Schnittweite 1

Schnittweite

Definition

Die Schnittweite bezeichnet in der Optik und Fotografie den Abstand zwischen der letzten optischen Hauptebene eines Objektivs und der Bildebene, also dem Sensor oder Film, auf dem das Bild entsteht. Sie ist eine wichtige technische Eigenschaft von Objektiven und spielt besonders bei der Konstruktion von Kameras und Weitwinkelobjektiven eine zentrale Rolle.

Grundprinzip

Lichtstrahlen werden durch das Objektiv gebündelt und auf den Sensor projiziert. Die Schnittweite beschreibt dabei den optischen Abstand zwischen Objektiv und der Ebene, auf der das scharfe Bild entsteht.

Vereinfacht gesagt:

  • Objektiv bündelt Licht
  • Bild entsteht auf Sensor oder Film
  • Abstand dorthin = Schnittweite

Die Schnittweite ist ein optischer Konstruktionswert und nicht direkt mit der äußeren Länge eines Objektivs gleichzusetzen.

Zusammenhang mit Auflagemaß

Die Schnittweite steht in engem Zusammenhang mit dem Auflagemaß einer Kamera.

Das Auflagemaß beschreibt den mechanischen Abstand zwischen:

  • Bajonett
  • Sensor oder Filmebene

Damit ein Objektiv korrekt fokussieren kann, muss seine optische Konstruktion zur Schnittweite und zum Auflagemaß passen.

Rolle in spiegellosen Kameras

Spiegellose Kameras benötigen keinen Schwingspiegel und können daher ein kürzeres Auflagemaß besitzen. Dadurch ergeben sich Vorteile:

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  • kompaktere Objektive
  • einfachere Weitwinkelkonstruktionen
  • flexiblere Objektivadapter

Hersteller wie Sony, Canon und Nikon nutzen diese Vorteile bei modernen spiegellosen Systemen.

Einfluss auf die Objektivkonstruktion

Die Schnittweite beeinflusst direkt:

  • Objektivgröße
  • optischen Aufbau
  • Korrektur optischer Fehler
  • Lichtführung im Objektiv

Besonders bei sehr kurzen Brennweiten ist die Kontrolle der Schnittweite technisch anspruchsvoll.

Häufige Missverständnisse

  • Schnittweite ist nicht die äußere Länge des Objektivs
  • sie ist nicht identisch mit der Brennweite
  • kurze Brennweite bedeutet nicht automatisch kurze Schnittweite
  • moderne Objektive nutzen oft komplexe optische Verschiebungen der Hauptebenen

Verwandte Begriffe

Fazit

Die Schnittweite ist der optische Abstand zwischen der letzten Hauptebene eines Objektivs und der Bildebene des Sensors oder Films. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Konstruktion moderner Objektive und Kamerasysteme, insbesondere bei Weitwinkelobjektiven.

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Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Stephan Forstmann - Fotografie Experte

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.

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