OM System PEN Test 2026 – Mein Erfahrungsbericht

Die neue OM System PEN im Praxis-Test: Ich hatte sie einen Monat lang dabei. Stärken, Schwächen, Beispielfotos und für wen sich die Retro-Kamera lohnt.

OM System PEN Test 2026 – Mein Erfahrungsbericht 1


Retro! Ich durfte die neue OM System PEN testen. Und dafür habe ich mit der OM System PEN einen ganzen Monat lang fotografieret – lange genug, um sie nicht nur im Studio anzuschauen, sondern sie wirklich im Alltag zu benutzen. Die PEN ist 2026 neu erschienen und tritt mit einem klaren Versprechen an: eine kleine, schöne Retro-Kamera, die man gerne mitnimmt und nicht zu Hause lässt.

Im Test findest du neben meiner ehrlichen Meinung auch, wo die Kamera glänzt und wo sie Kompromisse macht. Unterwegs war ich mit zwei Objektiven: dem lichtstarken OM System M.Zuiko 25 mm F1.8 und dem neuen Kit-Zoom 14-42 mm F3.5-5.6 EZ III. Fotografiert habe ich damit einen Ausflug in die Sächsische Schweiz, Streetfotografie im Szeneviertel Dresden-Neustadt und einen herbstlichen Rundgang durch die Weinberge hier bei uns in Dorfnähe. Genau diese Mischung aus Landschaft, Stadt und Spaziergang zeigt gut, wofür die PEN gemacht ist.

Kurzer, aber wichtiger Hinweis für dich: Die Kamera und die beiden Objektive wurden mir für die Testdauer von OM System leihweise zur Verfügung gestellt. Meine Einschätzung bleibt davon unberührt – ich schreibe hier das, was ich im Monat mit der Kamera tatsächlich erlebt habe, inklusive der Dinge, die mich gestört haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schöne, kompakte Retro-Systemkamera mit 20,4-MP-Micro-Four-Thirds-Sensor, sensorbasiertem Bildstabilisator und spritzwassergeschütztem Gehäuse – ab 999 Euro (Body; Kit-Set etwas teurer).
  • Ideal für Street, Reise und den Alltag: klein, leicht, leise, intuitiv – eine Kamera, die man wirklich dabeihat.
  • Low Light ist in Ordnung (bis ISO 1600 sehr gut nutzbar), kann aber nicht mit großen Vollformat-Sensoren mithalten. Wer Freistellung und maximale High-ISO-Leistung braucht, schaut besser woanders.

Was ist besonders an der OM System PEN?

Die PEN ist bewusst anders als die sportlichen Flaggschiffe der Marke. Statt auf maximale Geschwindigkeit setzt sie auf Design, Größe und Bedienfreude. Das Gehäuse ist im klassischen PEN-Stil gehalten, wirkt hochwertig und liegt trotz der kompakten Maße erstaunlich gut in der Hand. Kurz gesagt: Die OM System PEN ist eine Kamera zum Mitnehmen und Benutzen, keine, die im Schrank auf den großen Einsatz wartet.

Technisch steckt trotzdem einiges drin, das man in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich findet. Dazu gehören der integrierte 5-Achsen-Bildstabilisator direkt im Sensor, ein spritzwasser- und staubgeschütztes Gehäuse und ein moderner Autofokus mit Motiverkennung. Die PEN gehört damit zu den günstigsten Systemkameras, die einen sensorbasierten Stabilisator mitbringen – ein echtes Argument, wenn du oft aus der Hand und bei wenig Licht fotografierst.

Technische Daten im Überblick

Die folgenden Eckdaten stammen aus dem offiziellen Datenblatt von OM System. Sie geben dir einen schnellen Überblick, bevor ich weiter unten auf meine Praxis-Erfahrung eingehe.

MerkmalOM System PEN
Sensor20,4 MP Live-MOS, Micro Four Thirds (17,4 × 13,0 mm)
BildprozessorTruePic IX
Bildstabilisator5-Achsen im Gehäuse, bis zu 5,5 EV (CIPA 2024)
AutofokusPhasen- + Kontrast-AF, 121 Punkte, Motiverkennung (Mensch, Hund, Katze)
Serienbilder5 B/s (mechanisch), 8 B/s mit C-AF, bis 30 B/s (fixierter AF, volle Auflösung)
ISO-BereichISO 200–25.600 (Low 64/100), Auto 64–6400
Sucherelektronischer OLED-Sucher, 2,36 Mio. Punkte, ca. 100 % Bildfeld
Display3,0″ (7,6 cm), 1,04 Mio. Punkte, schwenkbar (Vari-angle), Touch
Video4K/UHD 30p, C4K 24p, Full HD bis 60p; OM-Log/OM-Cinema-Profile
Wetterschutzstaub- und spritzwassergeschützt (IPX1 mit WR-Objektiv)
AkkuBLS-7, ca. 410 Aufnahmen (CIPA)
Gewichtca. 393 g (inkl. Akku & Karte)
Maße125,8 × 43,3 × 74,5 mm
Preisab 999 Euro (Body; Set mit Kit-Objektiv etwas teurer)
Eckdaten der OM System PEN laut Hersteller-Datenblatt.

OM System PEN Test: Das ist sehr gut

  • Tolles Retro-Gehäuse, das hochwertig wirkt und richtig Freude macht.
  • Klein, leicht und leise – eine Kamera, die man wirklich jeden Tag mitnimmt.
  • Einfache, intuitive Bedienung mit zwei Wahlrädern.
  • Sehr guter Autofokus mit zuverlässiger Motivverfolgung – auch bei kleiner Blende.
  • Sensorbasierter 5-Achsen-Bildstabilisator – und das zum günstigen Preis.
  • Viele Farbmodi und schöne JPEG-Farben direkt aus der Kamera.
  • Sehr gute Akkulaufzeit für diese Gehäusegröße.
  • Schwenk- und klappbares Touch-Display für flexible Perspektiven.
  • Spritzwasser- und staubgeschütztes Gehäuse.
  • Ideal für Streetfotografie und Reise geeignet.

OM System PEN Test: Das ist nicht so gut

  • Der An-/Aus-Schalter lässt sich mit einer Hand nur umständlich bedienen.
  • Die Griffmulde könnte für größere Hände etwas ausgeprägter sein.
  • Der Micro-Four-Thirds-Sensor kann bei sehr wenig Licht und bei der Freistellung nicht mit modernen Vollformat-Sensoren mithalten.

OM System PEN: Kurzfazit

Die OM System PEN ist eine kompakte spiegellose Systemkamera mit Micro-Four-Thirds-Sensor, die sich an alle richtet, die eine schöne, kleine Kamera für Street, Reise und den Alltag suchen. Der 20,4-Megapixel-Sensor liefert eine gute Bildqualität mit angenehmen JPEG-Farben, und der Autofokus arbeitet im Alltag schnell und treffsicher. Dazu kommen Bildstabilisator, Wetterschutz und eine Bedienung, die nach kurzer Eingewöhnung einfach Spaß macht.

Für wen lohnt sie sich? Für Fotografinnen und Fotografen, die Wert auf Design, geringes Gewicht und eine unauffällige Kamera legen – und die bewusst mit dem kleineren Sensor leben können. Wer dagegen maximale Low-Light-Leistung, starke Freistellung oder eine Action-Kamera für schnelle Sportszenen sucht, ist mit einem größeren Sensor besser bedient.

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Bildqualität
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Handling
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Autofokus
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Portabilität
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Akkulaufzeit
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Ausstattung

Transparenz-Hinweis: In diesem Beitrag findest du einen Partnerlink (mit * markiert). Kaufst du darüber, ändert sich der Preis für dich nicht – ich erhalte eine kleine Provision und finanziere damit den nächsten unabhängigen Test. Die Kamera wurde mir für den Test leihweise gestellt; meine Meinung bleibt davon unabhängig.

In diesem Test zur OM System PEN stecken viele Stunden im echten Fotoalltag: Aufnahmen in Stadt, Landschaft und auf Spaziergängen, ein genauer Blick auf Bildqualität, Bedienung und Verarbeitung. Hilft dir das bei der Entscheidung, dann schau gern über den Partnerlink im Beitrag. Der Preis ändert sich für dich nicht, ich erhalte eine kleine Provision und finanziere damit den nächsten unabhängigen Test.

Klein und im Retrolook
OM SYSTEM PEN

Die PEN ist eine Kamera, die man schnell überall hin mitnimmt. Ideal für Reisen, Street und Alltagsfotografie.

Stärken:
  • Klein und leicht
  • Leise Kamera
  • Gute Bildqualität
  • Sehr guter Autofokus
  • Sehr gute Akkulaufzeit
Schwächen:
  • Ein-Aus-Schalter schwierig zu bedienen mit einer Hand
  • Griffmulde könnte größer sein
Details:
  • 20,4 MFT Sensor
  • Sensorbasierter Bildstabilisator bis 5,5 EV
  • Viele nützliche CP Programme
  • Viele JPG Farbprofile
  • Dreh- und Schwenkbares Display
  • Elektronischer Sucher
  • 4K 30fps Video
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OM System PEN Test – mein ausführlicher Review

Ergonomie & Gehäuse

Der erste Eindruck zählt, und bei der PEN ist er gelungen: Das Retro-Gehäuse sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch wertig an. Die Kamera ist klein und leicht, passt in fast jede Tasche und fällt beim Fotografieren in der Stadt kaum auf. Genau das ist bei der Streetfotografie Gold wert, weil dich niemand gleich als Fotografen wahrnimmt.

Zwei Punkte sind mir im Monat aber negativ aufgefallen. Der An-/Aus-Schalter sitzt so, dass ich ihn mit einer Hand nur umständlich erreiche – da musste ich oft nachgreifen. Und die Griffmulde könnte für meinen Geschmack etwas ausgeprägter sein; mit größeren Händen hält man die Kamera eher mit spitzen Fingern als mit einem satten Griff. Beides sind keine Dealbreaker, aber Dinge, die man im Alltag merkt.

Bedienung, Tasten & Menü

Die Bedienung fand ich von Anfang an sehr intuitiv. Es stehen dir zwei Wahlräder zur Verfügung, mit denen du Blende, Belichtungszeit oder andere Parameter schnell verstellst. Die Tasten sind gut erreichbar und lassen sich konfigurieren, sodass du dir die wichtigsten Funktionen dorthin legen kannst, wo deine Finger ohnehin liegen.

Das Menü ist einfach und schlüssig aufgebaut – angenehm übersichtlich im Vergleich zu den riesigen Profi-Menüs anderer Kameras. Wer von einer anderen Marke kommt, braucht nur kurz, um sich zurechtzufinden. Für Einsteiger, die gerade erst eine Kameraempfehlung suchen, ist das ein echtes Plus, weil die PEN nicht mit Optionen erschlägt.

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Autofokus & Motivverfolgung

Der Autofokus hat mich im Test positiv überrascht. Er arbeitet schnell und treffsicher, und die Motivverfolgung hält das Motiv zuverlässig fest – auch dann, wenn ich mit kleiner Blende und viel Schärfentiefe fotografiert habe. In Dresden-Neustadt konnte ich so Szenen festhalten, ohne lange nachzufokussieren, was beim schnellen Fotografieren auf der Straße entscheidend ist.

Laut Datenblatt arbeitet die PEN mit einem kombinierten Phasen- und Kontrast-Autofokus über 121 Messfelder und erkennt Menschen, Hunde und Katzen. In der Praxis heißt das: Für Street, Reise und Alltagsmotive reicht die AF-Leistung locker. An das Niveau der sportlichen OM-System-Flaggschiffe kommt sie nicht heran – dafür ist sie aber auch nicht gebaut.

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Serienbild & Pro Capture

Beim Thema Geschwindigkeit ordnet sich die PEN klar als Alltags- und nicht als Action-Kamera ein. Im normalen Modus nimmt sie rund 5 Bilder pro Sekunde auf, was für Street und Reise völlig ausreicht. Wer gelegentlich den entscheidenden Moment einfangen will, findet im Pro-Capture- und im lautlosen Modus laut Datenblatt bis zu 30 Bilder pro Sekunde – praktisch etwa für ein auffliegendes Motiv oder eine kurze Bewegung.

Sucher & Display

Die PEN bringt laut Datenblatt einen elektronischen OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Punkten mit – schön, dass OM System hier nicht nur auf das Display setzt. Dazu kommt ein schwenk- und klappbares 3-Zoll-Touch-Display, das ich im Test oft genutzt habe: für Aufnahmen aus der Hüfte in der Stadt und für tiefe Perspektiven in den Weinbergen. Diese Flexibilität macht die Kamera gerade unterwegs angenehm.

Bemerkenswert ist, dass OM System den eingebauten Sucher überhaupt wieder verbaut – beim Vorgänger PEN E-P7 fehlte er noch. Amateur Photographer beschreibt die Sucheransicht als klar und scharf mit 0,62-facher Vergrößerung. Gerade bei hellem Sonnenlicht, wenn du auf dem Display kaum etwas erkennst, ist so ein Sucher ein echter Vorteil.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit hat mich für eine Kamera dieser Größe wirklich überzeugt. Das Datenblatt nennt rund 410 Aufnahmen nach CIPA, und in der Praxis bin ich bei entspanntem Fotografieren gut durch meine Ausflüge gekommen. Für einen langen, intensiven Fototag empfehle ich dir trotzdem einen zweiten Akku in der Tasche – das gilt aber für fast jede spiegellose Kamera.

Bildqualität, Sensor & High ISO

Der 20,4-MP-Micro-Four-Thirds-Sensor liefert eine Bildqualität, mit der ich im Alltag sehr zufrieden war. Besonders die JPEG-Farben gefallen mir direkt aus der Kamera – oft brauchte ich gar keine große Nachbearbeitung. Wer trotzdem feilen möchte, kann die Dateien ganz normal weiterverarbeiten, zum Beispiel mit KI-gestützter Bildbearbeitung für die Rauschreduktion.

Technisch setzt die PEN laut Amateur Photographer übrigens nicht auf den gestapelten Sensor der OM-1, sondern auf denselben 20-MP-Sensor wie die OM-5 Mark II. Das drückt den Preis, bringt aber trotzdem Phasen-Autofokus und schnelle Serien. In meinem Alltag habe ich von diesem Unterschied nichts Negatives gemerkt – für Street und Reise war die Bildqualität mehr als ausreichend.

Beim Thema Low Light muss man ehrlich bleiben. Bis ISO 1600 sind die Bilder sehr gut nutzbar, darüber wird das Rauschen sichtbarer. Insgesamt ist die Low-Light-Leistung in Ordnung, kann aber nicht mit modernen Vollformat-Sensoren mithalten – das liegt in der Natur des kleineren Sensors mit seinem 2×-Crop-Faktor. Für Street und Reise bei Tageslicht oder in der Dämmerung ist das kein Problem; wer dauerhaft in dunklen Räumen fotografiert, sollte das im Hinterkopf behalten.

Farbmodi & JPEG-Looks

Ein Punkt, der bei der PEN richtig Spaß macht, sind die vielen Farbmodi. Laut Datenblatt gibt es abgestufte Farb- und Monochrom-Profile sowie eine ganze Reihe Kunstfilter. Im Test habe ich damit gerne experimentiert – gerade in den herbstlichen Weinbergen passten die wärmeren Looks gut, und für die Stadt lohnt sich ein kräftiges Schwarz-Weiß. Das ist genau die Art von Spielerei, die zum Charakter einer PEN passt.

Computational Photography & Extras

Ein Punkt, der in dieser Preisklasse selten ist: Über eine eigene CP-Taste bündelt die PEN mehrere Rechen-Funktionen, die man sonst von den größeren OM-Modellen kennt. Laut Amateur Photographer gehören dazu ein Hi-Res-Modus (bis 50 Megapixel), Live ND, Fokus-Stacking, HDR und Mehrfachbelichtung – dazu der beliebte Live-Composite-Modus, mit dem sich Lichtspuren und Nachtszenen direkt in der Kamera aufbauen lassen. Das ist eine Menge für eine so kleine Kamera, und praktisch ist es vor allem, weil vieles schon bei der Aufnahme passiert, statt später am Rechner.

Weitere Beispielfotos von der OM System PEN

Damit du dir selbst ein Bild machen kannst, zeige ich dir eine Auswahl aus dem Testzeitraum: Aufnahmen aus der Sächsischen Schweiz, Street aus Dresden-Neustadt und den herbstlichen Rundgang durch die Weinberge. So siehst du Bildqualität, Farben und Schärfe in ganz unterschiedlichen Situationen.

Neben diesen Reise- Streetfotografie-Motiven möchte ich dir auch noch einige Fotos zeigen, die bei mir im Dorf und den Weinbergen entstanden sind:

Für wen ist die OM System PEN?

Die PEN ist eine klare Empfehlung für alle, die eine schöne, kleine Kamera für Street, Reise und den Alltag suchen. Sie ist leicht, leise und unauffällig – ideal, wenn du eine Kamera willst, die du wirklich jeden Tag dabeihast, statt sie zu Hause zu lassen. Auch für Einsteiger, die bewusst Design und einfache Bedienung schätzen, ist sie eine gute Wahl.

Weniger passend ist sie, wenn du maximale Low-Light-Leistung, starke Hintergrund-Unschärfe oder eine schnelle Action-Kamera für Sport und Wildlife brauchst. Dann lohnt der Blick auf einen größeren Sensor oder auf ein sportlicheres Modell – etwa auf meinen Test der OM-1 Mark II oder, wenn du generell weiterkommen willst, auf meine Übersicht zur Kamera für Fortgeschrittene.

Was andere Tester über die OM System PEN sagen

Mein Eindruck deckt sich weitgehend mit den ersten internationalen Tests. Chris Gampat von The Phoblographer nennt sie sinngemäß „the single best camera for street photography“, die er seit Langem genutzt hat. Er lobt vor allem den schnellen Autofokus für die Straße, das endlich per Touch bedienbare Menü und die Farbprofile. Als Kritikpunkte nennt er das Kunststoffgehäuse, den fehlenden zweiten Kartenslot und – wie ich – die Lage des Ein-/Ausschalters.

Joshua Waller von Amateur Photographer sieht die PEN als klassenbeste Kamera für ihr Geld und hebt besonders hervor, dass es die günstigste wetterfeste Systemkamera sei – dazu der Bildstabilisator, der eingebaute Sucher und die Film-Farbprofile. Er ordnet aber ein, dass im Inneren derselbe 20-MP-Sensor wie in der OM-5 Mark II steckt (kein gestapelter Sensor wie in der OM-1), dass es wegen des Suchers keinen eingebauten Blitz gibt und dass andere Kameras mehr Auflösung und besseres Video bieten. Die Bildstabilisierung fand er stark und konnte freihändig noch bei 1/6 Sekunde scharfe Bilder machen.

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Häufige Fragen zur OM System PEN

Was kostet die OM System PEN?

Die OM System PEN startet bei rund 999 Euro für das Gehäuse; das Set mit dem Kit-Objektiv 14-42 mm liegt etwas höher. Den aktuellen Tagespreis solltest du vor dem Kauf im Shop prüfen, da er sich ändern kann.

Ist die OM System PEN wetterfest?

Laut Datenblatt ist das Gehäuse staub- und spritzwassergeschützt (IPX1 in Kombination mit einem spritzwassergeschützten OM-System-Objektiv). Sie ist damit gegen Spritzwasser und Staub gewappnet, aber kein Tauch- oder Unterwassergehäuse.

Hat die OM System PEN einen Sucher?

Ja. Laut Hersteller-Datenblatt besitzt die PEN einen elektronischen OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Punkten, ergänzt durch ein schwenkbares 3-Zoll-Touch-Display.

Für wen eignet sich die OM System PEN?

Die PEN eignet sich vor allem für Street-, Reise- und Alltagsfotografie. Sie ist klein, leicht, leise und bietet einen Bildstabilisator sowie schöne JPEG-Farben – ideal für alle, die eine unauffällige Kamera zum Mitnehmen suchen.

Welchen Sensor hat die OM System PEN?

Die PEN nutzt einen 20,4-Megapixel-Micro-Four-Thirds-Sensor mit TruePic-IX-Prozessor. Der Sensor bringt einen 2x-Crop-Faktor mit, was für kompakte Objektive, aber geringere Freistellung als Vollformat sorgt.

Welche Objektive passen an die OM System PEN?

An die PEN passen alle Objektive mit Micro-Four-Thirds-Bajonett. Im Test habe ich das OM System 25 mm F1.8 und das Kit-Zoom 14-42 mm F3.5-5.6 EZ III genutzt.

Fazit: OM System PEN Test

Nach einem Monat mit der OM System PEN fällt mein Fazit klar aus: Das ist eine Kamera, die man gerne in die Hand nimmt. Sie ist schön, klein und leise, bietet mit Bildstabilisator und Wetterschutz mehr, als der Preis vermuten lässt, und liefert angenehme Bilder mit tollen JPEG-Farben. Für Street, Reise und den Alltag ist sie ein richtig sympathischer Begleiter.

Das hat mir an der OM System PEN gefallen

  • Das schöne, kompakte Retro-Gehäuse mit Wetterschutz
  • Die intuitive Bedienung mit zwei Wahlrädern und konfigurierbaren Tasten
  • Der sehr gute Autofokus mit Motivverfolgung
  • Sensorbasierter Bildstabilisator zum günstigen Preis
  • Die schönen JPEG-Farben und die vielen Farbmodi
  • Die gute Akkulaufzeit und das geringe Gewicht

Das hat mir an der OM System PEN nicht gefallen

  • Der An-/Aus-Schalter ist einhändig schwer zu bedienen
  • Die Griffmulde könnte größer sein
  • Low Light und Freistellung sind durch den kleineren Sensor begrenzt

Klein und im Retrolook
OM SYSTEM PEN

Die PEN ist eine Kamera, die man schnell überall hin mitnimmt. Ideal für Reisen, Street und Alltagsfotografie.

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Alternativen zur OM System PEN

Die PEN ist eine kompakte, stylische MFT-Kamera für Street und Reise. Je nachdem, ob du beim kleinen Sensor bleiben oder lieber einen größeren möchtest, kommen diese Alternativen infrage:

  • OM System OM-5*: die robustere, ebenfalls kompakte MFT-Alternative im selben System, mit stärkerem Wetterschutz.
  • Panasonic Lumix GX9*: eine Kamera im Messsucher-Stil mit MFT-Sensor und Bildstabilisator – ähnliche Zielgruppe wie die PEN.
  • Fujifilm X-T50*: APS-C mit Film-Simulationen und Retro-Look, wenn du einen größeren Sensor möchtest.
  • Canon EOS R50*: günstige APS-C-Systemkamera für Einsteiger (ohne Bildstabilisator im Gehäuse).

Mehr kompakte Kameras mit kleinem Sensor findest du in meiner Übersicht der besten Micro-Four-Thirds-Kameras. Und wenn du grundsätzlich noch unsicher bist, welche Kamera zu dir passt, hilft dir meine große Kameraempfehlung weiter.

Deine Meinung zur OM System PEN?

Mich interessiert, wie du über die PEN denkst. Hast du sie schon in der Hand gehabt oder überlegst du, sie dir zu kaufen? Schreib mir gern einen Kommentar – ich antworte bestimmt.

Fotografie Tipps Stephan Forstmann

Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor aus Dolgesheim, Rheinland-Pfalz

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.

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