Seitenverhältnis
Das erwartet dich im Beitrag
Definition
Das Seitenverhältnis beschreibt das Verhältnis von Breite zu Höhe eines Bildes. Es ergibt sich aus dem Format des Sensors und lässt sich in der Kamera und in der Bearbeitung verändern. Das Seitenverhältnis bestimmt die Bildwirkung und entscheidet, ob ein Motiv ruhig, dynamisch oder monumental wirkt.
Gängige Seitenverhältnisse
| Verhältnis | Herkunft | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 3:2 | Kleinbild, Vollformat und APS-C | Standard der Systemkameras |
| 4:3 | Micro Four Thirds, Mittelformat | Kompakt, mehr Höhe im Bild |
| 1:1 | Quadrat, Mittelformat-Rollfilm | Social Media, Porträts |
| 16:9 | Video und Monitore | Film, Panoramawirkung |
| 65:24 | XPan, Panorama | Weite Landschaften |
Sensorformat und Zuschnitt
Das native Seitenverhältnis richtet sich nach der Sensorgröße. Vollformat und APS-C liefern 3:2, Micro Four Thirds 4:3. Wählst du in der Kamera ein anderes Verhältnis, beschneidet sie das Bild bereits bei der Aufnahme. Fotografierst du in RAW, bleibt die volle Sensorfläche erhalten und du entscheidest den Zuschnitt erst in der Bearbeitung.
Wirkung auf die Komposition
- Hochformat: betont Höhe und einzelne Personen.
- Querformat: zeigt Weite und Umgebung.
- Quadrat: wirkt ruhig und ausgewogen, ideal für zentrierte Motive.
Den passenden Bildausschnitt planst du am besten schon bei der Aufnahme, Grundlagen dazu stehen im Eintrag Bildkomposition.
« Zum Fotografie Lexikon
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor
Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Noch mehr von mir bzw. über mich findest du in den sozialen Medien:
