Bokeh
Definition
Bokeh bezeichnet die unscharfen Bereiche eines fotografischen Bildes, die durch die Unschärfe der Schärfentiefe entstehen. Der Begriff leitet sich vom japanischen Wort „boke“ (ボケ) ab, was „unscharf“ oder „verschwommen“ bedeutet. In der Fotografie wird Bokeh verwendet, um den Fokus auf das Hauptmotiv zu lenken und den Hintergrund zu glätten, wodurch eine ästhetische Trennung zwischen dem Subjekt und der Umgebung entsteht.
Eigenschaften
- Unschärfe und Fluss: Bokeh beschreibt die Qualität der Unschärfe und die Art und Weise, wie Lichtquellen im Hintergrund dargestellt werden. Dies umfasst die Form, die Farbe und die Lichtverteilung in den unscharfen Bereichen.
- Optische Qualität der Linse: Der Charakter des Bokehs wird stark durch die verwendete Linse, deren Blendenblätter und die Art des Objektivs beeinflusst. Objektive mit mehr Blendenlamellen erzeugen oft ein runderes und angenehmsteres Bokeh.
- Hintergrunddetails: Bei der Herstellung von Bokeh spielen die Form und die Transparenz von Lichtquellen im Hintergrund eine wichtige Rolle. Lichtpunkte erscheinen oft als weiche, kreisförmige Flecken, deren Aussehen jedoch je nach Blende und Linse variieren kann.
- Emotionale Wirkung: Bokeh kann die Stimmung eines Bildes beeinflussen und häufig eine romantische oder traumhafte Atmosphäre erzeugen, indem es den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv lenkt.
Variationen:
Das erwartet dich im Beitrag
- Weiches Bokeh: Charakterisiert durch eine sanfte, gleichmäßige Unschärfe.
- Hartes Bokeh: Verleiht den unscharfen Bereichen mehr Struktur und kann abgehackte Kanten enthalten.
- Kreatives Bokeh: Entsteht durch spezielle Techniken, wie das Verwenden von Filtern oder das Formen von Blendeöffnungen.
Techniken zur Erzeugung von Bokeh:
- Blendenöffnung: Eine weit geöffnete Blende (z.B. f/1.4, f/2.8) erzeugt eine geringe Schärfentiefe, was zu einem stärkeren Bokeh führt.
- Entfernung zum Hintergrund: Ein größerer Abstand zwischen dem fokussierten Objekt und dem Hintergrund verstärkt den Bokeh-Effekt.
- Brennweite: Teleobjektive schaffen tendenziell ein schöneres Bokeh durch ihre Fähigkeit, den Hintergrund zu komprimieren.
- Lichtquellen im Hintergrund: Lichtpunkte oder helle Flächen im Hintergrund fördern die Sichtbarkeit des Bokeh.
Bokeh in der digitalen Bildbearbeitung
Mit der digitaler Bearbeitung können Fotografen den Bokeh-Effekt in der Postproduktion verstärken oder verändern. Software wie Adobe Photoshop oder Lightroom bietet Werkzeuge, um selektive Unschärfe zu erzeugen und den Eindruck von Bokeh zu simulieren.
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Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
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