Quadratgesetz
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Definition
Das Quadratgesetz (auch Abstandsquadratgesetz oder Inverse-Square-Law) beschreibt in der Fotografie den Zusammenhang zwischen der Entfernung einer Lichtquelle und der Lichtintensität, die auf ein Motiv trifft.
Es besagt:
Die Lichtintensität nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zur Lichtquelle ab.
Das bedeutet: Wenn der Abstand zur Lichtquelle größer wird, sinkt die Beleuchtungsstärke nicht linear, sondern deutlich schneller.
Mathematische Grundlage
Das Gesetz lässt sich vereinfacht so darstellen:
Dabei gilt:
- = Lichtintensität
- = Abstand zur Lichtquelle
Praktisches Beispiel
Wenn der Abstand einer Lichtquelle verdoppelt wird, verändert sich die Lichtmenge wie folgt:
Das bedeutet:
- doppelte Entfernung → nur noch ein Viertel der Lichtintensität
Umgekehrt gilt:
- halber Abstand → vierfache Lichtmenge
Bedeutung in der Fotografie
Das Quadratgesetz ist besonders wichtig in der Studio- und Porträtfotografie, da es direkt beeinflusst:
- Belichtung
- Lichtabfall im Bild
- Schattenverlauf
- Lichtgestaltung
- Hintergrundhelligkeit
Schon kleine Änderungen im Abstand zwischen Lichtquelle und Motiv können große Auswirkungen auf das Ergebnis haben.
Einfluss auf Lichtgestaltung
Das Gesetz erklärt auch, warum Licht in der Nähe der Quelle sehr schnell „weich“ oder „hart“ wirken kann:
- nahes Licht → starker Helligkeitsunterschied zwischen Vorder- und Hintergrund
- entferntes Licht → gleichmäßigere Ausleuchtung
In der Praxis wird das genutzt, um gezielt Stimmung und Tiefe im Bild zu steuern.
Anwendung im Studio
In der Studiofotografie wird das Quadratgesetz bewusst eingesetzt, um Licht gezielt zu formen.
Beispielsweise:
- Hauptlicht nah am Motiv → dramatische Schatten
- Licht weiter entfernt → gleichmäßigere Ausleuchtung
- Hintergrundlicht separat kontrollierbar
Besonders bei Portraits ist die Entfernung der Lichtquelle entscheidend für den Look.
Zusammenhang mit Lichtformern
Lichtformer wie Softboxen oder Striplights verändern nicht das Gesetz selbst, aber sie beeinflussen die Lichtverteilung.
Typische Effekte:
- größere Lichtquelle → weichere Schatten
- kleinere Lichtquelle → härtere Schatten
Das Quadratgesetz bleibt jedoch physikalisch unverändert gültig.
Bedeutung für die Bildpraxis
Das Verständnis des Quadratgesetzes hilft Fotograf:innen dabei:
- Licht gezielt zu positionieren
- Belichtung besser vorherzusehen
- konstante Ergebnisse zu erzielen
- Setups reproduzierbar zu gestalten
Gerade im professionellen Bereich ist es eine der wichtigsten Grundlagen der Lichtgestaltung.
Verwandte Begriffe
- Lichtintensität
- Lichtabfall
- Belichtung
- Lichtformung
- Studiofotografie
- Inverse Square Law
- Lichtquelle
- Schattenverlauf
Fazit
Das Quadratgesetz beschreibt in der Fotografie, dass die Lichtintensität mit zunehmender Entfernung zur Lichtquelle quadratisch abnimmt. Es ist eine zentrale physikalische Grundlage für die Lichtgestaltung in Studio-, Porträt- und Werbefotografie.
« Zum Fotografie LexikonDer Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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