ist top,aber man us sich bewusst sein, dass trotzdem Bewegungsunschärfe auftreten kann, wenn sich das Motiv bewegt.

Auch beim Filmen ist der interne Stabilisator sehr wertvoll und es zeigt sich auch hier, dass der IBIS einen verdammt guten Job macht. Das siehst du auch in folgendem Video.

Zwei Kartenslots

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 118
Die EOS R7 hat zwei SD UHS-II Kartenslots.

Danke für dieses Feature – es gehört bei einer Kamera in diesem Preissegment schlichtweg dazu. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Staubschutz beim Objektivwechsel

Wie bereits bei der EOS R, wird auch bei der EOS R7 beim Ausschalten der Sensor durch herunterfahren des Verschlusses geschützt, so dass nicht sofort sämtlicher Staub auf den Sensor fliegt, wenn man ein Objektiv wechselt. Im Menü kann man nun zusätzlich einstellen, ob man das überhaupt möchte, oder nicht.

Touch and Drag Fokuswahl

Wie allen anderen, neuen spiegellosen Kameras von Canon kann man mittels Touch and Drag auf dem Display den Fokuspunkt in Sekundenbruchteilen verschieben, während man durch den Sucher schaut.
Das Verschieben des Fokuspunktes geht deutlich schneller von der Hand als beim Joystick.

Häufige Fragen zur Canon EOS R7

Für wen ist die EOS R7 geeignet?

Die Canon EOS R7 ist eine Kamera für Profis und sehr ambitionierte Hobbyfotografen.

Für welche Fotografiebereiche eignet sich die EOS R5?

Sportfotografie
Natur- und Tierfotografie

Welche Objektive passen an die Canon EOS R7?

An die Canon EOS R7 können nativ RF-Objektive angeschlossen werden.
Mittels EF auf RF Adapter können auch EF Objektive – auch von Drittherstellern an der EOS R7 genutzt werden.

Wie lange hält ein Akku an der Canon EOS R7?

Bei mir zwischen 800 und 1000 Fotos.

Welche Speicherkarten kann ich in der R7 nutzen?

Die EOS R7 hat zwei UHS II SD-Kartenslots.

Welche Akkus kann ich in der Canon EOS R7 nutzen

Es passen alle Akkus der LP-E6 Familie (LP-E6, LP-E6N, LP-E6NH)

Welche Fokusmodi hat die EOS R7?

Die EOS R7 besitzt folgende Fokusmodi:
Einzelfelder, Zonen, Gesicht, Auge, Automatik

Kannst du nach deinem Test die EOS R7 empfehlen?

Ja, absolut. Es ist die beste APS-C Kamera, die ich bisher benutzt habe.

Canon EOS R7 Test: Fazit

Im Canon EOS R7 Test zeigt sich eines: Die Canon EOS R7 ist eine sehr gute Kamera für die Tierfotografie und somit sicher auch für die Sportfotografie.

Natur- und Sportfotografen werden mit dieser Kamera sehr viel Freude haben. Sie ist extrem leistungsstark und hat einen blitzschnellen Autofokus. Die EOS R7 ist seit kann ich jedem, der in diesen Feldern fotografiert absolut empfehlen.

Nun interessiert mich eure Meinung! Habt ihr gute Erfahrungen mit der Canon EOS R7 gemacht? Was findet ihr an der EOS R7 gelungen? Was nicht? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Hier habe ich die ganzen Daten der Canon EOS R7 für euch nochmal aufgelistet:

Testergebnis: die EOS R7 ist sehr gut!
Canon EOS R7* Canon EOS R7*
4.1
1.549,00 €
Der Test der EOS R7 zeigt, dass diese Kamera die beste Option für Sport und Tierfotos aus dem Hause Canon ist, wenn man in Vergleich zur R6 Mark Ii und der R3 den Preis betrachtet. Die EOS R7 arbeitet zuverlässig und liegt sehr gut in der Hand. Der exzellente Autofokus und die hohe Serienbildrate sind eine Klasse für sich.
Vorteile:
  • Vergleichsweise günstig
  • Extrem schnelle Kamera
  • Ideal für Sport- und Tierfotografie
  • zwei Kartenslots
  • schwenkbares Klappdisplay
  • Hochauflösende Profi-Systemkamera mit extrem gutem Autofokus
  • sehr gutes Rauschverhalten
  • Arbeitet auch sehr gut mit adaptieren Canon EF-Objektiven
  • sehr gute Ergonomie
  • sehe gute Videoeigenschaften
  • integrierter Bildstabilisator
  • Durch die hohe Auflösung exzellente Crop-Möglichkeiten
Nachteile:
  • Derzeit kaum APS-C Objekitve verfügbar
Details:
  • 32,5 Megapixel
  • APS-C Sensor
  • Serienbildrate:15 / 30 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
  • DIGIC X Bildprozessor
  • 4K 60 fps intern
  • 1080p mit 120 fps
  • Natives ISO von 100 bis 32000
  • zwei UHS-II SD Speicherkartenplatz
  • Dual Pixel CMOS AF II
  • 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
  • 530 Gramm leicht
  • Klapp- und schwenkbares Display
  • Sensorbasierte Bildstabilisierung
Einzelbewertung:
  • Bildqualität: 9/10
  • Handling: 7/10
  • Geschwindigkeit: 8/10
  • Autofokus: 9/10
  • Ausstattung: 8/10
  • Videofunktionen: 8/10
Buttons:
05/12/2024 07:35 pm GMT

Bei Fragen zum Test der EOS R7 darfst du mir natürlich auch gerne eine Mail schreiben oder du hinterlässt einen Kommentar hier unter dem Beitrag.

Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht 121

Hinweise zum Test

Canon hat mir die EOS R7 für ein Review leihweise zur Verfügung gestellt.

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14 Kommentare zu „Canon EOS R7 Test: Erfahrungsbericht“

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  1. Hallo Stephan,
    vielen Dank für deinen sehr praxisnahen Bericht. Das findet man so leider selten.
    Ich spiele auch mit dem Gedanken, mir die EOS R7 zuzulegen. Finde die standardmäßigen warmen Farben bei Canon einfach super schön.
    Wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass die R7 auch bereits einen USB-C Anschluss besitzt und daher auch mit PD-Netzteilen geladen werden kann. Ich habe mich bisher nur mit Bridge-Kameras beschäftigt, von denen kaum eine diesen modernen Anschluss hat.
    Gruß Marco

  2. Vielen Dank für diesen Test (und all die anderen!). Für die Canon RF -Modelle gibt es seit einiger Zeit eine 28mm 2.8 Festbrennweite, die am APS-Sensor dann eine klassische KB-Normalbrennweite ergibt (28mm x1,6 crop= 45mm). Ich glaube, für viele wäre das die perfekte Kombination für Street, Portrait, Reise und Immerdabei. Kann man das Objektiv empfehlen? Oder ist es für die 32 Megapixel der R7 nicht scharf genug?

    1. Hallo Tom,

      leider hatte ich bisher noch nih t die Gelegenheit das 28mm 2.8 zu testen, daher kann ich nicht nichts genaues dazu sagen.

  3. Vorab: Dein Buntspecht ist ein Grünspecht.
    Ein interessanter und sehr hilfreicher Test, denn ich bin auf der Suche nach einer guten und relativ günstigen Kamera für die Vogelfotografie. Dieser Bericht bestätigt mich, dass die R7 wohl die richtige Wahl ist. Danke dafür!

    LG,
    Oliver

  4. Hi Stefphan,
    interessante Tipps – Danke dafür. Ein Problem der R7 ist aus meiner Sicht – ich fotografiere seit ca. einem Jahr damit. Ich war von einer EOS 70D umgestiegen auf der ich als Standardobjektiv das Sigma 17-70mm F2.8-4 DC Macro OS HSM Contemporary nutzte. Nachdem ich nun meine, die R7 adäquat bedienen zu können, zeigt sich aber, dass das Objektiv an der R7 nicht die gleich hohe Performance liefert, wie an der 70D. Leider steht es bei Sigma uch nicht in der Liste der Objektive, die mit einem Firmwareupdate in Richtung RF-Mount zu trimmen wären. Jetzt suche ich nach Alternativen für dieses Objektiv – bislang erfolglos. Ich hätte schon gern etwas in diesem Brennweitenbereich und dieser Lichtstärke – da scheiden die bislang von Canon angebotenen 24-105 eben leider aus …
    hast du einen Tipp?
    Grüße,
    Mike

  5. Hallo Stephan, erstmal Danke für den Test, gibt noch nicht allzuviele „echte“, da die R7 sehr holprig lieferbar war. Frage zu einer vermutlich falsch interpretierten Aussage: per Touch and drag verschiebbarer Focus auf dem Display, während man durch den Sucher sieht… Wenn ich das Display aufklappe, ist der Sucher aus, was verstehe ich hier falsch ? Gruss Torsten

    1. Avatar-Foto
      Stephan Forstmann

      Hallo Torsten,

      damit meine ich, dass du das unbenutzte Display dafür nutzen kannst, den Fokuspunkt auf der Fläche das Displays zu verschieben, während du durch den Sucher schaust. Das System heißt Touch and Drag und funktioniert sehr gut

  6. Avatar-Foto
    Thomas Gergelyi

    Danke für den Tollen Bericht. Habe mir jetzt auch eine R7 gegönnt. Vorher hatte ich eine Lumix GH 5 .Mark 2 und eine Canon D1X . Diese waren auch schon sehr gut im Betrieb. Die R7 ist eine Tolle Ergänzung zu meiner Leica Q2. Bildqualität bei der R7 ist Phänomenal. Habe gerade erst einige Testbilder nach dem auspacken probiert. Absolut Top .Leicht Klein und Leistungsstark.
    LG.Tom

  7. Hi Stephan,

    vielen Dank für deinen Bericht! Momentan fotografiere ich mit der R6 und dem RF800 Vögel und Tiere und denke über eine APS-C-Zweitkamera nach. Eine Frage zum RF800 an der R7: Mindert bei Blende 11 die Diffraktion die Bildqualität merklich? Und reicht die Auflösung des RF800 (bzw. des RF600, das du ja benutzt hast) überhaupt für die 32Mpix des R7 aus? Da ich ohnehin nur mit sehr kurzen Verschlusszeiten arbeite (1/1000 oder kürzer), habe ich auch über die R10 als Zweitkamera nachgedacht: kein IBIS, nur 24Mpix, aber AF identisch mit der R7 (+ das Drehrad wieder an der richtigen Stelle;) Wäre das evtl. in Kombi mit dem RF800 sogar sinnvoller?

    Und bei so vielen Fragen hier noch eine Antwort zu deiner Frage: Es ist ein Turmfalke. Den sitzenden Rotmilan kannst du u.a. an der hellen Iris der Augen vom Turmfalken unterscheiden.

    LG
    Martin

    1. Avatar-Foto
      Stephan Forstmann

      Hi Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Auflösung, dass es ein Turmfalke ist!

      Da bei der R10 nur der kleine Akku verbaut ist und das RF800mm (bzw. Der Stabi vom 800mm) damals an meiner EOS RP ( gleicher Akku) den Akku so schnell leergezogen hatte, ist das eine riskante Kombi, wenn man auf sein Motiv wartet.

      Zur Diffraktion:

      Ja, mit Sicherheit wirkt sich F11 auf die Schärfe mit dem 600 oder 800mm aus. Ich fand die Bilder nicht weich oder matschig. Die Schärfe ist immer noch sehr gut. Auch an der fordernden R7.

      Ich fotografiere aber auch nicht professionell Wildlife und habe da vielleicht auch einen anderen Anspruch, aber wenn dir die Fotos schärfetechnisch im Test der R7, die mit dem RF600mm F11 entstanden sind zusagen, dann passt das.

      Mit dem Sigma 150-600mm Contemporary ist’s sicher von der Diffraktion besser, aber da ist das heftige Gewicht ein Problem und mit einem Konverter geht es auch in den Bereich der Diffraktion.

      Ich schaue mal, ob ich mit der R6 Fotos mit dem 600er finde und kann dir dann sicher mehr zu sagen, oder ich Stelle dir ein RAW zur Verfügung.

  8. Hallo Stephan,
    ich fotografiere mit der R7 seit etwa einem dreiviertel Jahr und bin nach wie vor begeistert. Mit dieser Kamera bin ich von Sony ins Canon Lager gewechselt. Eine EOS RP ist als Vollformatkamera inzwischen noch dazu gekommen. Deine beiden Minuspunkte muss ich aber leider auch bestätigen. Da ich zudem eher kleine Hände habe, liegt dieses Wahlrad mit dem Joystick wirklich blöd für mich. Intuitiv kann ich es bis heute überhaupt nicht bedienen. Glücklicherweise brauche ich es nicht allzu oft und anstelle des Joysticks benutze ich eigentlich immer den touchfähigen Monitor. Das geht auch gut, wenn man wie ich grundsätzlich den Sucher benutzt. Warum man ausgerechnet einer APS-C Kamera diesen 32 Megapixel Sensor verpasst hat, bleibt mir ein Rätsel. Aber dank guter Entrauschungsprogramme bin ich damit bei der Tierfotografie sogar gut über den Winter gekommen. Der Stabi ist super. Den vermisse ich an der RP schon. An der neuen R8 fehlt er auch wieder. Canon betreibt da eine sehr eigenwillige Modellpolitik. Kann man sich eigentlich nur damit erklären, dass man die teuren L-Objektive kaufen soll.
    LG – Elke

    1. Avatar-Foto
      Stephan Forstmann

      Hallo Elke,

      danke für deinen Kommentar zur R7.

      Das Display nutze ich auch zu 99% zum Fokussieren. Die Joysticks der ganzen R Kameras sind für mich im Grunde überflüssig geworden, seit dem Touch and Drag eingeführt wurde.

      Das die R8 keinen Bildstabilisator hat, ist einfach dem Preis geschuldet (und wohl auch dem schwachen Akku). Der Aufpreis zur „alten“ R6 ist aber nur gering und die würde ich eher nehmen, als eine R8.

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