Pixelpitch
Definition
Der Begriff Pixelpitch bezeichnet in der Fotografie den Abstand von der Mitte eines Pixels zur Mitte des benachbarten Pixels auf einem digitalen Bildsensor. Er wird meist in Mikrometern (µm) angegeben und ist ein zentrales Maß für die physische Größe der einzelnen lichtempfindlichen Elemente (Pixel) auf dem Sensor.
Bedeutung und Einfluss
Der Pixelpitch ist ein entscheidender Faktor für die Bildqualität digitaler Kameras. Ein größerer Pixelpitch bedeutet, dass jedes Pixel mehr Fläche einnimmt und somit mehr Licht aufnehmen kann. Dies führt zu einer höheren Lichtempfindlichkeit, besserem Signal-Rausch-Verhältnis und einer besseren Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen (Low-Light). Ein kleinerer Pixelpitch hingegen ermöglicht es, mehr Pixel auf der gleichen Sensorfläche unterzubringen, was zu einer höheren Auflösung führt, aber die Lichtempfindlichkeit jedes einzelnen Pixels reduziert.
Zusammenhang mit Sensorgröße und Auflösung
Der Pixelpitch steht in direktem Zusammenhang mit der Sensorgröße und der Auflösung einer Kamera. Bei gleichbleibender Sensorgröße bedeutet eine höhere Auflösung (mehr Megapixel), dass der Pixelpitch kleiner wird. Umgekehrt bedeutet ein größerer Pixelpitch bei gleicher Sensorgröße eine geringere Auflösung.
Das erwartet dich im Beitrag
Vor- und Nachteile unterschiedlicher Pixelpitches
- Großer Pixelpitch:
- Vorteile: Besseres Rauschverhalten, höhere Dynamik, bessere Low-Light-Performance.
- Nachteile: Geringere Auflösung, weniger Details im Bild.
- Kleiner Pixelpitch:
- Vorteile: Höhere Auflösung, mehr Details.
- Nachteile: Höheres Bildrauschen, geringere Lichtempfindlichkeit, schlechtere Performance bei wenig Licht.
Praktische Relevanz
Der Pixelpitch ist besonders relevant für Fotografen, die häufig bei schlechten Lichtverhältnissen arbeiten (z.B. in der Astrofotografie, Konzert- oder Sportfotografie), da hier die Lichtempfindlichkeit des Sensors entscheidend ist. Für Anwendungen, bei denen es auf maximale Detailgenauigkeit ankommt (z.B. Landschafts- oder Studiofotografie), kann ein kleinerer Pixelpitch vorteilhaft sein.
Beispiel: Ein Vollformatsensor (36 x 24 mm) mit 24 Megapixeln hat einen größeren Pixelpitch als ein Vollformatsensor mit 50 Megapixeln, da bei letzterem mehr Pixel auf die gleiche Fläche verteilt werden müssen.
Formel zur Berechnung
Pixelpitch (µm) = Sensorbreite (mm) / Anzahl der Pixel in der Breite × 1000
Beispiel: Ein Sensor mit 36 mm Breite und 6000 Pixeln in der Breite:
36 mm / 6000 × 1000 = 6 µm Pixelpitch
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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