Speicherkarten

Speicherkarten sind kleine Flash-Speicher, auf denen Digitalkameras Fotos und Videos ablegen. Welche Karte in eine Kamera passt, legt der Hersteller fest. Am weitesten verbreitet ist die SD-Karte. Profikameras nutzen zusätzlich oder ausschließlich schnellere Formate wie CFexpress. Neben der Bauform entscheiden Kapazität und Schreibgeschwindigkeit darüber, ob eine Karte zur Kamera und zum Einsatzzweck passt.

Gängige Kartenformate

FormatEinsatzHinweis
SD (SDHC, SDXC)die meisten Kamerasgünstig, große Auswahl
microSDActionkameras, Drohnen, Smartphonessehr klein, per Adapter auch in SD-Schächten nutzbar
CFexpress Typ ASony Alpha ab etwa 2020passt in kombinierte Schächte für SD und CFexpress A
CFexpress Typ BCanon, Nikon, Panasonic, Fujifilm (Profimodelle)sehr schnell, für hohe Serienbildraten und 8K-Video
CompactFlashältere Spiegelreflexkameraswird bei neuen Kameras nicht mehr eingesetzt
XQDNikon D500, D850 und frühe Z-ModelleVorgänger von CFexpress Typ B

Kapazitätsklassen bei SD-Karten

  • SD: bis 2 GB
  • SDHC: über 2 GB bis 32 GB
  • SDXC: über 32 GB bis 2 TB
  • SDUC: über 2 TB bis 128 TB

Ältere Kameras erkennen größere Kartentypen teilweise nicht. Ein Blick in die Bedienungsanleitung schafft hier Klarheit.

Geschwindigkeitsangaben verstehen

Auf SD-Karten stehen gleich mehrere Symbole. Für Fotografen ist vor allem die garantierte Mindestschreibgeschwindigkeit wichtig:

  • Class 10 und U1: mindestens 10 MB/s
  • U3 und V30: mindestens 30 MB/s
  • V60: mindestens 60 MB/s
  • V90: mindestens 90 MB/s

Die groß aufgedruckte Zahl wie „300 MB/s“ ist dagegen meist die maximale Lesegeschwindigkeit. Außerdem spielt der Bus eine Rolle. UHS-II-Karten haben eine zweite Kontaktreihe und sind deutlich schneller als UHS-I-Karten, aber nur in Kameras mit UHS-II-Schacht. In älteren Kameras laufen sie mit UHS-I-Geschwindigkeit.

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Speicherkarten für die Fotografie

Welche Geschwindigkeit wofür?

Für Landschaft, Porträt oder Reisefotos reicht eine U3-Karte in der Regel aus. Wer viele RAW-Serien aufnimmt, etwa bei Sport oder Tierfotografie, profitiert von schnellen UHS-II- oder CFexpress-Karten, weil sich der Pufferspeicher der Kamera schneller leert. Für Videos gibt die Kamera meist eine Mindestklasse wie V30 oder V60 vor. Eine zu langsame Karte kann dazu führen, dass die Aufnahme abbricht.

Tipps für den sicheren Umgang

  • Karten in der Kamera formatieren statt am Computer.
  • Bei zwei Kartenschächten die Sicherungskopie auf die zweite Karte nutzen.
  • Lieber mehrere mittelgroße Karten als eine sehr große verwenden.
  • Karten nicht entnehmen, solange die Kamera noch schreibt.
  • Bei Markenkarten bleiben, da Fälschungen günstiger Angebote häufig sind.

Verwandte Begriffe

Fazit

Speicherkarten speichern die Aufnahmen der Kamera. Welches Format passt, bestimmt die Kamera. Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die Mindestschreibgeschwindigkeit an, die zu Serienbildern und Videoauflösung passen muss.

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Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Stephan Forstmann - Fotografie Experte

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

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