Normalbrennweite: Was 35 bis 50mm ausmacht und welches Normalobjektiv zu dir passt

Was ist die Normalbrennweite, wie unterscheiden sich 35, 40, 45 und 50mm, und welches Normalobjektiv passt an Vollformat und APS-C? Mit Erfahrungen aus meinen Objektivtests.

Die Normalbrennweite ist die Brennweite, mit der ich privat am meisten fotografiere. Ein Objektiv zwischen 35 und 50 mm am Vollformat zeigt die Welt ungefähr so, wie du sie beim Hinschauen wahrnimmst: ohne die gestreckten Ränder eines Weitwinkels und ohne den verdichteten Hintergrund eines Teleobjektivs. Dazu kommt, dass Normalobjektive klein, lichtstark und oft erstaunlich günstig sind. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was hinter dem Begriff steckt, wie sich 35, 40, 45 und 50mm unterscheiden, welche Lichtstärke du wirklich brauchst und welche Objektive ich für Vollformat und APS-C empfehle. Die meisten davon hatte ich selbst im Test.

Was ist eine Normalbrennweite?

Als Normalobjektiv bezeichnet man ein Objektiv, dessen Brennweite ungefähr der Diagonale des Sensors entspricht. Am Vollformat mit 36 × 24 mm misst diese Diagonale 43,3 mm. Streng genommen ist also ein 43-mm-Objektiv das Normalobjektiv für Kleinbild. In der Praxis hat sich seit den frühen Kleinbildkameras das 50-mm-Objektiv als Standard durchgesetzt, und heute zählt man alles zwischen etwa 35 und 55 mm zum Normalbereich.

Der Bildwinkel liegt dabei diagonal zwischen etwa 43 und 63 Grad. Linien bleiben gerade, Gesichter behalten ihre Proportionen, und der Abstand zwischen Vordergrund und Hintergrund wirkt so, wie du ihn vor Ort empfunden hast. Genau deshalb wirken Fotos mit Normalbrennweite ruhig und ehrlich. Sie lenken den Blick auf das Motiv statt auf die Technik.

Wichtig ist: Die Normalbrennweite hängt vom Sensorformat ab. Ein kleinerer Sensor hat eine kürzere Diagonale, also sinkt auch die Normalbrennweite. Die folgende Grafik zeigt, welche Brennweiten an den gängigen Formaten als normal gelten.

Balkendiagramm: Sensordiagonale und übliche Normalbrennweite für Micro Four Thirds, APS-C, Vollformat und Mittelformat
Die Sensordiagonale bestimmt, welche Brennweite an deiner Kamera normal wirkt.

An einer APS-C-Kamera von Sony, Fujifilm oder Nikon ist ein 33- oder 35mm Objektiv das Normalobjektiv, bei Canon mit dem etwas kleineren Sensor eher 28 bis 30 mm. Ein 50mm Objektiv wirkt an APS-C dagegen wie ein leichtes Tele mit 75 beziehungsweise 80mm. Mehr zu den Unterschieden der Formate findest du in meinem Beitrag Vollformat oder APS-C.

35, 40, 45 oder 50mm: die Unterschiede

Zwischen 35 und 50mm liegen am Vollformat nur 15 Millimeter, im Bild ist der Unterschied aber deutlich. Die Tabelle zeigt die Bildwinkel und die passenden Brennweiten an APS-C.

Brennweite (Vollformat)Bildwinkel diagonalBildwinkel horizontalEntspricht an APS-C (1,5 / Canon 1,6)Typischer Einsatz
35 mm63°54°23 mm / 22 mmReportage, Street, Familie, Umgebungsporträt
40 mm57°49°27 mm / 25 mmReise, Alltag, Street
45 mm51°44°30 mm / 28 mmAlltag, Familie, Reportage
50 mm47°40°33 mm / 31 mmPorträt, Hochzeit, Food, Alltag
Bildwinkel der Normalbrennweiten am Vollformat, gerundet

35mm: das Reportage-Normal

Mit 35mm bist du am kurzen Ende des Normalbereichs. Du erfasst mehr Umgebung, zeigst Menschen in ihrem Umfeld und arbeitest in engen Räumen, ohne ständig zurückgehen zu müssen. Für Hochzeitsreportagen, Familienfotos in der Wohnung und Streetfotografie ist das meine bevorzugte Brennweite. Bei Porträts aus kurzer Distanz wirken Nase und Stirn dagegen etwas größer, deshalb halte ich für enge Kopfporträts mehr Abstand. Eine ausführliche Kaufberatung findest du unter 35mm Objektive.

40 und 45 mm: die echte Mitte

Diese Brennweiten liegen am nächsten an der rechnerischen Normalbrennweite von 43mm. Sie zeigen etwas mehr als ein 50er, wirken aber nicht so weit wie ein 35er. Für mich ist das Canon RF 45mm f/1.2 STM seit dem Test das Objektiv für Alltagsreportagen mit meiner Familie. Den direkten Vergleich mit dem RF 50mm f/1.8 habe ich im Beitrag RF 50mm 1.8 STM oder RF 45mm 1.2 STM beschrieben. Ein bekanntes 40-mm-Objektiv ist das Sigma 40mm 1.4 Art, das ich ebenfalls getestet habe.

50mm: der Klassiker

Das 50er ist das typische Normalobjektiv. Es eignet sich für Halbkörperporträts, für Details auf Hochzeiten, für Food und für Alltagsszenen. Durch den engeren Bildwinkel stellst du Motive leichter frei und hältst unruhige Hintergründe aus dem Bild. Für Porträts in Innenräumen ist 50 mm oft praktischer als 85mm, weil du nicht so weit zurückgehen musst. Alle Modelle im Überblick zeigt mein Beitrag 50mm Objektive.

Wofür eignet sich ein Normalobjektiv?

Ein Normalobjektiv ist ein Allrounder. Das sind die Bereiche, in denen ich es am häufigsten einsetze:

  • Familie und Alltag: klein genug, um immer dabei zu sein, und lichtstark genug für Innenräume am Abend.
  • Hochzeitsreportage: Getting Ready, Trauung, Details und Gruppen in einem Objektiv.
  • Porträt: Halbkörper und Umgebungsporträts mit natürlicher Perspektive.
  • Street und Reise: unauffällig, leicht und mit einem Bildausschnitt, der dem eigenen Blick entspricht.
  • Food und Produkte: wenig Verzeichnung und bei kurzer Naheinstellgrenze auch nah am Motiv.
  • Video: natürlicher Bildausschnitt für Interviews und Vlogs, an APS-C vor allem mit 23 bis 35mm.

Weniger gut geeignet ist ein Normalobjektiv für weite Landschaften, enge Architektur und Wildtiere. Dafür greifst du zu einem Weitwinkel oder zu einem Teleobjektiv. Wenn du noch unsicher bist, welche Brennweite zu deiner Fotografie passt, hilft dir mein Beitrag Welches Objektiv passt zu dir?.

Foto aus dem Test des Canon RF 50mm f/1.4L VCM
Aus meinem Test des Canon RF 50mm f/1.4L VCM

Lichtstärke: f/2, f/1.8, f/1.4 oder f/1.2?

Normalobjektive gibt es in fast jeder Lichtstärke, und der Preis steigt mit jeder Blendenstufe deutlich. Von f/1.8 auf f/1.4 gewinnst du etwa eine Dreiviertelblende, von f/1.4 auf f/1.2 noch einmal knapp eine halbe. Zwischen f/1.8 und f/1.2 liegt also etwas mehr als eine ganze Blendenstufe. Das bedeutet doppelt so viel Licht und eine sichtbar geringere Schärfentiefe.

Für die Belichtung ist dieser Unterschied mit modernen Sensoren kaum noch entscheidend. Eine Blendenstufe gleichst du mit ISO aus. Der eigentliche Grund für f/1.4 oder f/1.2 ist der Bildlook: weichere Übergänge, stärkere Freistellung und ein Bokeh, das ein Motiv aus jeder Umgebung herauslöst. Dazu kommt, dass hochwertige lichtstarke Objektive oft schon bei Offenblende scharf sind, während günstige Modelle ihre beste Leistung erst abgeblendet zeigen.

Mehr Lichtstärke bedeutet allerdings auch mehr Gewicht, größere Filter und einen höheren Preis. Ein f/1.8 mit 160 g steht einem f/1.2 mit 950 g gegenüber. Wie sich Lichtstärke in der Praxis auswirkt, erkläre ich ausführlich im Beitrag Lichtstarkes Objektiv.

Normalobjektive für Vollformat im Test

Die folgende Tabelle zeigt dir ein paar der Objektive, die ich selbst schon an der Kamera im Einsatz hatte. Die Tabelle fasst Preis, Stärken und Schwächen zusammen, darunter findest du meine Einschätzung zu jedem Modell.

ObjektivAnschlussPreis (ca.)StärkenSchwächen
Canon RF 50mm f/1.8 STMCanon RF200 €160 g, scharf ab OffenblendeVignette bei f/1.8, AF pumpt bei wenig Licht
Viltrox AF 50mm f/2 AirSony E (getestet)230 €scharf bis in die Ecken, USB-CNaheinstellgrenze 51 cm, Gegenlicht
7Artisans 35mm f/1.8 AFSony E (getestet)330 €Metall, Wetterschutz, BlendenringEcken bei f/1.8 weich
Canon RF 45mm f/1.2 STMCanon RF499 € UVPf/1.2 für wenig Geld, 346 gKoma und Farbsäume bei f/1.2
Canon RF 35mm f/1.4L VCMCanon RF1.599 € UVPsehr scharf, 0,28 m Naheinstellgrenzesichtbare Farbsäume
Canon RF 50mm f/1.4L VCMCanon RF1.599 € UVPsehr scharf, kaum FarbsäumePreis
Canon RF 50mm f/1.2L USMCanon RF2.699 € UVPReferenzschärfe bei f/1.2, AF sehr präzise950 g, Preis
Getestete Normalobjektive für Vollformat, sortiert nach Preis

Canon RF 50mm f/1.8 STM: der Einstieg

Das RF 50mm f/1.8 STM wiegt 160 g, ist gut 4 cm lang und kostet rund 200 Euro. Im Test war es schon bei Offenblende in der Bildmitte sehr scharf, ab f/2.8 dann über das ganze Bild. Die Vignette bei f/1.8 ist deutlich, chromatische Aberrationen sind kaum sichtbar. Der Schrittmotor arbeitet leise, ist aber langsamer als ein Ultraschall- oder VCM-Antrieb und pumpt bei schwachem Licht gelegentlich. Beim Fokussieren fährt der Tubus aus. Für Einsteiger und als leichtes Immer-dabei-Objektiv ist es trotzdem eine klare Empfehlung.

Sehr gute Preis-Leistung, lichtstark und günstig
Canon RF 50mm F1.8 STM*
4.4

Nachfolger des beliebten 50mm Objektivs aus der EF-Reihe. Die einfache Festbrennweite mit Lichtstärke von 1.8 ist für viele Fotografie-Bereiche sehr gut geeignet. Mit dem RF 50mm 1.8 kann man sehr einfach Fotos mit unscharfen Hintergrund erstellen. Es hat ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis, eine gute Schärfe und ein tolles Bokeh. Passt auf alle Kameras aus der Canon EOS R Serie.

Vorteile:
  • Klein
  • Leicht
  • Hervorragende Schärfe
  • Lichtstark
Nachteile:
  • keine Innenfokussierung
  • STM Motor in Video deutlich hörbar
Details:
  • Festbrennweite für Vollformat
  • Lichtstärke f/1.8
  • 160 Gramm leicht
  • Filtergewinde 43mm Durchmesser
  • Metallbajonett
  • Nur 4,1 cm lang
  • Brennweite: 50 mm
  • nutzbar für: Alltagsfotografie,Portraits
  • bildstabilisiert: Nein
  • Objektivart: Festbrennweite
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Canon RF 45mm f/1.2 STM: viel Look für wenig Geld

Mit f/1.2 für 499 Euro UVP ist das RF 45mm ein ungewöhnliches Angebot. Es wiegt 346 g und hat ein 67-mm-Filtergewinde. Im Test war es bei f/1.8 etwas schärfer als das RF 50mm f/1.8, das es bei mir inzwischen ersetzt hat. Die Schwächen zeigen sich bei f/1.2: weiche Ränder, deutliche Farbsäume, Koma und katzenaugenförmiges Bokeh am Bildrand. Der STM-Autofokus trifft bei Offenblende nicht jedes Mal, deshalb mache ich bei f/1.2 immer mehrere Aufnahmen. Ab f/4 ist es sehr gut. Für Astrofotografie eignet es sich wegen der Koma nicht, für Familienreportagen dagegen sehr.

Foto aus dem Test des Canon RF 45mm f/1.2 STM
Aus meinem Test des Canon RF 45mm f/1.2 STM
Extreme Lichtstärke für wenig Geld
Canon RF 45 mm F1.2 STM
4.1
499,00 €

Sehr gutes, vielseitiges Autfokus-Objektiv mit einer Lichtstärke von 1.2. Ideal für Portrait, Reportage, Alltag und Streetfotografie im Dunkeln.

Vorteile:
  • Extrem Lichtstark
  • Extrem starkes "Charakterobjektiv"
  • Gute Schärfe in der Bildmitte bei Offenblende
  • Klein und leicht
  • Vergleichsweise günstig
  • Schönes Bokeh
Nachteile:
  • Randschärfe schwach bei Offenblende
  • Starke chromatische Abberation bei Blende 1.2
  • Geringe Naheinstellgrenze
Details:
  • 45mm Festbrennweite für Vollformat
  • Naheinstellgrenze: ca. 0,45 m
  • Filtergewinde: 67 mm
  • Abmessungen: ca. 78 × 75 mm
  • Gewicht: ca. 346 g
  • Minimale Blende: f/16
  • Maximale Blende: f/1.2
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Canon RF 50mm f/1.4L VCM: das kompakte L-Objektiv

Das RF 50mm f/1.4L VCM wiegt rund 580 g, hat einen Wetterschutz und elf Blendenlamellen. Im Test habe ich es auf einem Familienausflug an den Rhein und bei einem Babybauch-Shooting im Studio genutzt. Die Schärfe bei Offenblende ist sehr hoch, Farbsäume sind kaum vorhanden, und das Objektivprofil muss fast nichts korrigieren. Der VCM-Autofokus arbeitet schnell und leise, was auch beim Filmen hilft. Mit 1.599 Euro UVP ist es deutlich teurer als das 45er, aber auch deutlich ausgereifter.

Scharf und schöns Bokeh
Canon RF 50mm F1.4L VCM
4.7
€1599.00

50mm Standardobjektiv mit hoher Lichtstärke für kreative Porträts und detailreiche Aufnahmen, mit VCM-Technologie für hohe Präzision und schnellem Autofokus

Vorteile:
  • Hohe Lichtstärke
  • gute Bildqualität
  • leiser, schneller Autofokus
  • Staub- und Spritzwasserschutz
Nachteile:
  • teuer
Details:
  • Brennweite: 50mm
  • Lichtstärke: f/1.4
  • Gewicht: 580g
  • Blendenlamellen: 11
  • nutzbar für: Porträt, Alltagsfotografie, Hochzeitsfotografie
  • bildstabilisiert: nein
  • Objektivart: Festbrennweite
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Canon RF 50mm f/1.2L USM: das Referenzobjektiv

Das RF 50mm f/1.2L USM ist das beste 50er, das ich bisher an der Kamera hatte. Es wiegt 950 g und kostet 2.699 Euro UVP. Im Test war es schon bei f/1.2 nahezu makellos scharf, nur im äußersten Randbereich lässt die Schärfe leicht nach. Auf einer Hochzeit mit rund 2.900 Fotos an der EOS R6 waren genau zwei nicht korrekt fokussiert. Bis f/2 vignettiert es sichtbar. Für Profis, die täglich mit Offenblende arbeiten, ist es das Maß der Dinge, für Hobbyfotografen ist es schwer und teuer.

Foto aus dem Test des Canon RF 50mm f/1.2L USM
Aus meinem Test des Canon RF 50mm f/1.2L USM
Eines der besten 50mm Objektive
Canon Objektiv RF 50mm F1.2L USM*
2.649,00€

Das schärfste und beste 50mm Objektiv für Canon derzeit auf dem Markt. Für Canons spiegelloses R-System. Hochwertiges Standardobjektiv mit großer f/1.2-Blende für traumhaft schöne Unschärfe und hervorragende Low-Light-Fähigkeiten.

Vorteile:
  • extrem lichtstark
  • extreme Schärfe bis in die Ecken bereits bei Blende 1.2
  • treffsicherer, schneller Autofokus
  • sehr schönes Bokeh
  • noch relativ klein
Nachteile:
  • teuer
Details:
  • Brennweite: 50 mm
  • Gewicht:950 g
  • nutzbar für: Porträt, Reportage, Alltagsfotografie
  • bildstabilisiert: Nein
  • Objektivart: Festbrennweite
  • Profi-Objektiv für das R System
  • Stau- und Spritzwassergeschützt
  • Absolutes Traumobjektiv
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Canon RF 35mm f/1.4L VCM: das weite Normal

Wer lieber etwas mehr Umgebung zeigt, greift zum RF 35mm f/1.4L VCM. Es wiegt rund 555 g, fokussiert bis 28 cm heran und lieferte im Test an der R6, R6 Mark II und R6 Mark III eine sehr hohe Schärfe. Farbsäume sind sichtbar, lassen sich in Lightroom aber mit wenigen Reglern entfernen, und das Profil korrigiert Verzeichnung und Vignette kräftig. Für Reportage, Hochzeit und Menschen ist es ideal.

Foto aus dem Test des Canon RF 35mm f/1.4L VCM
Aus meinem Test des Canon RF 35mm f/1.4L VCM
Profi-Objektiv
Canon RF 35mm f/1.4 L VCM
1.759,00€

Canons 35mm für EOS R Kameras. Ein Objektiv für Profis - atemberaubende Schärfe bereits bei Blende 1.4. Leider sehr teuer.

Vorteile:
  • Super Bildschärfe
  • Spritzwasserschutz
  • Genauer, schneller Autofokus
  • Kaum Farbsäume
Nachteile:
  • teuer
Details:
  • Profi-Objektiv aus der L-Serie von Canon.
  • Arbeitet zuverlässig unter den widrigsten Umständen.
  • Brennweite: 35 mm
  • Gewicht: 555g
  • nutzbar für: Porträt, Hochzeitsfotografie, Reportage, Landschaft
  • bildstabilisiert: Nein
  • Objektivart: Festbrennweite
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Eine günstigere Alternative bei Canon ist das RF 35mm f/1.8 Macro IS STM. Es ist kleiner, hat einen Bildstabilisator und bildet bis zum Maßstab 1:2 ab. Damit eignet es sich auch für Details und kleine Produkte.

Canon RF 35mm F1.8 IS MACRO STM
549,00 €

Vielseitiges Weitwinkelobjektiv mit Makrofunktion, ideal für Street-Fotografie und schöne Detailaufnahmen bei schwachem Licht.

Vorteile:
  • Günstig
  • kompakt
  • hohe Lichtstärke
Nachteile:
  • Bauqualität nicht so robust
Details:
  • Brennweite: 35 mm
  • Gewicht:305 g
  • nutzbar für: Makro, Street, Alltagsfotografie
  • bildstabilisiert: Ja
  • Objektivart: Festbrennweite
Auf Amazon anschauen* Bei Calumet Photo kaufen

Günstige Alternativen von Drittherstellern

Für Sony E gibt es inzwischen sehr gute Normalobjektive aus China. Das Viltrox AF 50mm f/2 Air kostet rund 230 Euro und war an meiner Sony A7R IV mit 61 MP schon bei f/2 im Zentrum exzellent und auch in den Ecken sehr gut. Der Autofokus ist leise und schnell, das Objektiv fokussiert innen, und Firmware-Updates spielst du per USB-C auf. Schwächen sind die Naheinstellgrenze von 51 cm und eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber Gegenlicht.

Foto aus einem Shooting mit dem Viltrox AF 50mm f/2 Air
Aus meinem Test des Viltrox AF 50mm f/2 Air
Superkompaktes 50mm Objektiv
VILTROX AF 50 mm F2 Air

Leichtes und kompakte 50mm Festbrennweite mit exzellenter Schärfe und schnellem Autofokus. Erhältlich für Sony E und Nikon Z. Der günstige Preis, in Kombination mit der sehr guten optischen Leistung, macht dieses Objektiv zu einem "Nor-Brainer" für Einsteiger und alle Fotografen, die ein kompaktes 50mm Objektiv suchen.

Vorteile:
  • günstig
  • klein und leicht
  • exzellente Schärfe
  • hohe Lichtstärke
  • schneller Autofokus
Nachteile:
  • nur 51cm Nahdistanz
  • anfällig für Streulicht
Details:
  • Brennweite: 50mm
  • Typ: Festbrennweite
  • Anzahl der Blendenlamellen: 9
  • Max. Blende: F2
  • Min. Blende: F16
  • Nahgrenze: 51 cm
  • Filtergröße: 58mm
  • Objektivanschluss: Sony E, Nikon Z
  • Gewicht: 205 g
  • Abmessungen: Ø 65 × 56,5mm Länge
  • Elemente/Gruppen: 13 / 9
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Das 7Artisans 35mm f/1.8 AF kostet etwa 330 Euro und ist damit rund 200 Euro günstiger als das Sony FE 35mm f/1.8. Gehäuse und Bajonett sind aus Metall, dazu kommen Wetterschutz, ein klickloser Blendenring und ein USB-C-Anschluss. Im Zentrum ist es bei f/1.8 exzellent, die Ecken werden ab f/2.8 sehr scharf. Mit der Firmware 1.02 lagen bei Offenblende rund 90 Prozent meiner Aufnahmen im Fokus, mit der ersten Firmware war der Autofokus noch ungenau.

Weitwinkelobjektiv mit hoher Lichtstärke von 1.8
7Artisans 35mm F1.8
4.4

Gutes und günstiges 35mm Autofokus Objektiv mit hoher Lichtstärke.Optisch und haptisch sehr gut und daher nicht nur für Anfänger gut zu gebrauchen.

Perfekt für Steuerfotografie, Reisen, Portraits

Vorteile:
  • günstig
  • gute Bildqualität
  • schönes Bokeh
  • angenehme Farben
  • Fokusbreathing minimal
Nachteile:
  • reduzierte Schärfe bei minimaler Fokusdistanz
Details:
  • 35mm Festbrennweite
  • Maximale Blende 1.8
  • Minimale Blende 16
  • STM Autofokus
  • Innenfokussierend
  • Staub- und spritzwassergeschützt
  • 426 g leicht
  • stufenlose Blendeneinstellung
  • 62mm Filtergewinde
  • minimale Fokusdistanz 40cm
  • Erhältlich für Sony FE
Bei Amazon anschauen* Zum Angebot bei 7Artisans*

Wer gern manuell fokussiert, bekommt mit dem Pergear 35mm f/1.4 ein günstiges, lichtstarkes 35er für Sony E.

günstiges 35mm Objektiv
PERGEAR 35mm F1.4 Vollformat-Objektiv mit manuellem Fokus
3.8

Das Pergear 35mm 1.4 ist kompakt, leicht und vielseitig. Besonders bemerkenswert ist die Lichtstärke von f/1.4,bei einer wirklich kleinen Größe. Ideal für geringe Tiefenschärfe und stimmungsvolle Aufnahmen bei schwachem Licht - besonders auf Reisen.

Vorteile:
  • klein
  • leicht
  • günstig
  • hohe Lichtstärke
  • robust konstruiert
  • Vintage-Look
Nachteile:
  • manueller Fokus
  • empfindlich gegen Streulicht
  • erst ab f/2.8 gute Schärfe
Details:
  • Brennweite: 35 mm
  • Lichtstärke: f/1.4
  • Gerechnet für: Vollformat
  • Blendenbereich: f/1.4 – f/16
  • Blendenlamellen: 10
  • Fokussierung: Manuell
  • Naheinstellgrenze: 0,3 m
  • Gewicht: ca. 214 g
  • Anschlüsse: Sony E, Fuji X, Nikon Z, Canon RF, MFT
Bei Amazon anschauen* Bei Pergear anschauen*

Auch bei den anderen Systemen gibt es gute Alternativen, die ich nicht selbst getestet habe. Sony bietet das FE 50mm f/1.8, das FE 40mm f/2.5 G und das FE 50mm f/1.4 GM an. Nikon hat das Z 40mm f/2 und das Z 50mm f/1.8 S im Programm. Sigma baut mit dem 50mm F1.4 DG DN Art ein lichtstarkes Normalobjektiv für Sony E und L-Mount.

Normalobjektive für APS-C

An APS-C brauchst du kürzere Brennweiten, um denselben Bildausschnitt zu erhalten. Ein 50er wird hier zum leichten Tele, das sich gut für Porträts eignet, aber in Innenräumen schnell zu eng ist. Das echte Normalobjektiv liegt bei 23 bis 35mm.

Das Brightin Star 50mm f/1.4 AF für Sony E und Fujifilm X habe ich an der Sony ZV-E10 getestet. Am kleinen Sensor entspricht es etwa 75mm, ist also eher ein Porträtobjektiv. Der Autofokus traf in rund 85 Prozent der Fälle, gegen Gegenlicht ist es empfindlich, für den Preis ist es aber ein gutes Angebot.

Mein Preset-Paket "Marlene"

Du magst meine Fotos und den Bildlook? Dann sind meine Marlene Presets für Lightroom genau richtig für dich!

Foto aus dem Test des Brightin Star 50mm f/1.4 AF
Aus meinem Test des Brightin Star 50mm f/1.4 AF an APS-C
Preis/Leistung sehr gut
Brightin Star 50mm F1.4 APS-C AF
4.0
199€

Lichtstarkes Normalobjektiv für APS-C Kameras. Ideal für Portraits.

Vorteile:
  • Günstig
  • Gute Schärfe
  • Schönes Bokeh
  • Schneller Autofokus
Nachteile:
  • Weniger Schärfe bei Offenblende am Rand
  • Anfällig für Streulicht
Details:
  • 50mm Festbrennweite für Sony APS-C Kameras
  • 9 Blendenlamellen
  • Minimale Fokusdistanz 50 cm
  • STM Autofokus
  • ~450 Gramm Gewicht
Objektiv im offiziellen Shop anschauen*

Für ein echtes Normal an APS-C sind diese Modelle verbreitet:

  • Canon RF: RF 35mm f/1.8 Macro IS STM (entspricht 56 mm) oder Sigma 30mm F1.4 DC DN Contemporary (entspricht 48 mm).
  • Sony E: Sony E 35mm f/1.8 OSS, Sigma 30mm F1.4 DC DN oder Viltrox AF 33mm f/1.4.
  • Fujifilm X: XF 33mm f/1.4 R LM WR, XF 35mm f/2 R WR oder XF 23mm f/2 R WR für den Blick eines 35ers.
  • Nikon Z DX: Z 40mm f/2 (entspricht 60 mm) oder Viltrox AF 33mm f/1.4.

Worauf du beim Kauf achtest

Bevor du dich festlegst, gehe diese Punkte für deine Fotografie durch:

  • Sensorformat: An Vollformat sind 35 bis 50mm normal, an APS-C 23 bis 35mm.
  • Brennweite: 35mm für Reportage und enge Räume, 40 bis 45mm als Mitte, 50mm für Porträt und Freistellung.
  • Lichtstärke: f/1.8 genügt für die meisten Situationen, f/1.4 und f/1.2 kaufst du für den Look.
  • Autofokus: STM-Motoren sind günstig, aber langsamer. VCM und USM fokussieren schneller und präziser.
  • Naheinstellgrenze: Unter 40 cm bist du flexibel für Details, bei 50 cm und mehr wird es bei Food und Produkten eng.
  • Gewicht: Ein Objektiv, das zu Hause bleibt, macht keine Fotos. Für den Alltag sind 150 bis 400 g angenehm.
  • Wetterschutz und Verarbeitung: Wichtig für Hochzeiten und Reisen, bei Einsteigerobjektiven meist nicht vorhanden.

Wenn du schon ein Porträtobjektiv mit 85mm besitzt, ergänzt ein 35er dein Set besser als ein 50er. Wer nur ein Objektiv kaufen will, liegt mit 40 bis 50mm richtig.

Meine Empfehlung

Für Einsteiger mit Canon RF ist das RF 50mm f/1.8 STM der günstigste Weg zu einer lichtstarken Festbrennweite. Mehr Bildlook bekommst du für 499 Euro mit dem RF 45mm f/1.2 STM, sofern du mit den Schwächen bei Offenblende leben kannst. Profis greifen zum RF 50mm f/1.4L VCM oder, wenn Gewicht und Preis keine Rolle spielen, zum RF 50mm f/1.2L USM. Wer an Sony E fotografiert, findet im Viltrox 50mm f/2 Air und im 7Artisans 35mm f/1.8 AF zwei günstige und gute Optionen. An APS-C ist ein 30- bis 35-mm-Objektiv das passende Normal.

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Häufige Fragen zur Normalbrennweite

Welche Brennweite ist die Normalbrennweite?

Die Normalbrennweite entspricht ungefähr der Sensordiagonale. Am Vollformat sind das 43 mm, in der Praxis gelten 35 bis 50 mm als normal. An APS-C liegt sie rechnerisch bei 27 bis 28 mm, in der Praxis bei 23 bis 35 mm.

Ist 35 mm Weitwinkel oder Normalbrennweite?

35 mm liegt am Vollformat genau an der Grenze. Viele zählen es zum leichten Weitwinkel, im Alltag verhält es sich aber wie ein weites Normalobjektiv mit natürlicher Perspektive.

Welche Brennweite entspricht dem menschlichen Auge?

Das Auge hat keine feste Brennweite. Am Vollformat geben 40 bis 50 mm Größenverhältnisse und Abstände aber so wieder, wie du sie vor Ort wahrnimmst. Deshalb wirken Fotos mit Normalbrennweite natürlich.

Ist ein 50-mm-Objektiv an APS-C noch ein Normalobjektiv?

Nein. An APS-C entspricht ein 50-mm-Objektiv etwa 75 mm, bei Canon 80 mm am Vollformat. Es eignet sich dort gut für Porträts. Ein Normal an APS-C hat 23 bis 35 mm.

Lohnt sich f/1.2 gegenüber f/1.8?

f/1.2 bringt etwas mehr als eine Blendenstufe Licht und eine deutlich geringere Schärfentiefe. Für den Bildlook bei Porträts und Hochzeiten lohnt es sich, für Alltag und Reise reicht f/1.8 und spart Gewicht und Geld.

Welche Normalbrennweite nutzt du am liebsten, 35, 45 oder 50mm? Schreib es mir gern in die Kommentare.

Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Stephan Forstmann - Fotografie Experte

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.

Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.

In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.

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