Selbstauslöser 1

Selbstauslöser

Der Selbstauslöser ist eine Kamerafunktion, bei der zwischen dem Betätigen des Auslösers und der eigentlichen Aufnahme eine kurze Zeitverzögerung liegt. Dadurch kann die Kamera das Foto automatisch nach einer voreingestellten Zeit aufnehmen. Der Selbstauslöser wird sowohl für Selbstporträts als auch zur Vermeidung von Verwacklungen eingesetzt.

Funktionsweise

Nach dem Aktivieren des Selbstauslösers startet eine festgelegte Verzögerungszeit, bevor der Verschluss ausgelöst wird. Typische Zeitintervalle sind:

  • 2 Sekunden
  • 5 Sekunden
  • 10 Sekunden

Viele Kameras signalisieren den Countdown durch:

  • blinkende LEDs
  • akustische Signale
  • Anzeigen im Display

Einsatzbereiche

Selbstporträts und Gruppenfotos

Der klassische Einsatz des Selbstauslösers besteht darin, dem Fotografen Zeit zu geben, selbst ins Bild zu gehen.

Dadurch können:

  • Selbstporträts
  • Gruppenbilder
  • Familienfotos

ohne Person an der Kamera aufgenommen werden.

Vermeidung von Verwacklungen

Bereits das Drücken des Auslösers kann leichte Kamerabewegungen verursachen. Besonders bei:

hilft der Selbstauslöser, Erschütterungen zu vermeiden.

Langzeitbelichtung

Bei Langzeitaufnahmen sorgt der Selbstauslöser dafür, dass die Kamera vollständig ruhig ist, bevor die Belichtung beginnt. Das verbessert die Bildschärfe deutlich.

Kombination mit Stativ

Der Selbstauslöser wird häufig zusammen mit einem Stativ verwendet. Diese Kombination ermöglicht:

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  • verwacklungsfreie Aufnahmen
  • präzise Bildgestaltung
  • stabile Langzeitbelichtungen

Moderne Varianten

Neben klassischen Zeitverzögerungen bieten moderne Kameras zusätzliche Funktionen:

  • Serienbilder nach Countdown
  • Intervallaufnahmen
  • Auslösung per Smartphone-App
  • Sprachsteuerung
  • Gestensteuerung

Hersteller wie Canon, Sony und Nikon integrieren diese Funktionen in viele Kameramodelle.

Vorteile

  • einfache Nutzung
  • keine zusätzliche Hardware nötig
  • reduziert Verwacklungen
  • ideal für Gruppen- und Selbstporträts
  • hilfreich bei Langzeitbelichtungen

Nachteile

  • feste Wartezeit
  • spontane Momente schwerer erfassbar
  • eingeschränkte Kontrolle gegenüber Fernauslösern
  • bei mehreren Versuchen oft umständlich

Historische Entwicklung

Frühe Selbstauslöser arbeiteten rein mechanisch mit Federmechanismen. Moderne Kameras nutzen elektronische Steuerungen mit variablen Einstellungen und erweiterten Funktionen.

Verwandte Begriffe

Fazit

Der Selbstauslöser ist eine Kamerafunktion mit zeitverzögerter Auslösung. Er wird genutzt, um Selbstporträts aufzunehmen oder Verwacklungen bei der Aufnahme zu vermeiden.

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Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Stephan Forstmann - Fotografie Experte

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.

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