Irisblende
Definition
Die Irisblende, auch Blende oder Apertur genannt, ist ein mechanisches und/oder optisches Element in einer Kamera oder einem Objektiv, das den Lichtdurchlass reguliert. Sie entscheidet darüber, wie viel Licht auf den Sensor oder den Film fällt und hat damit einen entscheidenden Einfluss auf die Belichtung eines Bildes sowie auf die Schärfentiefe, also den Bereich, der im Bild scharf abgebildet wird.
Aufbau und Funktionsweise
Die Irisblende besteht aus einer Anzahl von Lamellen, die sich um einen zentralen Mittelpunkt anordnen und deren Öffnung je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden kann. Diese Lamellen können entweder aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein und sind so gestaltet, dass sie eine runde Öffnung (Apertur) bilden, wenn sie vollständig geöffnet sind.
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Blendenstellung
Die Größe der Blende wird in Blendenstufen (f-stop) angegeben, typischerweise in Form des Verhältnisses der Brennweite des Objektivs zur effektiven Öffnungsgröße. Zu den häufigsten Blendenwerten gehören:
- f/1.4
- f/2
- f/2.8
- f/4
- f/5.6
- f/8
- f/11
- f/16
- f/22
Eine kleinere Blendenzahl (z.B. f/2) entspricht einer größeren Öffnung, die mehr Licht durchlässt, während eine größere Blendenzahl (z.B. f/16) eine kleinere Öffnung bedeutet, die das Licht begrenzt.
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Einfluss auf die Belichtung
Die Irisblende spielt eine entscheidende Rolle in der Belichtung eines Fotos:
- Lichtmenge: Eine weit geöffnete Blende lässt mehr Licht auf den Sensor, was eine kürzere Belichtungszeit ermöglicht. Eine geschlossene Blende lässt weniger Licht durch, wodurch längere Belichtungszeiten erforderlich sind, um ein korrekt belichtetes Bild zu erzielen.
- Zusammenhang mit Verschlusszeit: Die Blendenöffnung ist ein Aspekt der Belichtungsdreiecks (ISO, Blende und Verschlusszeit). Alle drei Parameter wirken zusammen und müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Einfluss auf die Schärfentiefe
Die Irisblende beeinflusst nicht nur die Belichtung, sondern auch die Schärfentiefe des Bildes:
- Große Blende (z.B. f/1.4): Erzeugt eine geringe Schärfentiefe, was bedeutet, dass nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf ist, während der Rest weich oder unscharf ist. Dies ist besonders beliebt in der Porträtfotografie, um das Motiv vom Hintergrund abzuheben.
- Kleine Blende (z.B. f/16): Erzeugt eine große Schärfentiefe, wodurch mehr vom Bild scharf im Fokus ist. Dies ist oft gewünscht in der Landschafts- oder Architekturfotografie.
Anwendung und kreative Möglichkeiten
Fotografen nutzen die Irisblende, um kreative Effekte zu erzielen:
- Bokeh: Eine große Blende erzeugt gefällige Unschärfe im Hintergrund (Bokeh), was fotografische Kompositionen ansprechend gestaltet.
- Belichtungskorrekturen: In schwierigen Lichtverhältnissen kann die Anpassung der Blende helfen, eine optimale Belichtung zu erzielen.
Automatische Blendensteuerung
Moderne Kameras verfügen oft über automatische Blendensteuerungen, die den Fotografen bei der Auswahl der richtigen Blende unterstützen. Diese Systeme messen das Licht, das auf den Sensor fällt, und passen die Blende entsprechend an.
« Zum Fotografie LexikonDer Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
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