Großformatkamera
Definition
Die Großformatkamera ist eine spezialisierte Kamera, die in der Lage ist, Bilder mit einem großen Film- oder Sensorformat aufzunehmen. Sie ist insbesondere für die Fotografie von hohen Anforderungen an Detailgenauigkeit und Bildqualität konzipiert und wird häufig für Architektur-, Landschafts- und Studiosettings eingesetzt.
Filmformate
Großformatkameras verwenden Filme, die in Formaten 9 × 12 cm oder sogar größer erhältlich sind. In der digitalen Variante existieren Großformatsensoren, die entsprechende Abmessungen aufweisen.
Das erwartet dich im Beitrag
Bauweise
Großformatkameras zeichnen sich durch ein flexibles Design aus, das in der Regel aus einem Gehäuse, einem Objektiv, einer Bedieneinheit und einer Film- oder Sensoreinheit besteht. Die Kameras sind meist aus Materialien wie Holz oder Metall gefertigt und bieten die Möglichkeit, Perspektiven durch sogenannte „Scheiben“ (tilt, shift) zu kontrollieren. Durch die Beweglichkeit der Kameraelemente können Fotografen Schärfentiefe und Bildkomposition präzise steuern.
Typen
- Analoges Großformat: Hierbei wird ein lichtempfindlicher Film verwendet, der in großen Formaten zur Verfügung steht. Die Belichtung erfolgt manuell, und die Entwicklung muss in spezialisierten Laboren oder durch den Fotografen in Eigenregie erfolgen.
- Digitales Großformat: Diese Kameras verwenden große digitale Sensoren, die oft in der Architektur- und Produktfotografie eingesetzt werden. Es gibt digitale Rückteile, die auf analoge Kameras gesetzt werden und den Film ersetzen.
Einsatzgebiete
- Architekturfotografie: Großformatkameras sind ideal für Aufnahmen von Gebäuden und Strukturen, da sie perspektivische Verzerrungen reduzieren und hervorragende Detailtreue bieten.
- Landschaftsfotografie: Fotografen nutzen die große Schärfentiefe und den Detailreichtum für Landschaftsaufnahmen.
- Produktfotografie: In der Werbefotografie kommen Großformatkameras zum Einsatz, um Produkte in höchster Qualität abzubilden.
- Kunstfotografie: Viele Künstler setzen Großformatkameras ein, um ihre Arbeiten mit einer besonders detaillierten und ästhetischen Bildsprache zu präsentieren.
Vorteile
- Hohe Bildqualität und Detailreichtum.
- Flexible Gestaltungsmöglichkeiten durch Beweglichkeit der Kamera.
- Möglichkeit der Verwendung von hochwertigen, spezialisierten Objektiven.
Nachteile
- Körpergewicht und Größe, was den Transport und die Handhabung erschwert.
- Hohe Kosten für die Kamera und das Zubehör.
- Komplexität in der Handhabung, die Erfahrung und Fachwissen erfordert.
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Noch mehr von mir bzw. über mich findest du in den sozialen Medien:
