Telezoom
Ein Telezoom ist ein Zoomobjektiv, dessen Brennweitenbereich vollständig oder größtenteils im Telebereich liegt. Typische Beispiele sind 70-200 mm, 100-400 mm oder 150-600 mm. Statt mehrere Teleobjektive mit fester Brennweite mitzunehmen, deckt ein Telezoom viele Ausschnitte mit einem Objektiv ab. Deshalb ist es eines der meistgenutzten Objektive für Sport, Tiere, Veranstaltungen und Porträts.
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Gängige Klassen
| Klasse | Beispiele | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 70-200 mm f/2.8 | von allen großen Herstellern | Hochzeiten, Hallensport, Bühne, Porträt |
| 70-200 mm f/4 | leichtere Variante | Reise, Landschaft, Porträt bei gutem Licht |
| 70-300 mm | günstige Einsteigerobjektive | Zoo, Ausflüge, erste Tierfotos |
| 100-400 / 100-500 mm | z. B. Canon RF 100-500 mm f/4.5-7.1 | Tiere, Vögel, Motorsport |
| 150-600 / 200-800 mm | Sony FE 200-600 mm, Nikon Z 180-600 mm, Canon RF 200-800 mm | Vögel, Wildtiere, große Distanzen |
Konstante oder variable Blende
Bei Telezooms mit konstanter Blende, etwa f/2.8 oder f/4, bleibt die größte Blendenöffnung über den ganzen Zoombereich gleich. Diese Objektive sind größer, schwerer und teurer, liefern aber bei jeder Brennweite gleich viel Licht. Bei Objektiven mit variabler Blende, zum Beispiel f/5-6.3, wird die Offenblende beim Zoomen in den Telebereich kleiner. Dafür sind sie deutlich leichter und günstiger.
Bauarten beim Zoomen
- Innenzoom: Die Baulänge bleibt beim Zoomen gleich. Das Objektiv ist gut abgedichtet, und der Schwerpunkt verändert sich kaum.
- Ausfahrender Tubus: Das Objektiv wird beim Zoomen länger, ist dafür im Transport kürzer.
- Schiebezoom: Die Brennweite wird durch Ziehen und Schieben des Tubus verändert. Diese Bauweise ist heute seltener.
Vorteile
- schnelle Anpassung des Ausschnitts ohne Standortwechsel
- ein Objektiv ersetzt mehrere Festbrennweiten
- moderne Telezooms erreichen eine sehr hohe Bildqualität
- meist mit Bildstabilisator
Nachteile
- lichtschwächer als Tele-Festbrennweiten mit vergleichbarem Gewicht
- lange Telezooms sind groß und schwer
- bei variabler Blende wenig Licht am langen Ende
Tipps für die Praxis
Mit einem Telezoom lohnt es sich, die Belichtungszeit im Blick zu behalten, besonders am langen Ende. Viele Telezooms haben einen Fokusbegrenzer, der den Autofokus auf einen Entfernungsbereich beschränkt und dadurch schneller macht. Bei schweren Modellen sollte die Stativschelle verwendet werden. Mit einem Telekonverter lässt sich die Reichweite bei manchen Telezooms zusätzlich verlängern.
Verwandte Begriffe
- Teleobjektiv
- Zoomobjektiv
- Superzoomobjektiv
- Telekonverter
- Brennweite
- Sportfotografie
Fazit
Ein Telezoom deckt einen Brennweitenbereich im Telebereich ab und ersetzt damit mehrere Festbrennweiten. Modelle mit konstanter Lichtstärke wie 70-200 mm f/2.8 sind Standard für Profis, lange Telezooms mit variabler Blende machen Tierfotografie erschwinglich.
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Der Beitrag wurde verfasst von: Stephan Forstmann – Fotograf, Autor und Fotografie-Tutor aus Dolgesheim, Rheinland-Pfalz
Ich bin Stephan Forstmann, Berufsfotograf aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren mit der Kamera unterwegs. Die letzten 10 davon professionell.
Fotografisch bin ich vor allem bei Hochzeiten, Portraits, Paaren & Familien, Reportagen, Veranstaltungen und in der Milchstraßenfotografie zu Hause. Ich leite Fotokurse für Anfänger und fortgeschrittene Fotografen sowie Milchstraßenfotokurse. Ich erstelle Tutorials, in denen ich meine Foto-Erfahrungen aus der Praxis weitergebe. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, kam ich aus der IT und habe viele Jahre im Marketing gearbeitet. Eine Kombination, die mir heute bei Technik, Workflow und Kundenkommunikation enorm hilft.
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