Mond fotografieren - Ein umfangreiches Tutorial zur Mondfotografie

HDR

Definition

HDR, oder High Dynamic Range, ist eine fotografische Technik, die darauf abzielt, den Dynamikbereich eines Bildes zu erweitern. Der Dynamikbereich bezieht sich auf den Unterschied zwischen den hellsten und dunkelsten Teilen eines Bildes. In der Natur und im Alltag gibt es Szenarien mit extremen Lichtverhältnissen, die herkömmliche Kameras oft nicht korrekt erfassen können. HDR ermöglicht es Fotografen, die Details sowohl in den Schatten als auch in den hochbelichteten Bereichen eines Motivs festzuhalten.

Funktionsweise

Die HDR-Technik funktioniert in der Regel durch die Aufnahme mehrerer Bilder desselben Motivs mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Dabei werden eines oder mehrere Bilder unterbelichtet (um die Lichter zu retten) und eines oder mehrere überbelichtet (um die Details in den Schatten zu erfassen). Diese Aufnahmen werden anschließend in spezieller Software zusammengeführt, um ein endgültiges Bild zu erstellen, das sowohl die Details in den hellsten als auch in den dunkelsten Bereichen enthält.

Schritte zur Erstellung eines HDR-Bildes

  1. Aufnahme: Der Fotograf nimmt mehrere Aufnahmen des gleichen Motivs auf verschiedenen Belichtungsstufen. Oft werden Belichtungsreihen (Bracketing) verwendet, wobei das Motiv (in der Regel mehr als drei Bilder: unterbelichtet, normal belichtet und überbelichtet) aus statischer Perspektive fotografiert wird.
  2. Bildbearbeitung: Die aufgenommenen Bilder werden in einer HDR-Software (z.B. Adobe Photoshop, Lightroom, Aurora HDR, etc.) importiert. Hier werden die Bilder automatisch oder manuell zusammengefügt, um das endgültige HDR-Bild zu erzeugen.
  3. Tonemapping: Der letzte Schritt besteht oft darin, das HDR-Bild mithilfe eines Verfahrens namens Tonemapping zu optimieren. Dies reduziert den Dynamikbereich, sodass das Bild auf einem herkömmlichen Bildschirm oder Druckmedium gut aussieht, ohne dass übermäßige Helligkeit oder Schatten verloren gehen.

Anwendungen

  • Landschaftsfotografie: HDR wird häufig in der Landschafts- und Architekturfotografie verwendet, wo kontrastreiche Lichtverhältnisse herrschen, z.B. bei Sonnenuntergängen oder in der Nähe von Fenstern.
  • Architektur: Bei Innenaufnahmen von Gebäuden, wo sowohl sonnendurchflutete als auch schattige Bereiche vorhanden sind.
  • Porträtfotografie: Um sowohl die Hauttöne der Porträtierten als auch die Hintergründe korrekt darzustellen.

Vorteile

  • Erfassung eines breiteren Dynamikbereichs, wodurch das Bild lebendiger und realistischer wird.
  • Möglichkeit, Details in extremen Lichtverhältnissen zu zeigen, die bei einer normalen Belichtung verloren gehen würden.

Nachteile

  • Übermäßige HDR-Bearbeitung wird zu unnatürlichen und surrealen Bildern führen, die oft als „künstlich“ wahrgenommen werden.
  • Erfordert spezielle Software und mehr Speicherplatz aufgrund der Vielzahl der aufgenommenen Bilder.
  • Langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit, speziell bei der Bildbearbeitung.
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Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Stephan Forstmann - Fotografie Experte

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

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