Du schraubst dein 50mm-Objektiv von der Vollformatkamera an eine APS-C-Kamera und plötzlich wirkt der Bildausschnitt enger, fast wie bei einem leichten Tele. Das Objektiv hat sich nicht verändert, die Brennweite auch nicht. Verantwortlich ist der Crop-Faktor. In meinem Anfänger-Fotokurs gehört er zu den Begriffen, die am häufigsten für Verwirrung sorgen, und genau deshalb erkläre ich ihn dir hier Schritt für Schritt.
Die Kurzfassung: Der Crop-Faktor gibt an, wie viel kleiner ein Kamerasensor im Vergleich zum Vollformat ist. Multiplizierst du die Brennweite deines Objektivs mit diesem Faktor, erhältst du den Bildwinkel, den dieselbe Brennweite an einer Vollformatkamera hätte. Bei Canon APS-C liegt der Faktor bei 1,6, bei Sony, Nikon und Fujifilm APS-C bei 1,5 und bei Micro Four Thirds bei 2,0.
Das erwartet dich im Beitrag
Was ist der Crop-Faktor?
Das Wort Crop kommt aus dem Englischen und bedeutet Beschnitt. Ein kleinerer Sensor schneidet aus dem Bild, das ein Objektiv erzeugt, nur einen Teil heraus. Stell dir das Bild des Objektivs als Kreis vor, der auf die Sensorebene fällt. Ein Vollformatsensor mit 36 x 24 Millimetern nimmt einen großen Teil dieses Kreises auf. Ein APS-C-Sensor ist deutlich kleiner und erfasst nur die Mitte. Das Ergebnis sieht so aus, als hättest du hineingezoomt.
Als Bezugsgröße dient das Kleinbildformat aus der analogen Fotografie, also das klassische

So berechnest du den Crop-Faktor
Gerechnet wird über die Diagonale des Sensors. Die Diagonale eines Vollformatsensors beträgt rund 43,3 Millimeter. Teilst du diesen Wert durch die Diagonale des kleineren Sensors, erhältst du den Crop-Faktor. Ein Canon-APS-C-Sensor misst etwa 22,3 x 14,9 Millimeter, seine Diagonale liegt bei knapp 27 Millimetern. 43,3 geteilt durch 27 ergibt 1,6.
Diese Rechnung musst du im Alltag nie selbst durchführen. Die Faktoren der verbreiteten Sensorformate sind fest und schnell gelernt:
- Mittelformat (z. B. Fujifilm GFX, 44 x 33 mm): Faktor ca. 0,79, also größer als Vollformat
- Vollformat (36 x 24 mm): Faktor 1,0, die Referenz
- APS-C bei Sony, Nikon und Fujifilm (ca. 23,5 x 15,6 mm): Faktor 1,5
- APS-C bei Canon (ca. 22,3 x 14,9 mm): Faktor 1,6
- Micro Four Thirds (17,3 x 13 mm): Faktor 2,0
- 1-Zoll-Sensor (13,2 x 8,8 mm): Faktor ca. 2,7, typisch für Premium-Kompaktkameras
Dass Canon bei APS-C einen etwas kleineren Sensor verbaut als die Konkurrenz, ist eine historische Eigenheit. Der Unterschied zwischen 1,5 und 1,6 ist in der Praxis gering, beim Umrechnen solltest du ihn aber kennen. Mehr zu den einzelnen Formaten und ihren Stärken findest du in meinem Beitrag über Sensorgrößen.
Brennweite umrechnen: Was 50mm an APS-C bedeuten
Die praktische Anwendung des Crop-Faktors ist die Umrechnung der Brennweite in einen vergleichbaren Bildwinkel. Ein 50mm-Objektiv an einer Canon EOS R10 liefert denselben Bildausschnitt wie ein 80mm-Objektiv an einer Vollformatkamera. An einer Sony-APS-C-Kamera entspricht es 75mm, an Micro Four Thirds 100mm. Diese Werte findest du in Datenblättern oft als „kleinbildäquivalente Brennweite“.
Die folgende Tabelle zeigt dir die wichtigsten Brennweiten im direkten Vergleich:
| Brennweite am Objektiv | Canon APS-C (x1,6) | Sony/Nikon/Fuji APS-C (x1,5) | Micro Four Thirds (x2,0) |
|---|---|---|---|
| 10 mm | 16 mm | 15 mm | 20 mm |
| 18 mm | 29 mm | 27 mm | 36 mm |
| 25 mm | 40 mm | 37,5 mm | 50 mm |
| 35 mm | 56 mm | 52,5 mm | 70 mm |
| 50 mm | 80 mm | 75 mm | 100 mm |
| 85 mm | 136 mm | 127,5 mm | 170 mm |
| 210 mm | 336 mm | 315 mm | 420 mm |
| 600 mm | 960 mm | 900 mm | 1200 mm |

Ein Beispiel aus dem Canon-System: Das Kit-Objektiv RF-S 18-45mm deckt an der R10 oder R50 einen Bildwinkel von etwa 29 bis 72mm ab. Das ist der klassische Bereich vom leichten Weitwinkel bis zur kurzen Porträtbrennweite. Das RF-S 55-210mm wird zum 88-336mm-Tele und holt Tiere und Sportler deutlich näher heran.
Was sich nicht ändert: Brennweite und Belichtung
Hier liegt das häufigste Missverständnis. Die Brennweite ist eine physikalische Eigenschaft des Objektivs. Ein 50mm-Objektiv bleibt ein 50mm-Objektiv, egal an welcher Kamera es steckt. Es bildet die Welt mit derselben Perspektive und derselben Vergrößerung auf dem Sensor ab. Der kleinere Sensor nimmt nur einen kleineren Ausschnitt dieser Abbildung auf.
Gleiches gilt für die Belichtung. Blende f/1.8 bleibt f/1.8. Bei gleicher Blende, gleicher Belichtungszeit und gleicher ISO wird ein Foto an APS-C genauso hell wie an Vollformat. Du musst deine Belichtungseinstellungen also nicht anpassen, wenn du zwischen den Systemen wechselst. Wie Blende, Zeit und ISO zusammenspielen, erkläre ich dir im Artikel Belichtungszeit verstehen.
Schärfentiefe und Freistellung
Bei der Schärfentiefe wirkt sich der Crop-Faktor dagegen deutlich aus. Willst du an APS-C denselben Bildausschnitt wie an Vollformat, nimmst du eine kürzere Brennweite oder gehst weiter vom Motiv weg. Beides vergrößert die Schärfentiefe. Der Hintergrund wird weniger unscharf.
Als Faustregel multiplizierst du auch die Blendenzahl mit dem Crop-Faktor, um die Freistellung zu vergleichen. Ein 50mm f/1.8 an Canon APS-C erzeugt bei gleichem Bildausschnitt eine Schärfentiefe wie ein 80mm f/2.8 an Vollformat. Für die Belichtung bleibt es bei f/1.8, für das Bokeh rechnest du mit etwa f/2.8. Wer Porträts mit stark verschwommenem Hintergrund liebt, greift an APS-C deshalb zu besonders lichtstarken Objektiven.
Für Landschaften, Architektur und Reisefotos ist die größere Schärfentiefe ein Vorteil. Du bekommst Vordergrund und Hintergrund leichter scharf, ohne extrem abzublenden.
Rauschen und Lichtausbeute
Ein kleinerer Sensor sammelt bei gleicher Belichtung insgesamt weniger Licht ein, weil seine Fläche kleiner ist. Ein Canon-APS-C-Sensor hat nur rund 40 Prozent der Fläche eines Vollformatsensors. Vergleichst du zwei Fotos derselben Kamerageneration in gleicher Ausgabegröße, rauscht das APS-C-Bild bei gleicher ISO sichtbar stärker. Der Unterschied liegt bei etwa einer Blendenstufe.
Genau das merke ich bei Nachtaufnahmen am deutlichsten. Für die Milchstraße arbeite ich deshalb mit Vollformat, aktuell mit der Canon EOS R6 Mark II. Bei Tageslicht, im Urlaub oder beim Fotografieren der Familie spielt dieser Unterschied dagegen kaum eine Rolle. Moderne APS-C-Sensoren liefern bis ISO 3200 saubere Ergebnisse.
Der große Vorteil: mehr Reichweite im Telebereich
Für Tier-, Vogel- und Sportfotografie ist der Crop-Faktor ein echter Gewinn. Ein Teleobjektiv mit 600mm liefert an Canon APS-C den Bildwinkel eines 960mm-Objektivs. Ein Vollformat-Objektiv mit dieser Brennweite wäre riesig, schwer und sehr teuer. Gerade deshalb setzen viele Naturfotografen auf APS-C-Kameras mit hoher Auflösung.
Die Canon EOS R7 ist dafür ein gutes Beispiel. Ihr 32,5-Megapixel-Sensor hat eine höhere Pixeldichte als viele Vollformatkameras. Wenn du ein Vollformatfoto auf den APS-C-Ausschnitt beschneidest, bleiben bei 24 Megapixeln nur knapp 9,4 Megapixel übrig. Die R7 liefert für denselben Ausschnitt die volle Auflösung. Ich habe die R7 einen Monat lang im Alltag als Berufsfotograf genutzt, und gerade bei weit entfernten Motiven wie dem Mond spielt sie diesen Vorteil aus.

Die beste APS-C Systemkamera die es derzeit von Canon gibt. Für Profis und ambitionierte Hobbyfotografen gebaut, die zuverlässig arbeiten müssen und das Beste aus ihren Motiven herausholen wollen. Der Autofokus und die Geschwindigkeit sind eine Klasse für sich. Die EOS R7 ist perfekt für Sport- oder Tieraufnahmen eignet. Sehr zu empfehlen!
- Vergleichsweise günstig
- Extrem schnelle Kamera
- Ideal für Sport- und Tierfotografie
- zwei Kartenslots
- schwenkbares Klappdisplay
- Hochauflösende Profi-Systemkamera mit extrem gutem Autofokus
- sehr gutes Rauschverhalten
- Arbeitet auch sehr gut mit adaptieren Canon EF-Objektiven
- sehr gute Ergonomie
- sehe gute Videoeigenschaften
- integrierter Bildstabilisator
- Durch die hohe Auflösung exzellente Crop-Möglichkeiten
- Derzeit kaum APS-C Objekitve verfügbar
- 32,5 Megapixel
- APS-C Sensor
- Serienbildrate:15 / 30 Bilder pro Sekunde (mechanisch / elektronisch)
- DIGIC X Bildprozessor
- 4K 60 fps intern
- 1080p mit 120 fps
- Natives ISO von 100 bis 32000
- zwei UHS-II SD Speicherkartenplatz
- Dual Pixel CMOS AF II
- 100% Fokusbereich auf Sensorfläche
- 530 Gramm leicht
- Klapp- und schwenkbares Display
- Sensorbasierte Bildstabilisierung
- Bildqualität: 9/10
- Handling: 7/10
- Geschwindigkeit: 8/10
- Autofokus: 9/10
- Ausstattung: 8/10
- Videofunktionen: 8/10
Kompaktes Telezoomobjektiv mit optischem Bildstabilisator, perfekt für Alltagsfotografie und Reisefotografie.
- Leicht
- kompakt
- schneller Autofokus
- gute Bildqualität
- F5-7.1 in schwachem Licht problematisch
- Brennweite: 55-210 mm
- Gewicht:335g
- nutzbar für: Alltagsfotografie, Reisen, Tiere bildstabilisiert:Ja
- Objektivart: Zoomobjektiv
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Der Nachteil: Weitwinkel wird schwieriger
Was im Telebereich hilft, bremst dich im Weitwinkel aus. Ein 16mm-Objektiv, an Vollformat ein echtes Ultraweitwinkel, wirkt an Canon APS-C wie 25,6mm. Für weite Landschaften, enge Innenräume oder Architektur brauchst du an APS-C deshalb spezielle Objektive mit sehr kurzer Brennweite.
Im Canon-System übernimmt diese Aufgabe das RF-S 10-18mm. Es kommt umgerechnet auf etwa 16 bis 29mm und ist erstaunlich kompakt. Für die Astrofotografie fehlt es solchen Objektiven allerdings an Lichtstärke, weil sie meist bei f/4.5 beginnen.
Kompaktes Weitwinkel-Zoomobjektiv, ideal für Architektur- und Landschaftsaufnahmen.
- Günstig
- weitwinklig
- gute Abbildungsqualität
- lichtschwach
- Brennweite: 10-18 mm
- Gewicht:310 g
- nutzbar für: Landschaft, Architektur
- bildstabilisiert: Ja
- Objektivart: Zoomobjektiv
Vollformat-Objektive an APS-C-Kameras
Bei Canon RF, Sony E und Nikon Z passen Vollformat-Objektive problemlos an die APS-C-Kameras desselben Herstellers. Das ist praktisch, weil das Angebot an APS-C-Objektiven bei Canon noch überschaubar ist. Ein beliebtes Beispiel ist das RF 50mm f/1.8 STM. An einer R10 oder R50 wird daraus ein 80mm-Porträtobjektiv mit hoher Lichtstärke für wenig Geld.
Der umgekehrte Weg funktioniert nur eingeschränkt. Setzt du ein APS-C-Objektiv an eine Vollformatkamera, deckt sein Bildkreis den großen Sensor nicht vollständig ab. Die Kamera schaltet dann automatisch in den Crop-Modus und nutzt nur die Sensormitte.
Nachfolger des beliebten 50mm Objektivs aus der EF-Reihe. Die einfache Festbrennweite mit Lichtstärke von 1.8 ist für viele Fotografie-Bereiche sehr gut geeignet. Mit dem RF 50mm 1.8 kann man sehr einfach Fotos mit unscharfen Hintergrund erstellen. Es hat ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis, eine gute Schärfe und ein tolles Bokeh. Passt auf alle Kameras aus der Canon EOS R Serie.
- Klein
- Leicht
- Hervorragende Schärfe
- Lichtstark
- keine Innenfokussierung
- STM Motor in Video deutlich hörbar
- Festbrennweite für Vollformat
- Lichtstärke f/1.8
- 160 Gramm leicht
- Filtergewinde 43mm Durchmesser
- Metallbajonett
- Nur 4,1 cm lang
- Brennweite: 50 mm
- nutzbar für: Alltagsfotografie,Portraits
- bildstabilisiert: Nein
- Objektivart: Festbrennweite
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Der Crop-Modus an Vollformatkameras
Viele Vollformatkameras bieten einen Crop-Modus, den du auch mit Vollformat-Objektiven aktivierst. Die Kamera speichert dann nur den mittleren Bildbereich. Das ist nichts anderes als ein Beschnitt direkt in der Kamera und bringt dir keine zusätzlichen Details. An einer Canon EOS R5 mit 45 Megapixeln bleiben im Crop-Modus rund 17 Megapixel übrig, an einer 24-Megapixel-Kamera wie der R6 Mark II etwa 9,4 Megapixel.
Bei Videos sieht das anders aus. Einige Kameras lesen im Crop-Modus für 4K den Sensor pixelgenau aus und liefern dadurch schärfere Videos als im Vollformatmodus. Hier lohnt ein Blick in das Datenblatt deiner Kamera.
Typische Irrtümer rund um den Crop-Faktor
Diese Aussagen höre ich im Fotokurs immer wieder. Alle sind falsch:
- „Der Crop-Faktor verlängert die Brennweite.“ Die Brennweite bleibt gleich. Nur der Bildausschnitt wird enger.
- „An APS-C muss ich die Blende umrechnen, damit das Foto richtig belichtet wird.“ Die Belichtung bleibt identisch. Umrechnen lohnt sich nur beim Vergleich der Schärfentiefe.
- „Mit APS-C bekomme ich mehr Details vom entfernten Motiv.“ Mehr Details entstehen nur, wenn die APS-C-Kamera mehr Pixel auf den Ausschnitt bringt als eine beschnittene Vollformatkamera.
- „Ein größerer Crop-Faktor bedeutet schlechtere Fotos.“ Bildqualität hängt von Licht, Objektiv und Können ab. Ein APS-C-Foto bei gutem Licht schlägt jedes verwackelte Vollformatbild.
Welcher Sensor passt zu dir?
Der Crop-Faktor ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Eigenschaft mit klaren Folgen. APS-C ist leichter, günstiger und bringt mehr Reichweite im Tele. Vollformat punktet bei wenig Licht, bei der Freistellung und im Weitwinkel. Fotografierst du vor allem Tiere, Sport, Familie und Reisen, bist du mit APS-C sehr gut bedient. Planst du Milchstraße, Hochzeiten oder Porträts mit extremem Bokeh, lohnt sich Vollformat.
Für den Einstieg empfehle ich in meinem Kurs am häufigsten die Canon EOS R10. Ich habe sie ausführlich getestet, und sie zeigt gut, wie wenig der kleinere Sensor im Alltag ausbremst. Einen ausführlichen Vergleich beider Systeme findest du in meinem Beitrag Vollformat oder APS-C.
Die Canon EOS R10 ist die perfekte Einsteigerkamera für alle, die Wert auf Leistung und Qualität legen. Die spiegellose Kamera schafft 15 Bilder in der Sekunde. Das Dual Pixel CMOS AF II Fokussystem sorgt für eine präzise Schärfe und bringt Funktionen wie Motivverfolgung und Augen- und Tierautofokus mit.
- Sehr gute Allround-Kamera für Einsteiger und Fortgeschrittene
- Klein und leicht
- Klappdisplay
- sehr gute Bildqualität
- sehr guter Autofokus
- Derzeit kaum RF-S Objektive verfügbar
- 24 Megapixel APS-C Sensor
- 15 Bilder pro Sekunde
- 4K Video
- Bildqualität: 7/10
- Handling: 8/10
- Geschwindigkeit: 7/10
- Autofokus: 9/10
- Ausstattung: 7/10
- Videofunktionen: 7/10
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Häufige Fragen zum Crop-Faktor
Was bedeutet Crop-Faktor 1,6?
Der Sensor ist in der Diagonale 1,6-mal kleiner als ein Vollformatsensor. Eine Brennweite wirkt an dieser Kamera so, als wäre sie 1,6-mal länger. Diesen Faktor nutzen die APS-C-Kameras von Canon.
Wie rechne ich die Brennweite mit dem Crop-Faktor um?
Du multiplizierst die Brennweite mit dem Crop-Faktor. 35mm an Canon APS-C ergeben 56mm, an Sony APS-C 52,5mm und an Micro Four Thirds 70mm Kleinbildäquivalent.
Ändert der Crop-Faktor die Lichtstärke?
Für die Belichtung nicht. Blende f/1.8 belichtet an APS-C genauso hell wie an Vollformat. Für die Schärfentiefe wirkt sie bei gleichem Bildausschnitt wie eine um den Crop-Faktor größere Blendenzahl.
Welchen Crop-Faktor hat Micro Four Thirds?
Micro Four Thirds hat einen Crop-Faktor von 2,0. Ein 25mm-Objektiv liefert dort den Bildwinkel eines 50mm-Objektivs an Vollformat.
Ist ein Crop-Sensor schlechter als Vollformat?
Nein. Er hat andere Stärken. APS-C bringt mehr Tele-Reichweite und kompaktere Ausrüstung, Vollformat liefert weniger Rauschen bei wenig Licht und mehr Freistellung.
Kann ich Vollformat-Objektive an einer APS-C-Kamera nutzen?
Ja, innerhalb desselben Bajonetts wie Canon RF, Sony E oder Nikon Z passen Vollformat-Objektive direkt. Die Brennweite wirkt dann um den Crop-Faktor länger.
Mit welchem Sensorformat fotografierst du, und hat dich der Crop-Faktor beim Objektivkauf schon einmal überrascht? Schreib es mir in die Kommentare.
Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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