Bit
Definition
Ein „Bit“ (Abkürzung für „Binary Digit“) ist die kleinste Informationseinheit in der digitalen Datenverarbeitung und kann entweder den Wert 0 oder 1 annehmen. In der Fotografie bedeutet der Begriff „Bit“ häufig die Farbtiefe eines Bildes, die angibt, wie viele verschiedene Farben ein Pixel darstellen kann.
Farbtiefe und Bit-Tiefe
Die Bit-Tiefe eines Bildes spielt eine Rolle für die Qualität und die Detailtreue der Digitalfotografie. Sie bestimmt die Anzahl der möglichen Farbtöne, die für jeden einzelnen Pixel im Bild verwendet werden können. Hier sind die häufigsten Bit-Tiefen, die in der Fotografie Anwendung finden:
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- 1-Bit-Farbtiefe: Dies entspricht einem monochromen Bild, das nur schwarz oder weiß darstellen kann.
- 8-Bit-Farbtiefe: Diese gängige Color-Mode (z. B. sRGB oder Adobe RGB) ermöglicht 256 Farben pro Farbkanal (Rot, Grün, Blau), was insgesamt etwa 16,7 Millionen Farben ergibt (2^24).
- 16-Bit-Farbtiefe: Hierbei kann jeder Farbkanal 65.536 verschiedene Werte annehmen, was insgesamt über 281 Billionen Farben (2^48) ermöglicht. 16-Bit-Bilder bieten einen deutlich besseren Dynamikbereich und können subtilere Farbverläufe darstellen, was insbesondere in der Nachbearbeitung von Vorteil ist.
- 32-Bit-Farbtiefe: Diese wird oft in High Dynamic Range (HDR) Bildverarbeitung verwendet. Sie ermöglicht es, extrem große Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen eines Bildes darzustellen und bietet umfassende Möglichkeiten zur Nachbearbeitung.
Einfluss auf die Bildqualität
Eine höhere Bit-Tiefe kommt vor allem bei der Nachbearbeitung und beim Drucken von Bildern zur Geltung. Bei niedrigeren Bit-Tiefen können beim Bearbeiten von Bildern unerwünschte Farbtreppen auftreten, die vor allem bei Farbverläufen und detaillierten Texturen störend wirken können. Ein 16-Bit-Bild behält auch bei intensiven Änderungen oder Anpassungen an Helligkeit, Kontrast und Farbe mehr Details und schafft ein glatteres, professionelleres Aussehen.
Kompressionsformate
Der Bit-Wert beeinflusst auch die Wahl des Kompressionsformats. Formate wie JPEG verwenden verlustbehaftete Kompression und sind typischerweise 8-Bit, während Formate wie TIFF oder RAW 14-Bit oder sogar 32-Bit unterstützen. Die Wahl des Formats hat Auswirkungen auf die Speichergröße und die Bildqualität.
« Zum Fotografie LexikonDer Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor

Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen und Veranstaltungen zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen und erstelle Tutorials, in denen ich meine Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
In diesen Beitrag habe ich viel Rechercheaufwand, Zeit und Herzblut investiert und ich gebe gerne mein Fachwissen an andere Fotografiebegeisterte weiter. Das macht aber auch sehr viel Arbeit und braucht vor allem viel Zeit. Fandest du diesen Artikel hilfreich und hast ihn gerne gelesen? Dann spendiere mir doch einen Kaffee für meine Mühe! Damit hilfst du mir und meiner Familie, hier alles am Laufen zu halten.
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