In meinem Langzeit-Test erzähle ich dir von meinen Erfahrungen, die ich als Hochzeits- und Portraitfotograf mit der Canon EOS R6 machen konnte.
Das erwartet dich im Beitrag
Die Canon EOS R6 habe ich mir Anfang 2021 gekauft und ich nutze die Kamera seitdem für die:
Ich arbeite auch 2024 noch mit zwei EOS R6 Bodys. Du erhältst in meinem Langzeit-Test also einen ehrlichen Erfahrungsbericht – basierend auf fast drei Jahren Dauernutzung der EOS R6 bei über 150000 geschossenen Fotos.
Canon EOS R6 Test: Kurze Zusammenfassung

Canon EOS R6 Test: Kurzfazit

Die Canon EOS R6 ist (auch 2024) eine extrem gute Kamera, mit der man absolut zuverlässig und sehr leise fotografieren kann.
Sie liefert selbst bei hohen ISO-Einstellungen von bis zu 3200 eine ausgezeichnete Bildqualität, wobei sie mit lebendigen Farben und einem beeindruckenden Dynamikbereich überzeugt.
Die Ergonomie der Canon EOS R6 gehört zu ihren herausragenden Merkmalen. Dank der drei Einstellräder und einer Vielzahl von individuell konfigurierbaren Knöpfen ist eine exzellente und schnelle Bedienung möglich.
Zudem liegt die Kamera angenehm in der Hand, was das Handling besonders komfortabel macht.
Die EOS R6 ist für mich eine der top Empfehlungen für alle, die eine leistungsstarke Vollformatkamera wollen, aber nicht mehr als 1600€ ausgeben möchten.
- 20,1 Megapixel Vollformat CMOS Sensor
- Serienbildrate:12 / 20 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
- DIGIC X Bildprozessor
- 4K Video mit 60 fps
- 1080p Video mit 120 fps
- Natives ISO von 100 bis 102,400
- 8 Stufen Bildstabilisator in 5 Achsen
- Zwei UHS-II SD Speicherkartenplätze
- Dual Pixel CMOS AF II
- 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
- 598 Gramm leicht
- Spritzwassergeschütztes Gehäuse
- Klapp- und schwenkbares Display
- Sehr schnelle Kamera
- Sehr guter, verlässlicher Autofokus
- Exzellente Ergonomie
- Starke Videofunktionen
- Guter, klarer Sucher
- Sehr leise Kamera
- Gutes Rauschverhalten
- Nur 20 Megapixel, daher weniger Cropmöglichkeiten
- Bildqualität: 8/10
- Handling: 9,5/10
- Geschwindigkeit: 9/10
- Ausstattung: 8/10
- Autofokus: 9/10
- Videofunktionen: 8/10
Canon EOS R6 Test: Technische Daten
Natürlich kommen wir im Test nicht um die technischen Spezifikationen der Canon EOS R6 herum. Die Wichtigsten Features möchte ich dir hier kurz in der Übersicht zeigen:
| Kameratyp | Systemkamera mit Wechselobjektiv |
| Objektivanschluss | Canon RF |
| Bildsensor | CMOS |
| Sensorgröße: | 36 mm × 24 mm ( Kleinbild / Vollformat) |
| Auflösung | 20,1 Megapixel |
| Bildgröße in Pixel | 5.472 × 3.648 |
| Seitenverhältnis | 3:2 |
| Aufnahmeformate | RAW, JPEG, HEIF |
| ISO | 100 bis 102.400 |
| Sensorbasierte Bildstabilisierung | ja, bis zu 8 Stufen |
| Bildschirm | 3,0″ Touchscreen |
| Auflösung Bildschirm | ca. 1,62 Mio. Pixel |
| Sucher | elektronisch, 0,5 “ OLED |
| Auflösung Sucher | 3,69 Mio. Pixel |
| Betriebsarten | Einzelbild, Serienbild langsam, Serienbild, Serienbild schnell, Selbstauslöser, Bulb |
| Serienbildrate | max. 20 Bilder pro Sekunde |
| Autofokus: | Dual Pixel CMOS AF II |
| AF-Betriebsarten | One-Shot (Einzelautofokus), Servo (kontinuierlicher Autofokus), manuelle Scharfstellung |
| Motiverkennung | ja, Augen, Menschen, Tiere, Fahrzeuge |
| Verschluss | elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss |
| Maximale / minimale Verschlusszeiten | 30 s –1/8000 s |
| Blitzschuh | E-TTL II |
| Speicherkarten | 2× SD UHS-II |
| Akku | LP-E6NH |
| Maße | ca. 138,4 mm × 97,5 mm × 88,4 mm (BHT) |
| Gewicht | ca. 598 g (nur Gehäuse) |

Canon EOS R6 Test – mein ausführlicher Review
Direkt im ersten Praxiseinsatzhatte ich an der R6 so viel Freude, dass ich gar nicht aufhören wollte, zu fotografieren. Für mich war direkt nach dem ersten Shooting klar, dass ich mit der R6 eine perfekte Kamera für meine Arbeitsweise gefunden habe.
Die Canon EOS R6 ist eine spiegellose Systemkamera, die durch ihr außergewöhnlich gutes Handling und eine beeindruckende Geschwindigkeit besticht, gepaart mit einem hervorragenden Autofokussystem. Zusätzlich zu den innovativen Funktionen wie dem integrierten Bildstabilisierungssystem (IBIS) und der Tieraugen-Autofokusfunktion war ich besonders von dem leisen Verschluss der Kamera beeindruckt.
Canon EOS R6 Test: Das ist sehr gut
- Die Canon EOS R6 liegt wie jede Canon-Kamera exzellent in der Hand, die Bedienung macht Freude und ist intuitiv.
- Herausragend ist der Autofokus der EOS R6, der an jede Situation angepasst werden kann.
- Wie bei der EOS R ist der Servo-Modus für kontinuierliches Fokus-Nachführen extrem gut und wurde sogar noch verbessert – sowohl im Foto- als auch im Videobetrieb.
- Offenblendig zu fotografieren war noch nie so einfach, was besonders bei Portraits von Vorteil ist.
- Rauscharmer Sensor – ISO 25600 ist absolut nutzbar.
- Sensor liefert klare, scharfe Bilder
- In Body Stabilisierung, die sehr gut funktioniert
- 16 bzw. 20 Fotos pro Sekunde
- Einfache, für Canon typische, intuitive Bedienung
- Extrem leise Kamera und somit besonders geeignet für Reportage
- Präzises Face-Tracking & extrem verlässlicher Augenautofokus!
- Objektive von Drittanbietern fokussieren auch an der Canon EOS R6 exakt und sicher. Besonders die Sigma Art und Tamron SP Objektiv-Serien profitieren davon.
- Wählen des Fokuspunktes via Touch and Drag gibt einen Geschwindigkeitsbonus. Fokuswahl via Joystick ist aber auch sehr schnell erledigt.
- Geringes Gewicht
- EF-RF-Adapter funktioniert perfekt
- Sucher ist flimmerfrei und so scharf, dass ich sogar bei meinem 105mm 1.4 die Schärfeebene auf kurzer Distanz sehe
- Hohe Konfigurierbarkeit der Tasten
- Video mit 60fps im 4k-Modus und Autofokus läuft extrem gut
- Zwei SD Kartenslots
Canon EOS R6 Test: Das ist nicht so gut
- Filmen in 4K 60 zeitlimitiert
- Kein Schulterdisplay
- Sensor hat nur 20 Megapixel
- Konfiguration der Videofunktionen im Fotomodus softwareseitig stark eingeschränkt
Die EOS R6 hat genau ein einziges Shooting gebraucht, um meine Hauptkamera zu werden. Die ausführlichen Gründe dafür möchte ich Punkt für Punkt ganz genau erläutern:
Ergonomie / Handling

Wie schon die EOS R, deren Test du hier finden kannst, überzeugt auch die EOS R6 durch eine hervorragende Haptik. Sie lag auch nach sechs Stunden intensiven Shootings angenehm in der Hand – und das selbst mit zum Teil schweren Objektiven. Die Bedienelemente befinden sich für mich an idealen Positionen. Der Griff ist komfortabel dimensioniert, was jederzeit das Gefühl verleiht, die Kamera sicher zu kontrollieren. Selbst bei längeren Fotoeinsätzen bleiben die Hände krampffrei und ermüden nicht. Davon kann sich Sony so einiges abgucken!
Ein herausragendes Merkmal der Canon EOS R6 sind die drei integrierten Einstellräder. Diese ermöglichen eine simultane und schnelle Anpassung von wichtigen Aufnahmeparametern wie Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert bei manueller Belichtungseinstellung. Zusätzlich erweitert der RF Steuerring am Objektiv die Bedienungsmöglichkeiten um ein viertes wählbares Einstellrad, das sich mit einer Funktion Ihrer Wahl belegen lässt.
Die sehr gute Ergonomie wird gepaart mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten für die einzelne Knöpfe der EOS R6. Die EOS R6 besitzt einen Joystick und direkt daneben liegt die AF-On-Taste, die ich so konfiguriert habe, dass bei Knopfdruck der Augenautofokus aktiv ist, solange ich diese Taste gedrückt halte. Dadurch geht die Bedienung fließend schnell von der Hand und ich kann den Autofokus und die Einstellungen ändern, ohne das Auge vom Sucher zu nehmen.
Der Sucher der EOS R6

Der elektronische Sucher der EOS R6 besticht durch seine glasklare Darstellung, lebhaften Kontrast und ausgezeichnete Schärfe, was das Fotografieren zu einem echten Vergnügen macht. Der Sucher ist blackoutfrei – du hast also immer den Blick auf dem aktuellen Motiv. Um Energie zu sparen, habe ich den Sucher übrigens auf 60 Bilder pro Sekunde eingestellt. Sowohl tagsüber bei strahlendem Sonnenschein im Juli 12 Uhr mittags, als auch im Dunklen erkennt man im Sucher seine Motive zuverlässig.
Was Canon noch gegenüber der EOS R verbessert hat, ist die Polsterung ganz oben am Sucher. Denn bei der EOS R war sie zu dünn. Nun kann man stundenlang das Auge am Sucher lassen und bekommt keine Druckstellen mehr. Mittels Dioptrien-Einstellrädchen kann der Sucher für Brillenträger noch etwas Schärfer gestellt werden.
Geschwindigkeit
Die EOS R6 beeindruckt mit einer hohen Geschwindigkeit von 20 Bildern pro Sekunde bei Nutzung des elektronischen Verschlusses. Lediglich ihr Nachfolgemodell, die R6 Mark II, übertrifft sie mit 40 Bildern pro Sekunde. Bemerkenswert ist zudem, dass bei voller Serienbildrate die gesamte Bandbreite der Autofokus-Funktionen zur Verfügung steht, ohne jegliche Einschränkungen.
Autofokus der Canon EOS R6
Auch wenn mit der Canon EOS R3 und der Canon EOS R6 Mark II bereits Modelle mit noch besserem Autofokus am Markt sind, gibt es keinen Grund den sehr guten Dual Pixel CMOS II AF der Canon EOS R6 in irgendeiner Weise schlechtzureden. Er fokussiert schnell und präzise meine Motive und ich habe bisher noch keine Situation gefunden, die der Autofokus nicht geschafft hat. Selbst eine freie Trauung in der blauen Stunde, um 22 Uhr, konnte ich problemlos und ohne Aussetzer des AF-Systems fotografieren.
Der Autofokus erkennt Augen und Gesichter sehr zuverlässig. In Kombination mit der Touch and drag Funktion kann ich auch in hektischen Situationen den Fokuspunkt in Bruchteilen einer Sekunde da platzieren, wo ich das möchte. Alternativ habe ich auch die Sterntaste so belegt, dass ein Knopfdruck darauf das nächstgelegene Gesicht bzw. Auge fokussiert.
Das funktioniert übrigens auch im Servomodus – also dem kontinuierlichen Nachverfolgen von Objekten. Damit sitzt auch bei offener Blende und bewegten Motiven der Fokus immer perfekt.
Die Präzision des Autofokus der EOS R6 beeindruckt konstant bei allen meinen getesteten Motiven durch seine hohe Treffsicherheit und Zuverlässigkeit. Laut Canon ist das Dual Pixel CMOS AF II System so empfindlich, dass es in nur 0,05 Sekunden fokussiert.

Autofokus mit adaptierten Objektiven
EF-Objektive funktionieren an der EOS R6 in Verbindung mit einem Adapter tadellos und dies in jedem Autofokusmodus. Wie erwartet, profitieren EF-Objektive aufgrund des Dual-Pixel-Autofokus bei der spiegellosen R6 von einer verbesserten und präziseren Fokussierung im Vergleich zu DSLR-Kameras.
Das Gesichts- und Augenerkennungssystem der EOS R6 arbeitet unglaublich präzise und zuverlässig. Insbesondere die Nutzung des Augen-AF in Kombination mit meinem Sigma Art 105mm f/1.4 Objektiv ist sehr angenehm. Fotos bei einer offenen Blende von f/1.4 kommen durchgängig knackscharf zur Geltung – was früher oftmals mehr einem Glücksspiel glich.

Übrigens funktionieren bei mir alle EF Objektive der Dritthersteller am Adapter. Es gibt jeodhc ein paar Ausnahmen. Ich empfehle dir also einen Blick in die Kompatibilitätslisten von Sigma und Tamron zu werfen.
Kontinuierliche Motiv-Verfolgung Canon EOS R6
Der Servo-Autofokus der EOS R6, der ein kontinuierliches Nachfokussieren des Motivs ermöglicht, funktioniert so hervorragend, dass ich mittlerweile fast ausschließlich in diesem Modus fotografiere. Die einzigen Ausnahmen bilden Makroaufnahmen und Situationen, in denen die Kamera auf einem Stativ fixiert ist. Bei nahezu allen Shootings, seien es Porträts, Paare oder Familien, setze ich den Augen-AF ein. Die Präzision des Autofokus ist sowohl bei statischen als auch bei schnell bewegten Motiven beeindruckend und das selbst bei Objektiven, die eine niedrigere Autofokusgeschwindigkeit aufweisen.
Bildqualität und Sensor der EOS R6
Bereits nach den ersten Fotos die ich testweise mit der EOS R6 gemacht habe, war klar, dass die Bildqualität der Canon EOS R6 ohne Zweifel extrem gut ist. Ich sehe trotz der „nur“ 20 Megapixel keine Unterschied zu den 30 Megapixel der EOS R. Ganz im Gegenteil sogar: Die Bilder wirken teils noch schärfer. Die Farben sind klar und wunderschön anzusehen, wirken jedoch in keiner Weise übertrieben.
Einen Nachteil haben dann die 20 Megapixel doch – eingeschränkte Crop-Möglichkeiten. Dessen muss man sich bewusst sein und bereits beim Fotografieren versuchen, die richtige Komposition zu bekommen. Aber Fakt ist: der Unterschied von 20 zu 24 Megapixel ist so gering , dass er eigentlich nicht auffällt
Der Dynamikumfang ist wie bei allen Kameras heutzutage absolut top. Schließlich bekommt man bei der R6 auch den Sensor, der beim DSLR Flagschiff von Canon der 1D X Mark III verbaut ist. Wenn man also mal eine Belichtung versaut, was durch den elektronischen Sucher eigentlich nicht vorkommen sollte, dann kann man die dunklen Bereiche problemlos um bis zu 2 Blenden oder mehr aufhellen. Auch helle Bereiche können oft noch super abgemildert werden. Das sieht man auch auf den folgenden Bildern, die bei einem Babybauchshooting im Sonnenuntergang mit der EOS R6 gemacht wurden.
Die gängigen Tests, bei denen Aufnahmen absichtlich unterbelichtet und anschließend in der Nachbearbeitung um fünf Blendenstufen aufgehellt werden, erscheinen mir aus fotografischer Sicht nicht praxisrelevant. Natürlich gibt es Lichtsituationen, in denen man selektiv bestimmte Bereiche des Bildes in der Postproduktion aufhellen muss. Allerdings habe ich in der Praxis selten die Notwendigkeit gehabt, die Belichtung um mehr als eine bis zweieinhalb Blendenstufen anzupassen. Wer sich regelmäßig in Situationen wiederfindet, in denen eine deutliche Aufhellung erforderlich ist, sollte möglicherweise seine Belichtungstechnik überdenken.
Kein erfahrener Landschaftsfotograf würde bei Szenen mit extremen Dynamikunterschieden lediglich eine einzelne Aufnahme machen. Trotz eines leicht verbesserten Dynamikumfangs des Sensors bleiben Belichtungsreihen das bevorzugte Mittel, um in solchen Situationen das Optimum aus jedem Detail herauszuholen.
Bildrauschen

Verglichen mit allen Kameras, die ich von Canon bisher in der Hand hatte, muss ich ganz klar sagen, dass die Canon EOS R6 der Sieger beim High ISO ist. Zumindest, wenn man die vier mal teurere Canon EOS R3 weglässt, die einen stacked Sensor besitzt,
Als Hochzeitsfotograf gerate ich an jedem Wochenende in Szenarien, in denen schwierige Lichtverhältnisse meine Ausrüstung auf die Probe stellen.
Obwohl ich nur selten ISO-Werte jenseits von 6400 verwende und mich abends oft auf den Einsatz von Blitzen verlasse, begegne ich in Deutschland gelegentlich dunklen Kirchen, in denen das Blitzen untersagt ist oder unpassend wäre. In solchen Fällen bin ich für jede zusätzliche Reserve bei der ISO-Empfindlichkeit dankbar.
Das Rauschverhalten der EOS R6 ist exzellent, wobei selbst bei ISO 25600 die Qualität für viele Ansprüche ausreicht. Diese Eigenschaft prädestiniert die Kamera auch besonders für die Astrofotografie:
Canon EOS R6 Testfotos
Ich habe hier noch mehr Testfotos für dich, die mit der Canon EOS R6 aufgenommen wurden. Teils mit großen Blendenwerten von 1.4 oder 2.0. Ein Klick öffnet die Testbilder – darunter viele mit EXIF-Daten, die ich mit der EOS R6 gemacht habe, vergrößert.
Akkuleistung
Die Akkulaufzeit der Canon EOS R6 erfordert aufgrund des integrierten Bildstabilisierungssystems (IBIS), des energieintensiven Sensors und Prozessors durchaus Beachtung, insbesondere wenn man Objektive mit optischem Bildstabilisator verwendet, da diese den Akkuverbrauch weiter erhöhen können.
Bei ausgedehnten Hochzeitsreportagen hat sich gezeigt, dass ein
Der neue LP-E6NH
UPDATE: Seit 2022 setze ich auf Patona-Protect Akkus und bin von ihrer Leistung sowie Langzeithaltbarkeit überzeugt – sie stehen dem originalen
Ersatzakku Canon LP-E6NH, nutze ich in all meinen Canon Kameras seit ca. einem Jahr.
- Gleiche Leistung wie der originale LP-E6NH
- 2er Pack
Lautstärke der R6
Ein herausragendes Merkmal der Canon EOS R6 ist ihr äußerst leiser Verschluss. Unter allen Kameras, die ich bisher getestet habe, ist das Auslösegeräusch der EOS R6 und auch der R5 das dezenteste. Der Verschluss ist tatsächlich so leise, dass selbst der elektronische Verschluss überflüssig erscheint, wenn es darum geht, unauffällig zu fotografieren. Dies macht die EOS R6 (und ebenfalls die R5) zum idealen Instrument für Reportagefotografen, insbesondere im Bereich der Hochzeitsfotografie – sei es bei kirchlichen, standesamtlichen oder freien Trauungen. Ich werde auf Hochzeiten oft von Gästen gefragt, ob ich überhaupt Fotos mache, da sie kein Klicken vernehmen – ein Zeugnis dafür, wie leise die Kamera tatsächlich ist. Für die unauffällige Reportagefotografie ist dies ein wahrer Game-Changer.
IBIS – sensorbasierte Bildstabilisierung
Meine Freude war groß, als Canon bei der EOS R6 schließlich einen integrierten Bildstabilisator (IBIS) einführte. Das Warten hat sich gelohnt, denn der IBIS funktioniert wirklich hervorragend. Selbst mit meinem 105mm-Objektiv erziele ich noch bei einer Verschlusszeit von 1/15 Sekunde scharfe Aufnahmen – ein beeindruckendes Ergebnis.
Auch im Bereich der Videografie erweist sich der interne Bildstabilisator als äußerst wertvoll. Es zeigt sich auch hier, dass der IBIS eine hervorragende Arbeit leistet und wesentlich zur Aufnahmequalität beiträgt.
Zwei Kartenslots
Vielen Dank, dass dieses Feature integriert wurde – es ist einfach eine Selbstverständlichkeit für eine Kamera in dieser Preiskategorie. Es bedarf keiner weiteren Worte. In der Canon EOS R6 kannst du zwei UHS-II SD-Karten gleichzeitig und nach Belieben bespielen.
Videofunktionen
Nach den ersten Gehversuchen mit dem Videomodi der EOS R6, kann ich nur sagen, dass die 4K mit 50 Bildern pro Sekunde extrem gut sind und der Fokus im Video-Modus verlässlich arbeitet. Auch Zeitlupen mit 100fps bei Full HD mit Autofokus zu filmen, hat mir viel Freude bereitet.
Trotzdem möchte ich erwähnen, dass Canon die R6 scheinbar softwareseitig und völlig unnötig limitiert hat. In den Custom Modi kann man beispielsweise KEINE Videoeinstellungen speichern, was extrem schade ist. Drückt man im Fotomodus den Aufnahmeknopf und filmt eine Sequenz, was einige Kollegen auf Hochzeiten durchaus machen, so filmt die R6 ausschließlich im Automatikmodus und man hat keine Kontrolle über Verschlusszeit, ISO und Blende. Dafür muss man nämlich immer in den Video-Modus via Programm-Wahlrad wechseln.
Das ist leider eine echt fiese, softwareseitige Limitierung an der R6 – denn selbst die EOS R erlaubt die volle Kontrolle der Blende, wenn man „schnell mal nur filmen möchte“.
Staubschutz beim Objektivwechsel
Wie schon bei der EOS R schützt ein cleveres Feature den Sensor: Beim Ausschalten der Kamera fährt automatisch der Verschluss herunter, um zu verhindern, dass bei einem Objektivwechsel Staub auf den Sensor gelangt. Zusätzlich lässt sich nun im Menü einstellen, ob diese Funktion aktiviert sein soll oder nicht. Dies ist eine sehr praktische Option für alle, die häufig mit unterschiedlichen Festbrennweiten arbeiten und Wert auf einen sauberen Sensor legen.
Touch and Drag Fokuswahl
Wie bei den neuesten spiegellosen Kameramodellen von Canon üblich, ermöglicht die Touch-and-Drag-Funktionalität auf dem Display das blitzschnelle Verschieben des Fokuspunkts, selbst während man durch den Sucher blickt. Die Handhabung ist bei der EOS R6 nochmals spürbar schneller und flüssiger als beim Vorgängermodell EOS R.
Alternativen zur Canon EOS R6
Natürlich ist keine Kamera perfekt und es gibt auf dem Markt verschiedene Alternativen, die je nach individuellen Bedürfnissen als Alternative zur R6 in Betracht gezogen werden können.
Canon EOS R6 Mark II
Die Canon EOS R6 Mark II ist die modernisierte Version der R6. Sie hat einen besseren Sensor und einen noch weiter verbesserten Autofokus und ist rund 1000€ teurer.
Blitzschnelle Vollformat-Systemkamera - ein echter Allrounder für Reportage, Hochzeiten, Sport, Tiere und die Alltagsfotografie.
- 24.2 Megapixel Vollformat CMOS Sensor
- Serienbildrate:12 / 40 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
- DIGIC X Bildprozessor
- 6K Videoaufnahme mit 60 fps (ProRes RAW extern)
- 4K 60 fps intern
- 1080p mit 180 fps
- Natives ISO von 100 bis 102,400
- 8 Stufen Bildstabilisator in 5 Achsen
- Zwei UHS-II SD Speicherkartenplätze
- Dual Pixel CMOS AF II
- 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
- 588 Gramm leicht
- Spritzwassergeschütztes Gehäuse
- Klapp- und schwenkbares Display
- Extrem schnelle Kamera
- Extrem guter, verlässlicher Autofokus
- Exzellente Ergonomie
- Sehr starke Videofunktionen
- Guter, klarer Sucher
- Sehr leise Kamera
- Gutes Rauschverhalten
- teuer
- Bildqualität: 9/10
- Handling: 9,5/10
- Geschwindigkeit: 10/10
- Ausstattung: 8/10
- Autofokus: 10/10
- Videofunktionen: 9/10
Hier geht es zu meinem Test der Canon EOS R6 Mark II
Canon EOS R8
Die Canon EOS R8 ist die abgespeckte Variante der neueren R6 Mark II.Sie liegt preislich in etwa im Bereich der Canon EOS R6.
Kleine und leichte Kamera mit Vollformat-Sensor. Ideal für Reisen und den Alltag. Die Canon EOS R8 hat zudem starke Videofunktionen und ist mit einem der besten Autofokus-Module ausgestattet.
Hier geht es zu meinem Test der Canon EOS R8
Canon EOS R5
Hier ist eine verbesserte Formulierung:
Die Canon EOS R5, obwohl sie bereits älter ist, bleibt auch im Jahr 2024 eine empfehlenswerte Kamera, die hervorragende Bildqualität liefert. Besonders ansprechend ist sie für dich, wenn du häufig Videos aufnimmst oder deine Fotos nachträglich zuschneidest. Allerdings bleibt sie nach wie vor recht kostspielig.
Auch 2025 noch eine der besten Systemkameras die es von Canon gibt. Für Profis gebaut, die in den widrigsten Witterungsbedingungen zuverlässig arbeiten müssen. Der Autofokus, die hohe Auflösung und die Videofeatures sind eine Klasse für sich.
Hier geht es zu meinem Test der Canon EOS R5
Häufige Fragen zur Canon EOS R6
Die Canon EOS R6 ist eine Kamera für Profis und sehr ambitionierte Hobbyfotografen.
Hochzeitsfotografie
Portraitfotografie
Sportfotografie
Natur- und Tierfotografie
Street- und Reisefotografie
Dokumentations- und Reportagefotografie
Astrofotografie
An die Canon EOS R6 können nativ RF-Objektive angeschlossen werden.
Mittels EF auf RF Adapter können auch EF Objektive – auch von Drittherstellern an der EOS R6 genutzt werden.
Bei mir auf Hochzeiten zwischen 1000 und 1300 Fotos.
Die EOS R5 hat zwei UHS II SD-Kartenslots.
Es passen alle Akkus der LP-E6 Familie (LP-E6, LP-E6N, LP-E6NH).
Die EOS R6 besitzt folgende Fokusmodi:
Einzelfelder, Zonen, Gesicht, Auge, Automatik
Ja, die Canon EOS R6 liefert auch 2023 immer noch ein sehr gutes Allroundpaket für einen vernünftigen Preis. Die Geschwindigkeit und Autofokus sind sehr gut und helfen dabei. Momente perfekt festzuhalten.
Der Verschluss bzw. das Auslösegeräusch der Canon EOS R6 ist extrem leise und fast nur vom Fotografen zu hören, der die Kamera am Gesicht hat. Die EOS R6 kann zudem, mittels elektronischem Verschluss, komplett lautlos fotografieren.
Canon EOS R6 Test: Fazit
Im Test der Canon EOS R6 wird rasch deutlich, dass sie eine ideale Kamera für die Fotoreportage darstellt, insbesondere für Hochzeitsfotografen, Fotojournalisten und Sportfotografen. Sie überzeugt durch ihre starke Leistungsfähigkeit, ergänzt um einen rasend schnellen Autofokus und einen unglaublich leisen Verschluss. Seit Anfang 2021 ist die EOS R6 meine primäre Kamera für Hochzeitsreportagen, und ich kann sie ohne Vorbehalt allen Kollegen in diesem Bereich wärmstens ans Herz legen.
- Der Sucher der EOS R6 zeichnet sich durch eine klare Ansicht und eine angemessene Vergrößerung aus.
- Die EOS R6 hat einen sensorbasierten Bildstabilisator, der sich auf meine Aufträgen schon bemerkbar gemacht hat. Besonders auf Hochzeiten sind in den späteren Abendstunden noch Fotos ohne Blitz machbar.
- Die Canon EOS R6 hat mich hat mich in zwei Jahren bei Wind und Wetter, Hitze und Regen nicht eine Sekunde im Stich gelassen und auch einen Sturz aus Hüfthöhe überstanden. Und auch wenn es inzwischen schon den Nachfolger, die Canon EOS R6 Mark II gibt, nutze ich meine R6 immer noch für alle Aufträge.
- Die geringe Auflösung von 20 Megapixel ist ein kleiner Minuspunkt, der sich allerdings nicht auf die Bildqualität auswirkt. Im Vergleich mit dem Standard von 24 Megapixeln ist für mich kein wirklicher Unterschied zu sehen.
- Als Fotograf solltest du aber mit der EOS R6 bereits den gewünschten Bildausschnitt fotografieren, da du mit 20 Megapixel nur geringfügig den Beschnitt ändern kannst.
- Wenn du generell oft den Bildausschnitt nachträglich verkleinerst, solltest du lieber zur Canon EOS R5 kaufen.
- Die EOS R6 ist durch die zwei Speicherkarten-Slots eine perfekte Kamera für Reportage- und Hochzeits- und Pressefotografen. Aber auch für den Alltag, Sport oder Reisen ist die EOS R6 eine sehr gute Wahl.
- Der Autofokus ist extrem treffsicher und schnell, erkennt Augen, Gesichter und Tiere.
- Die Akkulaufzeit ist für eine Vollformat Systemkamera ebenfalls absolut in Ordnung und mit einem
Akku fotografiere ich in ca. drei Stunden ungefähr 1200 Fotos. - Auch die Videospezifikationen sind mit 4K 60P und minimalem Crop sehr gut
- Jedoch hat die Canon EOS R6 leider unsinnige Einschränkungen im Videobereich: So kann im Fotomodus beispielsweise nur in der Automatik gefilmt werden und der Wechsel zwischen Full HD Superzeitlupen und 4K muss umständlich über das Menü gelöst werden. Eine sehr unnötige Limitierung.
- Besonders Attraktiv ist der Preis der R6: Die Vollformat Systemkamera gibt es für ca. 1500€. Damit ist sie für mich im Gesamtpaket derzeit eine sehr gute Vollformat Systemkamera aus der Canon EOS R Serie. Besonders wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet.
Nun interessiert mich eure Meinung! Habt ihr gute Erfahrungen mit der Canon EOS R6 gemacht? Was findet ihr an der EOS R6 gelungen? Was nicht? Ich freue mich auf eure Kommentare!
Hier habe ich die ganzen Daten der Canon EOS R6 nochmal aufgelistet:
- 20,1 Megapixel Vollformat CMOS Sensor
- Serienbildrate:12 / 20 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
- DIGIC X Bildprozessor
- 4K Video mit 60 fps
- 1080p Video mit 120 fps
- Natives ISO von 100 bis 102,400
- 8 Stufen Bildstabilisator in 5 Achsen
- Zwei UHS-II SD Speicherkartenplätze
- Dual Pixel CMOS AF II
- 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
- 598 Gramm leicht
- Spritzwassergeschütztes Gehäuse
- Klapp- und schwenkbares Display
- Sehr schnelle Kamera
- Sehr guter, verlässlicher Autofokus
- Exzellente Ergonomie
- Starke Videofunktionen
- Guter, klarer Sucher
- Sehr leise Kamera
- Gutes Rauschverhalten
- Nur 20 Megapixel, daher weniger Cropmöglichkeiten
- Bildqualität: 8/10
- Handling: 9,5/10
- Geschwindigkeit: 9/10
- Ausstattung: 8/10
- Autofokus: 9/10
- Videofunktionen: 8/10
Weitere Posts zum Thema Canon EOS R6 Test:
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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