Vollformat-Sensor

Ein Vollformat-Sensor hat eine Größe von 36 × 24 Millimetern. Das entspricht dem Bildformat des klassischen 35-mm-Kleinbildfilms. Der Begriff „Vollformat“ entstand in der Digitalfotografie, um diese Sensoren von den kleineren APS-C-Sensoren abzugrenzen, die in vielen frühen Digitalkameras verbaut waren. Vollformat ist bis heute der Bezugspunkt, auf den sich Cropfaktoren und umgerechnete Brennweiten beziehen.

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Herkunft des Formats

Das Format 24 × 36 mm geht auf die Leica zurück, die ab 1925 den perforierten 35-mm-Kinofilm für Fotos nutzte. Daraus entwickelte sich das Kleinbild, das jahrzehntelang das wichtigste Filmformat war. Als die ersten Digitalkameras mit Wechselobjektiv kamen, waren Sensoren in dieser Größe sehr teuer. Die meisten Kameras nutzten deshalb kleinere Sensoren. Mit Modellen wie der Canon EOS 5D von 2005 und später der Sony Alpha 7 von 2013 wurde Vollformat für deutlich mehr Fotografen erschwinglich.

Eckdaten

MerkmalWert
Abmessungen36 × 24 mm
Seitenverhältnis3:2
Diagonaleca. 43,3 mm
Cropfaktor1,0
Normalbrennweiteca. 50 mm
Fläche im Vergleich zu APS-C (Cropfaktor 1,5)etwa 2,3-mal so groß
Vollformat-Sensor im Größenvergleich

Vorteile

  • meist weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten als kleinere Sensoren derselben Generation
  • leichtere Freistellung durch geringere Schärfentiefe bei gleichem Bildausschnitt
  • Weitwinkelobjektive behalten ihren vollen Bildwinkel
  • Brennweitenangaben entsprechen direkt dem gewohnten Kleinbild
  • große Auswahl an Objektiven, auch adaptierte ältere Kleinbildobjektive nutzen ihr volles Bildfeld

Nachteile

  • größere und schwerere Objektive, besonders im Telebereich
  • höhere Preise für Kameras und Objektive
  • weniger Reichweite als kleinere Sensoren bei gleicher Brennweite
  • bei Landschaft und Makro oft stärkeres Abblenden nötig, um genug Schärfentiefe zu bekommen

Für wen sich Vollformat lohnt

Vollformat spielt seine Stärken bei wenig Licht, in der Porträt- und Hochzeitsfotografie und bei Weitwinkelaufnahmen aus. Für Tierfotografie, Reisen mit wenig Gepäck oder knappe Budgets können APS-C oder Micro Four Thirds die bessere Wahl sein. Die Bildqualität kleinerer Sensoren ist inzwischen so gut, dass der Unterschied in vielen Alltagssituationen gering ist.

Verwandte Begriffe

Fazit

Ein Vollformat-Sensor misst 36 × 24 mm und entspricht dem Kleinbildfilm. Er bietet in der Regel weniger Rauschen und mehr Möglichkeiten zur Freistellung als kleinere Sensoren, ist aber teurer und braucht größere Objektive.

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Fotografie Tipps Stephan Forstmann

Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor aus Dolgesheim, Rheinland-Pfalz

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

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