Festbrennweite
Definition
Eine Festbrennweite bezeichnet ein Objektiv, dessen Brennweite fixiert ist und nicht verändert werden kann. Im Gegensatz zu Zoomobjektiven, die eine variable Brennweite bieten, haben Festbrennweiten eine feste optische Konstruktion, die auf einen bestimmten Betrachtungswinkel ausgelegt ist.
Merkmale
- Brennweite: Festbrennweiten sind in verschiedenen Brennweiten erhältlich, typischerweise von 14 mm (Weitwinkel) bis 135 mm (Teleobjektiv) oder mehr. Gängige Brennweiten sind 24 mm, 35 mm, 50 mm und 85 mm.
- Blendenöffnung: Sie verfügen häufig über eine größere maximale Blendenöffnung (z.B. f/1.4 oder f/1.8) im Vergleich zu Zoomobjektiven, was eine bessere Lichtstärke und die Möglichkeit zur Erstellung von unscharfen Hintergründen (Bokeh) ermöglicht.
- Optische Qualität: Da Festbrennweiten aus weniger beweglichen Teilen bestehen und oft auf eine einzige Brennweite optimiert sind, bieten sie oft eine hervorragende Bildqualität, sowohl hinsichtlich Schärfe als auch Farbtreue.
- Kompakte Bauform: Aufgrund ihrer einfacheren Konstruktion sind sie oft kleiner und leichter als Zoomobjektive, was sie besonders für die Reise– oder Streetfotografie attraktiv macht.
Vorteile
- Bildqualität: Überlegene Optik, insbesondere in Bezug auf Schärfe und Kontrast.
- Lichtstärke: Größere Blenden ermöglichen das Fotografieren bei schwachem Licht und kreative Möglichkeiten zur Steuerung der Schärfentiefe.
- Einfachheit: Fördern eine bewusste Bildgestaltung, da Fotografen häufig ihre Position und Bildkomposition ändern müssen, um den gewünschten Bildausschnitt zu erzielen.
- Kosteneffizienz: Oft preiswerter als Zoomobjektive mit ähnlicher Lichtstärke und Bildqualität.
Nachteile
- Begrenzte Flexibilität: Die feste Brennweite erfordert von Fotografen, dass sie sich physisch bewegen, um den Bildausschnitt anzupassen, was in bestimmten Situationen unpraktisch sein kann.
- Geringere Einsatzmöglichkeiten: Während einige Festbrennweiten universell verwendet werden können (z.B. 50 mm für Porträts und Alltagsfotografie), sind andere möglicherweise auf spezifische Anwendungen beschränkt.
Verwendung

Festbrennweiten finden in einer Vielzahl von fotografischen Disziplinen Anwendung, einschließlich:
Das erwartet dich im Beitrag
- Porträtfotografie: Beliebte Brennweiten sind 85 mm und 135 mm, die schmeichelhafte Proportionen und eine angenehme Hintergrundunschärfe erzeugen.
- Landschaftsfotografie: Hier werden häufig Weitwinkelobjektive wie 24 mm oder 35 mm eingesetzt, um weite Szenen zu erfassen.
- Street- und Dokumentarfotografie: Kleinere Brennweiten wie 28 mm oder 35 mm sind beliebt für ihre Vielseitigkeit und unauffällige Größe.
- Makrofotografie: Spezielle Makrofestbrennweiten ermöglichen das Aufnehmen von Detailaufnahmen aus der Nähe.
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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